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Der arabisch-israelische Konflikt. Der Sechstagekrieg 1967

Ein historischer Ansatz

Titel: Der arabisch-israelische Konflikt. Der Sechstagekrieg 1967

Seminararbeit , 2015 , 15 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Hans-Peter Nowak (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Ereignisse des Sechstagekrieges waren überraschend und kaum jemand hätte zu Beginn des Jahres 1967 eine derart dramatische Zuspitzung der Lage gegenüber den kleinen Brennpunkten in den israelischen Grenzgebieten erwartet. Diese Arbeit bezieht sich auf Hintergründe und ethnische Strukturen welche, eine schlagartige Trendwende begünstigt haben.

Mit Abzug der UN-Friedenstruppen standen sich Ägypten und Israel erstmals seit 1956 wieder ohne trennende Friedenstruppen gegenüber. (Vgl. Flug/Schäuble 2008: 4 ff) Hetzkampagnen gegen den israelischen Staat, verbale Attacken der arabischen Nationen und Organisationen und der drohende Vernichtungskrieg mit passiver, abwartender Haltung Israels und Eshkols trugen maßgeblich zur Eskalation bei. (Vgl. Krautkrämer 2003: 63, Louis/Shlaim 2012: 29 ff) Zudem kamen die verschiedenen Provokationen und Angriffe auf israelisches Hoheitsgebiet an der Grenze zu Syrien und im Gaza Streifen. (Vgl. Tibi 1991: 90 ff)

Die passive Haltung der Großmächte international und fehlende Diplomatie sowie Moskaus immer wieder stattfindende, aktive und passive Intervention im Nahen Osten begünstigten die arabischen Nationen als Aktion und Israel als Reaktion. (Vgl. Krautkrämer 2003: 60 ff). Israels fiktive, politische Zurückhaltung begründet durch den Verlauf des Krieges. Der Kriegsausgang war in den ersten Stunden entschieden was die Stellung gegenüber den Provokationen und der vermeintlichen Übermacht der arabischen Staaten in Frage stellt. (Vgl. Krupp 2004: 74-75) Die Ideologien des Zionismus mit internationaler Unterstützung und des Panarabismus, dieser durch fehlende Einigkeit zur Zielscheibe zionistischer Geo- und Siedlungspolitik genutzt werden konnte. (Vgl. Oren 2003: 20 ff, Chowers 2002: 590 ff)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Bezug der Arbeit

2. Das Fundament

2.1 Der Sechs-Tage-Krieg von 1967

2.2 Konfliktsituationen der Nationalismen

2.2.1 Arabischer Nationalismus

2.2.2 Zionismus

2.3 Fehlende Akzeptanz der arabischen Staaten gegenüber Israel

2.4 Arabische Bündnispolitik

2.4.1 Politische Beziehungen

2.4.2 PLO und EL-Fatah

2.5 Israelisch-syrische Grenzregionen

2.6 Die tragende Rolle Ägyptens

2.7 Bedrohungen des Staates Israel

2.8 Internationale Bezug auf den Nahostkonflikt

3. Fazit

3.1 Hintergründe die zum Ausbruch des Krieges geführt haben

3.2 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die historischen Hintergründe und die Eskalationsdynamik, die zum Ausbruch des Sechstagekrieges im Juni 1967 führten, wobei ein besonderer Fokus auf der politischen Rhetorik und den ethnischen sowie nationalistischen Spannungsfeldern der Region liegt.

  • Analyse des arabischen Nationalismus und des Zionismus als treibende Ideologien.
  • Untersuchung der arabischen Bündnispolitik und ihrer Auswirkungen auf die regionale Stabilität.
  • Bewertung der Rolle Ägyptens und der Person Gamal Abdel Nassers im Vorfeld des Krieges.
  • Darstellung der sicherheitspolitischen Bedrohungslage des Staates Israel.
  • Erörterung der internationalen Einflussfaktoren, insbesondere des Ost-West-Konflikts.

Auszug aus dem Buch

2.6 Die tragende Rolle Ägyptens

Ägypten unter der Regierung Gamal Abdel Nasser verfolgte zu Beginn seiner Amtszeit die Haltung des ägyptischen Nationalismus. Unter Führung von Nasser und Nagib fiel am 22. Juli 1952 die Regierung unter König Faruk I. via Militärputsch. Nasser wurde in Folge Premier- und Innenminister und verschrieb sich stärker dem Gedanken des Panarabismus. (Vgl. Friedrich/Wolffsohn 1996: 196) Begründend dazu publizierte er 1954 seine Gedanken der 'Philosophie der Revolution'. 17 'Früher habe er weder an die Araber noch an den Arabismus geglaubt... aber dann habe er das ganze Potential der arabischen Staaten erkannt und seine Meinung geändert.

'Formerly I believed neither in the Arabs nor in Arabism. Each time that you or someone else spoke to me of the Arabs, I laughed at what you said. But then I realized all the potential possessed by the Arab states! That is what made me change my mind!' (Karsh 2007: 152)

Sein Auftreten gleicht einer Doppelrolle, er war Führer der ägyptischen Revolution und vertrat gleichzeitig sich als zentrale Verkörperung des arabischen Nationalismus. Vgl. (Jendges 1976: 59). Auch in Ägypten flossen in Vorlauf zu 1967 durch unter staatliche Leitung gestellte Medien, vor allem Fernsehen, welches bis dato in Israel noch nicht verfügbar war, Reden und Propaganda an die breite Masse. Durch die aufkommende, panarabische Stimmungslage stilisierte Nasser zu einer Art Führer der gesamt arabischen Bewegung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung des Sechstagekrieges für die Strukturen des Nahen Ostens und definiert den Fokus auf die Hintergründe der Eskalation von 1967.

2. Das Fundament: Dieses Kapitel analysiert die zentralen Faktoren des Konflikts, darunter Nationalismen, Bündnisstrukturen und die sicherheitspolitische Bedrohungslage Israels, sowie die internationale Einbettung des Konflikts.

3. Fazit: Das Fazit fasst die eskalierenden Faktoren zusammen und reflektiert die Rolle der Kriegsrethorik sowie die langfristigen Folgen der Sueskrise und des Sechstagekrieges.

Schlüsselwörter

Sechstagekrieg, Naher Osten, Gamal Abdel Nasser, Panarabismus, Zionismus, Israel, Ägypten, Palästinensische Befreiungsorganisation, Bündnispolitik, Kalter Krieg, Sicherheitspolitik, Eskalation, Nahostkonflikt, Unabhängigkeitskrieg, territoriale Expansion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historischen Rahmenbedingungen und die Entwicklung der Spannungen, die letztlich zum Ausbruch des Sechstagekrieges im Juni 1967 führten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Rolle der Nationalismen (Panarabismus und Zionismus), die arabische Bündnispolitik, der sicherheitspolitische Druck auf Israel und die internationalen Machtverhältnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Kausalität der Ereignisse und die schlagartige Trendwende im Frühjahr 1967 durch die Analyse ethnischer und politischer Strukturen zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem historischen Ansatz, der auf der Analyse von Fachliteratur, offiziellen Dokumenten und zeitgenössischen politischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Sechs-Tage-Krieges, der ideologischen Grundlagen des arabischen Nationalismus und Zionismus, der Rolle Ägyptens, sowie der sicherheitspolitischen Herausforderungen für den israelischen Staat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Sechstagekrieg, Panarabismus, Zionismus, Nasser, Nahostkonflikt und Bündnispolitik.

Welche Bedeutung hatte die Blockade der Meerenge von Tiran für den Kriegsverlauf?

Die Blockade durch Ägypten wurde als weitgehende Provokation gegen Israel gewertet und trug maßgeblich zur Eskalation und dem folgenden israelischen Präventivschlag bei.

Inwiefern beeinflusste die Sowjetunion die Spannungen vor dem Krieg?

Die Sowjetunion unterstützte die arabischen Staaten militärisch und politisch, agierte teilweise als Informant Nassers und verstärkte durch ihre pro-arabische Politik die regionale Polarisierung.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der arabisch-israelische Konflikt. Der Sechstagekrieg 1967
Untertitel
Ein historischer Ansatz
Hochschule
Hochschule für Politik München
Note
1,4
Autor
Hans-Peter Nowak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V295166
ISBN (eBook)
9783656929765
ISBN (Buch)
9783656929772
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sechstagekrieg Naher Osten PLO Fatah 1967 Israel Ägypten Nasser
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hans-Peter Nowak (Autor:in), 2015, Der arabisch-israelische Konflikt. Der Sechstagekrieg 1967, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295166
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Leseprobe aus  15  Seiten
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