Worin besteht der Unterschied zwischen Offshoring und Outsourcing? Ist Offshoring eine geeignete Strategie für KMU?


Hausarbeit, 2015
20 Seiten
Ulrich Brenning (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Abbildungsverzeichnis und Tabellenverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Beggriffserklärung Outsourcing
1.2 Begriffserklärung Offshoring

2. Motive für Outsourcing
2.1 Kostenersparnis
2.2 Fokus auf den Kernkompetenzen

3. Risiken von Outsourcing
3.1 Abhängigkeit vom Dienstleister
3.2 Mangelhafte Leistung des Dienstleisters
3.3 Kostensteigerung

4. Motive für Offshoring
4.1 Kostenersparnis
4.2 Fokus auf Kernkompetenzen

5. Risiken von Offshoring
5.1 versteckte Kosten
5.2 kulturelles Risiko

6. Definition KMU

7. Ist Offshoring eine geeignete Strategie für KMU?

8. Schlussfolgerung

9. Literaturverzeichnis

0 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1 Funktionen in einem Unternehmen

Abbildung 2 Outsourcing als Chance

Abbildung 3 Kosten senken dominierendes Motiv

1.Einleitung

Offshoring hat sich im laufe der Zeit zu einem bekannten Begriff in der Wirtschaft entwickelt. Es stellt sich die Frage, ob es sich um ein neues Phänonem handelt oder es einfach ein neuer Begriff für Outsourcing ist.

Outsourcing ist ein zusammengesetztes Kunstwort, welches in der heutigen Zeit in nahezu jedem deutschen Unternehmen verwendet wird. Führungskräfte haben meist positive Assoziationen bei der Verwendung dieses Wortes. Sie sehen darin ein Mittel, sich von sowohl ineffizienten, als auch kostenintensiven Prozessen im Unternehmen zu trennen.

Offshoring verfolgt eine etwas andere Strategie als beim Outsourcing. Offshoring wird in der wirtschaftlichen Betrachtung unter anderem mit Arbeitskostenersparnisse, der Zugriff auf qualifiziertes Fachpersonal und die Ausnutzung der Zeitverschiebung als Vorteile des Offshoring verstanden. Gleichzeitig schafft Offshoring auch neue Kosten und Risiken.

Die meisten Mitarbeiter empfinden oft ganz anders. Sobald sie mit dem Thema Outsourcing und Offshoring konfrontiert werden, nehmen die Meisten ein erhöhtes Risiko, den aktuellen Arbeitsplatz zu verlieren, bzw. dass ihr Arbeitsplatz verlagert wird, war.

In dieser Hausarbeit wird der Unterschied zwischen Outsourcing und Offshoring diskutiert und die Risiken bzw. Motive erläutert. Dabei wird versucht folgende Forschungsfrage zu beantworten: „Worin besteht der Unterschied zwischen Offshoring und Outsourcing? Ist Offshoring eine geeignete Strategie für KMU?“

1.1 Bgriffserklärung Outsourcing

Outsourcing ist ein Kunstwort, welches sich aus den Worten „Outsider“, „resource“ und „using“ zusammensetzt. Allgemein lässt sich das Wort mit „Nutzung externer Ressourcen“ in die deutsche Sprache übersetzen (Batbold, 2011, S. 3).

Bei dem Thema Outsourcing handelt es sich demnach um „die Auslagerung von Geschäftsprozessen an einen externen Dienstleister, der diese Prozesse verbessert, ausführt und verantwortet. Die Auslagerung geschieht auf Basis von definierten und messbaren Service Level Agreements. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an den Dienstleistungspartner hinsichtlich Kompetenz, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit“ (Wald, 2005, S. 265). Somit basiert Outsourcing auf dem einfachen ökonomischen Prinzip der Arbeitsteilung: Ein Markt ist effizient, wenn sich jeder Marktteilnehmer auf ein Prozess, Produkt oder eine Dienstleistung spezialisiert. Outsourcing hat seine Herkunft in der Informationstechnologie. Kodak war im 1989 das erste Unternehmen, welches die Bereiche Datenverarbeitung und Kommunikationsnetze auslagerte. (Batbold, 2011, S. 3) Heutzutage ist Outsourcing ein gängiger Begriff und ein weit verbreitetes Steuerungsinstrument für Führungskräfte innerhalb eines Unternehmens.Innerhalb dieses Begriffes lässt sich zwischen internem Outsourcing, wobei der Anbieter rechtlich an das Unternehmen gebunden ist, und externem Outsourcing, wobei der Anbieter ein externes Unternehmen ist, unterscheiden. Liegt der Dienstleister auf einem anderen Kontinent wie beispielsweise Asien, spricht man vom Offshoring (Batbold, 2011, S. 3, 7).

1.2 Begriffserklärung Offshoring

Der Begriff „Offshoring“ hat seine Herkunft aus dem englischen Wort „offshore“, was übersetzt so viel heißt wie „ablandig“. (Vgl. Wenning 2006 S.17)

Allgemein bezeichnet Offshoring die Verlagerung von funktionalen Bestandteilen eines Unternehmens an ein konzerninternes Tochterunternehmen im Ausland. Durch diesen Prozess können im Inland Arbeitsplätze verloren gehen. Der Begriff „Offshore“ erhielt das erste mal eine wissenschaftliche Bedeutung in den 70er und 80er Jahren als US-amerikanische Unternehmen anfingen, einfache Datenerfassungsdienste auf die nah liegenden karibischen Inseln zu verlagern. Diese Regionen wurden von da an als Offshore-Regionen bezeichnet. Seitdem ist Offshoring eine Form der Auslagerung von Aufgaben aus Unternehmen in Hochlohnländer in Niedriglohnländer, sowie die Nutzung von deren Ressourcen. (vgl. Boes/Schwemmle 2004, S.17/ 2005, S.9) Heutzutage ist Offshoring ein sehr verbreiteter Begriff und ebenso wie Outsourcing ein weit verbreitetes Steuerungsinstrument für Führungskräfte innerhalb eines Unternehmens.

2. Motive für Outsourcing

Jedes Unternehmen hat spezifische Gründe, bestimmte Prozesse oder ganze Bereiche auszulagern. Trotzdem gibt es verschieden Motive, die wiederholt von Unternehmen angegeben werden.

„Einer Umfrage von Forrester (McCARTHY 2003) zufolge sind die häufigsten Gründe für die Auslagerung von Geschäftsprozessen an externe Dienstleister (Mehrfachnennungen möglich):

- Nachhaltige Absenkung von Fixkosten (63%)
- Prozessverbesserung durch den Dienstleister (43%)
- Teilhabe an der technologischen Expertise des Dienstleisters (43%)
- Konzentration auf Kernaufgaben (31%)“ (Wald, 2005, S.265)

Demnach lassen sich vier signifikante Motive für Outsourcing festhalten, die on verschiedenen Unternehmen häufig genannt werden.

2.1. Kostenersparnis

In Bezug auf Outsourcing spielen Kostensenkungen eine wichtige Rolle. Vor Allem bei überdurchschnittlich hohen Kosten, beispielsweise im Personalwesen, welche durch l, kostspielige HR-Applikationen oder Lizenzgebühren entstehen können, sind Maßnahmen zur Reduktion der Fixkosten notwendig.

Wird die Entscheidung getroffen, den Personalbereich auszulagern, können Fixkosten in variable Kosten umgewandelt werden. Demnach ist es möglich, das Volumen der Inanspruchnahme der Leistung des externen Dienstleisters zu variieren um somit nur für den aktuellen Gebrauch der Dienstleistung zu bezahlen. Die Budgetierung der Kosten ist somit möglich. Zudem kommt, dass der Dienstleister aufgrund von Skaleneffekten insgesamt kostengünstiger Leistungen erbringen kann.

Mit Hinblick auf den Transaktionskostenansatz von Ronald Coase lassen sich Entscheidungen über Auslagerungen einzelner Bereiche oder Prozesse vereinfachen. Transaktionskosten entstehen bei dem Austausch von Gütern und Dienstleistungen. „Beim Outsourcing entstehen durch die Nutzung des Marktes Kosten, die innerhalb eines Unternehmens vermieden werden können“ (Hermes 2005, S. 17). Es lassen sich vier Kostenarten differenzieren:

1. Anbahnungskosten fallen bei der Suche nach einem externen Dienstleister an.
2. Vereinbarungskosten entstehen bei Verhandlungen zwischen OutsourcingAnbieter und -Nachfrager.
3. Kontrollkosten ergeben sich im Verlauf der geschäftlichen Beziehung der beiden Partner, wobei sichergestellt wird, dass vertragliche Leistungsvereinbarungen eingehalten werden.
4. Anpassungskosten liegen vor , wenn es zu Änderungen der festgehaltenen Vereinbarungen kommt Demnach ist es wichtig, dass bei einem Outsourcing Projekt neue Transaktionskosten in der Kalkulation der Kostenersparnis mit einbezogen werden. Generell können Transaktionskosten minimiert werden, indem „primär standardisierte, wenig komplexe und wenig strategisch relevante Leistungen“ (Hermes, 2005, S.17) von Fremdfirmen bezogen werden.

2.2. Fokus auf Kernkompetenzen

Gary Hamel und C. K. Prahalad erörterten bereits anfangs der 1990er Jahre das Konzept der Kernkompetenzen. Hierbei ist es essentiell, dass ein Unternehmen sich auf seine Kernaktivitäten konzentriert. Andere Bereiche wie das Rechnungswesen oder die IT können demnach vernachlässigt werden. Daher fingen Unternehmen an, hinsichtlich dieses Konzeptes, zweitrangige Bereiche auszulagern. (Hermes, 2005, S. 17)

Kernkompetenzen lassen sich anhand vier wesentlichen Merkmalen identifizieren:

1. Sie sind für das Unternehmen sehr wertvoll, da sie meistens das Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens ausmachen und somit die Existenz eines Unternehmens begründen.
2. Kernkompetenzen sind selten. Anderen Marktteilnehmern stehen diese speziellen Ressourcen oder Fähigkeiten nicht direkt zur Verfügung.
3. Es fällt der Konkurrenz äußert schwer, Kernfähigkeiten zu imitieren.
4. Kernkompetenzen können nicht durch Alternativen substituiert werden.

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Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Worin besteht der Unterschied zwischen Offshoring und Outsourcing? Ist Offshoring eine geeignete Strategie für KMU?
Autor
Jahr
2015
Seiten
20
Katalognummer
V294558
ISBN (eBook)
9783668399341
ISBN (Buch)
9783668399358
Dateigröße
671 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
worin, unterschied, offshoring, outsourcing, strategie
Arbeit zitieren
Ulrich Brenning (Autor), 2015, Worin besteht der Unterschied zwischen Offshoring und Outsourcing? Ist Offshoring eine geeignete Strategie für KMU?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294558

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