Das 2003 von Lars Hinrichs in Hamburg gegründete Unternehmen ist mit Börsengang im Jahr 2006 zur XING AG gestaltet worden. XING AG betreibt eine der führenden Websites für Professional Networking im deutschsprachigen Raum. Heute nutzen mehr als 14 Mio. Mitglieder die Internet-Plattform weltweit für Geschäft, Job und Karriere, davon 7 Mio. aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die internationale, mehrsprachige, internetbasierte Plattform ist zu eine „Beziehungsmaschine“ geworden, die ihren Mitgliedern diverse Möglichkeiten bittet, wie z.B. neue geschäftliche Kontakte zu knüpfen, bestehende Kontakte aufrechtzuerhalten sowie Meinungen und Informationen auszutauschen. Des Weiteren können bei XING nicht nur einzelne Nutzer ein eigenes Profil von sich anlegen sondern auch Unternehmen. Dort können sie ihr Fachpersonal/Talente selber suchen, Stellenangebote einstellen, Veranstaltungen organisieren und sich an verschiedenen Diskussionen in Fachgruppen beteiligen.
Aktuell befindet sich das Unternehmen in der wirtschaftlichen Aufschwungsphase und steigert kontinuierlich sein Umsatz von Jahr zu Jahr. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 können 571 Mitarbeiter und ein Umsatz von 84,8 Mio. € festgehalten werden sowie ein positives operatives Cashflow i.H.v. 23,8 Mio. €. Auch die XING-Aktie hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2013 positiv entwickelt. So ist die XING-Aktie mit einem Kurs von 74,40 € am 31.12.2013 aus dem Handel gegangen und ist mit 78% deutlich höher ausgefallen als im Jahr 2012 (41,87 €).
Inhaltsverzeichnis
1. Unternehmenshintergrund der XING AG
2. Analyse der Ertragslage
2.1 Jahresergebnisbereinigung
2.2 Umsatzaufteilung nach Produkten und Regionen
3. Analyse der Finanz- und Vermögenslage
4. Prognose
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die wirtschaftliche Lage der XING AG im Zeitraum von 2011 bis 2013 fundiert zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf der Bereinigung von Bilanzkennzahlen liegt, um eine realistische Einschätzung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenssituation zu ermöglichen sowie eine Prognose für das Folgejahr abzuleiten.
- Detaillierte Analyse der Ertragslage unter Berücksichtigung bereinigter Jahresergebnisse
- Untersuchung der Umsatzentwicklung nach Segmenten und Produktsparten
- Bewertung der Finanz- und Vermögenslage anhand von Kennzahlen wie Eigenkapital- und Anlagenintensität
- Durchführung einer Fundamentalanalyse zur Bewertung der XING-Aktie
- Prognose des zukünftigen Wachstums und operative Ausblick
Auszug aus dem Buch
2. Analyse der Ertragslage
Betrachtet man die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns, so stellt man fest, dass der Personal- und Marketingaufwand sowie die sonstige betriebliche Aufwendungen den größten Posten darstellen. Der Personalaufwand machte im Jahr 2013 42,2% der Gesamtleistung aus. Zum Ende des Berichtsjahres (2013) ist die Zahl der Angestellten gestiegen von 513 (Stand:2012) auf 571, dieses entspricht einem Zuwachs von 58 Mitarbeitern zum Vorjahr. Entsprechend erhöhte sich der Personalaufwand von 31,1 Mio. € in 2012 auf 35,8 Mio. € im Berichtszeitraum. Wenn man die Veränderung des Personalaufwands innerhalb der letzten drei Jahre (2011-2013) genau beobachtet, ist dieser um 52,1% angestiegen. Der Anstieg kann unteranderem durch den Kauf von der amiando AG (München/Deutschland) im Jahr 2010 und dem Kauf der kununu GmbH (Wien/Österreich) im Jahr 2013 erklärt werden. Im Zusammenhang mit der Geschäftsausweitung, dem damit verbundenen anhaltenden Zuwachs von neuen Kundenstämmen und der Zunahme von Entwicklung der Plattform und der Software hat sich auch die Anzahl der Mitarbeiter deutlich erhöht. Um das Umsatzwachstum weiterhin generieren zu können, war der Anstieg des Personalaufwandes somit notwendig. Ein weiterer Grund für den Anstieg können aber auch die im Zeitverlauf gestiegenen Kosten für Lohn- und Gehaltssteigerungen sein. (vgl. XING-Geschäftsberichte 2011, 2012 und 2013)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Unternehmenshintergrund der XING AG: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Gründung und Entwicklung der XING AG sowie deren Geschäftssegmente Network/Premium, E-Recruiting und Events.
2. Analyse der Ertragslage: Hier erfolgt eine Untersuchung der GuV-Rechnung, wobei der Fokus auf der notwendigen Bereinigung des Jahresergebnisses und der Analyse der Umsatzaufteilung nach Sparten liegt.
2.1 Jahresergebnisbereinigung: Dieser Abschnitt erläutert die Methodik zur Bereinigung des ausgewiesenen Jahresergebnisses um Sondereffekte, um ein realitätsnäheres Bild der wirtschaftlichen Leistung zu erhalten.
2.2 Umsatzaufteilung nach Produkten und Regionen: Hier wird detailliert analysiert, welche Sparten maßgeblich zum Umsatz beitragen und wie sich die Umsätze im deutschsprachigen Raum im Vergleich zu anderen Regionen verhalten.
3. Analyse der Finanz- und Vermögenslage: In diesem Teil werden das Vermögen, die Kapitalstruktur sowie die Liquidität des Unternehmens auf Basis der Bilanzdaten bewertet.
4. Prognose: Das letzte Kapitel schätzt die zukünftige Entwicklung des Unternehmens unter Berücksichtigung aktueller Markttrends sowie einer Fundamentalanalyse der XING-Aktie ein.
Schlüsselwörter
XING AG, Bilanzanalyse, Jahresergebnisbereinigung, Ertragslage, Finanzlage, Vermögenslage, E-Recruiting, Network/Premium, Aktienanalyse, Unternehmenskennzahlen, Umsatzwachstum, Personalaufwand, Eigenkapitalquote, Marktsegmentierung, Unternehmensbewertung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer detaillierten Bilanzanalyse der XING AG für den Zeitraum 2011 bis 2013, um die finanzielle Stabilität und die Ertragskraft des Unternehmens zu bewerten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die Ertragslage, die Finanz- und Vermögensstruktur des Unternehmens sowie eine fundierte Prognose der zukünftigen Entwicklung inklusive einer Aktienbewertung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, durch die Bereinigung von Bilanz- und GuV-Positionen ein wahrheitsgetreues Bild der wirtschaftlichen Situation der XING AG zu gewinnen, das über die rein ausgewiesenen Zahlen hinausgeht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine bilanzanalytische Untersuchung durchgeführt, die sich auf Daten aus den offiziellen Geschäftsberichten der Jahre 2011 bis 2013 stützt und diese durch Bereinigungsrechnungen für die Analyse aufbereitet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der detaillierten Analyse der Ertragslage, der Aufschlüsselung der Umsätze nach Segmenten, der Untersuchung der Vermögens- und Finanzlage sowie einer Prognose zur weiteren Unternehmensentwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Bilanzanalyse, Jahresergebnisbereinigung, XING AG, E-Recruiting, Eigenkapitalquote und Aktienanalyse.
Welchen Einfluss haben die Akquisitionen auf das Ergebnis?
Die Akquisitionen (z. B. amiando AG, kununu GmbH) werden als wesentliche Gründe für den Anstieg des Personalaufwands und die allgemeine Geschäftsausweitung identifiziert, die langfristig das Wachstum stützen sollen.
Wie bewertet der Autor die XING-Aktie im Vergleich zu LinkedIn?
Der Autor führt einen Vergleich durch und stellt fest, dass die XING-Aktie im Vergleich zum Wettbewerber LinkedIn ein niedrigeres Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) aufweist, was sie für Investoren attraktiver erscheinen lässt.
- Citation du texte
- Sergej Belsch (Auteur), 2014, Bilanzanalyse der XING AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295336