Die Unternehmen haben zur Kenntnis genommen, dass der Verbraucher nicht mehr willenlos wie vielleicht noch vor zehn Jahren den Werbebotschaften der Industrie folgt. Genau hier setzen Events an. Dabei soll durch die Gestaltung emotionaler Erlebniswerte die wahrgenommene Lebensqualität des Konsumenten gesteigert werden. Anhand dieser Arbeit soll geklärt werden, ob Eventmarketing tatsächlich als fester Bestandteil der Kommunikationspolitik von Unternehmen Bestand hat oder ob es sich hier um eine Art Modeerscheinung handelt, die sich nicht in den klassischen Marketing-Mix3 von Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik integrieren lässt. Dabei soll im Kapitel 2 zunächst speziell die Kommunikationspolitik im Rahmen des Marketing-Mix vorgestellt und die jeweiligen Ziele und Aufgaben definiert werden. Im dritten Abschnitt wird das Eventmarketing und die Möglichkeit einer integrierten Unternehmenskommunikation anhand verschiedener Eventformen dargestellt. Zuletzt soll im vierten Kapitel auf die Zukunft des Eventmarketing und neue Formen gerade im Online- Bereich eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vorstellung der Kommunikationspolitik im Rahmen des Marketing-Mix
2.1. Grundlagen der Kommunikationspolitik
2.2. Veränderte Rahmenbedingungen des Marketing
2.3. Formen der Kommunikationspolitik
3. Eventmarketing
3.1. Was sind eigentlich Events?
3.1.1. Begriffserklärung und Definition des Eventmarketing
3.2. Rahmenbedingungen für das Eventmarketing
3.2.1. Gesellschaftliche Bedingungen
3.2.2. Kommunikationsbedingungen
3.2.3. Marktbedingungen
3.3. Ziele für das Eventmarketing
3.3.1. Ökonomische Ziele
3.3.2. Die Kontaktherstellung
3.3.3. Psychologische Kommunikationsziele
3.4. Die Rolle des Eventmarketing in der Unternehmenskommunikation
3.4.1. Die interinstrumentelle Integration
3.4.2. Die intrainstumentelle Integration
3.5. Verschiedene Formen des Eventmarketing im Verbund mit anderen Kommunikationsinstrumenten
3.5.1. Eventformen
4. Zukunft des Eventmarketing
5. Fazit/ Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht, ob Eventmarketing als fester Bestandteil der Kommunikationspolitik von Unternehmen etabliert ist oder lediglich als temporäre Modeerscheinung gilt. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Events zur erlebnisorientierten Kommunikation in einem gesättigten Markt beitragen können.
- Grundlagen der Kommunikationspolitik im Marketing-Mix
- Analyse veränderter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen
- Definition und Wirkungsweise von Eventmarketing
- Strategische Integration von Events in die Unternehmenskommunikation
- Zukunftsperspektiven und neue Formen, insbesondere im Online-Bereich
Auszug aus dem Buch
3.1. Was sind eigentlich Events?
Besondere Ereignisse wurden seit Menschengedenken dazu genutzt, die jeweilige „Stammesphilosophie“ fest in der Gemeinschaft zu verankern, um so die Identität der Stammesangehörigen mit dem Stamm zu verstärken, nach außen eine mutige Einsatz- und Verteidigungs- und nach innen eine offene Dialogbereitschaft zu gewährleisten. Event heißt in seiner ursprünglichen Bedeutung nicht nur „Veranstaltung“, sondern auch „Ereignis“, „Einmaligkeit“ und „Sensation“. Diese Mehrdeutigkeit rechtfertigt es, den Anglizismus ohne schlechtes deutsches Sprachgewissen zu verwenden. Der inflationäre Gebrauch des Wortes ist allerdings ein Problem. Alles was auch nur im entferntesten den Anschein eines Ereignisses hat, wird damit etikettiert.
Vorab ist festzuhalten, dass der Begriff des Events nicht eine objektiv messbare Eigenschaft beschreibt, sondern der Eventcharakter einer Veranstaltung oder eines Ereignisses subjektiv ist: Das Event entsteht im Kopf desjenigen, der es erlebt. Zum Ereignischarakter einer Veranstaltung kommen laut Holzbauer (2002), noch weitere Aspekte hinzu: Erinnerungswert, Einmaligkeit, keine Routine, Aktivierung der Teilnehmer, Planung, Organisation und Inszenierung, Vielfachheit von Ereignissen, Medien und Wahrnehmungen sowie das Event aus Sicht des Teilnehmers.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Konsumgewohnheiten und die Suche der Unternehmen nach neuen Wegen der Kommunikation durch Erlebnisorientierung.
2. Vorstellung der Kommunikationspolitik im Rahmen des Marketing-Mix: Dieses Kapitel definiert die Kommunikationspolitik als Teil des Marketing-Instrumentariums und geht auf den Bedeutungswandel hin zu einer integrierten Unternehmenskommunikation ein.
3. Eventmarketing: Dieser Hauptteil widmet sich der Definition, den Rahmenbedingungen, den Zielsetzungen und der methodischen Einbindung von Events in die Kommunikationsstrategie.
4. Zukunft des Eventmarketing: Es wird die zunehmende Bedeutung von Events analysiert, insbesondere im Kontext der Digitalisierung und der Ergänzung von Live-Kommunikation durch neue Medien.
5. Fazit/ Schlussbetrachtung: Das Fazit bestätigt, dass Eventmarketing aufgrund der Bedürfnisse nach authentischem Erleben und direkter Kommunikation einen festen Platz im modernen Marketing-Mix einnimmt.
Schlüsselwörter
Eventmarketing, Kommunikationspolitik, Marketing-Mix, Erlebniskonsum, Unternehmenskommunikation, Zielgruppen, Markenführung, Integrierte Kommunikation, Eventmanagement, Kundenbindung, Erlebnisorientierung, Informationsüberlastung, Verdrängungswettbewerb.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Rolle des Eventmarketing als Instrument der Kommunikationspolitik in einem zunehmend gesättigten und durch Informationsüberlastung geprägten Markt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen den Marketing-Mix, die psychologischen Aspekte von Events, die notwendige Integration von Kommunikationsinstrumenten und die gesellschaftliche Veränderung hin zum Erlebniskonsum.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu klären, ob Eventmarketing ein strategisch bedeutsamer Bestandteil der Unternehmenskommunikation ist oder nur eine kurzfristige Erscheinung.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung von Fachstudien zu Marketing- und Kommunikationsstrategien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Definitionen von Events, deren ökonomische und psychologische Ziele sowie die verschiedenen Formen der Integration in bestehende Unternehmenskonzepte detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Eventmarketing, Integrierte Unternehmenskommunikation, Erlebniskonsum, Kundenbindung und Markenführung.
Wie unterscheiden sich Events von klassischen Veranstaltungen?
Ein Event zeichnet sich laut Text durch eine subjektive Erlebniskomponente aus, die im Kopf des Teilnehmers entsteht und eine aktive Einbindung sowie emotionale Aktivierung voraussetzt.
Welche Rolle spielen neue Medien für das Eventmarketing?
Neue Medien ergänzen klassische Events durch Online-Registrierungen, Web-Übertragungen oder spezielle Online-Inszenierungen, wobei sie den direkten Kontakt und authentische Erlebnisse als Basis nicht ersetzen können.
- Quote paper
- Thomas Spörrer (Author), 2003, Eventmarketing als fester Bestandteil der Kommunikationspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29528