In der folgenden Arbeit werden die Grundsätze für die Planung und Durchführung von Schreibunterricht zum Themenbereich computergestütztes Schreiben dargestellt, sowie verschiedene Aufgaben dem Themenbereich entsprechend aus Schulbüchern für die Grundschule analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Computergestützter Medieneinsatz im Schreibunterricht
1.1 Kompetenzorientierter Schreibunterricht in computergestützten Umgebungen
1.2 Prozessorientierter Schreibunterricht
1.3 Schülerorientierter Schreibunterricht
1.4 Integrativer Schreibunterricht
2. Analyse verschiedener Aufgaben aus Unterrichtswerken für die Grundschule
2.1 Analyse der ersten Aufgabe
2.2 Analyse der zweiten Aufgabe
2.3 Analyse der dritten Aufgabe
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Integration von computergestützten Medien in den kompetenzorientierten Schreibunterricht der Grundschule. Ziel ist es, auf Basis fachdidaktischer Grundlagen zu analysieren, inwieweit aktuelle Aufgaben aus Unterrichtswerken die Prinzipien des prozess-, schüler- und integrativen Schreibunterrichts unter Einbeziehung digitaler Werkzeuge methodisch sinnvoll umsetzen.
- Grundlagen des kompetenz-, prozess- und schülerorientierten Schreibens
- Integration des Computers als Werkzeug zur Textproduktion und -überarbeitung
- Analyse ausgewählter Aufgaben aus Grundschul-Sprachbüchern
- Potenziale für fächerübergreifendes und integratives Lernen
- Kritische Bewertung des tatsächlichen Medieneinsatzes im Unterricht
Auszug aus dem Buch
1. Computergestützter Medieneinsatz im Schreibunterricht
In der folgenden Arbeit werden die Grundsätze für die Planung und Durchführung von Schreibunterricht zum Themenbereich computergestütztes Schreiben dargestellt, sowie verschiedene Aufgaben dem Themenbereich entsprechend aus Schulbüchern für die Grundschule analysiert. Zunächst werden die Grundsätze des kompetenz-, prozess-, schülerorientierten und integrativen Schreibunterrichts näher betrachtet und aktuelle fachwissenschaftliche Diskussionen aufgegriffen. Eigenen Erfahrungen sollen nicht im Vordergrund stehen, sondern fachdidaktische Diskussionen und Arbeiten, vor allem Schriften von Jasmin Merz-Grötsch, Michael Becker-Mrotzek, Ingrid Böttcher und Martin Fix dienen für diese Arbeit als Grundlagenliteratur. Im Anschluss folgt basierend auf den im ersten Teil erarbeiteten Kenntnissen die Analyse der Aufgaben, die falls notwendig ergänzt werden.
Die rasche technische Entwicklung stellt den modernen Schreibunterricht vor neue Herausforderungen, Chancen oder auch Risiken, die in der Wissenschaft diskutiert werden. Gerade das Schreiben unter Zuhilfenahme eines Computers oder eines ähnlichen technischen Geräts wird in Zukunft einen immer größeren Teil des Schreibens sowohl in der Schule, als auch in der Freizeit der Schüler einnehmen. Nach Ingrid Böttcher soll der Computer beim Schreiben in einer elektronischen Umgebung den Schülern ein „didaktisch sinnvolles Schreibwerkzeug an die Hand“ gegeben werden. So fallen bei der Arbeit mit dem Computer als Werkzeug zur Erstellung schriftlicher Werke hilfreiche Merkmale auf, die dem Schüler den Prozess des Schreibens erleichtern. Denn bei jedem Schreibprozess „bleibt Sprache – vor allem bei geschriebener Sprache – das zentrale Medium der Verständigung.“ Der Computer muss deswegen als Teil eines gesamtheitlich angelegten, didaktischen Konzepts in die Schreibumgebung des Sprachunterrichts integriert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Computergestützter Medieneinsatz im Schreibunterricht: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen des kompetenz-, prozess-, schülerorientierten und integrativen Schreibunterrichts ein und begründet die Notwendigkeit, den Computer didaktisch sinnvoll in den Unterricht zu integrieren.
1.1 Kompetenzorientierter Schreibunterricht in computergestützten Umgebungen: Es wird erörtert, wie computerbasiertes Schreiben gezielte Kompetenzen erfordert, aber gleichzeitig den Zugang zu Be- und Überarbeitungsformen von Texten gegenüber handschriftlichen Verfahren erleichtert.
1.2 Prozessorientierter Schreibunterricht: Der Fokus liegt auf der Zerlegung komplexer Schreibaufgaben in Teilprozesse, wobei der Computer durch seine Flexibilität insbesondere das Überarbeiten von Texten für Schreibanfänger deutlich angenehmer gestaltet.
1.3 Schülerorientierter Schreibunterricht: Dieses Kapitel beleuchtet, wie persönliche Schreibinteressen durch den Einsatz technischer Medien gefördert werden können, um individuelle Lernprozesse in heterogenen Klassen besser zu unterstützen.
1.4 Integrativer Schreibunterricht: Es wird die Verknüpfung von Schreibanlässen mit anderen Fächern oder Lebensbereichen thematisiert, um den Computer als Werkzeug für einen ganzheitlichen Lernraum zu nutzen.
2. Analyse verschiedener Aufgaben aus Unterrichtswerken für die Grundschule: In diesem praktischen Teil werden konkrete Aufgabenbeispiele aus verschiedenen Sprachbüchern untersucht und auf ihre prozessorientierte und mediale Qualität hin bewertet.
2.1 Analyse der ersten Aufgabe: Die Analyse zeigt, dass diese Aufgabe Ansätze der Prozesshaftigkeit gut verdeutlicht, jedoch die konkrete Umsetzung am PC noch stärker gefordert werden könnte.
2.2 Analyse der zweiten Aufgabe: Es wird kritisch angemerkt, dass trotz des modernen Medienthemas (E-Mail) der praktische Arbeitsschritt am Computer fehlt und die Aufgabe auf einem rein theoretischen Niveau verbleibt.
2.3 Analyse der dritten Aufgabe: Die Untersuchung ergibt, dass die Aufgabe gute Ansätze zur Kooperation bietet, aber nach der Planungsphase abbricht und somit wertvolle Möglichkeiten zur Textüberarbeitung ungenutzt lässt.
3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der bloße Einsatz von Computern die Unterrichtsqualität nicht automatisch steigert, sondern eine fundierte Einbettung in prozessorientierte Lernumgebungen für einen tatsächlichen Mehrwert erforderlich ist.
Schlüsselwörter
Schreibunterricht, Computergestütztes Schreiben, Grundschule, Kompetenzorientierung, Prozessorientierung, Schülerorientierung, Integrativer Unterricht, Textüberarbeitung, Textproduktion, Mediendidaktik, Sprachbuchanalyse, Schreibdidaktik, Digitale Medien, Lernprozess, Schreibkompetenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktisch sinnvollen Integration von Computern in den Schreibunterricht der Grundschule unter Berücksichtigung moderner pädagogischer Grundsätze.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Themenfelder umfassen den kompetenz-, prozess-, schüler- und integrativen Schreibunterricht sowie die kritische Analyse von Aufgabenstellungen in aktuellen Schulbüchern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die theoretischen Vorteile des computergestützten Schreibens in den Aufgaben aktueller Grundschul-Unterrichtswerke praktisch zur Anwendung kommen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur sowie einer qualitativen Analyse und Evaluierung ausgewählter Schreibaufgaben aus Grundschul-Lehrwerken.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Schreibdidaktik und eine detaillierte Analyse von drei spezifischen Aufgabenserien aus gängigen Sprachbüchern für die Klassen drei und vier.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schreibunterricht, Prozessorientierung, computergestütztes Schreiben, Grundschule und Medienkompetenz definiert.
Warum betont die Autorin die Notwendigkeit, Aufgaben zu überarbeiten?
Die Autorin stellt fest, dass viele Aufgaben zwar technologische Themen behandeln, die Schüler aber oft nicht zur praktischen Arbeit am Computer führen, was die Lernchancen und die Erleichterung durch digitale Überarbeitungsfunktionen mindert.
Welche Rolle spielt die "Prozesshaftigkeit" beim Schreiben am Computer?
Sie ermöglicht es den Schülern, den komplexen Schreibakt in überschaubare Teilschritte (Planen, Formulieren, Überarbeiten) zu gliedern, wobei der PC insbesondere das mühsame, manuelle Abschreiben ersetzt und flexiblere Korrekturmöglichkeiten bietet.
Wie bewertet die Autorin die Einbeziehung des "integrativen Schreibens"?
Sie sieht darin eine Chance, Schreibanlässe über das Fach Deutsch hinaus zu öffnen und so den Schülern einen direkten Bezug zu ihrem Alltag und anderen Lebensbereichen zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Nathalie Lutz (Autor:in), 2014, Computergestützter Medieneinsatz im kompetenzorientierten Schreibunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294419