Heiner Carows zeitungebundenes Erzählprinzip und seine Realisierung im Nachkriegsfilm "Die Russen kommen"


Bachelorarbeit, 2014

56 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Russen kommen
2.1. Analyse der filmischen Gestaltung: Stilistik, Ästhetik und Intertextualität
2.2. Der Film und seine literarische Grundlage „Die Anzeige"
2.3. „Die Russen kommen" als die „zweite Seite der Medaille" zu „Ich war neunzehn" von Konrad Wolf
2.4. Das Verbot von „Die Russen kommen" und die Aufführung als „Karriere
2.5. Heiner Carows zeitungebundenes Erzählprinzip der Ideale in Kollision mit dem antifaschistischen Film - „Die Russen kommen" im schematischen Vergleich mit anderen Filmen Carows

3. Fazit

Endnoten

Bibliographie

Anhang

1. Einleitung

Heiner Carows Schwarz-Weiß-Film „Die Russen kommen" lässt sich beinahe nur noch thematisch als ein Film der Nachkriegszeit betrachten. In seinem Entstehungsjahr 1968 war die Welle der Filme mit explizit antifaschistischer Thematik bereits abgeebbt.

Die DDR, die sich in ihren Gründungsjahren als Gegenmodell zu einem faschistischen Staat gesehen hatte1, setzte nun auch durch politische Weisung auf Filme, die einen sozialistischen Helden gegenüber einem einsichtigen Übeltäter oder einem engagierten Regimegegner favorisierten. Filme, die den nationalsozialistischen Faschismus durch die Darstellung von Einzelschicksalen - auch in Übertragung auf andere Epochen - verurteilten, waren für Meinungsbildung und Propaganda in der DDR nur noch wenig relevant2. Wenn sie gezeigt wurden, sollten sie jedoch immer in Ausrichtung auf die Gegenwart der DDR verstanden werden können3.

Als Carow durch eine Kurzgeschichte von Egon Richter zu „Die Russen kommen" inspiriert wurde, waren seit dem Kriegsende bereits 23 Jahre vergangen. Im Gegensatz zu dem zur gleichen Zeit gedrehten Werk „Ich war neunzehn" von Konrad Wolf wurde die Aufführung von Carows Film verboten. Die dafür genannten Gründe waren pragmatischer Natur, wirken aber heute beinahe zu einfach, um plausibel zu sein. Die Geschichte, die Carow erzählt, und die Art und Weise, auf die er sie erzählt, irritierten und irritieren. Die schließlich genehmigte Schnittfassung „Karriere" von 1971 hat nur noch wenig mit dem Ausgangsthema gemein. Erstmals gezeigt wurde „Die Russen kommen" schließlich 1987 nach einer Arbeitskopie aus dem Fundus von Evelyn Carow.

In dieser Arbeit möchte ich mich damit beschäftigen, welche filmischen Mittel in „Die Russen kommen" verwendet wurden und wie sie wirken, wie sich die literarische Vorlage „Die Anzeige" zur ihrer filmischen Adaption verhält, was „Die Russen kommen" und „Ich war neunzehn" unterscheidet und warum beide Filme dennoch oftmals in einem Atemzug genannt werden, warum „Karriere" gezeigt werden durfte und „Die Russen kommen" nicht und schließlich die Frage beantworten, ob „Die Russen kommen" nicht auch deswegen als antifaschistischer Film abgelehnt wurde, da er viel mehr ein Grundkonzept von Carows filmischer Arbeit als die Geschichte eines Jungen am Ende des Zweiten Weltkrieges wiederspiegelt. Während der Behandlung dieser Themen will ich mich den Beobachtungen auseinander setzen, dass die Figur Günter entsprechend einem Erzählschema Carows nach ihren Idealen vorgeht und dass Heiner Carow in seinem Film ein in der DDR nicht erwünschtes Geschichtsmodell manifestierte.

2. Die Russen kommen „Die Russen kommen" wird mit einer nicht datierten Szene eröffnet, in der zwei Jugendliche - später vom Zuschauer als Günter und Igor erkannt - zusammen Musik machen, Mädchen treffen, spazieren gehen und sich unterhalten. Dann erfolgt ein Wechsel des Bildes. Der 16­jährige Günter tobt im März des Jahres 1945 mit seiner Freundin am Strand, als er einem etwa gleichaltrigen Ostarbeiter begegnet. Dieser macht ihn auf eine Leiche aufmerksam, die in der Brandung liegt. Gemeinsam ziehen sie den toten deutschen Soldaten heraus. Danach trennen sich ihre Wege. Bald darauf findet sich Günter bei einer Hetzjagd wieder. Er und andere Hitlerjungen suchen nach dem russischen Jungen, den Günter am Strand getroffen hat. Günter findet ihn schließlich und verfolgt ihn in eine hallenartige Ruine. Dort will er ihn friedlich zum Aufgeben bewegen. Doch ein Polizist, der mit den anderen Jugendlichen Günter und dem Russen in die Ruine gefolgt ist, erschießt diesen.

Günter wird für das Ergreifen des Jungen mit dem Eisernen Kreuz Zweiter Klasse ausgezeichnet. Doch während der Verleihung tauchen immer wieder Bilder von dem erschossenen Russen vor seinem inneren Auge auf. Die Mutter von Günters Freundin Christine gibt ihm zu Ehren eine Feier. Dort spricht Christines Vater, Günters Lehrer, mit Günter über die drohende Niederlage Deutschlands und über seine eigene Vergangenheit. Günter ist unkonzentriert, will die Niederlage nicht wahrhaben und kehrt bald zu seinen Freunden zurück, um zu tanzen. Später geht er mit Christine ins Kino. Sie sehen sich „Kolberg" an. Günter ist von dem Film gebannt, doch Christine schaut neidvoll zu einem küssenden Paar. Sie bittet Günter, mit ihr das Kino zu verlassen, und ohrfeigt ihn.

Als schließlich die in der Stadt verbliebenen Jungen trotz der schlechten militärischen Aussichten in den Krieg berufen werden, bieten Christine und Günters Mutter an, ihn zu verstecken. Günter weigert sich jedoch und geht mit den anderen mit. Immer noch hat er Halluzinationen und Träume von dem russischen Jungen, aber auch von seinem gefallenen Vater und dem toten Soldaten vom Strand. Nach einer Nacht in einem verlassenen Haus wacht er alleine auf und wird von drei russischen Soldaten aufgegriffen. Sie nehmen ihn in ihrem Wagen mit. Als sie über eine Landmine fahren, ist Günter der Einzige, der die Explosion überlebt. Er sieht einen der Soldaten sterben. Unter dem Ausruf „Sie kommen!" flieht er ins Haus Christines. Diese möchte ihn aufnehmen und pflegen, doch als ihre Eltern von der russischen Besatzung erfahren, schicken sie ihn in die Wohnung seiner Mutter. Dort wird er von russischen Soldaten abgeholt.

Als er ihnen erzählt, wofür er sein Eisernes Kreuz bekommen hat, wird er in einen Keller gesperrt.

Inzwischen müssen Christine und ihre Mutter entdecken, dass sich Christines Vater das Leben genommen hat.

Günters Träume und Halluzinationen werden im Keller stärker. Er meint, von dem russischen Jungen, der sich als „Igor" vorstellt, besucht zu werden. Die beiden unterhalten sich viel, Igor spricht russisch, Günter deutsch. Trotz Drängen der russischen Soldaten verrät Günter den Namen des Polizisten nicht, der Igor erschossen hat. Nach einem besonders intensiven Traum, in dem die bisher Gestorbenen und sein Vater zu sehen sind, erfährt Günter von einem russischen Offizier, dass sein Vater nicht für Deutschland gefallen ist, sondern den Tod gesucht hat, weil er die Grausamkeiten des Krieges nicht mehr ertragen konnte.

Als Christine von den Russen ein Formular für die Beerdigung ihres Vaters benötigt, wird auch sie zu dem Vorfall mit dem Ostarbeiter befragt und gibt den Namen des Täters preis.

Der Polizist wird zu Günter in das Kellerverlies geworfen. Er bittet Günter um Stillschweigen, doch Günter erschlägt ihn mit einem Hocker. Danach wird Günter mit einem Krankenwagen weggebracht. Über das Radio wird die Kapitulation Deutschlands verkündet.

Abschließend sieht man, wie Igor Christine nachhause begleitet und mit ihr über Krieg und Faschismus spricht. Er schenkt ihr den Springteufel, den er zuvor zu Günter in den Keller gebracht und dessen Mechanismus Günter ihm erklärt hatte. Die letzte Szene zeigt Igor, der sich am Strand hüpfend, springend und rufend von der Kamera entfernt, bis er verschwunden ist (er ruft nach seinen „Leuten").

2.1. Analyse der filmischen Gestaltung: Stilistik, Ästhetik und Intertextualität

„Die Russen kommen" wurde durchgängig in schwarz-weiß gedreht, wie es bis zu diesem Jahr bei der DEFA üblich war. Die Qualität der heute erhältlichen Kopien ist nicht optimal - das liegt an der Vergangenheit des Films. Da zwischen dem Produktions- und dem Aufführungsjahr fast zwei Jahrzehnte vergingen, sind Flimmern, Unschärfe und Überbelichtung der Aufbewahrung des eigentlich verbotenen Materials zuzuschreiben. Das lässt sich gut im Vergleich mit den in „Karriere" wiederverwendeten Szenen des Films erkennen, die von viel besserer Qualität sind.

„Die Russen kommen" dauert 86 Minuten und elf Sekunden. Er vereint mehrere Schauplätze in sich. Die größte Rolle spielen das Haus von Christines Eltern, der Strand und der als Gefängnis genutzte Keller. Weitere Orte sind ein Wald, ein altes hallenartiges Gebäude, zwei Festsäle, ein Kino, eine Hausruine, die Wohnung von Günters Familie, Felder, Wiesen, das Büro eines russischen Offiziers und einige Wege und Plätze. Fiktive, also von Günter geträumte oder fantasierte Schauplätze, sind ein Bahngleis, der Horizont einer hügeligen Landschaft, erneut der Strand, ein Kloster oder eine Kirche und ein nicht definierter hoch gelegener Ort, der auch ein Flugzeug sein könnte.

Die Hauptfigur, die den in der ersten Hälfte des Films einzigen Erzählstrang bestimmt, ist Günter. Nach der Hälfte des Films gesellt sich noch ein zweiter Erzählstrang hinzu, in dem die Geschichte der Familie seiner Freundin Christine gezeigt wird. In diesem Erzählstrang ist Christine die Hauptfigur. Bei der Figur Günters stimmen Eigen- und Fremdcharakterisierung nicht überein. Sein Umfeld behandelt ihn meist rücksichts- und liebevoll, und konfrontiert ihn mit verschiedenen Emotionen, während er passiv, fokussiert und oft unverständig bleibt. Weitere wichtige Charaktere sind Igor und der Vater Christines, der Günters Lehrer ist.

Heiner Carow schöpft die Möglichkeiten der Filmgestaltungen4 in Einstellungsgröße, -länge und -perspektive fast vollständig aus. Bei den Kameraperspektiven sind Untersicht, Normalsicht und Aufsicht zu finden. Die Einstellungsgrößen umfassen Extreme Totale, Totale, Halbtotale, Full Shot, Medium Shot, Halbnahe, Nah-, Groß- und Detailaufnahme. Kurz bevor Günter den Polizisten tötet setzt Carow einen Italian Shot ein: Der Zuschauer sieht nur Günters Augen.

Die Achsenverhältnisse im Film erlauben meist, sich als Zuschauer in Gespräche und Geschehen einbezogen zu fühlen - vor allem in Unterhaltungen zwischen Christine und Günter.

Bei den Träumen und Wahnvorstellungen Günters erreicht Carow durch einen Wechsel von Extremer Totale oder Totale zu Naher und Großaufnahme ohne Kameraschwenks oder Zoom einen erschreckenden und irritierenden Effekt. Der Strand ist meist in der Totalen oder der Extremen Totalen gefilmt. Größtenteils tragen sich friedliche Szenen am Strand zu. Als

Günter, Igor und Christine jedoch den gefallenen Soldaten finden, wechselt die Einstellung auf Halbnahe und Nahe. Das intensiviert die Wahrnehmung der Situation durch den Zuschauer und offenbart die Mimik der Figuren.

Heiner Carow lässt die Kamera sowohl mit bewegten Objekten mitlaufen5 als auch verharren, während sich Objekte von ihr wegbewegen6. Manchmal ist der Bildausschnitt fest und fast dokumentarisch, dann wieder dominiert die subjektive Kamera Szenen, sie sind wacklig und imitieren den Blick eines am Geschehen Beteiligten.

Vor allem aus Günters Perspektive wird auf diese sehr eindringliche Art gefilmt: Als er einberufen wird und alleine in dem Haus erwacht, in dem er mit einem Kameraden auf die Rückkehr des Bannführers warten sollte, sieht der Zuschauer aus seinen Augen die Leiter, die er herabklettert, um sich auf die Suche nach den anderen zu begeben7. Diese Form der Erzählercharakterisierung verdeutlicht Günters zunehmende Verwirrung.

Neben Kameraschwenks und Kamerafahrten arbeitet Carow auch mit plötzlichen, unerwarteten Schnitten (das besonders in Günters Träumen) und mit Zoom.

Bevorzugt zeigt er Personen, die sprechen oder anderen zuhören, am linken oder rechten Bildrand in der Nahen. Nur Christine wird einmal in einer Großaufnahme und über mehrere Sekunden am rechten Bildrand im Profil gezeigt8. In dieser Szene setzt sie sich über die Aufregung ihrer Eltern hinweg und kümmert sich ausschließlich um den verwirrten und erschöpften Günter, will ihn im Hause behalten und wäscht ihn mit Wasser, mit dem sie eigentlich sparsam umgehen sollte. In der Profilansicht - von der Mitte des Kinns bis zur Mitte der Stirn - fragt sie ihn, ob sie ihm weh getan habe. Diese Einstellung kann ihrer Fokussierung auf oder auch Liebe zu Günter Ausdruck verleihen.

In der gleichen Szene verwendet Heiner Carow die Mittel der Unschärfe und des Halls, um Günters Zustand zu beschreiben. Günters Wahrnehmung ist beeinträchtigt, was um ihn geschieht dringt nur eingeschränkt zu ihm durch. Stimmen erreichen ihn mit einem Echo, die Gesichter um ihn sind verschwommen.

In dem Film werden drei Sprachen gesprochen: Deutsch, Russisch und Englisch. Untertitel sind nicht vorhanden. Die russischen Sprachanteile sind zum Verständnis nicht notwendig, konkretisieren aber die Botschaften des Films für diejenigen, die sie sich erschließen können. Igors Aussagen sind meist belangloser Natur. Er scherzt mit Günter, denkt sich einen Streich für seine Truppe mit dem Springteufel aus und fragt Christine, warum sie weint. Wie Günter ist er mit dem Krieg aufgewachsen und kann die Situation nicht differenziert betrachten. Wenn er singt, singt er davon wie schön Russland ist: Das schönste Land der Welt. In Anbetracht dessen, wie viel Elend Nationalstolz in den Jahren vor Kriegsende verursacht hat, ist die Wahl des Liedes unreflektiert.

Der Offizier jedoch spricht konkrete Probleme an, die sich für den des Russischen nicht kundigen Zuschauer im Laufe des Films entwickelt haben. So fordert er Günter auf, wie ein

Mensch zu sprechen9, als dieser sich weigert, den Polizisten anzugeben, weil ein Deutscher das mit einem Deutschen nicht mache. Weiter fragt er ihn, ob ein Mord kein Mord mehr sein, wenn er von einem Deutschen begangen werde10. Im Gespräch mit Christine verweist er auch auf das „Nicht-Wissen" der Deutschen und direkt auf Günter, der ohne eine Ideologie im Rücken verwirrt und alleine dasteht11. Der Offizier scheint zwischen Fassungslosigkeit, Mitleid und Unglauben zu schwanken.

Der englische Dialog in der vorletzten Szene des Films ist ebenfalls von Bedeutung und sollte im Gegensatz zum Russischen auch verstanden werden. Igor spricht von Krieg und Frieden und der Zukunft. Seine Äußerung, dass alle Faschisten kriminell wären, hat auf Englisch einen bitteren Beigeschmack: Die englischsprachigen Alliierten sahen sowohl in den Nationalsozialisten als auch den Kommunisten Kriminelle. Es kann die Nachricht erkannt werden: Niemand ist ohne Schuld.

Musik in „Die Russen kommen" entspringt meist einer Quelle innerhalb der Handlung. Es wird gesungen, gesummt, getrommelt, ein Grammophon läuft und ein Orchester spielt. Als Günter und Christine ins Kino gehen ist der Originalton des Films „Kolberg" zu hören. Nur in Günters Träume, während der Hetzjagd auf Igor und einem Einblick in die Straßen der Stadt nach dem Einmarsch der Russen kommt die Musik aus dem Off.

Die Filmmusik umfasst Orchesterstücke, Sinfonien12, Lieder und vertonte Gedichte. Hervorheben möchte ich die vertonten Gedichte von Heinrich Heine13 und Friedrich Schiller14. Das Gedicht von Heine, das Igor und Günter in den ersten Szenen des Films als Lied begleitet, ist „Daß du mich liebst, das wußt’ ich", Gedicht IV. aus „Seraphine" in „Neue Gedichte". Es ist ein romantisches Lied, dass der Eingangssituation entspricht, in der Freundschaft und Leichtigkeit dominieren. Damit verstärkt es die traumartige Utopie des Szenarios, das nach den Maßstäben des Films unmöglich und unwirklich ist. Mehr noch als das kann es als direkter Gegenpart zu Johann Wolfgang Goethes „Der Erlkönig" gesehen werden, der im ersten Kapitel der literarischen Vorlage „Ferien am Feuer" im Schulunterricht gelehrt wird15, kurz bevor der Krieg das Dorf erreicht und die Jungen in die Ereignisse der Umbruchszeit hineingezogen werden. Goethe wurde im Deutschen Kaiserreich zum „Kronzeugen der nationalen Identität der Deutschen"16 und gilt als einer der bekanntesten Deutschen. Heinrich Heine war ebenfalls Deutscher, aber ein Jude und politisch engagiert. Er vertrat die sozialistischen Ideen Karl Marx' und äußerte sich in Lyrik und Prosa oft kritisch über den Zustand Deutschlands17. Sein Ende fand er nach langen Leiden in Paris18. Damit, dass Heiner Carow ein Stück Handlung, das nur unter anderen historischen Umständen hätte stattfinden können, mit einem Werk des Deutschland-kritischen Juden Heinrich Heine unterlegt, vergrößert er die Distanz zwischen dieser Fiktion und der Realität des Films. Heines tragischer Tod kann außerdem, im Hinterkopf behalten, ein Kommentar zum nicht beeinflussbaren und nicht immer gerechten Ausgang von (Lebens-)Geschichte sein.

Die Motive in dem Gedicht bieten Ausblick auf die Möglichkeit anderer weitreichender Interpretationen, die hier leider keinen Platz finden können. So passt Heines Vorliebe für das Meer zum Schauplatz des Films, ein flammendes Herz geht in Liebe unter statt durch sie zu erstarken und Gefühle sind ambivalent, als sie mit einer Erkenntnis, die eigentlich schon vorhanden war, konfrontiert werden.

Als Günter und viele andere Jugendliche einberufen werden, obwohl der Krieg bereits als verloren gilt, singen seine Kameraden auf dem Wagen, der sie an die Front bringen soll, die erste Strophe von Friedrich Schillers „Reiterlied“. Das Lied glorifiziert das Soldatenleben und steht an dieser Stelle des Films für die uneingeschränkte Begeisterung, mit der die jungen Männer in den Krieg ziehen. In dem Lied wird auch immer wieder das „alleine sein“ betont:

Da tritt kein anderer für ihn ein,

Auf sich selber steht er da ganz allein.

Günter wirkt in „Die Russen kommen“ sehr isoliert. Die Wünsche seiner Altersgenossen teilt er nicht. Er scheint Christine zwar zu lieben, aber kein Bedürfnis zu haben, ihr nahe zu sein. Erst am Ende des Films19 gibt er zu, dass er Angst vor der Einsamkeit hat - das Lied nimmt die einsame Position, die er innehat, vorweg.

Anders als mit Musik verhält es sich mit Radioeinspielungen: Nie ist ein Radio zu sehen, aber während des Films werden vier Ausschnitte aus den mittäglichen Wehrmachtsberichten der Handlung unterlegt. Zu hören sind Nachrichten über Heldentaten, Suspendierungen und schließlich über das Ende des Krieges. Bei den Ausschnitten handelt es sich jedoch nicht um originale Aufnahmen, sondern nur um Zitate, die mit der Einspielung des ersten mit den Worten „Aus dem Wehrmachtsbericht der faschistischen deutschen Wehrmacht“ eingeleitet werden. Diese fingierten Radioeinspielungen bilden durch die Ansage des Datums nicht nur die Zeitachse, an der sich der Film bewegt, sondern stellen in Kombination mit dem Bewegtbild auch einen Kommentar dar.

„Die Russen kommen“ irritiert den Zuschauer durch verschiedene Mittel. Er sorgt sowohl auf Handlungs-, als auch auf Protagonistenebene für Verwirrung, erreicht diese aber vor allem auf der Ebene der Bild-Ton-Kombination und der Szenenwahl. Wiederholungen, Parallelisierungen und Widersprüche prägen seine filmische Gestaltung.

So werden die Wehrmachtsberichte immer in einen Widerspruch zum Gezeigten gestellt. Bereits in der ersten Strandszene in der dritten Minute des Films schaffen Bild und Ton einen starken Kontrast20. Günter und Christine laufen, anscheinend in spielerischer Absicht, über den Strand. Dort treffen sie auf den russischen Jungen Igor, der noch kurz zuvor Möwen gefüttert hat. Igor und Günter ziehen zusammen einen toten deutschen Soldaten aus dem Wasser. Der dazu eingespielte Wehrmachtsbericht informiert über einen Kriegserfolg der deutschen Armee über sowjetische Angreifer. Was der Zuschauer jedoch sieht, sind junge Menschen, die zwar nicht die gleiche Sprache sprechen, aber zusammenarbeiten, um einen

Toten zu bergen, der die Nationalität des im Bericht annoncierten Siegers trägt.

Der hier augenscheinliche Widerspruch wird weiter verfolgt. Die nächste Einblendung der Radiostimme geschieht, als Igor bereits tot ist. Günter hat bei der Verleihung des Eisernen Kreuzes Zweiter Klasse gerade die Vereidigung des Volkssturms21 gesprochen, als der Abtransport des toten Igors auf einem Wagen gezeigt wird22. Dazu ist eine Meldung vom 22. März 1945 über einen Leutnant Hanstein zu hören, der sich dadurch auszeichnete, dass er in kurzer Zeit sieben Panzer abschoss. Bei der Suche nach einem „Leutnant Hanstein" stößt man heute auf einen „Leutnant Ludwig Hanstein", der im Ersten Weltkrieg kämpfte und am 21. März 1918 im Kampf starb23.

Diese Ähnlichkeit kann Zufall sein. Kein Zufall ist jedoch, dass während dieser „Ergänzung zum Wehrmachtsbericht" keine heldenhaften deutschen Soldaten gezeigt werden, sondern ein klappriger Pferdewagen, auf dem Igors Leiche gezogen wird und dem all die Jungen nachlaufen, die den Russen zuvor durch den Wald gehetzt hatten. Nach Ende des Berichts schwenkt die Kamera auf das, was zurückbleibt: Wagenspuren im Sand24. Zuvor war bereits zu einem fröhlichen Marschlied gezeigt worden, dass vier ausgewachsene Männer nötig sind, um den schlaffen Körper des jungen Igor auf den Wagen zu heben - sie wirken dabei schwach und unkoordiniert.

Die nächste Radioeinspielung wird vorgenommen, als Günter und andere Jungen eingezogen werden, obwohl sich die Nachricht über die wahrscheinliche Niederlage Deutschlands bereits verbreitet hat25. Sie kann abermals als Kontrast verstanden werden, da berichtet wird, dass der „Oberleutnant Peters" und drei andere hochrangige Männer wegen Feigheit und Dienstverletzungen hingerichtet wurden. Die Aussage wäre in diesem Fall: Obwohl bereits die hohen Ränge den Dienst verweigern, werden noch Minderjährige einberufen. Diese Deutung würde zum gesamten Charakter der Szene passen, in der auch noch durch andere Mittel die Absurdität dieser Entscheidung dargestellt wird26.

Der Vorwurf der Feigheit kann sich jedoch auch auf das beziehen, was Günter kurz zuvor zu seiner Mutter gesagt hat: Er wolle „kein Feigling"27 sein und würde deswegen in den Krieg ziehen. Sieht man ausschließlich diesen Zusammenhang, ist dieser dritte Wehrmachtsbericht eine Erklärung für Günters Verhalten: Er hat gelernt, dass Feigheit ein Verrat ist, der mit dem Tode bestraft wird. Und auch wenn er keine Angst vor dem Tode haben muss, hat er verinnerlicht, dass Feigheit somit zu den niederträchtigsten und verachtenswertesten Eigenschaften gehört.

Wahrscheinlich ist, dass der Wehrmachtsbericht in Richtung beider Deutungen, des Widerspruchs und Günters Verhalten, Einfluss auf den Zuschauer nehmen soll.

Als Günter schließlich aus der Wohnung seiner Eltern von den Russen abgeführt wird, ertönen erneut Worte darüber, dass die deutsche Wehrmacht angreifende Panzer vernichtet hat28. Die Situation auf der Leinwand offenbart jedoch etwas ganz Anderes: Einen
unterlegenen Deutschen, in dessen Heim der Feind eindringt.

Kurz vor dem Ende des Film, als Günter den Polizisten bereits erschlagen hat, wird der abschließende Wehrmachtsbericht29 eingeblendet, der kund tut, dass die deutsche Wehrmacht einer „Übermacht ehrenvoll unterlegen ist". Der Verweis auf das „spätere gerechte Urteil der Geschichte“ durch den Sprecher geht im Jubel russischer Soldaten, die aus den Häusern und an und ins Meer strömen, unter. Als der Bericht beginnt, sieht man jedoch Günter, der eigentlich im russischen Gefängnis sitzt, und Igor, der schon längst tot ist, am Strand zusammen Möwen füttern. Für die beiden hatte die Niederlage nichts ehrenvolles: Der eine ist zum Opfer geworden, der andere zum Mörder. Die Utopie der unbefangenen Freundschaft zweier Gleichaltriger, die bereits zu Beginn von „Die Russen kommen“ gezeichnet wird, ist dahin. Mit dem Füttern der Vögel baut Carow eine Brücke zu dem einzigen Punkt der Handlung, an dem sie unter anderen politischen Bedingungen möglich gewesen wäre. Als sich Günter und Igor das erste Mal am Strand trafen, der eine mit seiner Freundin tobend, der andere Möwen fütternd, hätten sie die eigentlich nicht belastete Begegnung vielleicht vertieft, wäre nicht der eine Russe, der andere Deutscher gewesen (Abbildung 1 und 2). Dass dieser gemeinsame Moment von Igor und Günter unmittelbar nach dem Mord an dem Polizisten in die Handlung eingefügt wird, könnte auch ein Symbol dafür sein, dass Igor nun durch Günters Hand Gerechtigkeit widerfahren ist.

Abbildung 1: Die Russen kommen, 1968/1987

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Die Russen kommen, 1968/1987. TC: 01:19:46.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Irritation wird in „Die Russen kommen“ also nicht nur durch Kontraste erzeugt, sondern auch durch eine große Anzahl an parallelen Bildern wie im Falle des Möwenfütterns. Viele Motive wiederholen sich, ihr Zweck wird erst durch ihre Entschlüsselung offensichtlich. Sind dem Zuschauer die Wiederholungen nicht bewusst oder gelingt es ihm nicht, sinnvolle Parallelen zu erkennen, scheinen viele Szenen und Bilder willkürlich oder rätselhaft. Die Wiederholungen bilden nicht nur ein Gerüst für den Film, sie weisen auch auf Momente des Umbruchs und fortschreitende Prozesse hin. Manche stellen auch sehr augenscheinliche

Vergleiche an.

Unmittelbar nach der Überraschungsfeier zu Ehren Günters und seinem Gespräch mit Christines Vater, seinem Lehrer, gehen Günter und Christine ins Kino, um den Propagandafilm „Kolberg" zu sehen. Abgesehen von all den anderen Informationen, die diese Szene trägt, kommt es auf der Kinoleinwand in „Kolberg" zu einer wichtigen Übereinstimmung mit einer vorherigen Äußerung Günters. Ein Kolberger, Bürger der umkämpften Stadt, die ihre Bewohner nicht aufgeben wollen, spricht mit einem Offizier. Er fragt oder sagt hilflos und nachdenklich: „Alles ist umsonst gewesen..."30. Etwas ganz Ähnliches hat der Zuschauer nur Minuten zuvor von Günter gehört, als der Lehrer ihm eröffnete, dass der Krieg verloren sei. Günter fragte: „Alles war umsonst?"31. Sowohl Günter als auch der Mann aus Kolberg sind am rechten Bildrand platziert (Abbildung 1 und 2, S. 10.). Im Kino eröffnet der Kolberger im Folgenden, dass er weiter für Kolberg kämpfen wolle, da er in der Stadt geboren sei. Der Zuschauer kann nun verstehen: Günter ist in die Ideologie, der er sich verschrieben hat, hineingeboren. Er folgt ihr bedingungslos. Trotz des Gespräches mit dem Lehrer glaubt er nach wie vor nicht an eine Niederlage Deutschlands und zieht bereitwillig in den Krieg, obwohl ihn Mutter und Freundin schützen wollen.

Auch der schrittweise Aufbau von Günters Wandlung vom folgsamen Hitlerjungen zum halluzinierenden Mörder ist an ein wiederkehrendes Bild geknüpft - an das eines liegenden Körpers (Abbildungen 1- 7, S. 11f.).

Die persönliche Verbindung zwischen Günter und Igor wird über einen am Strand angeschwemmten Leichnam hergestellt. Während die Jungen neben dem Gefallenen hocken und Igor das Ende des „Großdeutschen Reiches"32 prophezeit, ist auch das Gesicht des Soldaten zu sehen. Für Günter ist der Tote noch ein Held, der für seine Ideale gefallen ist. Der nächste hingestreckte Körper, dem Günter begegnet, ist aber bereits der Igors. Als der russische Junge nach dem Schuss zu Boden fällt, liegt er regungslos aus dem Bauch.

Sein Gesicht ist noch nicht sichtbar. Erneut liegt ein Mensch still auf der Erde, als Günter selber aus einem russischen Wagen geschleudert wird und benommen liegen bleibt. Die Explosion einer Landmine führte zu dem Unfall, den nur Günter überlebt. Dieser Moment, der auf die Sekunde genau die Mitte des Films bildet, ist für die Handlung von großer Bedeutung: Günter erhebt sich, nähert sich dem Wagen und blickt in das Gesicht eines der sterbenden Soldaten. In diesem Augenblick versteht er, was er vorher trotz aller Offensichtlichkeit nicht wahrhaben wollte. Er erkennt, dass der Krieg verloren ist, dass „die Russen kommen" und er die Verwirklichung seiner Ideale in der nationalsozialistischen Ideologie hinterfragen muss. Der weitere Prozess der Verarbeitung dieser Information geht jedoch nicht vonstatten. Nach einer kurzen Schockphase reagiert Günter auf die Neuigkeiten nur noch inadäquat. Zwar hat sich in seinem Verhalten etwas geändert, zum Beispiel scheint er plötzlich das, was der Lehrer ihm über den Wandel der Zeiten gesagt hat, verinnerlicht zu haben, als er seiner Mutter vorwirft, den Vater je nach Geschichtsverlauf zu verleugnen oder zu ihm zu stehen, doch wirkt er zunehmend verwirrt. Den sonst emotionslosen Charakter suchen oft situativ unpassende Emotionen heim, und auch die Halluzinationen und Träume nehmen zu.

Für den letzten Körper, der zu Boden geht und liegen bleibt, ist Günter schließlich selber verantwortlich. Die Beweggründe sind unklar, werden von mir aber im Kapitel 2.2. noch interpretiert. Ob aus Rachegefühlen, Verärgerung, zum Schutz des eigenen Lebens oder aus Wahnsinn, Günter erschlägt den Polizisten, der Igors Leben auf dem Gewissen hat. Daraufhin wird er mit einem Krankenwagen abtransportiert.

Das Bild des wehrlosen liegenden Körpers ist ein Bild, das sich steigert. Ist die erste Leiche noch anonym und löst bei Günter Nationalstolz über dem Gefallenen aus, ist die zweite bereits ein ihm bekannter Mensch und er in den Tod involviert. Aufgrund seiner Überzeugung lässt er keine Gefühle und Wertungen zu, es beginnen ihn jedoch Erinnerungen an den Tod heimzusuchen. Der dritte Körper, der Günter selber ist, ist am Leben, muss aber dem Tod direkt ins Auge blicken. Günter wohnt dem Todeskampf des Soldaten einige Sekunden lang bei. Dann erfolgt der erste bedeutende Umbruch in „Die Russen kommen": Derjenige, der stirbt, steht für etwas Größeres als für sich selber. Er ist ein Zeugnis dafür, dass Deutschland den Alliierten unterlegen ist. Günters Ideologie trägt nicht mehr, er kann sich nicht wie zuvor gegen Tod und Gewalt abschirmen. An diesem Punkt beginnt sein Verfall, der in der letzten toten Gestalt seine Spitze findet. Nach dem Mord am Polizisten durch Günter wird dem Zuschauer ein weiteres Beobachten durch Günters Augen verwehrt.

Günter ist zunächst überzeugt davon, dass Mord aus Recht geschieht (auch der an deutschen Soldaten, wenn sie für das Vaterland fallen), kämpft dann mit der stärker werdenden Erkenntnis, dass Recht wandelbar ist und er sich vielleicht doch schuldig gemacht hat und erliegt diesem inneren Konflikt schließlich, indem er selber zum Mörder

wird. Diese Schritte werden in den Etappen der Darstellung der vier Körper und deren traumatische Wiederholung im Traum visualisiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Der tote Soldat am Strand. TC: 00:03:26.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Igor. TC: 00:10:36

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Günter nach der Explosion. TC: 00:42:11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Der erschlagene Polizist. TC: 01:20:50.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Kopf zu Abb. 1. TC: 00:05:26.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Kopf des russischen Soldaten nach der Explosion. TC: 00:43:08.

[...]


1 Kannapin, Detlef: Antifaschismus im Film der DDR. DEFA-Spielfilme 1945 – 1955/56. Köln, 1997. S. 9, S. 21f.

2 Habel, Frank-Burkhard, Biehl, Renate: Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme: Die vollständige Dokumentation aller DEFA-Spielfilme von 1946 bis 1993. Berlin, 2001. S. 216ff.

3 Honecker, Erich (Berichterstatter): Bericht des Politbüros an die 11. Tagung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands: 15. - 18. Dez. 1965. Berlin, 1966. S. 64ff.

4 Informationen zur Filmanalyse entnommen aus Faulstich, Werner: Grundkurs Filmanalyse. 2. Auflage. Paderborn, 2008.

5 Die Russen kommen. R: Heiner Carow. Drehbuch: Claus Küchenmeister, Heiner Carow. DDR: DEFA, 1968/1987. Fassung: DVD. 96 Minuten. TC: 00:14:53.

6 Ebd., TC: 00:34:15.

7 Ebd., TC: 00:38:49.

8 Ebd., TC: 00:45:20.

9 Ich war neunzehn – Die Tage zwischen Krieg und Frieden. R: Konrad Wolf. Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase, Konrad Wolf. DDR: DEFA, 1968. Fassung: Icestorm, DVD. TC: 01:08:38.

10 Ebd., TC: 01:08:40.

11 Ebd., TC: 01:12:02.

12 Ludwig van Beethoven, 9. Sinfonie d-moll op. 125. Ebd., TC: 00:45:39.

13 Ebd. TC: 00:00:52. Gedicht im Anhang, Nr.1.

14 Ebd. TC: 00:34:00. Gedicht im Anhang, Nr. 2.

15 Richter, Egon: Ferien am Feuer. Rostock, 1975. S. 7ff. Geschichte „Die Anzeige“ im Anhang, Nr. 3.

16 Borchmeyer, Dieter: Schnellkurs Goethe. Köln, 2005. S. 15.

17 In „Ich war neunzehn“ von Konrad Wolf wird z.B. auch „Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ zitiert. Das Gedicht wird allerdings von einem Protagonisten gesprochen und ist kein Kommentar aus dem Off. Ich war neunzehn – Die Tage zwischen Krieg und Frieden. R: Konrad Wolf. Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase, Konrad Wolf. DDR: DEFA, 1968. Fassung: Icestorm, DVD. 115 Minuten. TC: 00:40:38.

18 Killy, Walther (Hrsg.): Literaturlexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache. Band 5. Gütersloh, München, 1990. S. 129ff.

19 Die Russen kommen. R: Heiner Carow. DDR, 1968/1987. TC: 01:21:28.

20 Ebd., TC: 00:02:47.

21 Lutz, Karl-Heinz, Rink, Martin, von Salisch, Marcus (Hrsg.): Reform, Reorganisation, Transformation: Zum Wandel in deutschen Streitkräften von den preußischen Heeresreformen bis zur Transformation der Bundeswehr. München, 2010. S. 243.

22 Die Russen kommen. R: Heiner Carow. DDR, 1968/1987. TC: 00:16:00.

23 Quelle: Internet, Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Hanstein

24 Die Russen kommen. R: Heiner Carow. DDR, 1968/1987. TC: 00:16:21.

25 Ebd., TC: 00:32:25.

26 Wie zum Beispiel durch das oben erwähnte Reiterlied von Friedrich Schiller, S. 7 dieser Arbeit.

27 Die Russen kommen. R: Heiner Carow. DDR, 1968/1987. TC: 00:29:23.

28 Ebd., TC: 00:57:15.

29 Ebd., TC: 01:19:54.

30 Ebd., TC: 00:26:15.

31 Ebd., TC: 00:19:28.

32 Ebd., TC: 00:04:08.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten

Details

Titel
Heiner Carows zeitungebundenes Erzählprinzip und seine Realisierung im Nachkriegsfilm "Die Russen kommen"
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Deutsche Literatur)
Note
1,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
56
Katalognummer
V295127
ISBN (eBook)
9783656934592
ISBN (Buch)
9783656934608
Dateigröße
3241 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heiner, carows, erzählprinzip, realisierung, nachkriegsfilm, russen
Arbeit zitieren
Ingeborg Morawetz (Autor), 2014, Heiner Carows zeitungebundenes Erzählprinzip und seine Realisierung im Nachkriegsfilm "Die Russen kommen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295127

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