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Arbeitsprozessintegriertes Lernen im Alter am Beispiel einer Erzieherin

Title: Arbeitsprozessintegriertes Lernen im Alter am Beispiel einer Erzieherin

Term Paper , 2014 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katrin Häßler (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Vor dem Hintergrund des notwendigen qualitativen und quantitativen Ausbaus von Kindertageseinrichtungen und dem damit einhergehenden zusätzlichen Bedarf an Fachkräften (Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) 2011, S. 1) werden seit einigen Jahren in Deutschland immer mehr sogenannte „Quereinsteiger“ in den Beruf der Erzieherin geholt. In der Zwischenzeit ist es der Regelfall, dass in der Fachschule für Erzieherinnen das Altersspektrum der Klassen zwischen 20 und knapp 60 Jahren liegt. Wurde durch diese Frauen und Männer die Theorieausbildung absolviert, stellt sich in der Praxis die Frage, ob „ältere“ Praktikantinnen besondere Lernarrangements benötigen, um ihr fachliches Wissen am Arbeitsplatz in praktische Kompetenzen umzusetzen. Zusätzlich zu dem stark erhöhten Eintrittsalter in diesen Beruf stehen auch langjährige Erzieherinnen vor der permanenten Notwendigkeit, sich fort- und weiterzubilden. Aufgrund der Einführung des aktuellen Rentensystem und der schrittweisen Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre bis 2029 (vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales 2013, S. 4) ist es notwendig, dass sich Träger von Kindertageseinrichtungen zukünftig auf einen immer höheren Anteil älterer Erzieherinnen einstellen (vgl. Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e.V. 2009, S. 12). Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob und wie ältere Arbeitnehmer lernen und, wie für sie erfolgreiches Lernen am Arbeitsplatz aussehen kann.
Die Forschungsfrage, welche im Rahmen dieser Hausarbeit beantwortet werden soll, lautet:
Benötigen ältere Arbeitnehmerinnen besondere Lernangebote, um berufliche Handlungskompetenzen zu erwerben?
Im folgenden Kapitel wird erläutert, wie Handlungskompetenzen erworben werden. Darauf folgend wird in Kapitel 3 dargestellt, wie die physische und kognitive Entwicklung im Alter erfolgt. Aufbauend darauf werden in Kapitel 4 Anforderungen an die Gestaltung von Lernsituationen für ältere Arbeitnehmerinnen entwickelt. Die Arbeit wird mit einem Fazit abgeschlossen.
Aufgrund des hohen Frauenanteils im Beruf der Erzieherin wird in der vorliegenden Hausarbeit die weibliche Form gewählt. Selbstverständlich sind Männer ebenso angesprochen.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Berufliche Handlungskompetenz

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Erwerb beruflicher Handlungskompetenz

3. Lernen im Alter

3.1 Veränderungen in der physischen Entwicklung

3.2 Veränderungen in der kognitiven Entwicklung

4. Anforderungen an die Gestaltung von arbeitsprozessintegrierten Lernsituationen für ältere Erzieherinnen

4.1 Begriffsbestimmung „arbeitsprozessintegriertes Lernen“

4.2 Kriterien für die Gestaltung arbeitsprozessintegrierter Lernsituationen

4.3 Anforderungen an die Gestaltung arbeitsprozessintegrierter Lernsituationen älterer Erzieherinnen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob ältere Arbeitnehmerinnen im Beruf der Erzieherin besondere Lernangebote benötigen, um berufliche Handlungskompetenzen erfolgreich zu erwerben, und analysiert dabei die Eignung arbeitsprozessintegrierter Lernformen unter Berücksichtigung alternsbedingter körperlicher und kognitiver Veränderungen.

  • Berufliche Handlungskompetenz als Basis für erfolgreiches Arbeiten
  • Einfluss des Alterns auf physische und kognitive Leistungsressourcen
  • Methoden und Kriterien des arbeitsprozessintegrierten Lernens
  • Anpassung von Lernsituationen an die Bedürfnisse älterer Fachkräfte

Auszug aus dem Buch

4.2 Kriterien für die Gestaltung arbeitsprozessintegrierter Lernsituationen

Soll arbeitsprozessintegriert gelernt werden, ist es notwendig, einen Rahmen zu schaffen, der Lernen unterstützt, fordert und fördert. Dabei ist das Lernen zwar an die Tätigkeit gebunden, beschränkt sich jedoch nicht auf die erfahrungsbezogenen Lernprozesse. Vielmehr finden die Handlung und die anschließende Reflexion im Hinblick auf vorab entwickelte Lernziele und Inhalte statt (vgl. Dehnbostel 04/13, S. 81, Dehnbostel und Elsholz, S. 21-22).

Dehnbostel und Elsholz arbeiteten folgende Kriterien und Dimensionen heraus, die arbeitsprozessintegriertes Lernen und eine umfassende berufliche Kompetenzentwicklung unterstützen:

(1) Vollständige Handlung/Projektorientierung

Die Erzieherinnen sollen mit Aufgaben betraut werden, zu deren Lösung eine möglichst komplette Handlung erforderlich ist. Dazu gehören sowohl Vorbereitung und Organisation als auch Kontrolle und gegebenenfalls Korrekturprozesse. Dabei steht das ganzheitlich angelegte Arbeitshandeln und ein stark selbstgesteuertes Lernen im Vordergrund (vgl. Dehnbostel 04/13, S. 76–78, Dehnbostel und Elsholz, S. 40-42).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Bedarf an Erzieherinnen und die Relevanz der Kompetenzentwicklung bei älteren Fachkräften in Kindertageseinrichtungen.

2. Berufliche Handlungskompetenz: Dieses Kapitel definiert berufliche Kompetenz als Fähigkeit zur Selbstorganisation und erläutert den handlungspraktischen Erwerb dieser Fähigkeiten.

3. Lernen im Alter: Es wird diskutiert, wie sich körperliche und kognitive Fähigkeiten im Alter verändern, wobei das Klischee des Leistungsverlusts wissenschaftlich hinterfragt wird.

4. Anforderungen an die Gestaltung von arbeitsprozessintegrierten Lernsituationen für ältere Erzieherinnen: Dieses zentrale Kapitel entwickelt Kriterien wie Vollständigkeit der Handlung und Handlungsspielraum für eine lernförderliche Arbeitsumgebung älterer Fachkräfte.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass arbeitsprozessintegrierte Lernformen für ältere Erzieherinnen aufgrund ihrer hohen Selbststeuerungsanteile hervorragend geeignet sind.

Schlüsselwörter

Berufliche Handlungskompetenz, Arbeitsprozessintegriertes Lernen, Erzieherinnen, Alter, Kompetenzentwicklung, Kognitive Entwicklung, Physische Entwicklung, Lernkultur, Selbstgesteuertes Lernen, Berufsalltag, Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Demografischer Wandel, Reflexivität, Erfahrungsbasiertes Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, ob ältere Erzieherinnen spezielle Lernangebote benötigen, um berufliche Kompetenzen zu erweitern, und wie sich das Altern auf den Lernprozess auswirkt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen der Erwerb von Handlungskompetenz, die Auswirkungen des Alterns auf Lernprozesse und die Gestaltung effektiver Lernsituationen direkt am Arbeitsplatz.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Benötigen ältere Arbeitnehmerinnen besondere Lernangebote, um berufliche Handlungskompetenzen zu erwerben?

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturrecherche, um den theoretischen Rahmen zu spannen und Anforderungen für die Gestaltung von Lernsituationen abzuleiten.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition beruflicher Kompetenzen, den psychischen und physischen Veränderungen im Alter sowie den Kriterien für ein erfolgreiches arbeitsprozessintegriertes Lernen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Handlungskompetenz, arbeitsprozessintegriertes Lernen, Altersgerechtigkeit, Reflexivität und die Anpassung von Lernprozessen an die individuellen Bedürfnisse Älterer.

Wie unterscheiden sich fluide und kristalline Intelligenz in diesem Kontext?

Während die fluide Intelligenz bei komplexen neuen Anforderungen gefordert ist, stützt sich die mit dem Alter wachsende kristalline Intelligenz auf bestehendes Erfahrungs- und Fachwissen.

Warum ist das "arbeitsprozessintegrierte Lernen" für ältere Fachkräfte besonders geeignet?

Es erlaubt den Erzieherinnen, ihre Lerninhalte eng an den Arbeitsalltag zu koppeln, das eigene Lerntempo zu bestimmen und erworbenes Wissen sofort praktisch zu erproben.

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Details

Title
Arbeitsprozessintegriertes Lernen im Alter am Beispiel einer Erzieherin
College
University of Hagen  (Kultur- und Sozialwissenschaften)
Grade
1,3
Author
Katrin Häßler (Author)
Publication Year
2014
Pages
19
Catalog Number
V295371
ISBN (eBook)
9783656932369
ISBN (Book)
9783656932376
Language
German
Tags
Arbeitsprozessintegriertes Lernen Lernen im Alter Handlungskompetenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Häßler (Author), 2014, Arbeitsprozessintegriertes Lernen im Alter am Beispiel einer Erzieherin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295371
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