Auswertung eines Fragebogens in Bezug auf Nutzungshäufigkeit einer Marke


Studienarbeit, 2015

64 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Abstrakt

2 Einleitung
2.1 Theoretischer Hintergrund
2.2 Forschungsfragestellung

3 Methode
3.1 Forschungsdesign
3.2 Befragungsinstrumente

4 Ergebnisse
4.1 Standarddeskriptivtabelle und Reliabilität
4.2 Regression
4.3 Beschreibung der Analyse in Textform

5 Diskussion der Ergebnisse
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Relevanz der Ergebnisse für Theorie und Praxis
5.3 Grenzen und Ausblick /Forschungsanregungen

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Eigene Abbildung in Anlehnung an Trendpyramide

Abbildung 2: Circumplex-Modell der Werte nach Schwartz

Abbildung 3: Eigene Abbildung in Anlehnung an SOR-Modell

Abbildung 4: Häufigkeitstabelle Soziodemographie

Abbildung 5: Standarddeskriptivtabelle

Abbildung 6: Tabelle Reliabilitätsstatistik

Abbildung 7: Item-Skala-Statistik

Abbildung 8: Modellübersicht 1. Regressionsanalyse

Abbildung 9: ANOVA-Tabelle 1. Regressionsanalyse

Abbildung 10: Koeffiziententabelle 1. Regressionsanalyse

Abbildung 11: Modellübersicht 2. Regressionsanalyse

Abbildung 12: ANOVA-Tabelle 2. Regressionsanalyse

Abbildung 13: Koeffiziententabelle 2. Regressionsanalyse

1 Abstrakt

In der heutigen Konsumgesellschaft spielen Marken eine bedeutende Rolle. Eine Marke soll für den Verbraucher bestimmte Funktionen erfüllen. Wird dies gewährleistet, entsteht eine Bindung zur Marke. Entweder besteht diese Verbindung kurzweilig, oder sie entwickelt sich zu eine gewissen Treue gegenüber der Marke. In dieser Studie wird untersucht wie sich Wertvorstellungen, Markenkenntnis und Geschlecht des Konsumenten auf die Nutzungshäufigkeit einer Marke auswirken. Dazu wurde eine Online-Umfrage an 328 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse lassen einen geschlechterunterscheidenden Zusammenhang zwischen der Markenkenntnis und der Nutzungshäufigkeit vermuten. Eine Verbindung zwischen den Wertorientierungen der Befragten und der Nutzungshäufigkeit einer Marke konnte nur in Bezug auf die Markenkenntnis festgestellt werden. Es wird auf jeden Fall deutlich, dass in diesem Bereich der Kundenbindung reger Forschungsbedarf besteht.

2 Einleitung

Hochglanzmagazine rühmen pausenlos Luxus und Perfektion. Sie schreiben über Schönheitsideale und Vollkommenheit. Dies zu erreichen sei das Maß aller Dinge. Aber liegt Schönheit nicht im Auge des Betrachters? Vor allem kommt Schönheit von innen. „In“ ist was drin ist.

Egal was Beautymagazine schreiben, eine aktuelle Studie des online-Partnerportals PARSHIP in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG hat ergeben, dass das äußere Erscheinungsbild eines potenziellen Partners nicht mehr von größter Bedeutung ist. Vielmehr sind sowohl für Frauen als auch für Männer Vertrauen und gleiche Wertvorstellungen wichtiger geworden (vgl. Parship 2011)[1]. Menschen lassen sich nicht mehr vom Äußeren täuschen. Sie halten nichts von Mogelpackungen. Das spiegelt sich nicht nur in der Liebe wider, auch der Mensch als Konsument versucht sich nicht von dem Werbeauftritt und dem Aussehen einer Marke irreführen zu lassen. Ein hübsch verpacktes Produkt entpuppt sich leider allzu oft als böse Überraschung. Lebensmittelskandale, Rückrufaktionen und negative Schlagzeilen über Kinderarbeit haben dafür gesorgt, dass beim Verbraucher ein Umdenken stattgefunden hat. Für Werte wie Vertrauen, Sicherheit und Transparenz sollen die Marken und Produkte stehen, die der Kunde kauft (vgl. GfK Verein 2015)[2].

Das Ziel dieser Arbeit ist es, anhand der statistischen Auswertung eines Fragebogens herauszufinden, inwiefern sich die Werte einer Person unter Berücksichtigung der Markenkenntnis zur Vorhersage der Nutzungshäufigkeit einer Marke eignen und ob in dieser Fragestellung Geschlechterunterschiede festzustellen sind. Die Studienarbeit beschreibt zunächst die einzelnen theoretischen Begriffe und ihre Verbindung untereinander. Danach werden zwei Hypothesen genannt, die in dieser Arbeit untersucht werden. Anschließend wird die Methodik, unter der die Studie stattgefunden hat, aufgeführt. Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse mit Hilfe der SPSS-Software ausgewertet. Zum Schluss werden diese interpretiert und diskutiert.

2.1 Theoretischer Hintergrund

Im folgenden Teil der Arbeit wird versucht die einzelnen Konstrukte und ihre Bedeutung in der Wirtschaft zu beschreiben. Ferner wird auf die verschiedenen Funktionen einer Marke in Bezug auf den Konsumenten eingegangen und es wird untersucht, wie die Wertevorstellungen der Verbraucher ihr Handeln erklären können.

Letztendlich gibt es keine allgemein gültige Definition von Marken. 1936 definierte Konrad Mellerowicz Markenartikel als „...Waren, die unter einem besonderen, meist geschützten Namen in einheitlicher Aufmachung zu festen, vom Hersteller im Voraus festgesetzten Preisen in den Handel kommen“(Mellerowicz 1936, S.110)[3]. Jedoch kann diese Einfachheit der Begriffsbestimmung gegenwärtig nicht mehr verwendet werden, denn sie liefert nur eine Beschreibung des Erscheinungsbildes der Marke und vernachlässigt dadurch die Wirkungsweise der Marke beim Konsumenten. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich ein sozialpsychologisches Markenverständnis entwickelt. Hier werden subjektiven Einflüssen und emotional geprägten Aspekten eine große Rolle zugeschrieben (vgl. Meffert, Wagner, Backhaus 1994, S.18f)[4]. Da die Interaktion zwischen Marke und Konsument zunehmend komplexer wird, muss die Marke deshalb mehrdimensional betrachtet werden (vgl. Wenger 2010)[5].

Abbildung 1: Eigene Abbildung in Anlehnung an Trendpyramide (vgl. Wenger 2010)

In Abbildung 1 kann man erkennen, dass die Marke auf drei Ebenen betrachtet wird. Auf der ersten ikonographischen Ebene handelt es sich um sichtbare Symbole, wie Farben, Formen und Materialien. Hier wird von Marken nur das äußere Erscheinungsbild wahrgenommen. Erst auf der Lebensstil-Ebene wird diesen Symbolen eine Bedeutung zugesprochen. Es werden soziale Strukturen, Handlungen und Rituale sichtbar, dadurch werden die Zeichen kulturell aufgeladen. Die Marke versucht somit den Konsumenten zu adressieren. Die letzte Ebene stellt das Wertesystem und die tiefgehende Überzeugung der Marke dar (vgl. Wenger 2010)[6].

Die Globalisierung und der schnelle Austausch des technischen Knowhows haben dafür gesorgt, dass es bei Produkten kaum Qualitätsunterschiede gibt. Produkte sind weitestgehend homogen und austauschbar. Auch das Internet hat dazu beigetragen, dass Kunden eine unermessliche Markttransparenz erleben und dadurch eine fast endlose Marktübersicht erlangen (vgl. Meffert, Burmann 2002, S.25f)[7]. Daher ist die Differenzierungskraft von Marken besonders von Bedeutung. Um eine Differenzierung im Wettbewerbsumfeld zu ermöglichen ist eine Markenidentität vonnöten. Die Markenidentität wird im Unternehmen geformt. Sie definiert die stabilen und konkreten Einstellungen und Werte, für die eine Marke steht (vgl. Schmidt, Vest 2010, S. 66f)[8]. Das Markenimage ist das Fremdbild dieser Identität. Voraussetzung zur Entstehung dieses Images ist die Markenkenntnis. Sie wird als Fähigkeit der Verbraucher verschiedene Marken zu unterscheiden bezeichnet (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon)[9]. Markenimage entsteht dementsprechend durch Kontakte und Erfahrungen der Konsumenten mit der Marke (vgl. Schmidt, Vest 2010, S.69)[10]. Das Bild von der Marke ist somit von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ist dieses Fremdbild von positiven Erfahrungen geprägt, schafft es beim Käufer Vertrauen und führt letztendlich zur gewünschten Markentreue(vgl. Meffert, Burmann 2002, S.37f)[11]. Markentreue kann man als mehrmaligen Wiederkauf einer Marke innerhalb einer bestimmten Zeitperiode bezeichnen (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon)[12]. Im Kontext dieser Arbeit wird Markentreue als Nutzungshäufigkeit einer Marke betrachtet.

Prinzipiell erfüllt eine Marke für Verbraucher, Hersteller und dem Handel diverse Funktionen. An dieser Stelle werden lediglich die Funktionen Seitens des Nachfragers betrachtet. Aus verhaltenstheoretischer Sicht besitzt die Marke für den Konsument eine Orientierungsfunktion. Durch ihren Wiedererkennungseffekt kann der Konsument die Marke schneller identifizieren und erleichtert ihm dadurch die Informationsverarbeitung im unübersichtlichen Produktumfeld (vgl. Bugdahl 1998, S.8)[13]. Des Weiteren erfüllt die Marke eine Entlastungsfunktion. Falls der Kunde mit dem Erstkauf zufrieden war, erfolgt beim Wiederkauf eine erhebliche Vereinfachung des Kaufentscheidungsprozesses seitens des Konsumenten und das Risiko eines Fehlkaufs wird reduziert (vgl. Fritz 1994, S.13f)[14]. Des Weiteren stellt eine Marke eine Prestigefunktion innerhalb des sozialen Umfelds dar. Indem der Kunde bestimmte Produkte, die für ihn ein attraktives Image besitzen, nutzt, dient die Marke der Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit sowie zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit (vgl. Meffert, Burmann, Koers 2005, S.12)[15]. Eine Marke kann auch eine identitätsstiftende Wirkung erzielen und zur Selbstverwirklichung verhelfen. Der Käufer überträgt die Attribute und Werte einer Marke auf sich selbst und definiert dadurch sein Eigenbild (vgl. Fischer, Hieronimus, Kranz 2002, S.18ff)[16].

Im Anschluss daran wird resümiert, dass die Marken dem Verbraucher nicht nur Informationen über Herkunft und Qualität geben, sondern vielmehr eine Orientierungshilfe bei der Produktauswahl darstellen. Indem Marken bestimmte Gefühle, Images und Wertvorstellungen vermitteln, schaffen sie Vertrauen und binden ihre Käufer emotional (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon).[17] Es ist mühelos festzustellen, dass Unternehmen in den letzten Jahren für sich und ihre Marken immer mehr Werte beanspruchen (vgl. Bismarck/Baumann 1996)[18]. Werte sind nicht direkt beobachtbar, denn sie sind nur theoretische, also vermutete Konstrukte. Solche Konstrukte gewinnen nicht durch das bloße theoretische Beschreiben an Bedeutung, sondern wenn man mit ihrer Existenz menschliches Verhalten besser erklären kann. Werte stellen Grundüberzeugungen dar, nach denen eine bestimmte Verhaltensweise aus persönlichen oder gesellschaftlichen Gründen bevorzugt wird (vgl. Rokeach 1973, S.5)[19]. Der Psychologe Shalom Schwartz beschreibt Werte als Ziele, die beeinflussen wie Menschen handeln, wie sie andere Personen bewerten und wie sie eigene Aktivitäten und ihre Bewertungen erklären (vgl. Schwartz 1999, S.24f)[20]. Schwartz hat in zahlreiche Studien in über 40 Kulturen die Menschen nach Werten, die für ihr eigenes Leben große Bedeutung haben, befragt. Aus dem Ergebnis leitet er zehn Grundwerte ab, mit denen sich das Wertesystem eines Individuums beschreiben lässt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Circumplex-Modell der Werte nach Schwartz

Die vorhergehende Abbildung zeigt die zehn Hauptkategorien der Wertetypen: Selbstbestimmung, Idealismus, Wohlwollen, Tradition, Norm, Sicherheit, Macht, Leistung, Lebensfreude und Abwechslung. Jede Wertekategorie wird wiederum von einzelnen Werten beschrieben. In folgender Tabelle werden diese aufgelistet (vgl. wissenswert-journal 2008, S.5)[21]:

Nach Interpretation des Circumplex-Modells ist klar, dass man Werte als allgemeine Richtlinien und Ziele einer Person verstehen kann. Diese zeitlich stabilen Regeln lenken das Bewerten von Meinungen, Personen und Handlungen. Außerdem wird deutlich, dass wirtschaftliche Entscheidungen auf Basis unterschiedlicher gesellschaftlicher Werte nicht gleichartig bewertet werden können. Wertekonflikte sind daher unvermeidbar.

Auch im Zusammenhang mit dieser Arbeit spielen die Werte verschiedener Personen eine große Rolle. Im verteilten Fragebogen wurden elf verschiedene Wertekategorien und Ziele des täglichen Lebens vorgegeben. Diese Werte sollten die Befragten anhand ihrer Wichtigkeit im eigenen Leben bewerten. Die Wertetypen haben eine große Ähnlichkeit mit den Wertkategorien in der Theorie nach Shalom Schwartz. Die Items sozialer Status, Erfolg, Vergnügen, Herausforderungen im Leben, unabhängiges Handeln, Frieden, Umwelt schützen, Hilfsbereitschaft, Akzeptanz anderer Religionen, Höflichkeit und Sicherheit werden im Fragebogen aufgelistet.

Zur Erklärung des Verhaltens von Konsumenten gibt es eine Fülle von Theorien und Modellen. In Bezug auf die Wertvorstellungen einer Person wird im Folgenden lediglich das SOR-Modell des Konsumentenverhaltens von Howard und Seth erklärt. Dieses Modell liefert den Ansatzpunkt, dass das Verbraucherverhalten von Wertvorstellungen beeinflusst werden kann.

Wie man in nachstehender Abbildung (Abb.3) sehen kann, trifft ein Stimulus auf einen Organismus und daraufhin folgt eine Reaktion. Der Reiz ist direkt beobachtbar, z.B. eine Werbung oder eine Verpackung des Produkts. Der auftreffende Reiz wird dann vom Organismus aufbereitet. Dieser Vorgang ist nicht beobachtbar. Anhand von bestehenden Emotionen, Einstellungen und Werten wird der Stimulus verarbeitet und als Antwort des Prozesses folgt eine direkt beobachtbare Reaktion des Menschen (vgl. Forscht, Swoboda 2011, S28ff)[22]. Zum Beispiel welche Marke der Konsument auswählt. Diese Markenwahl hängt damit zusammen, welche Einstellungen und Wertevorstellungen der Konsument in sich trägt. Dieses Modell verdeutlicht, weshalb gleiche Reize bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Reaktionen hervorrufen können. Jeder Mensch lebt nach seinem individuellen ideellen Sinnbild und trifft danach seine Entscheidungen.

Abbildung 3: eigene Abbildung in Anlehnung an SOR-Modell

2.2 Forschungsfragestellung

Anschließend werden zwei Hypothesen dargestellt, die im Laufe der Untersuchung überprüft werden.

- 1. Hypothese: Die Werte einer Person eignen sich bei guter Markenkenntnis zur Vorhersage der Nutzungshäufigkeit einer Marke.
- 2. Hypothese: Das Zusammenspiel der Werte einer Person und ihrer Markenkenntnis mit der Nutzungshäufigkeit einer Marke ist Geschlechter unabhängig.

Die erste Hypothese geht davon aus, dass die Werte einer Person sich bei guter Markenkenntnis zur Vorhersage der Nutzungshäufigkeit einer Marke verwenden lassen. Folglich wird ein Zusammenhang zwischen dem Wertebild des Konsumenten und dessen Gebrauchshäufigkeit von Marken angenommen.

Die zweite Hypothese soll prüfen, dass die Wechselwirkung zwischen dem Wertebild des Verbrauchers, seiner Markenkenntnis und der Nutzungshäufigkeit einer Marke nicht vom Geschlecht des Konsumenten abhängt.

3 Methode

Dieser Abschnitt der Arbeit zeigt auf, welche Methoden zur Datenerhebung verwendet wurden. Zuerst wird die Stichprobe und anschließend werden die Befragungsinstrumente beschrieben.

3.1 Forschungsdesign

Im Kurs Forschungsmethoden und angewandte Statistik haben wir unsere Daten anhand einer anonymen Online-Befragung erhoben. Durch Zusicherung der Anonymität wurde versucht, die Ehrlichkeit der Probanden zu erhöhen Dies kann sich wiederum positiv auf die Auseinandersetzung mit der gestellten Problematik auswirken. Die Datenerhebung fand im Herbst 2014 statt. Die Probanden stammen aus unterschiedlichem Kontext, zum Teil waren es Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen. Um den Zeitpunkt der Befragung frei wählen zu können, wurde den Versuchspersonen per Email ein Link zum Fragebogen geschickt. Um sich einen groben Überblick über die gesammelten Daten zu verschaffen, wird die Stichprobe zunächst anhand von soziodemographischen Aspekten beschrieben.

Die auszuwertende Stichprobe umfasst N= 328 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren. In Bezug auf die Verteilung der Geschlechter ist eine höhere Beteiligung des weiblichen Geschlechts mit 53,4% (174 Teilnehmerinnen) in Gegensatz zum männlichen Geschlecht mit 46,6% (153 Teilnehmer) festzustellen. Das Durchschnittsalter liegt bei 29,5 %, dabei machten zwei Personen keine Angaben. Hinsichtlich der Schulbildung erfolgt eine Einteilung der Befragten in fünf Kategorien. 326 Personen haben einen abgeschlossenen Schulabschluss, davon erreichten 51,8 % Abitur. 22% haben erfolgreich die Realschule besucht und 6,1% haben einen Hauptschulabschluss. 19,5 % der Probanden können einen Hochschulabschluss vorweisen. Wie man in folgender Tabelle sehen kann, sind der Großteil der Befragten Angestellte in einem Betrieb (40,2%) oder derzeitig noch in der Ausbildung (36,3,%).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abbildung 4: Häufigkeitstabelle Soziodemographie 5)

Im Rahmen der Untersuchung werden bestimmte Variablen untersucht:

- abhängige Variable: Vorhersage der Nutzungshäufigkeit einer Marke
- unabhängige Variablen: Werte einer Person, Markenkenntnis, Geschlecht

Im nächsten Teil der Arbeit wird der Fragebogen beschrieben, dabei wird speziell auf die Fragen eingegangen, welche die relevanten Variablen abfragen.

3.2 Befragungsinstrumente

Zur Befragung der Teilnehmer wurde ein Online-Fragebogen verwendet. Auf der Startseite des Fragebogens wird erklärt, dass das Forschungsteam der Hochschule für angewandtes Management und der TU eine rein wissenschaftliche, nicht-kommerzielle Studie zur Beurteilung und Bewertung von Marken durchführt. Anhand der Untersuchung soll ein besseres Verständnis davon, wie wir Marken wahrnehmen und bewerten, gewonnen werden. Die Teilnehmer werden ebenso darauf hingewiesen, dass sie etwa 5-10 Minuten für die Beantwortung der Fragen benötigen und dass Ihre Daten absolut vertraulich und anonym behandelt werden. Bei Fragen soll Herr Christoph Hohenberger kontaktiert werden.

Im Anschluss an die allgemeinen Informationen zur Untersuchung folgen Fragen. Sie werden in verschiedenen Themenblöcken unterschieden. Zuerst werden soziodemographische Fragen gestellt. Sie geben Auskunft über Alter, Geschlecht, Schulabschluss und Berufstätigkeit. Im Verlauf des gesamten Fragebogens handelt es sich immer um geschlossene Fragen mit nur einer zulässigen Antwort. Mit Ausnahme der Frage nach dem Alter, denn hier muss das Geburtsjahr manuell eingegeben werden. Im Folgenden werden Fragen zur eigenen Persönlichkeit und den Wertorientierungen des Teilnehmers gestellt. Danach wird nach dem Zufallsprinzip den Probanden eine von sechs Marken gezeigt. Über diese Marke werden Fragen zur Markenkenntnis, sowie zur Nutzungshäufigkeit und zur Einstellung gegenüber der Marke gestellt. Daraufhin werden gezielte Fragen, welche die dargestellte Marke betreffen, formuliert. Es werden folgende Eigenschaften zur Markenbeschreibung abgefragt: Markenpersönlichkeit, Altersdimensionen und Geschlechterdimensionen. Im letzten Teil des Fragebogens wird abgefragt inwiefern das Grüne Image, das Soziale Image, die Arbeitgeberattraktivität, das wirtschaftliche Image, das Vertrauen gegenüber der Marke und die Weiterempfehlungsbereitschaft auf die Marke zutreffen.

Im Umfang dieser Arbeit werden ausschließlich Daten zur Soziodemographie, zu den Wertvorstellungen, zur Markenkenntnis und der Nutzungshäufigkeit ausführlich beschrieben und analysiert. Um später Geschlechterunterschiede überprüfen zu können, wird das Geschlecht anhand der Antwortmöglichkeiten „weiblich“ und „männlich“ abgefragt. Die Frage nach der Werteorientierung und den alltäglichen Zielen der Probanden ist in folgenden elf Werte unterteilt:

- Sozialer Status, Prestige
- Erfolgreich sein, seine Fähigkeiten demonstrieren
- Vergnügen, das Leben genießen
- Aufregung, Neuheit und Herausforderungen im Leben
- Unabhängiges Denken und Handeln, schöpferisch Tätig sein
- Soziale Gerechtigkeit, eine Welt in Frieden
- Einheit mit der Natur, die Umwelt schützen
- Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein
- Akzeptanz von anderen Religionen, Respekt vor anderen Kulturen
- Höflichkeit, Gehorsam
- Stabilität der Gesellschaft, familiäre Sicherheit

Die Antworten sind in einer Skala von „gar nicht wichtig( = 0)“ bis „sehr wichtig ( =8)“ vorgegeben. Die Testpersonen sollen für jede Wertvorstellung angeben wie wichtig dieser für sie ist. Die Marke, die ihnen zuvor vorgegeben wurde, sollen sie in Bezug auf die Markenkenntnis beurteilen. Auszuwählen ist eine Antwort aus einer Skala von „gar nicht gut (=0)“ bis „sehr gut (=6)“. Wie oft eine Marke benutzt wird, wird wiederum an einer Skala von Null bis Sechs festgestellt. Die Null steht für „nie“, die Drei stellt eine „gelegentliche“ Nutzung dar und die Sechs steht für „dauernd“. Alle Fragen sind im ordinalen Messniveau.

Die restlichen Themenblöcke des Fragebogens sind hinsichtlich dieser Arbeit nicht relevant und werden auf Grund dessen nicht genauer erklärt.

4 Ergebnisse

Nachstehend werden die Ergebnisse der Datenauswertung dargelegt.

4.1 Standarddeskriptivtabelle und Reliabilität

Standarddeskriptivtabelle

Means, Standard Deviations, Skewness, Kurtosis, Reliabilities, and Correlations among Variables

(Abbildung 5: Standarddeskriptivtabelle

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abbildung 6:Tabelle Reliabilitätsstatistik)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abbildung 7: Item-Skala-Statistik)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abbildung 8: Modellübersicht 1. Regressionsanalyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abbildung 9: ANOVA-Tabelle 1. Regressionsanalyse)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Parship, Innofact AG (2011): Ich back‘ mir meinen Traumpartner: Was Singles wirklich wollen. Hamburg. Online: http://www.parship.de/pics/downloads/de_DE/PMI_Ich-back-mir-meinen-Traumpartner_200411.pdf . Abruf: 26.01.2015

[2] GfK Verein (2015): Bedeutungswandel von Werten. Nürnberg. Online: http://www.gfk-compact.de/index.php?article_id=323&clang=0 . Abruf: 26.01.2015

[3] Mellerowicz,K. (1936). Kosten und Kostenrechnung. Bd.2

[4] Meffert, H., Wagner, H., Backhaus, K. (1994). Arbeitspapier Nr. 88 der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Marketing und Unternehmensführung e. V.

[5] Wenger, C. in eck-marketing (2010): Nachhaltige Markenführung durch Trendforschung. Online: http://eck-marketing.de/referenten/nachhaltige-markenfuhrung-durch-trendforschung/

Abruf: 01.02.2015

[6] Wenger, C. in eck-marketing (2010): Nachhaltige Markenführung durch Trendforschung. Online: http://eck-marketing.de/referenten/nachhaltige-markenfuhrung-durch-trendforschung/

Abruf: 01.02.2015

[7] Meffert, H., Burmann, C., Koers, M. (2002). Grundfragen der identitätsorientierten Markenführung. Wiesbaden: Beck

[8] Schmidt, D., Vest, P. (2010): Die Energie der Marke. Wiesbaden: Gabler

[9] Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Markenkenntnis. Online: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/196/markenkenntnis-v8.html . Abruf: 01.02.2015

[10] Schmidt, D., Vest, P. (2010): Die Energie der Marke. Wiesbaden: Gabler

[11] Meffert, H., Burmann, C., Koers, M. (2002). Grundfragen der identitätsorientierten Markenführung. Wiesbaden: Beck

[12] Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Markentreue Online: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/8626/markentreue-v8.html . Abruf: 01.02.2015

[13] Bugdahl, V. (1998). Marken machen Märkte. Eine Anleitung zur erfolgreichen Markenpraxis. Beck

[14] Fritz, T. (1994). Die Botschaft der Markenartikel. Vertextungsstrategien in der Werbung. Tübingen: Stauffenburg Verlag

[15] Meffert, H., Burmann, C., Koers, M. (2005). Markenmanagement: Identitätsorientierte Markenführung und praktische Umsetzung. 2.Auflage. Wiesbaden: Gabler

[16] Fischer, M., Hieronimus, F., Kranz, M. (2002). Markenrelevanz in der Unternehmensführung : Messung, Erklärung und empirische Befunde für B2C-Märkte

[17] Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Marke. Online: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/57328/marke-v13.html . Abruf: 30.01.2015

[18] Bismarck, W., Baumann, S. (1996). Markenmythos. Verkörperung eines attraktiven Wertesystems. Frankfurt am Main: Lang

[19] Rokeach, M. (1973). The Nature of Human Values. New York: Free Press

[20] Schwartz, S. (1999). A Theory of Cultural Values and Some Implications for Work. Applied Psychology, 1999, Volume 48, Issue 1, S. 23-47.

[21] Gollan, T. (2008). Werte der Geschellschaft. Wissenswert-journal, 2008, Ausgabe 2, S.5

[22] Forscht, T., Swoboda B. Käuferverhalten. Grundlagen – Perspektiven –Anwendung. 4. Auflage. Wiesbaden: Gabler.

Ende der Leseprobe aus 64 Seiten

Details

Titel
Auswertung eines Fragebogens in Bezug auf Nutzungshäufigkeit einer Marke
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
64
Katalognummer
V295565
ISBN (eBook)
9783656937852
ISBN (Buch)
9783656937869
Dateigröße
673 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswertung, fragebogens, bezug, nutzungshäufigkeit, marke
Arbeit zitieren
Anna Pöschl (Autor), 2015, Auswertung eines Fragebogens in Bezug auf Nutzungshäufigkeit einer Marke, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295565

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