Angebot und Verwendung von Fair-Trade-Produkten in der Gastronomie in Bremen


Wissenschaftliche Studie, 2012

15 Seiten, Note: 2,1


Leseprobe

Inhalt

1. Problemstellung

2. Forschungsziele

3. Forschungsablauf

4.1 Küche
4.2 Größe und Preis
4.3 Alter und Ausrichtung der Gäste
4.4 Motivatoren und Hemmnisse bei der Verwendung von Fair-Trade Produkte

5. Darstellung der entscheidenden empirischen Befunde

6. Interpretation der Ergebnisse

Tabellen

1. Problemstellung

Die Möglichkeiten des weltweiten Warentransports verändern die Welt, indem wir unsere Waren aus allen Ländern dieser Erde beziehen können. Dadurch tritt der einzelne Produzent in den entsprechenden Herkunftsländern in den Hintergrund, da dem einzelnen Verbraucher in Deutschland eine Rückverfolgung zum Hersteller nicht möglich ist. Daraus resultiert eine Abhängigkeit des Produzenten zum Abnehmer seiner Produkte, der ihn meistens nicht ausreichend bezahlt.

Der Gedanke des Fair-Trades nimmt dieses Ungleichgewicht auf und versucht mit einem kontrollierten Handel für eine ausreichende Bezahlung der Erzeuger zu gewährleisten. Diese Produkte werden mit einem Siegel versehen, um auf den fairen Handel dieser Produkte aufmerksam zu machen. Diese werden dann über „Eine Welt-Läden“, Reformhäuser oder in Supermärkte distribuiert. Auch die Restaurantbetreiber sind eine wichtige Zielgruppe für Fair-Trade Produkte, da sie als Verwender und Schnittstelle zum Konsumenten als Kommunikationsagenten des Fair-Trade Gedankens fungieren.

Wie ist aber die Situation in der Gastronomie in Bremen, mit dem Hintergrund, dass Bremen „Die Hauptstadt des fairen Handels 2011“ geworden ist? Hat sich der Fair-Trade Gedanke auch in den Köpfen der bremischen Restaurantbesitzer verankert? Verwendet die Gastronomie ebenfalls fair gehandelte Produkte in der Küche?

2. Forschungsziele

Das Ziel unserer Marktforschung ist eine Analyse der Angebotsstrukturen im Bezug auf die Verwendung von Fair-Trade Produkten in der Bremer Gastronomie. Im Vordergrund stand dabei die Herausarbeitung von Motivatoren und Hemmnisfaktoren für das Angebot von Fair-Trade Produkten in den Restaurants. Hierbei soll untersucht werden, ob bestimmte Merkmale wie die Größe, die Küche, die Preisklasse oder die Kundenstruktur der Restaurants auf ein Angebot der untersuchten Produkte gibt und welche Einstellung der Gastronom zum Thema Fair-Trade besitzt. Des Weiteren sollen die Marktforschungsergebnisse eine Grundlage bieten, um eventuelle Marketingmaßnahmen zu entwickeln. Es soll festgestellt werden, was fehlt bzw. wo noch mal angesetzt werden muss.

3. Forschungsablauf

In dem Zeitraum vom 16. April bis zum 11. Juni 2012 haben wir uns mit dem Thema „Fair-Trade Produkte in der Gastronomie in Bremen“ beschäftigt und Hintergrundinformationen aus dem Internet, Büchern, Prospekte und weitere Medien zusammengestellt. Des Weiteren wurden Marktforschungsgruppen gebildet und jede Gruppe stellte anhand der gewonnenen Kenntnisse und Informationen mögliche Fragestellungen zusammen, welche sich für einen Fragebogen eigneten. In einer Plenumsveranstaltung wurde dann eine standardisierten Fragebogen zum Thema „Verwendung und Angebote von Fair-Trade Produkte in der bremischen Gastronomie“ zusammengestellt. Dieses war nötig, um die Ergebnisse der verschiedenen Gruppen miteinander vergleichbar machen zu können. Nach einem Pre-Test in einem Restaurant konnte ermittelt werden, dass der Fragebogen verständlich ist und die Problemstellung erfasst wurde.

Nach dieser Veranstaltung im Plenum begann die zwei wöchige Feldphase, welche vom 11.06.2012 bis zum 22.06.2012 andauerte. Die zu befragenden Restaurants wurden dann je nach Stadtteil in Bremen der Grundgesamtheit des Telefonbuches auf der Internetseite www.telefonbuch.de entnommen. Unserer Gruppe wurden dann fünf Stadtteile von Bremen zugeteilt (Burglesum, Vegesack, Obervieland, Neustadt und der östlichen Vorstadt (Abb.1) mit einer Grundgesamtheit von 108 Restaurants, die wir innerhalb dieser zwei Wochen befragen mussten. Bei dieser Befragung handelte es sich um eine Vollerhebung innerhalb der Stadtteile. Diese wurde Face-to-Face an verschiedenen Tagen durchgeführt und die gewonnenen Ergebnisse in das Statistikprogramm SPSS übertragen und ausgewertet. Die Auswertung erfolgte durch Nutzung der Häufigkeitsmethode und die Verwendung von Mittelwerten um Tendenzen in einer Likert-Skala darzustellen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

Abb. 1: Bremen unterteilt in Stadtteile (aus: http://www.dielinke-bremen.de/uploads/pics/landbremen1_03.gif)

4.1 Küche

Um festzustellen, ob eine bestimmte Küche vermehrt Fair-Trade Produkte verwendet, wurde dieses Feld in vier Kategorien unterteilt. Denn die Art der Zubereitung könnte eine Auswirkung auf das Nutzen von Fair-Trade Produkten in der Gastronomie haben.

Die Unterteilung erfolgte in deutsche Küche, d. h. gutbürgerliche und traditionelle deutsche Gerichte auf der Speisekarte, in asiatische Küche, d. h. chinesische, orientalische oder thailändische Restaurants, in mediterrane Küche, wie italienische, griechische, slawische oder spanische Küche und in Sonstige. Unter Sonstige fallen alle Restaurants, die nicht in die oben genannten Kategorien fallen, wie Bistroküche, Imbiss betriebe oder russische Küche.

4.2 Größe und Preis

Bei der Befragung wurden die gastronomischen Betriebe je nach Sitzplatzanzahl klassifiziert. Die unterschiedlichen Kategorien gliedern sich wie folgt auf:

1. 0-10 Sitzplätze

2. 11-20 Sitzplätze

3. 21-30 Sitzplätze

4. 31-40 Sitzplätze

5. 41-50 Sitzlätze

6. 51 und mehr Sitzplätze

Diese genaue Unterteilung der Betriebe soll ebenfalls dem Ziel dienen eine gegebenenfalls unterschiedliche Verwendung der Fair-Trade Produkte nach der Größe der Restaurants herauszuarbeiten.

Um zu untersuchen, ob teure Restaurants eher Fair-Trade Produkte verwenden wurde der Preis für ein Glas Cola (0,3 l) und das teuerste Hauptgericht erfasst.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Angebot und Verwendung von Fair-Trade-Produkten in der Gastronomie in Bremen
Hochschule
Hochschule Bremen  (Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Marktforschung
Note
2,1
Autor
Jahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V295305
ISBN (eBook)
9783656931645
ISBN (Buch)
9783656931652
Dateigröße
585 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Markt, Untersuchung, Fair-Trade, Bremen, Gastronomie
Arbeit zitieren
Sergej Belsch (Autor), 2012, Angebot und Verwendung von Fair-Trade-Produkten in der Gastronomie in Bremen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295305

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