Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen Überblick über die vorhandene Literatur zur kommunalen Kostenrechnung zu geben. Die Motivation für diese Thematik ergibt sich aus der Aktualität. Das öffentliche Interesse richtete sich vor kurzem noch an die Vermögenswerte der Kirche. Diese konnte aufgrund fehlender Kostenrechnung keine genauen Angaben über ihr Vermögen treffen – eine Problematik, die trotz Reformen auch heute noch in Teilen von Kommunen besteht. In Zeiten von Wahlen und Debatten über Finanzausgleiche wird der Fokus auch auf die kommunale Politik gerichtet, welche unter bundespolitischen Entscheidungen oftmals die Leidtragende ist. Ob und in welchen Ausmaßen die Kostenrechnung dabei Abhilfe schaffen kann, ist zu klären.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Ziele der Arbeit
- 1.2 Aufbau der Arbeit
- 2. Begriffliche und historische Grundlagen
- 2.1 Einführung der Kostenrechnung in Kommunen
- 2.2 Ursachen kommunaler Haushaltsdefizite
- 2.3 Aufgaben des kommunalen Rechnungswesens
- 2.4 Begriffsdefinitionen der Kostenrechnung
- 2.4.1 Kostenartenrechnung
- 2.4.2 Kostenstellenrechnung
- 2.4.3 Kostenträgerrechnung
- 3. Ziele und Probleme der kommunalen Kostenrechnung
- 3.1 Kostentransparenz in Kommunen
- 3.2 Monetäre Steuerung mithilfe der Produktkostenrechnung
- 3.2.1 Divisionskalkulation
- 3.2.2 Äquivalenzziffernmethode
- 3.2.3 Zuschlagskalkulation
- 3.3 Outputorientierte Steuerung
- 3.4 Kostenrechnung als Instrument der politischen Machterhaltung
- 3.5 Grenzen der Kostenartenrechnung
- 3.5.1 Kostenrechnende Einheiten
- 3.5.2 Kostendeckende Gebühren
- 3.5.3 Wirtschaftlichkeitskontrolle
- 3.6 Einschätzung verschiedener Kostenrechnungsnutzer in Kommunen
- 4. Erfolgskriterien einer kommunalen Kostenrechnung
- 4.1 Qualitätsmerkmale der Informationssysteme
- 4.2 Motivationsfördernde Maßnahmen für Kostenrechnungsnutzer
- 4.3 EDV-technische Voraussetzung
- 5. Abschlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit widmet sich der Analyse der Kostenrechnung als Steuerungselement im kommunalen Bereich. Ziel ist es, die Relevanz und den Nutzen der Kostenrechnung in den politischen und monetären Sphären der kommunalen Verwaltung zu beleuchten. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, ob die Kostenrechnung ein sinnvolles Instrument für Kommunen ist und welchen Beitrag sie zur Steigerung der Effizienz und Transparenz in der Verwaltung leistet.
- Einleitung der Kostenrechnung in Kommunen und die Gründe dafür
- Analyse der Ziele und Probleme der kommunalen Kostenrechnung
- Erfolgsfaktoren für die Implementierung einer erfolgreichen Kostenrechnung in Kommunen
- Bewertung der Kostenrechnung als Instrument der politischen Machterhaltung
- Bewertung der Grenzen der Kostenartenrechnung und der Möglichkeiten zur Verbesserung der Kostentransparenz
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
- Zielsetzung und Forschungsfrage der Arbeit
- Aufbau und Gliederung der Arbeit
- Kapitel 2: Begriffliche und historische Grundlagen
- Einleitung der Kostenrechnung in Kommunen und die historischen Hintergründe
- Ursachen für kommunale Haushaltsdefizite
- Aufgaben des kommunalen Rechnungswesens
- Begriffsdefinitionen der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung
- Kapitel 3: Ziele und Probleme der kommunalen Kostenrechnung
- Kostentransparenz in Kommunen
- Monetäre Steuerung mithilfe der Produktkostenrechnung (Divisionskalkulation, Äquivalenzziffernmethode, Zuschlagskalkulation)
- Outputorientierte Steuerung
- Kostenrechnung als Instrument der politischen Machterhaltung
- Grenzen der Kostenartenrechnung (Kostenrechnende Einheiten, Kostendeckende Gebühren, Wirtschaftlichkeitskontrolle)
- Einschätzung verschiedener Kostenrechnungsnutzer in Kommunen
- Kapitel 4: Erfolgskriterien einer kommunalen Kostenrechnung
- Qualitätsmerkmale der Informationssysteme
- Motivationsfördernde Maßnahmen für Kostenrechnungsnutzer
- EDV-technische Voraussetzungen
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der Kostenrechnung in Kommunen. Die wichtigsten Schlüsselwörter sind: Kostenrechnung, kommunales Rechnungswesen, Kostentransparenz, monetäre Steuerung, politische Machterhaltung, Erfolgskriterien, Informationssysteme, Motivationsförderung, EDV-technische Voraussetzungen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Kostenrechnung für Kommunen heute so aktuell?
Aufgrund knapper Kassen und Haushaltsdefiziten benötigen Kommunen Instrumente zur Kostentransparenz, um Wirtschaftlichkeit zu kontrollieren und Ressourcen effizient zu steuern.
Was sind die Kernbestandteile der kommunalen Kostenrechnung?
Die Kostenrechnung gliedert sich klassisch in die Kostenartenrechnung (welche Kosten?), die Kostenstellenrechnung (wo entstehen sie?) und die Kostenträgerrechnung (wofür entstehen sie?).
Wie hilft die Produktkostenrechnung bei der Steuerung?
Sie ermöglicht eine monetäre Steuerung durch Kalkulationsmethoden wie Divisionskalkulation oder Zuschlagskalkulation, um die tatsächlichen Kosten öffentlicher Leistungen (Produkte) zu ermitteln.
Was sind die Grenzen der Kostenrechnung in der Verwaltung?
Herausforderungen liegen in der Abgrenzung kostenrechnender Einheiten, der Ermittlung kostendeckender Gebühren und der Gefahr, dass sie rein zur politischen Machterhaltung instrumentalisiert wird.
Welche Erfolgskriterien gibt es für die Implementierung?
Entscheidend sind hochwertige Informationssysteme, die Motivation der Nutzer durch geeignete Maßnahmen und die entsprechenden EDV-technischen Voraussetzungen.
Dient die Kostenrechnung auch der politischen Steuerung?
Ja, sie unterstützt eine outputorientierte Steuerung und liefert Fakten für politische Debatten über Finanzausgleiche und kommunale Prioritätensetzung.
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- Patrick Gehlich (Author), 2014, Kostenrechnung als sinnvolles Instrument für das Management in Kommunen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295507