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Die Ambivalenz der Moderne bei Zygmunt Bauman

Titre: Die Ambivalenz der Moderne bei Zygmunt Bauman

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 26 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Robin Kramme (Auteur)

Histoire globale - Histoire moderne
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Zygmunt Bauman sieht sich selber als „outsider“, ist jedoch einer der wichtigsten Soziologen, der aus postmoderner Sicht die Ordnung der Moderne, sowie die damit verbunden Ambivalenz betrachtet. Diese Arbeit setzt es sich zum Ziel die zentralen Aussagen Baumans aus den Werken Dialektik der Ordnung und Moderne und Ambivalenz herauszuarbeiten und die Rezeption dieser Werke in der Literatur darzustellen. Kernfragen werden hierbei die ordnenden Ambitionen der Moderne und den Nationalstaat behandeln. Hierbei gilt es die Begriffe Nation und Moderne genauer zu betrachten und zu definieren. Im Anschluss werden die Folgen der Charakteristika dieser beiden Begriffe erläutert und in Verbindung mit dem Antisemitismus und dem Holocaust gestellt. Warum gelang es in dieser Epoche ein so massives Feindbild zu schaffen? Wie konnte es nach Bauman gelingen, eine Bevölkerung zum Massenmord zu bewegen? Kritikpunkte zu all diesen Themen werden an den passenden Stellen angefügt und kommentiert werden. Themenübergreifende oder themenexterne Kritik wird zusätzlich in einem einzelnen Kapitel, dem Fazit vorausgestellt, dargestellt werden. Eine eigene Einschätzung der Werke Baumans und somit auch der in der Literatur geäußerten Kritik wird im Rahmen des Fazits folgen.
Innerhalb der Schriften Baumans sind Parallelen zu erkennen, laut Salzborn zu viele, um sie als eigenständige Werke aufzufassen. Dieser Kritikpunkt wird gleich zu Beginn dieser Arbeit aufgegriffen, da sich weitreichende Parallelen nicht abstreiten lassen, sie sich aber in der Verzahnung der Fragestellungen und Probleme erklären. Es ist gar unmöglich diese Arbeit so zu strukturieren, dass linear einem roten Faden gefolgt wird, ohne Rück- und Vorgriffe auf andere Kapitel zu vollziehen. Dies führt auch die massive Kritik, die Baumans Werk nah an die Schwelle des Eigenplagiats rückt, ad absurdum: Lars Rensmann wies auf die massiven Übereinstimmungen zwischen „Modernity and the Holocaust“ und „Dialektik der Aufklärung“ hin, wobei Bauman selbst nicht auf diese Gemeinsamkeiten eingeht. Es ist zwar richtig ist, dass Bauman selber keine Begründung dieser Doppelungen anführt – sie aber wahrscheinlich für selbsterklärend hält.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Nationalstaat

3 Ordnung und Ambivalenz der Moderne

3.1 Der Garten

3.2 Die Wissenschaft

3.3 Das Fremde

4 Antisemitismus in der Moderne

4.1 Inkongruenz der Juden

4.2 Das prismatische Bild der Juden

5 Moderne als Mittel der Vernichtung

5.1 Unsichtbarkeit – der Feind der Moral

6 Weitere Kritik an Baumans Ausführungen

7 Fazit und eigene Einschätzung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die zentralen soziologischen Aussagen von Zygmunt Bauman aus seinen Werken Dialektik der Ordnung und Moderne und Ambivalenz herauszuarbeiten und kritisch zu reflektieren. Dabei wird insbesondere untersucht, wie die ordnenden Ambitionen der Moderne und der Nationalstaat in Verbindung mit dem Antisemitismus und dem Holocaust stehen und welche Rolle Bürokratisierung und Entmenschlichung bei der Durchführung von Massenmorden spielen.

  • Die ordnenden Bestrebungen der Moderne und der Kampf gegen Ambivalenz.
  • Die Rolle des Nationalstaates bei der Konstruktion von Feindbildern.
  • Der Zusammenhang zwischen Bürokratie, Moral und der technischen Umsetzung des Holocaust.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rezeption von Baumans Thesen in der Fachliteratur.

Auszug aus dem Buch

3 Ordnung und Ambivalenz der Moderne

Zygmunt Bauman betont, dass die „Soziologie vor diesem Hintergrund immer ein ambivalentes Verhältnis zur Gemeinschaft“ hatte. Die Gemeinschaft ist aufgrund von Ambivalenz als ein fragiles Konstrukt anzusehen.7 Die Moderne versucht mit ihrem Drang nach Ordnung (der laut Bauman die Definition der Moderne darstellt), die Welt in ein Raster zu zerren („Ordnung und Chaos sind moderne Ideen. Sie entstanden zusammen“8). Das Raster ist also Kernpunkt der Moderne, somit sind Taxonomie, Klassifikation, Inventar, Katalog, und Statistik […] vorherrschende Strategien der modernen Praxis“. Junge spricht, bei dem Versuch der Moderne durch Ordnung des Chaos die Kontrolle zurückzugewinnen, auch von einer Ordnung, die als „Wissensordnungen“ zu definieren ist.9 Die Welt ist jedoch nicht geometrisch, so Bauman, nicht in ein Raster zu zerren.10

Jedoch ist die Ambivalenz nicht nur ein Punkt, in dem die Moderne scheitern muss, sondern sie ist zugleich auch die Lebensgrundlage der Moderne. Bauman spricht von einer „Haßliebe“. Die Moderne ist auf ihrer immerwährenden Mission Ambivalenz zu bekämpfen.11

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, Baumans zentrale Thesen zur Moderne und zum Holocaust kritisch zu beleuchten und deren Rezeption in der Literatur zu untersuchen.

2 Nationalstaat: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem Aufkommen des Nationalstaates und dem Streben nach kultureller Gleichförmigkeit sowie dem Ausschluss fremder Elemente dargelegt.

3 Ordnung und Ambivalenz der Moderne: Das Kapitel behandelt den modernen Drang zur Ordnung und Klassifikation als Strategie gegen das als bedrohlich empfundene Chaos und die damit einhergehende Ambivalenz.

4 Antisemitismus in der Moderne: Hier wird analysiert, warum die Juden im Nationalstaat als inkongruente Gruppe markiert wurden und wie dies im Kontext des Antisemitismus zu einer negativen Identitätszuschreibung führte.

5 Moderne als Mittel der Vernichtung: Dieses Kapitel untersucht, wie technische Mittel, Bürokratie und Dehumanisierung den Holocaust als organisatorisches Problem im Sinne einer rationalen Gesellschaftsplanung erscheinen ließen.

6 Weitere Kritik an Baumans Ausführungen: Es werden weiterführende Kritikpunkte, etwa der Vorwurf des Eigenplagiats oder die Einseitigkeit der Quellen, gesammelt und diskutiert.

7 Fazit und eigene Einschätzung: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Relevanz von Baumans Analyse für das Verständnis der Moderne sowie für zukünftige gesellschaftliche Diagnosen bewertet.

Schlüsselwörter

Zygmunt Bauman, Moderne, Ambivalenz, Holocaust, Nationalstaat, Antisemitismus, Bürokratie, Ordnung, Klassifikation, Soziologie, Dehumanisierung, Inkongruenz, Fremdheit, Gesellschaftsplanung, Ethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziologischen Thesen von Zygmunt Bauman zur Dialektik der Moderne, insbesondere im Hinblick auf die Entstehung von Antisemitismus und die Durchführung des Holocaust.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der ordnungspolitische Drang der Moderne, die Rolle des Nationalstaates bei der Konstruktion von Identität und Fremdheit, sowie die Funktion der Bürokratie in totalitären Vernichtungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Baumans Aussagen zur Moderne kritisch aufzuarbeiten und zu prüfen, wie er den Holocaust nicht als Ausrutscher, sondern als Resultat moderner Strukturmerkmale begründet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der Baumans Hauptwerke mit zeitgenössischer fachwissenschaftlicher Kritik und soziologischen Theorien kontrastiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Nationalstaates, die philosophische Einordnung von Ordnung und Ambivalenz, die Analyse des Antisemitismus sowie die Rolle bürokratischer Abläufe bei der Vernichtung der europäischen Juden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Ambivalenz, soziale Konstruktion von Feindbildern, Dehumanisierung und die Kritik an der rationalen Bürokratie.

Wie bewertet der Autor die Gartenmetaphorik von Bauman?

Der Autor ordnet die Metapher des Gärtners als treffendes Bild für die ordnungsschaffenden Ambitionen des modernen Staates ein, setzt sich aber auch mit der Kritik auseinander, dass diese Metapher die Komplexität sozialer Interaktionen nur unzureichend erfasse.

Wie wird das Verhältnis von Bürokratie und Moral im Text diskutiert?

Das Dokument betont, dass die Bürokratie die moralische Dimension des Handelns unsichtbar machen kann, indem sie kausale Zusammenhänge zwischen bürokratischen Routinen und den grausamen Folgen verschleiert.

Welche Haltung nimmt die Arbeit zum Vorwurf des Eigenplagiats bei Bauman ein?

Der Autor erkennt an, dass es massive Parallelen in Baumans Schriften gibt, argumentiert jedoch, dass eine abschließende Bewertung der Vorwürfe den Rahmen dieser speziellen Forschungsarbeit übersteigt.

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Résumé des informations

Titre
Die Ambivalenz der Moderne bei Zygmunt Bauman
Université
Ruhr-University of Bochum  (Geschichte)
Cours
Ideologie und staatliche Gewaltverbrechen im 20. Jahrhundert
Note
1,7
Auteur
Robin Kramme (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
26
N° de catalogue
V294771
ISBN (ebook)
9783656925828
ISBN (Livre)
9783656925835
Langue
allemand
mots-clé
Ideologie Zygmunt Bauman Moderne Ambivalenz Holocaust Gewaltverbrechen Garten Nationalsozialismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Robin Kramme (Auteur), 2015, Die Ambivalenz der Moderne bei Zygmunt Bauman, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294771
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Extrait de  26  pages
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