Unternehmensgründung. Herausforderungen und Wissenswertes


Studienarbeit, 2014
18 Seiten, Note: 2,00

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschäftskonzept / Business Plan

3 Herausforderung Unternehmensgründung im Studium

4 Strategie

5 Finanzierung
5.1 Business Angels

6 Rechtsformen von Unternehmen

7 Förderungen und Fördergelder
7.1 Die Österreichische Fördergesellschaft FFG
7.2 Horizon 2020: Das EU Programm für Forschung und Innovation
7.3 Wirtschaftskammer Österreich: Förderdatenbank
7.4 Austria Wirtschaftsservice AWS
7.4.1 AWS Jungunternehmerscheck
7.4.2 AWS Mikrokredit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Geschäftsstrategie

Abbildung 2: Finanzierungsquellen

Abbildung 3: Horizon 2020

Abbildung 4: Förderdatenbank

1 Einleitung

Jeder Unternehmensgründer hat zu Beginn die romantische Vorstellung, sein eigener Boss zu sein, seine eigene Show zu leiten oder sich seine eigene unabhängige Existenz aufzubauen. Das Problem ist das diese netten Vorstellungen alleine nicht reichen, sich und sein Team über den Tag der Gründung hinaus, auf Kurs zu bringen und in eine mehr oder weniger erfolgreiche Zukunft zu führen. Was den meisten Gründern in dieser Phase fehlt ist eine klare Vision. Ein altes Sprichwort besagt, wenn du nicht weißt wohin du gehst, wird dich jede Straße dort hin führen. Dies bedeutet die Realität kann ganz anders aussehen, als einem die romantische Vorstellung, vom unabhängigen Boss erahnen lässt. Jedoch ist eine Vision alleine, ist in den meisten Fällen, auch nicht genug, um den Karren am Laufen zu halten. Was ich damit meine, ist die einfache Tatsache, dass Gründerteams in vielen Fällen nach der Anfangseuphorie merken, dass die Menschen, für die sie die Produkte bzw. Dienstleistungen erzeugt haben, diese nicht verwenden möchten, ihr Angebot nicht nutzen oder einfach nicht bereit sind dafür Geld auszugeben. Dann wird oft ein Punkt erreicht, an dem das Team oder der Unternehmer seinen Weg und seine Motivation verliert. Man steckt fest in einem Niemandsland, zwischen einen bestehenden Produkt und nur wenigen Nutzern, aber ohne größerem Bild davon, was sie wirklich mit ihrer Leistung auf dem Markt verändern wollen und was sie benötigen um dies zu realisieren. Verstärkend hinzu kommt das einige Gründer nicht einmal ihre Zielgruppe kenne, was die Situation, dass viele Gründer in der Kleinunternehmerphase dahin vegetieren und sich nicht weiterentwickeln bekräftigt.

Als Gründer muss man viele Perspektiven auf sein Vorhaben und sein Umfeld haben, und sich an den Bedürfnissen des Marktes orientieren wenn man auf lange Sicht Eindruck hinterlassen will. Im Englischen gibt es den Ausdruck „to make an impact“ der mir in diesem Zusammenhang immer sehr gut gefällt. Um jedoch bei den Kunden einen positiven Eindruck zu hinterlassen also einen „impact“, ist es erforderlich seine Kunden und sein Produkt aus der Betrachtung seiner Kunden zu kennen. Es gibt genügend Genies die eine große Technologie bauen können. Um jedoch erfolgreich mit dieser Technologie am Markt zu bestehen muss man auch ein Visionär sein. Den auch das Genie hat zu wenig getan, um seine Vision zu fördern und den Markt zu verändern, wenn er zwar ein ausgereiftes Produkt erzeugt hat, welches jedoch für die Mehrheit zu schwierig zu bedienen ist. Somit hat das Genie wahrscheinlich hohes Risikokapital für die Entwicklung aufgenommen, die Einnahmen bleiben aber überschaubar. Dann kommt was uns die Geschichte immer wieder zeigt. Ein Jahr später, beginnt ein weiteres Unternehmen in der gleichen Branche sein Potential auszuloten. Der Gründer wird von einer klaren Vision gelenkt und erkennt was es benötigt, um die Branche umzukrempeln und sich die wichtigsten Trends zunutze zu machen. Auf dieser Grundlage und der Tatsache, dass er erkannt hat, dass es viel mehr auf die Einfachheit des Produktes als auf die technologische Unerreichbarkeit ankommt, war dieser Unternehmer in der Lage die Personen, denen er von seinem Produkt erzählte zu überzeugen und Venture Kapital in Millionenhöhe zu generieren, sein Produkt zu vermarkten und Marktführer zu werden. Beide Gründer am gleichen Markt! Der Unterschied? Der Erfolgreiche hatte eine klare Version für sich und den Märkten die er bedienen wollte. Das Ergebnis, er reflektierte, baute konzentriert und elegant nach den Bedürfnissen der Zielgruppe ein einfaches Produkt. Dadurch konnte er seine Ziele erreichen und sich seine Wünsche erfüllen.

Nichtsdestotrotz kann sich der Erflog einer Gründung nicht nur an den drei Kernquellen von Einflussdeterminanten aufhängen lassen. Den neben der ‚Opportunity‘ also der geeigneten Gelegenheit zum unternehmerischen Handeln, tragen eine vielzahlen von nicht-linearen Wirkungszusammenhängen dazu bei ob ein Unternehmen im Endeffekt erfolgreich ist. Ein interessanter Aspekt der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist dass Untersuchungen veranschaulichen, dass Gründerteams in der Regel eher zum Erfolg führen als eine Einzelgründung. Wobei vorrangig, die soziale Interaktion der Teams, einen Mehrwert für nicht ökonomische Erfolge, wie zum Beispiel der Wettbewerbsposition oder der Kundenzufriedenheit hat. Ein weiterer Faktor der sich im Rahmen von Studien als erfolgswirksam erwiesen hat ist das Netzwerk der Unternehmensgründer. Diesbezüglich kommt es nicht darauf an ein möglichst großes Netzwerk zu haben, sonder die richtigen Beziehungen zu pflegen. Last not but least muss sollte die Gründerin den Fokus auch auf die Gründungsorganisation als ganzes legen und das Zusammenspiel von Struktur, Prozessen, der Strategie sowie der Gründungsressourcen reflektieren (Tobias Kollmann 2007: 652–654)

2 Geschäftskonzept / Business Plan

Die erste Herausforderung die ein Unternehmensgründer annehmen muss, beginnt bereits bei der Erstellung des Geschäftskonzepts. Wie in der Einleitung bereits ersichtlich, kann ein Geschäftsmodell nur dann Erfolg haben, wenn es Kundennutzen in einem Profitablen Markt bietet. Neben der Vision, die der Identität in der Öffentlichkeit und der Identifikation der Mitarbeiter dient. Muss ein Missionsstatement formuliert werden, um zu konkretisieren, was das Unternehmen in den nächsten zwei bis drei Jahren erreichen will, in anderen Worten es soll eine Roadmap, für das erreichen des Geschäftsziels erstellt und mit den Mitarbeitern geteilt werden. Im nächsten Schritt muss sich der Unternehmer bzw. das Team eine Strategie erarbeiten, die Art und Weise, wie diese Ziele zu erreichen sind. Bevor es in der Chronologie des Business Plans weiter geht sollten auch die Leistungen und Produktangebote und spezielle das Alleinstellungsmerkmal definiert werden, wobei man in diesem Zusammenhang vom USP spricht, also der Unique Selling Proposition. In Anbetracht dessen, dass der Business Plan dazu beitragen soll das der Unternehmensgründer auch in Richtung Kreditinstitute kompetent auftreten soll, ist es durchaus Sinnvoll, die eigenen Kompetenzen und Erfahrungen in die Zukunft zu übertragen. Die Herausforderung besteht darin sich bei der Modellbildung nicht ins kleinste Detail zu verlieren, sondern prägnant seine Ziele und die geplanten Meilensteine mit dem Geschäftskonzept zu illustrieren (Der Businessplan 2014: 10–11).

Checkliste Geschäftsmodell:

Was ist das Neuartige und Nutzbringende?

Wie sehen die Vision, die Ziele und die Strategie des Unternehmens aus?

Welcher Bereich/welche Abteilung verantwortet das Projekt im Unternehmen?

Wie passt das Projekt in das bestehende Portfolio des Unternehmens?

Welches Bedürfnis wird beim Kunden erfüllt?

Was ist die Kernkompetenz des Unternehmens?

Wie wird die Kernkompetenz geschützt?

Lässt sich mit dem Geschäftsmodell der geplante Erfolg erreichen?

Was in einem Geschäftsmodell vielleicht der wichtigste Punkt ist, zumindest wenn man an die Zukunft des Geschäftes denkt, ist die Innovationskraft seiner Idee bzw. welche Verlauf kann mein Geschäft und mein Produkt nehmen, wenn die ersten Jahre vorbei sind. Hat mein Produkt das Potential sich der Zeit gemäß weiterzuentwickeln. Wenn man die Geschäftsmodelle erfolgreicher Unternehmen betrachtet, erkennt man das die in den Kernfragen angesprochenen Aspekte so gestaltet sind, dass sich Verstärkungskreisläufe bilden. Bestes Beispiel, bedient wie so oft das Unternehmen Apple das mit seinen ergänzenden Angeboten wie den AppStore oder iTunes eine zusätzliche Einkommensflut erzielt und somit die stetige Investition in Innovation vorantreibt. Um selber auch in den Genuss eines Verstärkungskreislaufes zu kommen, sollten sich Gründer von Firmen oder Produkten mit dem Prinzip der K-K-Zyklen also Kunden generieren Kunden, K-L-K-Zyklen -Kunden generieren neue Leistungen, die wiederum neue Kunden anziehen, und dem L-L-Zyklen welcher heißt -neue Leistungen, führen zu neuen Leistungen; auseinandersetzten. Besondere Bedeutung kommt Geschäftsmodellen in der internen und externen Kommunikation zu. Die Geschäftsleitung nutzt die Erklärungskraft von Geschäftsmodellen, um den Kern der Geschäftstätigkeit eines Unternehmenssowohl gegenüber den eigenen Mitarbeitern als auch gegenüber externen Partnern wie Kapitalgebern und Kooperationspartnern zu kommunizieren (Bieger 2011: 2)

3 Herausforderung Unternehmensgründung im Studium

Neben dem Studium ein Unternehmen zu gründen, ist bestimmt ein Kräfte raubendes Unterfangen, jedoch es hat auch seine Vorzüge. Einerseits hat man die Möglichkeit direkt seine Vorzüge in der realen Geschäftswelt unter Beweis zu stellen und wertvolle Erfahrung zu sammeln und was für Studenten viel wichtiger sein wird ist ein zusätzliches Einkommen das vor allem die Eltern freuen wird. Aber bitte nicht zu früh freuen, denn der Erfolg wird nicht von Null auf Hundert katapultieren. Neben den Herausforderungen die im Studium sowieso anfallen, kommt es darauf an sich trotzdem zu motivieren und in der Freizeit sein Unternehmen zu planen. Denn auch für Studenten sollten die oben genannten Punkte bei der Erstellung des Geschäftskonzeptes gelten. In vielen Fällen ist es für Studenten die beste Wahl eine Dienstleistung anzubieten. Speziell die IT bietet dazu jede Menge Spielraum wie, Programmierung, erstellen von Webseiten oder als Computerservice und Support für Software und Hardwarefragen. Natürlich sind der Kreativität im Bereich Unternehmensgründung keine Grenzen gesetzt und man auch mal mit etwas Verrücktem Geldverdienen. Das wichtigste ist bevor man beginnt sollte man den Wettbewerb im geplanten Einstiegsumfeld kennen und sich mit den Besonderheiten der Branche familiär machen. Interessant sind vor allem die Marktpreise im Segment, da man sich in der ersten Zeit wahrscheinlich darauf einstellen sollte seine eigene Tätigkeit in den ersten Monaten unter Marktwert anzubieten, um sich einen Kundenstamm aufzubauen (Proksch 2012: 135). Deshalb liebe Eltern nicht zu früh freuen, denn eure Investitionen werden noch eine Weile gebraucht, aber das bekommt ihr ganz bestimmt zurück, versprochen!

4 Strategie

Es ist ein aufregendes Gefühl, wenn man realisiert, dass man eine richtig gute Geschäftsidee hat. Instinktiv wird man vom Eifer getrieben, die Ideen ehest möglich umzusetzen und Nutzen aus der Möglichkeit zu ziehen, bevor es jemand anderes tut. Gerade in dieser Eile passiert es dann vielen, dass sie sich über die Due Diligence hinwegsetzen, die in dieser Phase aber wichtig ist bei der Entwicklung einer soliden Geschäftsstrategie und eines tragfähigen Geschäftsmodell. Oft merken die Neuunternehmer diese Lücke erst, wenn sie bis zum Hals in der Geschäftstätigkeit stecken. Ohne entsprechenden Guide, wird dann oft zu spät erkannt, dass keine klare Vision besteht darüber, was getan wird und wohin es gehen soll. Diese Situation kann leicht zu einer Panik führen speziell, wenn das Wachstum nicht stimmt und das Unternehmen ins Trudeln kommt. Um diese Abwärtsspiral zu vermeiden, sollte man die Anfangseuphorie zu kanalisieren und die Energie zu nutzen eine intelligente und gezielt Planung zu betreiben (Ingle: 31–32)

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Unternehmensgründung. Herausforderungen und Wissenswertes
Hochschule
Management Center Innsbruck Internationale Fachhochschulgesellschaft mbH
Note
2,00
Autor
Jahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V294959
ISBN (eBook)
9783656928317
ISBN (Buch)
9783656928324
Dateigröße
674 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschäftsplan, Geschäftsgründung, Österreich Geschäftsgründung
Arbeit zitieren
BA MCI Georg Trenovski (Autor), 2014, Unternehmensgründung. Herausforderungen und Wissenswertes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294959

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