Mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Lage erkennt man einen stetig steigenden Wettbewerb, immer kürzere Produktlebenszyklen sowie eine stark zunehmende Globalisierung. In diesem schwierigen Umfeld sind Unternehmen mehr als je zuvor gefordert ihren Erfolg zu sichern. Um das Überleben des Unternehmens sowie die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, müssen Unternehmen flexibel und kostengünstig auf Marktveränderungen reagieren.
In diesem Zusammenhang müssen sich Unternehmer zunehmend mit der Frage beschäftigen, ob es aus ökonomischer Sicht sinnvoller ist, Produkte in Eigenregie zu fertigen oder bestimmte Produktionsschritte komplett oder teilweise an Fremdfirmen zu vergeben. So führt diese Frage zur Problematik: Eigenfertigung oder Fremdfertigung (Outsourcing)?
Deswegen sind Outsourcing Entscheidungen in sämtlichen Bereichen eines Unternehmens anzutreffen und müssen äußerst gut fundiert sein, da diese die ganze wirtschaftliche Lage des Unternehmens beeinflussen können. Es ist somit irrelevant, ob es sich nun speziell um die Herstellung von Gütern, Dienstleistungen, usw. handelt.
Hauptaufgabe dieser Seminararbeit wird es sein, „die Vor- und Nachteile der Eigenfertigung versus Fremdfertigung in Rahmen der Konzepte der Fertigungsorganisation“ (Outsourcing) darzulegen. Ebenso werden am Anfang der Arbeit die Grundlagen des Outsourcings, sowie gegen Ende die entscheidungsrelevanten Kriterien für eine Auslagerung erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen Outsourcing
2.1 Definition
2.2 Entstehung
3 Vor- und Nachteile Outsourcing
3.1 Vorteile
3.2 Nachteile
4 Entscheidungskriterien Outsourcing
4.1 Vier-Phasen Modell
4.2 Transaktionskosten
4.3 Opportunitätskosten
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die ökonomische Relevanz von Outsourcing-Entscheidungen im Kontext der Fertigungsorganisation, mit dem Ziel, die Vor- und Nachteile sowie entscheidungsrelevante Kriterien für Unternehmen darzulegen.
- Grundlagen und Definition von Outsourcing
- Analyse der Vorteile und Risiken der Fremdfertigung
- Das Vier-Phasen-Modell der Outsourcing-Strategie
- Transaktions- und Opportunitätskosten als Entscheidungsparameter
- Strategische Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition
Der englische Begriff „Outsourcing“ ist eine Verkürzung der Formulierung „Outside resource using“. Ins Deutsche übersetzt würde es so viel wie „die Nutzung externer Ressourcen“ bedeuten. Im betriebswirtschaftlichen Sinne handelt es sich beim Outsourcing generell um einen Prozess der Auslagerung von bislang im Unternehmen erbrachten Leistungen, die fortan an externe Dritte übergeben werden sollen. Damit fällt die permanente unternehmerische Verantwortung für eine sachgerechte Leistungserstellung in den Zuständigkeits- und Verantwortungsbereich des externen Unternehmens. Somit wird deutlich, dass Outsourcing nur eine spezielle Form des Fremdbezugs darstellt.
Bisher gibt es noch keine einheitliche Definition für das Outsourcing, sondern lediglich unterschiedliche Auffassungen, ab wann man von Outsourcing spricht und wann nicht. So gelten schon Teilauslagerungen für einige Autoren als Indiz dafür, von Outsourcing zu sprechen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck und die Globalisierung als Treiber für Outsourcing-Entscheidungen und definiert das Ziel der Seminararbeit.
2 Grundlagen Outsourcing: Dieses Kapitel liefert eine betriebswirtschaftliche Definition des Begriffs und skizziert die historische Entstehung von Outsourcing-Projekten.
3 Vor- und Nachteile Outsourcing: Hier werden die Chancen wie Kostenersparnis und Konzentration auf das Kerngeschäft den Risiken wie Abhängigkeit und Know-how-Verlust gegenübergestellt.
4 Entscheidungskriterien Outsourcing: Dieses Kapitel erläutert das Vier-Phasen-Modell der strategischen Umsetzung und analysiert ökonomische Kostenfaktoren wie Transaktions- und Opportunitätskosten.
5 Zusammenfassung: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Outsourcing-Entscheidungen immer eine individuelle Abwägung der aktuellen Unternehmenssituation erfordern.
Schlüsselwörter
Outsourcing, Eigenfertigung, Fremdfertigung, Fertigungsorganisation, Kosteneinsparung, Kerngeschäft, Vier-Phasen Modell, Transaktionskosten, Opportunitätskosten, Globalisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Qualitätssteigerung, Know-how-Verlust, Strategiephase, Prozessauslagerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Abwägung zwischen der Eigenfertigung von Produkten oder Leistungen und deren Auslagerung an externe Dienstleister im Rahmen von Outsourcing-Konzepten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Entstehung von Outsourcing, die Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen sowie die methodischen Entscheidungskriterien für Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die strategischen Vor- und Nachteile der Eigen- versus Fremdfertigung darzulegen und die für eine Auslagerung notwendigen Entscheidungskriterien wissenschaftlich zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die systematische Erläuterung betriebswirtschaftlicher Modelle, wie etwa das Vier-Phasen-Modell.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Outsourcings, eine detaillierte Nutzen-Risiko-Analyse sowie die Darstellung relevanter Entscheidungskriterien wie Transaktions- und Opportunitätskosten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Outsourcing, Kosteneinsparung, Kerngeschäft, Vier-Phasen Modell, Transaktionskosten und Wettbewerbsfähigkeit.
Warum ist das Vier-Phasen-Modell für Outsourcing-Entscheidungen relevant?
Es bietet einen strukturierten Rahmen, der von der Strategiephase über die Partnerwahl und Strukturierung bis hin zur operativen Betriebsphase reicht, um den Outsourcing-Prozess erfolgreich zu steuern.
Welchen Einfluss haben Transaktionskosten auf die Entscheidung zur Fremdfertigung?
Transaktionskosten (wie Anbahnungs-, Vereinbarungs- oder Kontrollkosten) beeinflussen maßgeblich, ob eine Auslagerung ökonomisch sinnvoll ist oder die Kostenersparnis durch den Verwaltungsaufwand zunichtegemacht wird.
Was sind laut der Arbeit die größten Risiken beim Outsourcing?
Zu den wesentlichen Risiken zählen die Abhängigkeit von der Fremdfirma, ein möglicher Verlust von betrieblichem Know-how, Datenschutzprobleme und ein drohender Imageverlust durch Qualitätsmängel.
- Citation du texte
- Sascha Kasten (Auteur), 2014, Outsourcing im Rahmen der Fertigungsorganisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295123