Diese Arbeit bietet eine organisationstheoretische Betrachtung von Widerstand in Veränderungsprozessen mit Praxisreflexion aus dem Umfeld kirchlicher Prozess-Beratung, sie bietet nicht in erster Linie Methodentipps zeigt jedoch auf wie die Modelle im Beratungsprozess verwendet werden könnten.
Als Arbeits- und Organisationspsychologin möchte ich hier Modelle und Konzepte in den Diskurs einbringen oder neu erinnern, die mir für die Praxis der Organisationsentwicklung / Gemeindeberatung als hilfreich erscheinen.
In dieser Arbeit wird zunächst auf Widerstand in Veränderungsprozessen allgemein eingegangen und ein Praxisbeispiel dargestellt, bevor vier Thesen das weitere Gerüst der Arbeit bilden:
These 1: Emotionen beachten, Widerstand nicht nur individuell und negativ betrachten
These 2: Betroffene zu Beteiligten machen
These 3: Promotoren sind für den Innovationsprozess wichtig
These 4: Innovationsförderliche Führung ist wichtig
Innerhalb dieser Thesen wird an passenden Stellen auf eigene Praxiserfahrungen (innerhalb der EKHN) eingegangen und diese im Kontext der These betrachtet.
Zur Abrundung werden einige Schlussüberlegungen angestellt, in denen Hypothesen zum Praxisbeispiel in Verbindung mit den behandelten Thesen gebildet werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Widerstand in Veränderungsprozessen
- These 1: Emotionen beachten, Widerstand nicht nur individuell und negativ betrachten
- These 2: Betroffene zu Beteiligten machen
- These 3: Promotoren und Promotorinnen sind für den Innovationsprozess wichtig
- These 4: Innovationsförderliche Führung ist wichtig
- Schlussüberlegungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Abschlussarbeit befasst sich mit dem Thema Widerstand in Veränderungsprozessen, insbesondere im Kontext der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Ausgehend von der Perspektive der Arbeits- und Organisationspsychologie werden Modelle und Konzepte vorgestellt, die für die Praxis der Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung hilfreich erscheinen. Der Fokus liegt auf einer organisationstheoretischen Betrachtung von Widerstand und einer Praxisreflexion aus dem Umfeld kirchlicher Prozess-Beratung.
- Analyse von Widerstand in Veränderungsprozessen aus methodischer, systemischer, biblischer, semantischer, geistlicher und biografischer Sicht
- Bedeutung von Emotionen und die Notwendigkeit, Widerstand nicht nur individuell und negativ zu betrachten
- Die Rolle von Promotoren und Promotorinnen im Innovationsprozess
- Die Wichtigkeit von innovationsförderlicher Führung
- Praxisbeispiele aus dem Umfeld der EKHN
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit behandelt das Thema Widerstand in Veränderungsprozessen im Kontext der Gemeindeberatung in der EKHN. Die Autorin präsentiert ihre vier Thesen, die als Gerüst für die Arbeit dienen.
- Widerstand in Veränderungsprozessen: Das Kapitel beleuchtet die allgemeine Bedeutung von Widerstand in Veränderungsprozessen und stellt verschiedene Ansätze zur Systematisierung von Organisationsentwicklungs-Interventionen vor. Es werden die Merkmale von Innovationen, Ursachen für Widerstand und das Erscheinungsbild des Widerstands diskutiert.
- These 1: Emotionen beachten, Widerstand nicht nur individuell und negativ betrachten: Diese These betont die Bedeutung von Emotionen im Kontext von Widerstand. Es wird argumentiert, dass Widerstand nicht nur als individuelles und negatives Phänomen betrachtet werden sollte, sondern auch als Ausdruck von Emotionen und Bedürfnissen.
- These 2: Betroffene zu Beteiligten machen: Diese These befasst sich mit der Einbindung von Betroffenen in Veränderungsprozesse. Es wird argumentiert, dass Betroffene zu Beteiligten gemacht werden sollten, um Widerstand zu reduzieren und den Innovationsprozess zu fördern.
- These 3: Promotoren und Promotorinnen sind für den Innovationsprozess wichtig: Diese These beleuchtet die Rolle von Promotoren und Promotorinnen im Innovationsprozess. Es wird argumentiert, dass Promotoren und Promotorinnen eine wichtige Rolle bei der Überwindung von Widerständen und der Umsetzung von Veränderungen spielen.
- These 4: Innovationsförderliche Führung ist wichtig: Diese These betont die Bedeutung von innovationsförderlicher Führung. Es wird argumentiert, dass Führungskräfte eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen und der Bewältigung von Widerständen spielen.
Schlüsselwörter
Widerstand, Veränderungsprozess, Organisationsentwicklung, Gemeindeberatung, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Arbeits- und Organisationspsychologie, Emotionen, Innovationsprozess, Promotoren, Führung, Praxisreflexion, Systemische Beratung
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Widerstand in Veränderungsprozessen definiert?
Widerstand wird in dieser Arbeit nicht nur negativ gesehen, sondern als Ausdruck von Emotionen und Bedürfnissen, die im Rahmen der Organisationsentwicklung beachtet werden müssen.
Welche Rolle spielen Promotoren bei Innovationen?
Promotoren sind Schlüsselpersonen, die den Innovationsprozess aktiv unterstützen und dabei helfen, Widerstände innerhalb der Organisation zu überwinden.
Warum ist innovationsförderliche Führung wichtig?
Führungskräfte gestalten den Rahmen für Veränderungen; eine förderliche Führung hilft, Betroffene zu Beteiligten zu machen und den Prozess konstruktiv zu begleiten.
Was bedeutet es, Betroffene zu Beteiligten zu machen?
Es bedeutet, Mitarbeiter aktiv in den Veränderungsprozess einzubinden, um deren Akzeptanz zu erhöhen und die Qualität der Innovation durch deren Feedback zu verbessern.
In welchem Kontext findet die Praxisreflexion statt?
Die Reflexion bezieht sich auf die Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
- Quote paper
- Ina Wittmeier (Author), 2014, Widerstand in Veränderungsprozessen. Theorie-Praxisreflexion in der evangelischen Kirche aus arbeits- und organisationspsychologischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294301