Mehr als zwanzig Jahre nach der Erfindung und Etablierung des Internets steigen die damit verbundenen Chancen und Möglichkeiten noch immer täglich. Neben den allgemeinen Vorteilen, wie dem verbesserten Informationszugang, hat das Internet auch die Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten entscheidend geprägt und verändert.
Schnell entdeckten Unternehmen neue Möglichkeiten ihre Produkte im Internet über Werbeanzeigen zu vermarkten. Die erste Form des Online bzw. eMarketing war geboren. Heute hat vermutlich jedes Unternehmen das Potenzial der Online Werbung bereits erkannt. Seit einigen Jahren ist daher der Begriff „E-Business“ in aller Munde. Es geht nicht mehr nur darum möglichst viel Werbung online zu platzieren, sondern alle Geschäftsprozesse elektronisch und großteils online abzuwickeln. So soll beispielsweise auch die Zahlung oder die Verteilung der Produkte rein elektronisch erfolgen.
Der Vorteil des E-Business liegt auf der Hand: Die Geschäftsprozesse können optimiert und somit Zeit und Kosten gespart werden. Doch letztlich bleibt die Frage, ob wirklich der Kunden und das Unternehmen davon profitieren können.
Diese Arbeit gibt einen kurzen Überblick über das E-Business und untersucht im Anschluss das Online Marketing (eMarketing) und den elektronischen Vertrieb (eDistribution) im Detail. Dabei liegt der Fokus vor allem auf aktuellen Themen und Methoden im jeweiligen Kapitel. Als Ergebnis dieser Untersuchung werden schließlich die Vor- und Nachteile für den Kunden und das Unternehmen aufgezeigt, um am Ende die Leitfrage „Marketing und Vertrieb im E-Business - Können sowohl Unternehmen als auch Kunden davon profitieren?“ zu beantworten. Ausgangslage für die Untersuchung soll dabei ein Software Webshop im Business-to-Consumer Bereich sein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 E-Business
2.1 Einführung und Entstehung des E-Business
2.2 Begriffsdefinitionen des E-Business
3 Marketing im E-Business
3.1 Online Kunde
3.2 Kundengewinnung durch Online Marketing
3.2.1 Suchmaschinen-Marketing
3.2.2 E-Mail Marketing
3.2.3 Banner-Marketing
3.2.4 Viral-Marketing in sozialen Netzwerken
3.2.5 Affiliate-Marketing
4 Vertrieb im E-Business
4.1 Customer Relationship Management
4.2 Mehrkanal Vertrieb
4.3 Online Distribution
4.4 Elektronische Software-Distribution
4.5 Schutz durch digitale Wasserzeichen
5 Kritische Bewertung der Vor- und Nachteile
5.1 Nachteile
5.1.1 Aus Sicht des Unternehmens
5.1.2 Aus Sicht des Kunden
5.2 Vorteile
5.2.1 Aus Sicht des Unternehmens
5.2.2 Aus Sicht des Kunden
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Potenziale und Herausforderungen von Marketing und Vertrieb im E-Business, um zu klären, ob Unternehmen und Kunden gleichermaßen von elektronischen Geschäftsprozessen profitieren können, wobei der Fokus auf einem Software-Webshop im B2C-Bereich liegt.
- Grundlagen und Definitionen des E-Business
- Methoden der Online-Kundengewinnung (SEO, E-Mail, Viral-Marketing)
- Strategien für den elektronischen Vertrieb und CRM
- Chancen und Risiken digitaler Distributionsmodelle
- Kritische Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen für Kunden und Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.2.4 Viral-Marketing in sozialen Netzwerken
Der Begriff Viral-Marketing beschreibt eine Marketingmethode, welche einzelne Internetnutzer dazu bringt die eigene Kommunikationsbotschaft zu verbreiten. Auf diesem Wege werden Werbeinhalte online auf einfachste und effektivste Weise verbreitet. Das Viral Marketing beruht auf der klassischen Mund-zu-Mund Werbung und macht sich gleichzeitig die Vorteile des Internets zu Nutzen. Das Verbreiten der Werbung im Internet speziell über die sozialen Netzwerke verläuft häufig exponentiell und dient somit einer kostenfreien und äußerst effektiven Werbung. Außerdem wirkt die Werbung weniger aufdringlich, da diese von einem Bekannten oder einem Freund weitergegeben wurde. Die Werbebotschaft hat somit einen ehrlichen Charakter. Im Optimalfall kommt es sogar zu einer Win-Win Situation für Kunde und Unternehmen, da der Kunde seine soziale Interaktion fördert und das Unternehmen seine Werbebotschaft verbreitet (vgl. Brüser 2014, S. 37ff).
Die Herausforderung beim Viral-Marketing liegt darin eine Werbebotschaft zu erstellen, die den Internutzer auch dazu bringt den Inhalt zu teilen. Das Potenzial des Viral-Marketings ist riesig, wenn man es als Unternehmen schafft es auszunutzen. Die Werbebotschaft bzw. der Werbeinhalt muss den Internetnutzer auf eine Weise begeistern, so dass dieser den Inhalt überhaupt in den sozialen Netzwerken teilt. Häufig ist in solchen Werbeinhalten die eigentliche Werbung für das Produkt zurückhalten. Es sollte nicht offensichtlich aufdringlich für ein bestimmtes Produkt werben. Des Weiteren sollte die Botschaft auf eine Weise extrem sein. Häufig werden zum Beispiel extrem lustige Videos über die sozialen Netzwerke geteilt. Der Nutzer wird den Inhalt nur teilen, wenn er selbst das Gefühl hat, dass es seine Freunde zu schätzen wissen und in diesem Beispiel das Video auch lustig finden. Das Ziel des Unternehmens im Viral Marketing sollte daher sein eine Werbebotschaft so zu verpacken, dass der Internetnutzer diese extrem spannend oder lustig findet, ohne das Produkt zu sehr zu bewerben (vgl. Sheehan 2010, S. 79). Allerdings ist ein Erfolg trotz Einhalten dieser Eigenschaften nicht garantiert. Häufig werden eher amateurhafte Inhalte und Videos geteilt, da diese auf den ersten Blick zumindest meist keinen Werbecharakter haben (vgl. Scott 2014, S. 161).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit im Kontext eines Software-Webshops.
2 E-Business: Hier werden die Grundlagen, die Entstehung und wesentliche Begriffsdefinitionen des Electronic Business erläutert.
3 Marketing im E-Business: Dieses Kapitel analysiert das Verhalten von Online-Kunden und stellt verschiedene Methoden der Kundengewinnung wie Suchmaschinen- und Viral-Marketing vor.
4 Vertrieb im E-Business: Es werden Strategien für den elektronischen Vertrieb, das CRM und die digitale Distribution sowie Sicherheitsmaßnahmen behandelt.
5 Kritische Bewertung der Vor- und Nachteile: Das Kapitel bietet eine differenzierte Analyse der Chancen und Risiken des E-Business aus Sicht der Unternehmen und der Kunden.
6 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung bewertet die Ergebnisse und diskutiert den Trend hin zu mobilen Geschäftsprozessen.
Schlüsselwörter
E-Business, Online Marketing, eDistribution, Kundengewinnung, Software-Vertrieb, Customer Relationship Management, Viral-Marketing, Suchmaschinen-Marketing, Online-Kunde, Digitale Wasserzeichen, Kostenoptimierung, E-Commerce, Mehrkanal Vertrieb, Internetökonomie, Wertschöpfungskette
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen Marketing und Vertrieb im E-Business einsetzen können und ob sowohl Anbieter als auch Konsumenten von den digitalen Geschäftsprozessen profitieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Online-Marketing, der elektronischen Distribution von Software und dem elektronischen Kundenbeziehungsmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Leitfrage, ob sich Marketing und Vertrieb im E-Business für Unternehmen und Kunden rentieren, basierend auf der Analyse eines fiktiven Software-Webshops.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die aktuelle Methoden und Konzepte aus der Fachliteratur zusammenführt und kritisch bewertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, spezifische Marketing- und Vertriebsmethoden sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören E-Business, eMarketing, eDistribution, Online-Kundenbindung und die kritische Abwägung von Wettbewerbsvorteilen gegen technologische Hürden.
Warum ist das "Online-Kunden-Entwicklungsmodell" wichtig?
Das Modell verdeutlicht die unterschiedlichen Phasen der Kundenbindung vom passiven "Online Surfer" bis hin zum "Online Key Customer", was Unternehmen hilft, gezielte Maßnahmen zur Bindung zu ergreifen.
Warum stellen digitale Wasserzeichen eine Notwendigkeit dar?
Sie dienen im Online-Vertrieb von digitalen Produkten wie Software als essenzieller Sicherheitsmechanismus, um illegale Vervielfältigung zu verhindern und den Urheber zu schützen.
- Citar trabajo
- Vanessa Bischler (Autor), 2015, Marketing und Vertrieb im E-Business, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295086