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Der Orchestralklang im "Ring des Nibelungen"

Ein Klangbild im Wandel

Titre: Der Orchestralklang im "Ring des Nibelungen"

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 33 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Susanne Becker (Auteur)

Musicologie - Divers
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„Wagners Musik bietet melodisch weniger feste, greifbare und voraushörbare Syntax, als damals erwartet wurde.“ Trotzdem gelang es ihm, einen mehrere Tage dauernden Opernzyklus zu komponieren, wobei er sich insgesamt einer neuartigen, schwer nachsingbaren Linearität bediente. Doch wie erreichte er diese „Gesamtmelodie“? Und welche Elemente spielen darüber hinaus für den häufig mystifizierten Ring-Klang eine tragende Rolle?
Diesen Fragen will die vorliegende Arbeit nachgehen und dazu an erster Stelle die äußeren Voraussetzungen für die Klangbilder im Ring betrachten. Dazu werden die Orchesterbesetzung, die Neuschaffung verschiedener Instrumente, die Instrumentationstechnik Wagners sowie der Parameter Raum genauer untersucht. In einem zweiten Schritt rückt die innere Gestaltung des Ring-Klangs auf allgemeiner satztechnischer Ebene in den Fokus, bevor gezielt der Frage nachgegangen wird, in wieweit sich der Ring-Klang in den Jahren seiner Komposition verändert hat. Dazu werden Beispiele aus dem Rheingold als Ausgangsklang, dem Vorspiel zum dritten Aufzug des Siegfried als erstes Stück in einem neuen Kompositionsstil und schließlich die Götterdämmerung als Zielklang Wagners näher untersucht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die äußeren Voraussetzungen des Ring-Klangs

2.1 Besetzung

2.2 Besondere Instrumente

2.3 Instrumentation

2.4 Raum

3 Die innere Gestaltung des Ring-Klangs

3.1 Die Architektur des Klangs auf satztechnischer Ebene

3.2 Der Ring-Klang im Wandel

3.2.1 Das Rheingold - Der Ausgangsklang

3.2.2 Siegfried - Die Schaffenskrise als Zeit des Umbruchs

3.2.3 Götterdämmerung - Der Zielklang

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Gestaltung des Orchesterklangs im Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner. Dabei steht die Frage im Zentrum, durch welche äußeren Voraussetzungen und inneren kompositorischen Prinzipien die vielfältigen Motive zu einem kohärenten „Ring-Klang“ verschmelzen und wie sich dieser Klang über den langen Zeitraum der Entstehung des Zyklus hinweg gewandelt hat.

  • Materialität der Musik: Orchesterbesetzung und Instrumentenbau
  • Einfluss des Raumes auf die Klangwahrnehmung
  • Die „Texturtechnik“ als zentrales Kompositionsprinzip
  • Vergleich der Klangentwicklung zwischen Rheingold, Siegfried und Götterdämmerung

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Siegfried – Die Schaffenskrise als Zeit des Umbruchs

Nach der Fertigstelleng der Walküre unterbrach Wagner seine Arbeit am Siegfried mehrmals. Besonders nach dem Abschluss der ersten beiden Aufzüge 1857 stagnierte die Komposition als Folge der Unmöglichkeit, das Gesamtkunstwerk des Ring „auf dem Stand seiner künstlerischen Entwicklung im Jahr 1857 wirklich – und nicht bloß mechanisch – zu Ende auszuführen.“ Anstelle der Fortsetzung seines Zyklus wendete sich Wagner nun der Komposition von Tristan und Isolde und den Meistersinger von Nürnberg zu. Trotzdem nahm er auch hin und wieder sporadisch die Arbeit am Siegfried wieder auf, woraufhin sich die Werke dieser Zeit wechselseitig beeinflussten.

Ab 1869 komponierte Wagner, gereift durch die Zeit, wieder kontinuierlich am dritten Aufzug des Siegfried. Der Wandel in seiner Künstlerpersönlichkeit vom um Realismus bemühten, triebhaft leidenschaftlichen Schöpfer von Rheingold, Walküre und den ersten beiden Siegfried-Aufzügen zum distanziert gestaltenden „Meister“ war von nun an durch eine veränderte Werkgestalt in der Musik nach seiner Krise zu erkennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung zur Entstehung des spezifischen Ring-Klangs ein und definiert das methodische Vorgehen unter Einbeziehung relevanter Forschungsliteratur.

2 Die äußeren Voraussetzungen des Ring-Klangs: Dieses Kapitel analysiert die physischen Faktoren wie Orchesterbesetzung, spezifische Instrumentenentwicklungen und die Rolle des Raumes für das Klangbild.

3 Die innere Gestaltung des Ring-Klangs: Hier wird das kompositorische „Texturprinzip“ erläutert und die historische Wandlung des Klangs von den Anfängen im Rheingold bis zum Abschluss in der Götterdämmerung nachgezeichnet.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Entwicklung des Orchestersatzes zusammen und benennt Potenziale für weiterführende musikwissenschaftliche Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Richard Wagner, Der Ring des Nibelungen, Orchesterklang, Instrumentation, Texturtechnik, Wagnertuba, Leitmotivik, Gesamtklang, Klangdramaturgie, Gesamtkunstwerk, Musikwissenschaft, Kompositionsgeschichte, Klangschichtung, Unendliche Melodie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Richard Wagner den Orchesterklang in seinem Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ gestaltet und entwickelt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung gliedert sich in äußere Voraussetzungen wie Besetzung und Instrumentenbau sowie innere, kompositorische Aspekte, insbesondere die sogenannte Texturtechnik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung des Ring-Klangs über den Zeitraum von über 25 Jahren zu analysieren und zu erklären, wie Wagner zu einem einheitlichen Gesamtklang fand.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine musikwissenschaftliche Analyse unter Heranziehung von Sekundärliteratur (insbesondere Tobias Janz) sowie auf eine exemplarische Betrachtung spezifischer Partiturausschnitte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Instrumentierung, die räumliche Wirkung des Orchesters sowie die satztechnische Entwicklung anhand der Werke Das Rheingold, Siegfried und Götterdämmerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Instrumentation, Texturtechnik, Klangschichtung, Wagner und der Ring des Nibelungen.

Warum ist die Wagnertuba für den Klang des Rings bedeutsam?

Sie wurde konstruiert, um die klangliche Lücke zwischen Waldhorn und Posaune zu schließen und trug maßgeblich zur neuen Vielfarbigkeit des Ring-Orchesters bei.

Wie unterscheidet sich der Klang in der Götterdämmerung von den vorherigen Teilen?

Der Klang erreicht hier eine dunklere Farbe; Wagner nutzt zudem das „Abschleifen“ von Motiven, um früheres Material bruchlos in seinen weiterentwickelten Stil zu integrieren.

Welche Rolle spielt das „Texturprinzip“?

Es fungiert als Gegenpol zur thematischen Arbeit, indem Motive innerhalb einer Textur über- oder untergeordnet werden, um eine fließende Klangstruktur zu erzeugen.

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Résumé des informations

Titre
Der Orchestralklang im "Ring des Nibelungen"
Sous-titre
Ein Klangbild im Wandel
Note
2,3
Auteur
Susanne Becker (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
33
N° de catalogue
V295253
ISBN (ebook)
9783656935711
ISBN (Livre)
9783656935728
Langue
allemand
mots-clé
orchestralklang ring nibelungen klangbild wandel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Susanne Becker (Auteur), 2015, Der Orchestralklang im "Ring des Nibelungen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295253
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Extrait de  33  pages
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