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Signis receptis und die Augustusstatue von Prima Porta

Titre: Signis receptis und die Augustusstatue von Prima Porta

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 30 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Jana Sperling (Auteur)

Archéologie
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Kaum ein Bildnis des Augustus ist so bekannt wie die Panzerstatue aus Prima Porta und kaum ein Ereignis war für die augusteische Zeit politisch so bedeutend, wie die
Rückgewinnung der an die Parther verloren gegangenen Feldzeichen. Doch was hat beides - Statue und Ereignis - mit einander zu tun? Welche Bedeutung hatte beides für die
Herrschaft und Repräsentation des Augustus? Diese und noch weitere Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit diskutiert und eventuell beantwortet werden.

Dazu werde ich zunächst die Augustusstatue von Prima Porta vorstellen und beschreiben. Anschließend werde ich das Panzerrelief näher ansehen und klären, in welcher Weise die
signis receptis hier dargestellt sind. In einem kurzen Exkurs möchte ich dabei einen neuen Interpretationsansatz vorstellen, der von der bisherigen Lehrmeinung abweicht. Nachdem
hoffentlich geklärt ist, was auf dem Relief zu sehen ist, soll dies im Folgenden interpretiert und die Bedeutung des Reliefs im Zusammenhang mit der gesamten Statue für die
Repräsentation des Augustus aufgezeigt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Augustusstatue von Prima Porta – Allgemeine Beschreibung

III. "Signis receptis" auf dem Panzerrelief

A. Zentrales Motiv: Die Parthersigna

B. Nebenmotive: Dalmatische und gallo-hispanische Signa

C. Diskurs: Parther oder Germanen?

IV. (Be)-Deutung des Panzierreliefs und der "signis receptis"

V. Zusammenfassung / Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die symbolische Bedeutung der Panzerstatue von Prima Porta, insbesondere das auf dem Brustpanzer dargestellte Relief der signis receptis. Ziel ist es zu analysieren, wie dieses Ereignis – die Rückgewinnung der von den Parthern geraubten römischen Feldzeichen – zur Repräsentation und Legitimation der Herrschaft des Kaisers Augustus instrumentalisiert wurde.

  • Allgemeine kunsthistorische Beschreibung der Augustusstatue von Prima Porta.
  • Analyse des zentralen Panzerreliefs: Die Rückgabe der Parthersigna.
  • Untersuchung der Nebenmotive: Personifikationen befriedeter Provinzen.
  • Kritischer Exkurs: Debatte über die Identität der dargestellten Figur (Parther vs. Germane).
  • Interpretation des ikonographischen Programms als Verkündung des "Goldenen Zeitalters".

Auszug aus dem Buch

C. Diskurs: Parther oder Germanen?

Doch haben wir in der zentralen Szene wirklich einen Parther vor uns, wie zurzeit die allgemeine Lehrmeinung ist? Die amerikanische Archäologin Bridget Buxton sagt: „Nein!“ In dem Aufsatz „A New Reading of the Prima Porta Augustus“ aus dem Jahr 2012 legt sie dar, warum es sich bei der zentralen Figur nicht um einen Parther handeln kann. Ihre Erklärungen und Theorien darüber, wen und welches Ereignis die Figur darstellt, möchte ich im Folgenden skizzieren.

Buxton stellt an den Anfang ihrer Überlegungen eine Aussage von Christopher J. Simpson aus dem Jahr 2005: Das Symbol des friedlichen Parthers schlechthin sei der abgelegte Bogen, wie es z.B. auf einem augusteischen Aureus des Jahres 18/17 v. Chr. dargestellt ist. Da auf dem Panzerrelief aber kein Bogen zu sehen ist und die aktuellen Farbrekonstruktionen auch keinen aufgemalten Bogen erkennen lassen, sei dies eben kein Parther.

Unter dem linken Arm des Barbaren hängt ein längliches Objekt mit zwei Riemen und Schnallen, dass man für einen Köcher halten könne. Somit wäre ein Hinweis auf einen Bogen gegeben. Buxton glaubt jedoch, hier keinen Köcher, sondern eine kurze Schwertscheide identifizieren zu können. So seien die Gorytos, gleichzeitig Köcher und Bogentasche, der Parther groß und sperrig gewesen und man hätte sie auf dem Rücken tragen müssen. Was hier zu sehen ist, sei viel zu klein für einen Köcher der Parther. Außerdem seien die parallelen Bindungen und zwei Kupferringe typisch für keltische Schwertscheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt das bekannte Motiv der Augustusstatue von Prima Porta sowie das politische Ereignis der signis receptis vor und formuliert die zentralen Fragestellungen zur Bedeutung beider für die Herrschaftsrepräsentation.

II. Die Augustusstatue von Prima Porta – Allgemeine Beschreibung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Beschreibung der Statue, ihrer Auffindung, ihres ikonographischen Aufbaus in Anlehnung an den Doryphoros des Polyklet und ihrer formalen Gestaltung.

III. "Signis receptis" auf dem Panzerrelief: Hier werden die einzelnen Bildelemente des Reliefs, insbesondere die zentrale Szene der Übergabe des Feldzeichens sowie die seitlichen Personifikationen, detailliert analysiert und der wissenschaftliche Diskurs zur Identität des Barbaren aufgezeigt.

IV. (Be)-Deutung des Panzierreliefs und der "signis receptis": Dieses Kapitel deutet das gesamte ikonographische Programm als bewusste Konstruktion des augusteischen "Goldenen Zeitalters" und zeigt die Legitimation durch göttliche Garanten auf.

V. Zusammenfassung / Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach das Relief die militärischen und diplomatischen Erfolge des Kaisers als Grundlage einer neuen Ära des Friedens und der Stabilität legitimiert.

Schlüsselwörter

Augustus, Prima Porta, Panzerstatue, signis receptis, Parther, Feldzeichen, Goldene Zeitalter, Mars Ultor, Ikonographie, Herrschaftsrepräsentation, Provinzen, antike Kunst, römische Kaiser, Propaganda, politische Legitimation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Augustusstatue von Prima Porta, ein zentrales Denkmal römischer Repräsentationskunst, um zu ergründen, wie das politische Ereignis der Rückgewinnung der verlorenen Feldzeichen (signis receptis) zur Legitimierung der augusteischen Herrschaft genutzt wurde.

Was sind die thematischen Schwerpunkte?

Die Schwerpunkte liegen auf der Beschreibung der Statue, der detaillierten Analyse des Panzerreliefs, der Interpretation der Götter- und Provinzdarstellungen sowie der Auseinandersetzung mit modernen Forschungsansätzen zur Identität der Dargestellten.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Augustus durch eine gezielte visuelle Kommunikation und die Verknüpfung historischer Siege mit mythischen Symbolen den Anspruch auf ein neues "Goldenes Zeitalter" untermauerte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die kunsthistorische Stil- und Ikonographieanalyse, kombiniert mit der Auswertung antiker Quellen (wie den Res Gestae) und moderner archäologischer Interpretationsansätze.

Welche Aspekte werden im Hauptteil beleuchtet?

Im Hauptteil werden neben der formalen Beschreibung der Statue vor allem die Bedeutung des zentralen Parthersieges sowie der seitlichen Personifikationen für die Provinzen Gallien und Dalmatien erörtert.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Augustus, Prima Porta, signis receptis, Parthersieg, Goldene Zeitalter und Herrschaftslegitimation charakterisiert.

Warum wird im Text der Ansatz von Bridget Buxton diskutiert?

Der Ansatz von Buxton wird diskutiert, um eine wissenschaftliche Alternative zur gängigen Lehrmeinung vorzustellen, die besagt, dass es sich bei dem Barbaren auf dem Relief um einen Germanen und nicht um einen Parther handeln könnte.

Welche Bedeutung kommt dem "Goldenen Zeitalter" im Zusammenhang mit dem Relief zu?

Das "Goldene Zeitalter" bildet den interpretatorischen Rahmen: Das Relief inszeniert den Parthersieg als Voraussetzung für eine dauerhafte Friedensordnung unter dem Schutz der Götter, wie sie für die Herrschaft des Augustus propagiert wurde.

Fin de l'extrait de 30 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Signis receptis und die Augustusstatue von Prima Porta
Université
Free University of Berlin  (Institut für Klassische Archäologie)
Cours
Römische Kunst und visuelle Kommunikation: die augusteische Epoche
Note
2,3
Auteur
Jana Sperling (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
30
N° de catalogue
V294901
ISBN (ebook)
9783656927013
ISBN (Livre)
9783656927020
Langue
allemand
mots-clé
Augustus Prima Porta Augustusstatue Augusteische Zeit Parther
Sécurité des produits
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Citation du texte
Jana Sperling (Auteur), 2014, Signis receptis und die Augustusstatue von Prima Porta, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294901
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Extrait de  30  pages
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