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Zur Problematik der Universalität. Vorteile und Grenzen einer globalen Kunstgeschichte

Anhand von James Elkins‘ "Is Art History Global?"

Titel: Zur Problematik der Universalität. Vorteile und Grenzen einer globalen Kunstgeschichte

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 29 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lisa Minor (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Abwägen zwischen der Nützlichkeit einer globalen Kunstgeschichte und dem neo-imperialistischen Einfluss, den die westlichen Methoden oftmals als ‹Universalität› ihres Faches verkennen, ist auch Gegenstand des Sammelbandes, der dieser Arbeit zugrunde liegt.
James Elkins, ein renommierter Kunsthistoriker, der in den USA aufgewachsen ist und derzeit auch dort lebt, hat den Versuch unternommen, die Frage nach der Universalität der Kunstgeschichte zu beantworten. Der Titel des Bandes „Is Art Histroy Global?“ (2007) verspricht eine möglichst umfassende Analyse des gegenwärtigen Zustandes des Faches und der möglichen Entwicklung.
Die vorliegende Arbeit soll nun den Band vorstellen und anschließend die Argumentationsstruktur untersuchen, um so mögliche Thesen zur Beantwortung der Frage nach einer globalen Kunstgeschichte herauszuarbeiten. Anschließend wird auf Grundlage der einschlägigen Literatur zum Thema , eine theoretische Reflexion des gegenwärtigen Zustandes der Disziplin der Kunstgeschichte erfolgen. Wichtiger Bestandteil dieser kritischen Auseinandersetzungen werden die Forschungsansätze der Post-colonial-Studies sein. Somit soll auch der gesamte Band auf seine Authentizität und Nützlichkeit zur Beantwortung der Frage nach einer globalen Kunstgeschichte geprüft werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. The Art Seminar – “the limit of theorizing”

3. Inhaltlicher und formaler Aufbau

4. “ten informal talking points”, by James Elkins

4.1. Fünf Gegen-Thesen zur Idee einer globalen Kunstgeschichte (Elkins)

4.2. Fünf Thesen zur Unterstützung einer universal-einheitlichen Kunstgeschichte (Elkins)

5. „Globalizing Art History“ – Shelly Erringtons Auseinandersetzung mit Elkins‘ Thesen

6. Kritische Berichte – Zur Universalität der Kunstgeschichte: Eine Reflexion

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld einer globalen Kunstgeschichte und hinterfragt die Möglichkeiten sowie die Problematik einer universellen Disziplin ohne exkludierende Hierarchisierungen. Dabei liegt der Fokus primär auf einer kritischen Analyse des Bandes „Is Art History Global?“ von James Elkins sowie der Auseinandersetzung mit der Perspektive von Shelly Errington und neueren transkulturellen Forschungsansätzen.

  • Kritische Analyse der Thesen von James Elkins zur Globalisierung der Kunstgeschichte
  • Untersuchung der Rolle westlicher Methoden und ihrer Auswirkungen auf nicht-westliche Kulturen
  • Reflexion über die Hierarchisierung von Kunst durch eurozentrische Definitionen
  • Diskussion des Potenzials transkultureller Ansätze zur Überwindung einseitiger Forschungsperspektiven
  • Evaluation der Nützlichkeit bestehender Ansätze für eine inklusive, globale Kunstwissenschaft

Auszug aus dem Buch

4.2. Fünf Thesen zur Unterstützung einer universal-einheitlichen Kunstgeschichte (Elkins)

Als Gegenpositionen zu den bereits genannten Thesen formuliert Elkins nun 5 Thesen, die sich für die Idee einer globalen Kunstgeschichte aussprechen: 1. Die beste Forschung wird von solchen Kunstwissenschaftlern betrieben, die die Kenntnis aller relevanten Theorien aufweisen – Autoren ohne diese Theoriekenntnisse riskieren es, Texte zu produzieren, die den Anschluss verlieren. Elkins meint damit, dass die eine weltweit einheitliche Kunstwissenschaft durch ihre Methoden an Homogenität gewinnt, nicht jedoch durch die stark variierenden Themen.

Autoren, die diese Theoriekenntnisse haben und auch in ihren Arbeiten umsetzen, wird dann die meiste Aufmerksamkeit zuteil. Somit definiert sich eine global einheitliche Kunstgeschichte durch ihre Methoden, nicht durch die individuellen Themen. Natürlich könnte man hier als kritischen Einwand die Frage stellen, ob diese Praktik nicht eine Art von neo-Imperialismus im wissenschaftlichen Betrieb darstellt, da ja die Methoden, die Elkins hier meint, explizit westliche Methoden sind, die für westliche Kunst entwickelt wurden. Also wäre auch noch zu klären, ob es überhaupt möglich ist, diese Methoden und Ansätze für Kunst anzuwenden, der ein nicht-europäisches Kunstverständnis zugrunde liegt. Diese Fragen sind wahrscheinlich nur individuell zu beantworten.

2. Die Unterscheidung von Kunstgeschichte und Kunstkritik besteht noch immer. Kunstkritik wird laut Elkins von den Universitäten, also von der Kunstwissenschaft, ausgeschlossen. Kunstkritik findet sich demnach nur in Magazinen und Zeitungen, an Universitäten wird höchstens die Geschichte der Kunstkritik behandelt, jedoch wird Kunstkritik selbst nicht gelehrt. Dieser Umstand lässt sich nach Elkins auch an jedem Ort der Welt nachweisen, somit ließe sich auch die Existenz einer global einheitlichen Kunstgeschichte nachweisen, da man an jedem Ort der Welt Kunstkritik von Kunstgeschichte unterscheidet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Seminararbeit ab, benennt das untersuchte Quellenmaterial und erläutert die zentrale Fragestellung nach der Möglichkeit einer universalen Kunstgeschichte ohne exkludierende Tendenzen.

2. The Art Seminar – “the limit of theorizing”: Dieses Kapitel erläutert die Struktur und Intention der Buchreihe, in deren Kontext Elkins' Werk entstanden ist, um den wissenschaftlichen Barometer-Charakter der Publikation zu verdeutlichen.

3. Inhaltlicher und formaler Aufbau: Hier wird der inhaltliche Aufbau des untersuchten Bandes von Elkins detailliert skizziert, wobei die verschiedenen Sektionen und der formale Prozess der Entstehung der Beiträge beschrieben werden.

4. “ten informal talking points”, by James Elkins: In diesem zentralen Kapitel werden die zehn Thesen von James Elkins zusammengefasst, kritisch hinterfragt und im Kontext ihrer Argumentationsstrategie analysiert.

5. „Globalizing Art History“ – Shelly Erringtons Auseinandersetzung mit Elkins‘ Thesen: Dieses Kapitel analysiert das Nachwort von Shelly Errington, die insbesondere die fehlende universale Definition von Kunst bei Elkins und die Problematik westlicher Methodik kritisiert.

6. Kritische Berichte – Zur Universalität der Kunstgeschichte: Eine Reflexion: Der Autor führt hier alternative, transkulturelle Ansätze ein, insbesondere durch Monica Juneja, um eine hierarchiefreie globale Zusammenarbeit in der Kunstwissenschaft zu diskutieren.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, bewertet den Nutzen des Bandes von Elkins und plädiert für transkulturelle Ansätze als zukunftsweisende Methode der Kunstwissenschaft.

Schlüsselwörter

Globale Kunstgeschichte, James Elkins, Shelly Errington, Monica Juneja, Universalität, Transkulturalität, Kunstwissenschaft, Westliche Methoden, Post-colonial Studies, Kanon, Kunstkritik, Exklusion, Eurozentrismus, Bildwissenschaft, Kulturtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, ob und wie eine globale, einheitliche Kunstgeschichte möglich ist, ohne dabei westliche Standards als universell zu oktroyieren und andere Kulturen auszuschließen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Kunstwissenschaft, das Spannungsfeld zwischen lokaler Identität und globaler Disziplin, die Kritik am westlichen Kanon sowie das Potenzial transkultureller Forschungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Argumentationsstruktur von James Elkins' Buch "Is Art History Global?" zu untersuchen und auf Basis einer kritischen Reflexion, unter Einbeziehung weiterer Positionen, Bedingungen für eine inklusive, globale Kunstgeschichte herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Literaturanalyse und der kritischen Diskursanalyse, um die Thesen der Primärquelle vor dem Hintergrund postkolonialer und transkultureller Theorien zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die von Elkins aufgestellten Pro- und Contra-Thesen, kontrastiert diese mit der Perspektive von Shelly Errington und ergänzt die Diskussion durch neuere Ansätze zur Transkulturalität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind globale Kunstgeschichte, Universalität, Transkulturalität, Eurozentrismus, Kanon sowie die methodische Kritik an westlich geprägten kunstwissenschaftlichen Standards.

Warum hinterfragt die Autorin James Elkins' Verwendung von Datenerhebungen?

Die Autorin kritisiert, dass Elkins statistische Daten zur Verteilung kunstwissenschaftlicher Institute als Beleg für seine Thesen nutzt, ohne dabei die westliche Definition von Institutionen, die dieser Erhebung zugrunde liegt, kritisch zu hinterfragen.

Welche Rolle spielt der Begriff "Transkulturalität" in der Arbeit?

Transkulturalität fungiert als methodisches Gegenmodell zu einer einseitig westlich ausgerichteten Kunstgeschichte, da dieser Ansatz die Verflechtungsprozesse zwischen Kulturen in den Mittelpunkt stellt, anstatt von einer festen, isolierten Identität auszugehen.

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Details

Titel
Zur Problematik der Universalität. Vorteile und Grenzen einer globalen Kunstgeschichte
Untertitel
Anhand von James Elkins‘ "Is Art History Global?"
Hochschule
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)  (Institut für Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Hauptseminar Ästhetik/Kulturtheorie: Globale Kunstgeschichte
Note
1,7
Autor
Lisa Minor (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
29
Katalognummer
V294696
ISBN (eBook)
9783656924821
ISBN (Buch)
9783656924838
Sprache
Deutsch
Schlagworte
problematik universalität vorteile grenzen kunstgeschichte anhand james elkins‘ history global
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Minor (Autor:in), 2013, Zur Problematik der Universalität. Vorteile und Grenzen einer globalen Kunstgeschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294696
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Leseprobe aus  29  Seiten
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