In den vergangenen Jahren erleben wir einen starken Wandel in der Struktur des Einzelhandels. Der Anteil am Onlinehandel in dieser Branche steigert sich jährlich und ein Ende ist bislang noch nicht abzusehen. Im Gegenteil sagen die Experten in dieser Branche eine weitere Zunahme im Onlinehandel voraus.
Der Trend zum Online-Handel kann zum einen durch die für den Verbraucher sehr angenehme Art des Einkaufs bequem von Hause aus erklärt werden. Ein weiterer Gesichtspunkt ist allerdings auch die effizientere Art der Abwicklung bei diesen Konzepten.
Der Händler greift hier sehr oft auf eine zentrales Distributionszentrum zu bei dem eine hohe Verfügbarkeit gegeben ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Handel im Wandel
1.2 Was muss ein Distributionszentrum leisten können?
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Einführung Distributionslogistik
2.1 Grundlagen der Distributionslogistik
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.2 Einordnung der Distributionslogistik im Phasenmodell
2.1.3 Bedeutung der Distributionslogistik
2.2 Teilbereiche des Distributionszentrums
2.2.1 Wareneingang
2.2.2 Lagerung
2.2.3 Kommissionierung
2.2.4 Warenausgang
3 Erstellung des Lastenhefts Warenausgang
3.1 Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren des Distributionszentrums
3.1.1 Lieferanten
3.1.2 Artikelstruktur
3.1.3 Kunden und Servicelevel
3.1.4 Bestellverhalten
3.2 Definition Lastenheft
3.3 Anforderungen an den Warenausgang
3.3.1 Informationsfluss
3.3.2 Materialfluss
3.3.3 Packtische
3.3.4 Layout Warenausgang
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein fundiertes Lastenheft für den Bereich Warenausgang eines neu zu planenden Distributionszentrums für die Caddie GmbH zu erstellen. Dabei wird analysiert, wie durch logistische Effizienzsteigerungen und eine präzise Prozessplanung der steigenden Nachfrage im E-Commerce sowie spezifischen Kundenanforderungen begegnet werden kann.
- Grundlagen der Distributionslogistik und deren Bedeutung im Handel
- Strukturanalyse der Lieferanten, Artikel und Kunden
- Definition und Anforderungsanalyse eines Lastenhefts
- Konzipierung von Informations- und Materialflüssen im Warenausgang
- Gestaltung von Packtischen und Layout-Planung für den Versand
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Informationsfluss
Der Informationsfluss ist ein äußerst wichtiger Bestandteil in modernen Distributionszentren. Zum einen muss eine Transparenz hinsichtlich der offenen tagesaktuellen Aufträge vorliegen um die Taktung der Arbeitsprozesse als auch der beschäftigten Mitarbeiter im Warenausgang effizient steuern zu können.34
Ein aktueller Überblick in Echtzeit über die bereits kommissionierten und noch in der Kommissionierung befindlichen Aufträge sowie Auftragspositionen ist daher für ein adäquates Monitoring unerlässlich. Ferner müssen auch speziell für die Leistungsermittlung im Warenausgang die bereits gepackten und noch offenen Aufträge in Echtzeit abrufbar sein.
Zur Messung der Leistung von einzelnen Mitarbeitern muss ferner auch eine Möglichkeit bestehen die Packzeit der Mitarbeiter zu ermitteln sowie wie viele Aufträge gesamt gepackt wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den strukturellen Wandel im Einzelhandel durch den Online-Handel und erläutert die Notwendigkeit von zentralen Distributionsstrukturen.
2 Einführung Distributionslogistik: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen der Distributionslogistik, deren Einordnung in das Logistik-Phasenmodell sowie die Teilbereiche eines Distributionszentrums definiert.
3 Erstellung des Lastenhefts Warenausgang: Dieses zentrale Kapitel analysiert die spezifischen Rahmenbedingungen der Caddie GmbH (Lieferanten, Kunden, Artikel) und leitet daraus konkrete Anforderungen an den Warenausgang ab.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung einer präzisen Planung und detaillierten Prozessgestaltung für den wirtschaftlichen Erfolg von Distributionszentren zusammen.
Schlüsselwörter
Distributionszentrum, Distributionslogistik, Lastenheft, Warenausgang, Online-Handel, Kommissionierung, Lagerprozesse, Materialfluss, Prozessplanung, Kundenservice, Servicelevel, Lieferantensegmentierung, Caddie GmbH, Versandlogistik, Effizienzsteigerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Planung eines neuen Distributionszentrums für die Caddie GmbH, ein Unternehmen im Golfsportartikelhandel, mit besonderem Fokus auf die Erstellung eines Lastenhefts für den Warenausgang.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Distributionslogistik, die Analyse der betrieblichen Rahmenbedingungen und die technische sowie organisatorische Auslegung eines Warenausgangsbereichs.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Lastenhefts unter Berücksichtigung von Effizienz, Kosten und den spezifischen Serviceanforderungen der Kunden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor nutzt eine systematische Analyse der Logistikstrukturen, kombiniert mit einer Fallstudie (Caddie GmbH) und stützt sich dabei auf etablierte Normen wie die VDI-Richtlinie 2519.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Lieferantenstrukturen, Artikelklassifizierungen, Kundenanforderungen, das Bestellverhalten sowie konkrete Anforderungen an Informationsfluss, Materialfluss und die Gestaltung der Packstationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lastenheft, Distributionslogistik, Warenausgang, Effizienz und Prozessoptimierung charakterisieren.
Wie unterscheidet sich die Belieferung von B2B- und B2C-Kunden?
Großhändler (B2B) bestellen regelmäßig via EDI, während Endverbraucher (B2C) den Onlineshop nutzen; zudem variieren die geforderten Lieferzeiten (2 Tage für B2B, 3 Tage für B2C).
Warum ist die Analyse der durchschnittlichen Lagerzeit so wichtig für die Planung?
Die Analyse zeigt, dass ein Großteil der Artikel sehr lange lagert, was die Notwendigkeit für ausreichend dimensionierte Lagerkapazitäten zur Vermeidung von Lieferengpässen unterstreicht.
Welche Bedeutung hat das Layout im Warenausgang?
Das Layout stellt sicher, dass sich Warenströme nicht kreuzen und eine effiziente Trennung zwischen Paket- und Palettenverpackung sowie eine korrekte Zuordnung zu Transportrelationen gewährleistet ist.
- Citation du texte
- Andreas Schröder (Auteur), 2014, Planung eines Distributionszentrums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294369