Ein bedeutsamer Grund für die Entwicklung des Modejournalismus sind die Eigenschaften des Web2.0. Über verschiedene Plattformen können Internetnutzer Inhalte selbst produzieren, publizieren und kommentieren. Dabei können sie sich durch Verlinkungen vernetzen und ihre Inhalte somit an eine breite Öffentlichkeit weltweit richten.
Zunächst soll festgestellt werden, was Journalismus eigentlich ist. Dafür wird eine kurze Einführung in die Wissenschaft der Journalistik gegeben. Anschließend wird aufgezeigt, wie das Berufsbild des Journalisten definiert ist, um daraufhin zu analysieren, in welcher Form der Journalismus mit dem Aufkommen der neuen technischen Möglichkeiten durch das Web2.0 umgeht. Resultierend aus den Forschungsergebnissen soll ein Vergleich zwischen dem herkömmlichen Journalismus und dem Modejournalismus gezogen werden. Anschließend wird die Geschichte des Modejournalismus näher betrachtet und erläutert, um weitere Schlüsse über den Forschungsstand der Modeberichterstattung zu ziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1 Definition des Journalismus
2.2. Journalismus im Wandel
2.3 Informationsbeschaffung im Zeitalter des Web2.0
3. Der Modejournalismus
3.1 Verortung in den Fachjournalismus
3.2 Definition der Mode
3.3 Definition des Modejournalismus
4. Fazit und Ausblick
5. Literaturverzeichnis und weiterführende Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Modeberichterstattung unter dem Einfluss des Web 2.0. Dabei wird analysiert, wie sich das Berufsbild des Journalisten durch neue digitale Möglichkeiten verändert hat und welchen Stellenwert moderne Blog-Formate im Vergleich zum klassischen Modejournalismus einnehmen.
- Grundlagen des Journalismus als Kommunikationsprozess
- Die Auswirkungen der Digitalisierung und des Web 2.0
- Methodik der journalistischen Informationsbeschaffung
- Definition von Mode und Modejournalismus
- Der Einfluss von Weblogs auf die aktuelle Modeberichterstattung
Auszug aus dem Buch
2.3 Informationsbeschaffung im Zeitalter des Web2.0
Das Wort Recherche kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie nachforschen, untersuchen und erforschen (vgl. von La Roche 1999, 16). In den Anfängen des Journalismus, zur Entstehung der ersten Zeitung, hatte die Arbeit der Journalisten wenig mit der Recherche zu tun, wie bereits im vorangegangenen Kapitel erläutert wurde. In der weiteren Entwicklung wurden Nachrichten weiterhin ohne Recherche verbreitet und kommuniziert. Das komplizierte Geflecht aus Medien, Staat und Politik erlaubte keinen Spielraum Nachrichten zu hinterfragen.
Erst Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Deutschland mit dem Novum des Generalanzeigers, eine Massenpublikation, eine Art Recherche. Haller (2008, 21) sieht die enthüllenden Polizeigeschichten im Berliner Tagblatt von 1872 als beispielhafter Anfang der journalistischen Recherche in Deutschland. (vgl. Haller 2008, 20 f.) Aufgrund fehlender technischer Hilfsmittel beliefen sich damalige Recherchen hauptsächlich auf Beobachtungen und Befragungen von Reportern oder anderen teilhabenden Personen.
Aufdeckende Reportagen über Missstände in der Gesellschaft fanden Anfang des 20. Jahrhunderts zunehmenden Anklang und recherchierende Reporter gerieten durch Enthüllungsgeschichten mitunter in die Kritik der Politik. (vgl. Haller 2008, 23 f.) Nach der Verfremdung der Nachrichtenberichterstattung durch Propaganda zu Zeiten des ersten und zweiten Weltkrieges, fand die Berichterstattung zwar wieder zurück zu ihrem Ursprung, jedoch wurde der Recherche auch zukünftig kein hoher Stellenwert zugesprochen. Erst dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ ist es laut Haller (2008, 31) zu verdanken, dass Nachrichten und Quellen im Nachkriegsdeutschland hinterfragt und skeptisch beleuchtet wurden. (vgl. Haller 2008, 32 f.) Mit seinen Enthüllungen und stets kritischen Auseinandersetzungen zu gesellschaftspolitischen Themen blieb der Spiegel lange Zeit das einzige kritische Nachrichtenmagazin in Deutschland und das „Sinnbild des kritischen Journalismus“ (Haller 2008, 32).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des Wandels der Modeberichterstattung durch das Web 2.0 ein und stellt die zentrale Problemstellung sowie den Forschungsgegenstand der Arbeit vor.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Journalismus, beschreibt den journalistischen Wandel im digitalen Zeitalter und analysiert Methoden der Informationsbeschaffung.
3. Der Modejournalismus: Dieser Abschnitt ordnet den Modejournalismus in den Fachjournalismus ein, definiert den Modebegriff und beleuchtet die Geschichte sowie Arbeitsweisen von Modejournalisten.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Relevanz von Weblogs zusammen und bestätigt die Bedeutung des Internets als integralen Bestandteil moderner Recherche- und Publikationsprozesse.
5. Literaturverzeichnis und weiterführende Literatur: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendeten Quellen sowie ergänzende Literatur für eine vertiefende Recherche zum Thema auf.
Schlüsselwörter
Modejournalismus, Web 2.0, Online-Journalismus, Informationsbeschaffung, Blogwriting, Recherche, Fachjournalismus, Digitale Medien, Modeberichterstattung, Journalistik, Öffentlichkeitsarbeit, Medienwandel, Kommunikationsprozess, Fashion-Blogs, Internet.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Wandel in der Modeberichterstattung, der durch die Entstehung des Web 2.0 und die damit verbundenen technischen Neuerungen sowie die neuen Mitmach-Möglichkeiten für Internetnutzer ausgelöst wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Journalismus, die Methoden der journalistischen Recherche, die Definition von Mode sowie die spezifische Arbeitsweise und Entwicklung des Modejournalismus im digitalen Zeitalter.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das journalistische Feld der Modeberichterstattung zu präzisieren und zu untersuchen, welche Rolle und Relevanz Modeblogs als neue Darstellungsform und Informationsquelle für professionelle Journalisten heute spielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine wissenschaftliche Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu Journalismus, Modeberichterstattung und Internet-Recherche systematisch aufzuarbeiten und in Bezug auf das Web 2.0 zu reflektieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil wird zunächst der Journalismus als Kommunikationsprozess definiert, anschließend erfolgt eine tiefe Analyse des Modejournalismus, seiner Geschichte, sowie der veränderten Anforderungen an Moderedakteure und Journalisten durch digitale Plattformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Modejournalismus, Web 2.0, Online-Recherche, Blogwriting und den Strukturwandel journalistischer Arbeitsweisen geprägt.
Welche Rolle spielt die Recherche im Wandel der Zeit laut der Autorin?
Die Recherche hat sich laut der Autorin von einer einfachen Informationsverbreitung hin zu einer hochgradig kritischen Tätigkeit entwickelt, die durch das Web 2.0 zwar erleichtert wurde, aber aufgrund von Informationsflut und Glaubwürdigkeitsrisiken an Sorgfaltspflicht gewonnen hat.
Wie unterscheiden sich Modeblogs vom klassischen Journalismus?
Während klassischer Journalismus auf etablierten redaktionellen Strukturen basiert, zeichnen sich Modeblogs durch eine stärkere Subjektivität, einen direkten Dialog mit den Lesern und eine Partizipation aus, die jedoch oft die Grenze zwischen journalistischem und nicht-journalistischem Inhalt verschwimmen lässt.
- Citation du texte
- Anne-Kathrin Strauss (Auteur), 2012, Modejournalismus in der Zeit des Web 2.0, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295199