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Sexualität mit geistiger Behinderung. Sichtweisen der katholischen Kirche und der Ethik

Título: Sexualität mit geistiger Behinderung. Sichtweisen der katholischen Kirche und der Ethik

Tesis (Bachelor) , 2012 , 40 Páginas , Calificación: 3

Autor:in: Stephanie Lainer (Autor)

Teología - Otras
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Die Thematik der Sexualität in Verbindung mit körperlicher Behinderung ist sehr weitreichend und wird in der Literatur und Wissenschaft viel diskutiert. Dies hängt zum einem damit zusammen, dass mehrere unterschiedliche Fachrichtungen sich mit Sexualität beschäftigen, und zum anderen Behinderungen in vielfältiger Weise auftreten können und in ebenso vielfältigen Disziplinen behandelt und diskutiert werden. Das Thema Sexualität bei geistig behinderten Menschen schien bis in die 1980er Jahren zumindest innerhalb der Behindertenarbeit allgemein akzeptiert. Das verstärkte Aufkommen von AIDS und die vermehrte Sterilisation von nicht einwilligungsfähigen Behinderten hat diese Thematik jedoch wieder verstärkt in den Blickpunkt der wissenschaftlichen und pädagogischen Diskussion gebracht.
Die Pubertät ist im Leben eines jeden Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung, eine schwierige aber auch sehr bedeutsame Zeit für die weitere Entwicklung des Jugendlichen hin zum Erwachsen werden. In der Pubertät eines jeden und jeder Jugendlichen treten dieselben emotionalen, physischen und sozialen Veränderungen in ähnlicher Weise auf. Deshalb sollten junge, geistig behinderte Jugendliche wie alle anderen Jugendliche behandelt werden.

Die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen für eine Verbesserung der Situation von behinderten Menschen in der Gesellschaft könnten in diesem Zusammenhang zu der Hypothese führen, dass Menschen mit Down Syndrom einen Anspruch auf Sexualität haben. Dieser Anspruch soll in dieser Arbeit nicht im juristischen Sinne geprüft werden, sondern es soll durch die Analyse und einer vergleichenden Betrachtung beider Sichtweisen (der Ethik und der katholischen Kirche) der Frage nachgegangen werden, ob Menschen auch aus ethischer und katholischer Sicht einen Anspruch auf die Auslebung der Sexualität besitzen. Oft fehlt auch in Wohnstätten, Heimen oder anderen Betreuungseinrichtungen die sexualpädagogische Fachkompetenz der Fachkräfte. Die Problematik der Sexualität liegt auch in den Ängsten und Unsicherheiten der Eltern und BetreuerInnen und den daraus resultierenden falschen pädagogischen Konsequenzen.
Die katholische Kirche hat im Bezug auf Sexualität einen schlechten Ruf in der Gesellschaft, und beide Begriffe zusammen assoziieren oftmals ein negatives Bild. Auch aus diesem Grund wird in der Forschungsfrage und im weiteren Verlauf der Arbeit die Bezeichnung „Lehre der Kirche“ vermieden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

FORSCHUNGSFRAGE

METHODE UND AUFBAU DER ARBEIT

1. BEGRIFFSDEFINITIONEN DER BEHINDERUNG

1.1. DEFINITION VON BEHINDERUNG

1.2 DEFINITION VON BEHINDERUNG NACH DER WHO

1.3 DEFINITION VON BEHINDERUNG DER BEHINDERTENPÄDAGOGIK

1.4. ABGRENZUNG GEISTIGE BEHINDERUNG

1.4.1. ABGRENZUNG VON GEISTIGER BEHINDERUNG – DOWN SYNDROM

1.4.2. ENTWICKLUNGSSCHRITTE VON MENSCHEN MIT DOWN SYNDROM

2. SEXUALITÄT UND BEHINDERUNG / DAS „DOWN SYNDROM“

2.1. BEGRIFF DER SEXUALITÄT.

2.2. SEXUALITÄT UND GEISTIGE BEHINDERUNG

2.3 GRUNDRECHT AUF SEXUALITÄT?

2.4 SEXUALITÄT UND DAS DOWN SYNDROM

2.4.1.ENTWICKLUNGSSTUFEN DER SEXUALITÄT MIT DOWN SYNDROM

2.5.PROBLEMFELDER

2.5.1 FAMILIE

2.5.2 HEIME UND BETREUUNGSEINRICHTUNGEN

2.5.3 GESELLSCHAFTLICHE EINSTELLUNGEN

2.5.4 FINANZIELLE SITUATION

3. SICHTWEISEN SEXUALITÄT BEI GEISTIGER BEHINDERUNG MIT DOWN SYNDROM

3.1. SICHT DER ETHIK

3.2. SICHT DER RÖMISCH KATHOLISCHEN KIRCHE

4 VERGLEICHENDE BETRACHTUNG – DER BEHINDERTE MENSCH AUS ETHISCHER UND KATHOLISCH-THEOLOGISCHER SICHT

5. CONCLUSIO

Zielsetzung & Themen der Bachelorarbeit

Diese Bachelorarbeit untersucht die Thematik der Sexualität bei Menschen mit Down-Syndrom beziehungsweise geistiger Behinderung, mit dem Ziel, bestehende Vorurteile und strukturelle Barrieren zu analysieren und zu hinterfragen. Die zentrale Forschungsfrage ist, welche Sichtweisen die Ethik und die katholische Kirche auf dieses Thema haben und ob Menschen mit einer geistigen Behinderung ein Recht auf die Auslebung ihrer Sexualität besitzen.

  • Analyse und Definition der Begriffe "Behinderung" und "geistige Behinderung" unter besonderer Berücksichtigung des Down-Syndroms.
  • Untersuchung der Problemfelder bei der Auslebung von Sexualität (Familie, Heime, gesellschaftliche Einstellungen).
  • Darstellung und vergleichende Betrachtung der ethischen Sichtweisen (philosophische und behindertenpädagogische Ethik).
  • Aufzeigen der offiziellen Haltung der römisch-katholischen Kirche sowie der kirchenrechtlichen Aspekte der Eheschließung.

Auszug aus dem Buch

2.4.1.Entwicklungsstufen der Sexualität mit Down Syndrom

Mit der Sexualerziehung sollte man nicht erst in der Pubertät anfangen. Sie ist in der gesamten Kindesentwicklung ein wichtiger Aspekt. Durch die Zärtlichkeit der Eltern zu ihren Kindern, sei es eine herzliche Umarmung, Kuscheln mit dem Kind, ein Streicheln, ein Kuss zum Abschied oder die Zuwendung bei der körperlichen Pflege - all dies bietet Kindern eine essenzielle Grundlage für ihre eigene Entwicklung sowie die Einstellung zu ihrem eigenen Körper. Desweiteren erleben sie schon im Kleinkindalter die unterschiedlichsten Verhaltensregeln im Privatbereich und in der Öffentlichkeit. Kinder und Jugendliche mit Down Syndrom benötigen in diesem Bereich eine einfühlsame Unterstützung, sei es jetzt von den Eltern zu Hause oder von Lehrern im schulischen Bereich, die ihnen das richtige Verhalten im Privatbereich sowie in der Öffentlichkeit beibringen.72

Die Pubertät bei Jugendlichen mit Down Syndrom ist im Vergleich zu der Pubertät Nichtbehinderter nicht anders. Es bedeutet auf beiden Seiten ein Abnabeln von den Eltern, selbstständiger zu werden, ihre eigene Identität finden. In Bezug auf die eigene Identität bedeutet dies, dass Jugendliche mit Down Syndrom sich ihrer Behinderung bewusst werden und merken, dass sie zu anderen anders sind. Sie stellen auch fest, dass sie wegen ihrer Behinderung des Öfteren noch Hilfe bzw. Unterstützung benötigen, obwohl sie vielleicht viel selbstständiger sein möchten.73

Es ist wichtig mit Heranwachsenden auch über sexuelle Gefährdung zu reden und mit ihnen Übungen durchzuführen, um ihnen aufzuzeigen, dass man auch Nein sagen darf. Man soll versuchen ihnen beizubringen, dass man sich auch mit wenig sprachlichen Kenntnissen mitteilen kann, und was in welcher Situation angebracht ist und was nicht.74

Zusammenfassung der Kapitel

1. BEGRIFFSDEFINITIONEN DER BEHINDERUNG: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Ansätze zur Definition von Behinderung und geistiger Behinderung und leitet zum Down-Syndrom über.

2. SEXUALITÄT UND BEHINDERUNG / DAS „DOWN SYNDROM“: Hier werden Definitionen der Sexualität dargelegt, der Anspruch auf Sexualität als Grundrecht diskutiert und spezifische Problemfelder im Zusammenhang mit geistiger Behinderung beleuchtet.

3. SICHTWEISEN SEXUALITÄT BEI GEISTIGER BEHINDERUNG MIT DOWN SYNDROM: Dieser Teil widmet sich der ethischen und der römisch-katholischen Sichtweise auf Sexualität bei geistiger Behinderung.

4 VERGLEICHENDE BETRACHTUNG – DER BEHINDERTE MENSCH AUS ETHISCHER UND KATHOLISCH-THEOLOGISCHER SICHT: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Argumente der Ethik und der offiziellen kirchlichen Lehrmeinung, um die unterschiedlichen Ansätze zur Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung zu verdeutlichen.

5. CONCLUSIO: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Antworten auf die eingangs aufgeworfenen Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Sexualität, geistige Behinderung, Down-Syndrom, Ethik, katholische Kirche, Menschenrechte, Sexualpädagogik, Pubertät, Eheschließung, Selbstbestimmung, UN-Konvention, Inklusion, sexuelle Entwicklung, Menschenwürde, Behindertenpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Sexualität von Menschen mit geistiger Behinderung, insbesondere mit Down-Syndrom, und analysiert die Sichtweisen von Ethik und katholischer Kirche dazu.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Sexualität, geistige Behinderung, ethische Perspektiven, kirchenrechtliche Aspekte sowie die strukturellen und gesellschaftlichen Bedingungen, die die Sexualität behinderter Menschen beeinflussen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszuarbeiten, wie Ethik und katholische Kirche zu diesem Thema stehen und ob Menschen mit geistiger Behinderung ein Recht auf Sexualität besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse des derzeitigen Wissensstandes durch Auswertung wissenschaftlicher Veröffentlichungen, um ein fundiertes Bild der ethischen und kirchlichen Perspektiven zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst Begriffsdefinitionen, die Diskussion über Sexualität und Behinderung, eine Analyse von Problemfeldern (z.B. Familie, Einrichtungen) sowie die Darstellung ethischer und kirchlicher Sichtweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sexualität, geistige Behinderung, Down-Syndrom, Ethik, katholische Kirche, Selbstbestimmung und Menschenrechte.

Wie steht die katholische Kirche zur Eheschließung von Menschen mit geistiger Behinderung?

Grundsätzlich ist eine Eheschließung möglich, wenn die Personen fähig sind, eine Ehe einzugehen, wobei das Kirchenrecht cc. 1095 eine Einzelfallprüfung der Fähigkeit zur Eheschließung vorsieht.

Welche Rolle spielen Vorurteile bei der Sexualität behinderter Menschen?

Vorurteile wie die Sichtweise als „ewiges Kind“ oder „Wüstling“ führen oft zu einer Ignoranz oder Unterdrückung der Sexualität geistig behinderter Menschen, statt sie in ihrer Persönlichkeitsentfaltung zu begleiten.

Final del extracto de 40 páginas  - subir

Detalles

Título
Sexualität mit geistiger Behinderung. Sichtweisen der katholischen Kirche und der Ethik
Universidad
University of Vienna  (Theologische Fakultät)
Curso
Moraltheologie
Calificación
3
Autor
Stephanie Lainer (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
40
No. de catálogo
V294807
ISBN (Ebook)
9783656930327
ISBN (Libro)
9783656930334
Idioma
Alemán
Etiqueta
Behinderung Down Syndrom Sexualität mit Behinderung Sichtweisen der Ethik Sichtweisen der Katholischen Kirche
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephanie Lainer (Autor), 2012, Sexualität mit geistiger Behinderung. Sichtweisen der katholischen Kirche und der Ethik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294807
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Extracto de  40  Páginas
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