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Qualitätssicherungssysteme an deutschen Hochschulen. Die Systemakkreditierung als Alternative zur Programakkreditierung?

Title: Qualitätssicherungssysteme an deutschen Hochschulen. Die Systemakkreditierung als Alternative zur Programakkreditierung?

Seminar Paper , 2014 , 27 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Calvin Koenig (Author)

Business economics - Controlling
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Um die Qualität an Hochschulen zu sichern und zu verbessern, werden seit mehreren Jahrzenten Qualitätssicherungs und -verbesserungsverfahren an deutschen Hochschulen durchgeführt. Nachdem sich anfänglich die Studienfachevaluation als bewährtes Mittel zur Qualitätssicherung durchgesetzt hatte, rückte Ende der 1990er Jahre die Studiengangakkreditierung, die sogenannte Programmakkreditierung, ins Interesse der Hochschulen.
Mittlerweile hat sich dieses Verfahren deutschlandweit etabliert, ist aber auch Gegenstand kritischer Diskussionen. Betrachtet man diese Diskussionen etwas genauer wird klar, dass sich das deutsche Akkreditierungssystem in einer Übergangsphase befindet.
Im Kontext dieser Debatten soll in dieser Arbeit, sofern es der Rahmen erlaubt, analysiert werden welches die grössten Probleme der derzeitigen Programmakkreditierungsverfahren sind. Grundlegender Fokus der Analyse liegt dabei auf den Kosten und Aufwänden der Verfahren. Des Weiteren soll untersucht werden ob diese Probleme durch das neu eingeführte Akkreditierungsverfahren der Systemakkreditierung, welches erlaubt hochschulinterne Qualitätssicherungssysteme zu zertifizieren, behoben werden konnten. Durch den Vergleich dieser beiden Verfahren soll abschlies-send geklärt werden, ob die Systemakkreditierung als Alternative zur Programmakkreditierung geeignet ist.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

2.1 Definition des Qualitätsbegriffs

2.2 Qualitätsbegriffe im Hochschulkontext – Eine Übersicht

2.3 Instrumente der Qualitätssicherung – Die Evaluation

3 Entwicklung der Qualitätssicherung an deutschen Hochschulen

4 Analyse der Qualitätssicherungspraxis – Die Programmakkreditierung

4.1 Akteure und Ziel

4.2 Das Akkreditierungsverfahren

4.3 Problematik der Programmakkreditierung

4.3.1 Kosten und Aufwand

4.3.2 Verdrängung der Fachevaluation

4.3.3 Inadäquate Zusammenstellung der Gutachter

4.3.4 Zunehmende Bürokratisierung

4.3.5 Verfahrensstau

4 Die Systemakkreditierung

4.1 Akteure und Ziel

4.2 Das Systemakkreditierungsverfahren

4.3 Die Systemakkreditierung als Alternative zur Programmakkreditierung?

5 Schlussfolgerung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die derzeitige Akkreditierungspraxis an deutschen Hochschulen im Hinblick auf deren Probleme, wie hohe Kosten und bürokratischen Aufwand, und analysiert kritisch, ob die Systemakkreditierung als effiziente Alternative zur Programmakkreditierung fungieren kann.

  • Analyse der Qualitätssicherungskonzepte im Hochschulkontext.
  • Kritische Bestandsaufnahme der Programmakkreditierung.
  • Untersuchung der Systemakkreditierung als prozessorientiertes Verfahren.
  • Vergleich von Kosten, Aufwand und Steuerungseffekten beider Akkreditierungsmodelle.
  • Bewertung der Eignung der Systemakkreditierung zur Problemlösung.

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Kosten und Aufwand

Das momentane Akkreditierungsverfahren, das im Rahmen der Programmakkreditierung durchgeführt wird, ist enorm teuer und aufwändig. In Folge der Bologna-Reform wurde beschlossen, dass Hochschulen selbst für die Qualitätssicherung zuständig sind, demzufolge haben sie die Kosten für die Akkreditierung selbst zu tragen. Speziell für private Hochschulen stellt dies eine starke finanzielle Belastung dar, zumal die Verfahrenskosten je nach Studiengang bis zu 13.000 Euro betragen können. Hinzu kommen hochschulinterne Sach- und Personalausgaben, alles Kosten, die an anderen Stellen eingespart werden müssen. Die Ausgaben fallen sogar finanziell dermassen ins Gewicht, dass Schätzungen zufolge ca. 10% des Gesamtbudgets einer Hochschule für Akkreditierungen ausgegeben werden. Akkreditierungsverfahren belasten Hochschulen nicht nur finanziell, sondern dessen Mitglieder auch zeitlich. Besonders die interne Selbstdokumentation und darin enthalten die Beschreibung des Studiengangs erfordert hohe Zeitinvestitionen, vor allem seitens der Lehrenden (Immer, 2013, S. 110-113).

Darüber hinaus müssen von den Hochschulen Stabsstellen und Verwaltungskräfte eingesetzt werden, beides Massnahmen, die ebenfalls zeit- und finanzintensiv sind. Vielfach versuchten Agenturen und Hochschulen die Akkreditierungsverfahren deshalb günstiger und effizienter zu gestalten. Besonders die Bündel- oder Cluster-Akkreditierung, bei der bis zu 20 fachverwandte Studiengänge zusammen akkreditiert werden können, erfreut sich grosser Beliebtheit. Mit Hilfe dieses Verfahrens ist es möglich, mittelgrosse Universitäten für zwischen 200.000 Euro und 300.000 Euro zu akkreditieren. Obwohl dieses Verfahren unbestritten kostengünstiger ist als die Akkreditierung jedes einzelnen Studiengangs, ist dieses Verfahren dennoch kostspielig (Winter, 2007, S. 94-97). Kritiker sind des Weiteren darüber besorgt, dass durch Cluster-Akkreditierungen Qualitätsanalysen oberflächlicher erfolgen, da die Prüfungszeit für einzelne Studiengänge reduziert wird. Ob dieses Verfahren eine geeignete Alternative zur Programmakkreditierung darstellt, ist daher eher fraglich (Immer, 2013, S. 111).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Problemfeld der Qualitätssicherung an Hochschulen und steckt den Rahmen für den Vergleich zwischen Programm- und Systemakkreditierung ab.

2 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Qualitätsbegriffs im Hochschulkontext und stellt die zentralen Instrumente der Qualitätssicherung, insbesondere die Evaluation, vor.

3 Entwicklung der Qualitätssicherung an deutschen Hochschulen: Es wird ein historischer Abriss der Qualitätssicherungsverfahren von den 1990er bis zu den 2010er Jahren gegeben, wobei die zunehmende Bedeutung der Akkreditierung hervorgehoben wird.

4 Analyse der Qualitätssicherungspraxis – Die Programmakkreditierung: Dieses Kapitel analysiert die Akteure, das Verfahren sowie die spezifischen Probleme wie Kosten, Bürokratisierung und die Verdrängung der Fachevaluation bei der Programmakkreditierung.

4 Die Systemakkreditierung: Hier werden das Verfahren und die Ziele der Systemakkreditierung vorgestellt sowie deren Potenzial als Alternative kritisch geprüft.

5 Schlussfolgerung und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass die Systemakkreditierung die zentralen Probleme der Programmakkreditierung nicht grundlegend lösen konnte, deutet aber auf spezifische Anwendungsszenarien hin.

Schlüsselwörter

Qualitätssicherung, Akkreditierung, Programmakkreditierung, Systemakkreditierung, Hochschulmanagement, Qualität, Studienfachevaluation, Bologna-Reform, Akkreditierungsrat, Bildungsmanagement, Qualitätsentwicklung, Studiengänge, Akkreditierungsagenturen, Prozessakkreditierung, Hochschulautonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das deutsche Akkreditierungssystem für Studiengänge und analysiert, welche Probleme bei der aktuellen Praxis der Programmakkreditierung auftreten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen Qualitätskonzepte im Hochschulwesen, die Durchführung von Programm- und Systemakkreditierungen sowie die finanziellen und zeitlichen Belastungen für Hochschulen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Systemakkreditierung aufgrund ihrer Prozessorientierung eine geeignete und effizientere Alternative zur herkömmlichen Programmakkreditierung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte, kritische Analyse sowie einen Vergleich der beiden Akkreditierungsverfahren hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Analyse der Programmakkreditierung inklusive ihrer Problemfelder sowie eine Darstellung und kritische Würdigung der Systemakkreditierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Programmakkreditierung, Systemakkreditierung, Qualitätssicherung, Kosten-Nutzen-Verhältnis und Hochschulentwicklung.

Warum wird die Programmakkreditierung als problematisch angesehen?

Sie gilt als sehr teuer, zeitaufwändig, bürokratisch und führt zu einer unerwünschten Standardisierung, welche die Fachevaluation verdrängt und die Qualität weiterentwickelnde Impulse schwächen kann.

Konnte die Systemakkreditierung die Erwartungen erfüllen?

Nach Analyse der Arbeit konnte die Systemakkreditierung die schwerwiegendsten Probleme wie hohe Kosten und hohen Aufwand nicht verringern; sie ist eher unter spezifischen Umständen für große oder sich stetig wandelnde Hochschulen als Alternative geeignet.

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Details

Title
Qualitätssicherungssysteme an deutschen Hochschulen. Die Systemakkreditierung als Alternative zur Programakkreditierung?
College
University of St. Gallen
Grade
1,5
Author
Calvin Koenig (Author)
Publication Year
2014
Pages
27
Catalog Number
V294705
ISBN (eBook)
9783656924869
ISBN (Book)
9783656924876
Language
German
Tags
Qualitätssicherung Hochschulen Controlling Akkreditierung Programmakkreditierung Systemakkreditierung Fachevaluation Qualitätsorientierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Calvin Koenig (Author), 2014, Qualitätssicherungssysteme an deutschen Hochschulen. Die Systemakkreditierung als Alternative zur Programakkreditierung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294705
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