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Vorbeugung und Therapie der Infektionskrankheit Malaria

Title: Vorbeugung und Therapie der Infektionskrankheit Malaria

Academic Paper , 2009 , 45 Pages , Grade: Ausgezeichnet bestanden

Autor:in: Mirjam Hofmann (Author)

Health - Miscellaneous
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Malaria ist die wichtigste Tropenkrankheit in den Endemiegebieten der Tropen und die wichtigste importierte Tropenkrankheit in Europa (Diesfeld et al 2003: S 70).
Neben AIDS stellt sie das wichtigste Infektionsproblem des Menschen dar (Krüger/Sanchez 1995: S 67).

„Malaria ist eine Infektionskrankheit, die durch einzellige Organismen (Plasmodien) hervorgerufen wird. Sie werden über eine bestimmte Mückenart, die Anophelesmücke, übertragen. Es gibt vier unterschiedliche Malariaerreger: Plasmodium falciparum, P. vivax, P. malariae, und P. ovale. P. falciparum und P. vivax sind am häufigsten und P. falciparum ist am gefährlichsten” (Zimmermann 2007).

Hinsichtlich dieser Problematik ergeben sich einige interessante Forschungsfragen. Es entsteht die Frage, welche Möglichkeiten vorhanden sind, um eine Malariaerkrankung zu verhindern und wie wirksam sie wirklich sind. Gibt es schon einen wirksamen Impfstoff, der die Menschen vor der Malaria schützt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodik

3. Definition der Malaria

4. Therapie und Pflege

4.1. Einordnung in Therapiegruppen

4.2. Behandlung der Grundsymptome

4.2.1. Pflege bei Fieber (Menche 2004: S 274f)

4.2.2. Pflege bei anderen Grundsymptomen

4.3. Supportive Therapie bei komplizierter Malaria tropica

4.3.1. Hypoglykämie

4.3.2. Anämie

4.3.3. Gerinnungsstörungen

4.3.4. Nierenversagen

4.3.5. Lungenfunktionsstörungen

4.3.6. Azidose

4.3.7. Herz- und Kreislaufstörungen

4.3.8. Zerebrale Malaria

4.3.9. Blutaustauschtransfusion

4.4. Patientenbeobachtung

4.5. Medikamentöse Malariatherapie

4.5.1. Chinin

4.5.2. Artemisin

4.5.3. Mefloquin

4.5.4. Chloroquin

4.5.5. Resistenzen

4.5.6. Wegweiser für neue Medikamente

4.6. Meldepflicht

5. Möglichkeiten der Prophylaxe

5.1. Expositionsprophylaxe (Mückenschutz)

5.1.1. Allgemeine Maßnahmen

5.1.2. Repellents

5.1.3. Moskitonetze

5.1.4. Insektizide

5.1.5. ITN (Insecticid-treated nets)

5.2. Chemoprophylaxe

5.2.1. Regelmedikation

5.2.2. Notfallmedikation

5.2.3. Kritische Meinungen über Chemoprophylaxe

5.3. Immunoprophylaxe

5.3.1. SPf66

5.3.2. RTS,S/AS02D

5.4. Alternative nichterforschte Methoden

5.4.1. Wie sich Missionare in Senegal zu helfen wissen

5.4.2. Pflanzliche Produkte

6. Interviews mit Malariabetroffenen

6.1. Interview mit Ernst (85 Jahre)

6.2. Interview mit Natalie (25 Jahre)

6.3. Interview mit Maximilian (20 Jahre)

6.4. Diskussion der Interviews

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein umfassendes Verständnis über das Krankheitsbild Malaria zu vermitteln, wobei der Schwerpunkt auf den notwendigen pflegerischen Maßnahmen und der Betreuung betroffener Patienten liegt. Es wird untersucht, welche prophylaktischen Möglichkeiten bestehen, wie wirksam diese sind und wie Pflegende Erkrankte optimal unterstützen können, ergänzt durch subjektive Erfahrungsberichte.

  • Epidemiologie und Definition der Malaria
  • Pflegerische Interventionen bei Malaria-Symptomen
  • Medikamentöse Therapie und neue Forschungsansätze
  • Präventionsstrategien (Expositions-, Chemo- und Immunoprophylaxe)
  • Qualitative Analyse von Betroffeneninterviews

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Pflege bei Fieber (Menche 2004: S 274f)

Pflegepersonen sollen den Kranken in seinen Fieberphasen unterstützen.

Während dem Fieberanstieg kann durch das Zuführen von Wärme der Körper des Kranken entlastet werden. Bei Schüttelfrost soll der Patient vor Verletzungen geschützt werden und benötigt Beistand. Der Arzt wird informiert, da eventuell Blutkulturen abgenommen werden.

In der Fieberhöhe sind Puls und Atmung beschleunigt. Der Kranke ist geschwächt und verliert Flüssigkeit über die Haut und die Atmung. Der Kalorienbedarf ist erhöht. Es muss auf Zeichen einer Dehydratation geachtet werden und regelmäßige Temperatur- und Kreislaufkontrollen sind notwendig. Der Flüssigkeitsverlust muss durch Getränke ersetzt werden. Leicht verdauliche vitaminreiche Kost kräftigt den Kranken. Er benötigt ein ruhiges und eventuell verdunkeltes Zimmer. Wadenwickel können helfen, das Fieber zu senken und verschaffen dem Kranken Erleichterung. Andere physikalische Maßnahmen wären Tees mit schweißtreibender Wirkung (Lindenblütentee) oder fiebersenkende Körperwaschungen mit einer Wassertemperatur von 10°C unter der Körpertemperatur des Patienten (eventuell Pfefferminztee, Essig oder Zitrone als Zusatz).

Der Wadenwickel zur Fiebersenkung kann laut Hoehl und Kullick (2008: S 353f) ab einer Fiebertemperatur von 39°C Körpertemperatur angewendet werden. Der Patient sollte jedoch kreislaufstabil sein und gut durchblutete Extremitäten haben. Diese physikalische Maßnahme führt zu einer schonenden Wärmeabgabe und hat das Ziel, das Fieber um maximal 1°C zu senken. Der Wadenwickel sollte nach 10 Minuten erneuert werden, wobei ein Erneuern drei bis viermal empfohlen wird. Dann sollte man erneut die Temperatur messen und pausieren. Bei Bedarf ist dieser Prozess nach einigen Stunden zu wiederholen. Als Alternative zum Wadenwickel kann man unruhigen Patienten feuchte Baumwollstrümpfe mit abgeschnittenem Fußteil anziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Relevanz der Malaria als globale Bedrohung und verdeutlicht die Notwendigkeit für medizinisches Personal, sich mit dieser Krankheit und der optimalen Pflege Betroffener auseinanderzusetzen.

2. Methodik: Der Forschungsprozess basiert auf einer fundierten Literaturrecherche sowie der qualitativen Auswertung von drei halbstandardisierten Interviews mit Malaria-Genesenen.

3. Definition der Malaria: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Infektionskrankheit, ihre Erreger und die sozioökonomische Tragweite des Problems.

4. Therapie und Pflege: Hier werden die klinische Behandlung, pflegerische Unterstützung bei Symptomen, supportive intensivmedizinische Maßnahmen und die medikamentöse Therapie inklusive Resistenzen umfassend dargestellt.

5. Möglichkeiten der Prophylaxe: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Präventionsstrategien, von mechanischem Schutz über medikamentöse Chemoprophylaxe bis hin zu aktuellen Entwicklungen bei Impfstoffen.

6. Interviews mit Malariabetroffenen: Drei qualitative Interviews gewähren Einblicke in das subjektive Krankheitsempfinden und unterstreichen die Bedeutung individueller Pflege und menschlicher Zuwendung.

7. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Expositionsprophylaxe die wichtigste präventive Maßnahme darstellt und individuelle Pflege für das Genesungsempfinden des Patienten zentral ist.

Schlüsselwörter

Malaria, Tropenkrankheiten, Pflege, Fieber, Prophylaxe, Expositionsprophylaxe, Chemoprophylaxe, Impfstoff, Plasmodium falciparum, Patientenfürsorge, Krankheitsmanagement, Reisevorbereitung, Entwicklungsarbeit, Infektionsprävention, Medizinische Beratung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Fachbereichsarbeit beschäftigt sich mit dem Krankheitsbild Malaria, wobei ein besonderer Fokus auf den pflegerischen Aspekten bei der Betreuung von Patienten liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Krankheit, den Möglichkeiten der Prävention (Prophylaxe), den therapeutischen Optionen sowie der Bedeutung einer individuellen Patientenpflege.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Malaria für Pflegepersonal und Interessierte zu zeichnen und zu klären, wie Malaria-Erkrankte während der Krankheit optimal gepflegt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin kombiniert eine umfangreiche Literaturanalyse zum aktuellen Forschungsstand mit einer qualitativen Studie in Form von drei Leitfaden-Interviews mit ehemaligen Malariapatienten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Pflege und Therapie, Prophylaxe-Möglichkeiten (Exposition, Chemo- und Immunoprophylaxe) sowie die Auswertung von persönlichen Betroffeneninterviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Malaria, Pflege, Prophylaxe, Tropenkrankheit, Patientenbetreuung, Impfstoffe und Anophelesmücke.

Warum ist die individuelle Betreuung laut der Autorin so wichtig?

Da sich Malaria-Erkrankte oft schwer krank fühlen, trägt individuelle Zuwendung und die Berücksichtigung persönlicher Bedürfnisse maßgeblich zum Wohlbefinden und zur Genesung bei.

Welche Rolle spielen die Interviews für das Ergebnis der Arbeit?

Die Interviews liefern einen realen, subjektiven Eindruck vom Erleben der Krankheit und bestätigen durch die Erfahrungen der Befragten die Wichtigkeit spezifischer pflegerischer Maßnahmen.

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Details

Title
Vorbeugung und Therapie der Infektionskrankheit Malaria
Grade
Ausgezeichnet bestanden
Author
Mirjam Hofmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
45
Catalog Number
V295119
ISBN (eBook)
9783656927525
ISBN (Book)
9783656927686
Language
German
Tags
Malaria Tropenkrankheit Infektionskrankheit Therapie Prophylaxe Chinin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirjam Hofmann (Author), 2009, Vorbeugung und Therapie der Infektionskrankheit Malaria, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295119
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