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Absicht - Ziel - Störung - Wendung. Eine Sendungsanalyse am Beispiel der Serie "Revenge"

Title: Absicht - Ziel - Störung - Wendung. Eine Sendungsanalyse am Beispiel der Serie "Revenge"

Term Paper , 2014 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marie-Kristin Kirschning (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.“
Eine Tatsache, die viele Serienautoren vermutlich ausnutzen, um die Zuschauer ihrer Serien buchstäblich an der Nase herumzuführen. Zeitgenössische Fernsehserien haben derzeit den Ruf, inhaltlich anspruchsvoll zu sein oder sein zu müssen. Je komplizierter, desto besser. Fans von Fernsehserien wie Lost (ABC, 2004) oder Revenge (ABC Studios, 2014a) beschäftigen sich exzessiv damit, die Mysterien der Serienwelten zu entschlüsseln und im Internet für jedermann zugänglich zu machen, z.B. in der Form von Wikis (vgl. „Revenge ABC Wiki“, 2014). Die Schriftstellerin Erin Balser schreibt über die Serie Revenge: „Revenge is a fast-paced, complicated, and character-driven show with many plot twists and unanswered questions“ (Balser, 2012, S. 4).

Doch was ist es, was diese Serien so besonders macht? Welche Elemente in der Struktur von Fernsehserie lassen die Serie letztendlich anspruchsvoll und kompliziert wirken? Die Autorin der vorliegenden Arbeit nimmt an, dass sich entsprechende Antworten in der Dramaturgie und Narration von Fernsehserien finden lassen.

Daher lautet die Forschungsfrage: Mit welchen dramaturgischen und narrativen Mitteln werden die Elemente Motiv, Absicht, Ziel, Störung und Wendung in der Fernsehserie Revenge (Noyce, Beesley, Shakman, Fink, & Hunter, 2011) dargestellt?

Zudem wird angenommen, dass es sich bei Revenge um eine narrativ komplexe Serie handelt. Um dies zu untersuchen, wird die Arbeit in zwei Bereiche unterteilt. Im ersten Teil werden die theoretischen Grundlagen zur Definition, Dramaturgie und Narration besprochen. Außerdem soll vertieft auf die Elemente des Storytellings eingegangen werden. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Theorie auf die gewählte Beispielserie Revenge angewendet. Auf die Vorstellung und Einordnung der Serie folgen die Analyse von Dramaturgie, Narration und der Elemente Motiv, Absicht, Ziel, Störung und Wendung sowie weiterer Teilkomponenten des Storytellings. Im letzten Kapitel werden die Erkenntnisse zusammengefasst, um die Forschungsfrage zu beantworten. Außerdem soll ein Ausblick auf zukünftige Untersuchungen gegeben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DEFINITION, DRAMATURGIE UND NARRATION VON SERIEN

2.1 ANSÄTZE ZUR DEFINITION VON SERIEN

2.2 DRAMATURGIE UND NARRATION IN SERIEN

2.2.1 Seriendramaturgie

2.2.2 Narration in Serien

2.3 ELEMENTE DES STORYTELLINGS

2.3.1 Das Motiv

2.3.2 Die Absicht

2.3.3 Das Ziel

2.3.4 Die Störung und der ungestörte Zustand

2.3.5 Der Konflikt

2.3.6 Die Beruhigung

2.3.7 Haupt- und Teilabsichten

3 ANALYSE DER SERIE REVENGE

3.1 METHODIK

3.2 VORSTELLUNG UND EINORDNUNG DER SERIE REVENGE

3.2.1 Handlung und Figuren

3.2.2 Formale Einordnung der Serie

3.3 DRAMATURGIE IN REVENGE

3.4 NARRATION IN REVENGE

3.5 ELEMENTE DES STORYTELLINGS IN REVENGE

4 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die dramaturgischen und narrativen Strukturen zeitgenössischer Fernsehserien am Beispiel der US-Serie Revenge. Ziel ist es, durch eine Analyse des Serienpiloten aufzuzeigen, mit welchen spezifischen Mitteln narrative Elemente wie Motiv, Absicht, Ziel, Störung und Wendung umgesetzt werden, um narrative Komplexität zu erzeugen und die Zuschauerbindung zu steuern.

  • Grundlagen der Seriendefinition sowie Dramaturgie und Narration in Serien.
  • Vertiefende Analyse der narrativen Elemente des Storytellings nach Eugene Vale.
  • Einordnung von Revenge als langformatige High-End-Dramaserie und Familienserie.
  • Analyse der narrativen Strategien im Serienpiloten, insbesondere Zeitstruktur und Flashbacks.
  • Gegenüberstellung der Haupt- und Teilabsichten der Protagonistin Emily Thorne.

Auszug aus dem Buch

3.5 Elemente des Storytellings in Revenge

Da das Motiv nach Vale (1992) die Grundlage für jede zu erzählende Geschichte bildet, ist es ersichtlich, dass dieses Element in einem Serienpiloten besonders hervorgehoben werden muss, um die Zuschauer an die Serie zu binden. In Revenge wird das Motiv gleich zu Beginn des Piloten in Emilys Voice-Over integriert:

„Wem schweres Unrecht zugefügt wurde, der findet wahre Genugtuung nur auf einem von zwei Wegen: absolute Vergebung oder tödliche Rache. Diese Geschichte handelt nicht von Vergebung“ (Pilot, Sz. 4).

In diesem Textauszug ist erkennbar, dass der Protagonistin Schmerz zugefügt wurde, welcher nach Vale die Voraussetzung für ein Motiv ist. Durch den letzten Satz der Voice-Over wird das Motiv indirekt genannt: Es geht nicht um Vergebung, sondern um Rache, Vergeltung. Deshalb ist der Serientitel Revenge der Inbegriff des Motivs. Auch die beiden Faktoren Affinität und Repulsion lassen sich in der Serie, speziell im Piloten, klar ausmachen: Eine Affinität besteht zwischen Emily bzw. Amanda und Jack Porter (vgl. Pilot, Sz. 31). Jack war Amandas Jugendfreund, bis sie nach der Verhaftung ihres Vaters aus den Hamptons weggebracht wurde. In späteren Folgen der ersten Staffel erfährt der Zuschauer zudem, dass Jack Amanda damals versprach, auf ihren Hund Sam aufzupassen bis sie zurück kommt (vgl. ABC Studios, 2011a). Obwohl Jack im Serienpiloten sowie in den gesamten ersten beiden Staffeln nicht weiß, dass Emily eigentlich Amanda ist, ist eine starke emotionale Bindung zwischen beiden Figuren erkennbar, was die Affinität ausmacht. Wesentlich offensichtlicher als Emilys Affinität zu Jack ist ihr Wunsch nach Repulsion, nämlich die wortwörtliche Trennung von den Graysons, die sie hasst, weil sie ihr Schmerz zugefügt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der dramaturgischen und narrativen Mittel in der Serie Revenge.

2 DEFINITION, DRAMATURGIE UND NARRATION VON SERIEN: Theoretische Grundlagen zu Seriendefinitionen, narrativen Konzepten und den Elementen des Storytellings nach Eugene Vale.

3 ANALYSE DER SERIE REVENGE: Anwendung der theoretischen Konzepte auf den Serienpiloten sowie Untersuchung der Dramaturgie, Narration und der Storytelling-Elemente in Revenge.

4 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf Möglichkeiten für zukünftige Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Revenge, Seriendramaturgie, Narration, narrative Komplexität, Storytelling, Motiv, Absicht, Ziel, Störung, Familienserie, Emily Thorne, Pilotfolge, Flashback, Vergeltung, Fernsehserie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die dramaturgischen und narrativen Strukturen von modernen Fernsehserien am konkreten Beispiel der Serie Revenge.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Seriendramaturgie, der Narration sowie spezifische Elemente des Storytellings wie Motiv, Absicht und Ziel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, mit welchen dramaturgischen und narrativen Mitteln die Hauptelemente des Storytellings in der Serie Revenge dargestellt werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine qualitative Analyse auf Basis der theoretischen Konzepte von Eugene Vale, ergänzt durch ein Sequenzprotokoll des Serienpiloten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung und die praktische Anwendung dieser Theorie auf die Serie Revenge, inklusive einer Untersuchung der Erzählstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Revenge, narrative Komplexität, Seriendramaturgie, Storytelling sowie die Kernbegriffe Motiv, Absicht, Ziel und Störung.

Warum wurde speziell der Pilot der Serie Revenge analysiert?

Der Pilot ist laut Autorin am besten geeignet, da die inhaltlichen Verstrickungen noch überschaubar sind und die narrativen Grundmuster besonders deutlich hervortreten.

Wie beeinflusst die "Voice-Over" das Verständnis der Serie?

Sie erzeugt die Wirkung eines allwissenden Erzählers und vermittelt dem Zuschauer den Eindruck, dass die Protagonistin Emily ihre Rachegeschichte im Nachhinein rekapituliert.

Was ist die Rolle von Flashbacks in der Serie?

Flashbacks dienen dazu, die Vorgeschichte (Backstory) zu erläutern und in unmittelbarer Nähe zu Cliffhangern als spannungserzeugendes Moment zu fungieren.

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Details

Title
Absicht - Ziel - Störung - Wendung. Eine Sendungsanalyse am Beispiel der Serie "Revenge"
College
Martin Luther University  (Department für Medien und Kommunikation)
Course
Mediendramaturgie
Grade
1,0
Author
Marie-Kristin Kirschning (Author)
Publication Year
2014
Pages
29
Catalog Number
V294859
ISBN (eBook)
9783656926948
ISBN (Book)
9783656926955
Language
German
Tags
Serien TV Sendungsanalyse Narration Qualitätsserien Revenge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie-Kristin Kirschning (Author), 2014, Absicht - Ziel - Störung - Wendung. Eine Sendungsanalyse am Beispiel der Serie "Revenge", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294859
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