Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Région: Afrique

Lateinamerikanisch-afrikanische Beziehungen im Rahmen der „Süd-Süd-Kooperation“

Eine Möglichkeit der überkontinentalen-regionalen Integration?

Titre: Lateinamerikanisch-afrikanische Beziehungen im Rahmen der  „Süd-Süd-Kooperation“

Travail de Recherche , 2015 , 34 Pages , Note: 1

Autor:in: Eric Hugo Weinhandl (Auteur)

Politique - Région: Afrique
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Spätestens seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA, versucht sich der globale Süden zunehmend politisch und wirtschaftlich vom globalen Norden zu emanzipieren. Lateinamerika, Afrika und Asien streben durch verstärkte bilaterale und multilaterale Bündnisse danach, die ungleichen Nord-Süd Beziehungen umzukehren um das globale Weltgeschehen stärker nach ihren Vorstellungen gestalten zu können. Dabei arbeiten die Entwicklungs- und Schwellenländer gezielt an gegenhegemonialen Strategien, wie etwa der Gründung regionaler Entwicklungsbanken oder regionaler Wirtschaftsgemeinschaften.

Ziel ist es die Abhängigkeiten und somit auch die Diktate der Industrienationen weitestgehend zu reduzieren und als einheitlicher Akteur am internationalen politischen Parkett aufzutreten. In den internationalen Beziehungen ist dieses Phänomen bereits in den unterschiedlichsten Bereichen analysiert und bearbeitet worden. Vor allem aufgrund dieser zunehmend kooperativen Entwicklungen, jenseits von militärischer Gewalt, wurden die Theorien des Global Governance und der Interdependenz entwickelt und finden mittlerweile breiten Anklang. Denn der globale Süden ist allen voran darauf bedacht in wirtschaftlichen und politischen Bereichen kooperativ, gleichberechtigt und „fair“ in gemeinsame Beziehungen zu treten.

Dennoch wird in der Literatur ein wichtiger und zukunftsweisender Bereich der internationalen Beziehungen nur sehr spärlich behandelt. Es finden sich keine empirischen Arbeiten über die verstärkte regionale Integration zwischen dem lateinamerikanischen und dem afrikanischen Kontinent. Hier besteht die politikwissenschaftliche Relevanz, sich dieses Themenspektrums anzunehmen, besonders in den aufstrebenden Schwellenländern und deren Paradigmenwechsel in den Außenbeziehungen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Theoretische Einordnung und Grundbegriffe

3. Wirtschaftspolitische Beziehungen zwischen Lateinamerika und Afrika

3.1 Politische Kooperationen und Handelsbeziehungen Lateinamerikas und des Sub-Sahara Raum Afrikas anhand ausgewählter Beispiele

3.2 Strategien und Interessen transnationaler Kooperationen und die Rolle der ASA-Gipfel

3.3 Strategien und Interessen transnationaler Kooperationen im Rahmen des World Social Forums, der G15 und der GSSDE

4. Conclusio - Theorievergleich

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische und wirtschaftliche Integration zwischen Lateinamerika und Afrika im Kontext der Süd-Süd-Kooperation und analysiert, ob diese Bestrebungen eine effektive überkontinentale Zusammenarbeit darstellen oder durch äußere Abhängigkeiten und interne Herausforderungen limitiert sind.

  • Analyse der Süd-Süd-Kooperation als Rahmen für interkontinentale Beziehungen.
  • Untersuchung der Rolle der ASA-Gipfel (African-South American Summits).
  • Anwendung der Interdependenztheorie und der Global Governance Theorie auf die Kooperationsprozesse.
  • Evaluation des Einflusses externer Akteure wie China auf die regionale Integration.
  • Bewertung der Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure in diesen Prozessen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Politische Kooperationen und Handelsbeziehungen Lateinamerikas und des Sub-Sahara Raum Afrikas anhand ausgewählter Beispiele

Verstärkte politische Kooperationen und Handelsbeziehungen zwischen dem lateinamerikanischen und dem afrikanischen Kontinent lassen sich vor allem seit dem Beginn des von den Vereinten Nationen 1978 initiierten Programmes der „South-South Development Cooperation“ erkennen. Diese Süd-Süd Kooperation wurde durch den Buenos Aires Plan of Action (BAPA) und die UN-Resolution 3251 in das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) eingebettet, um eine nachhaltige und soziale Entwicklung im ärmeren globalen Süden zu forcieren. Vorrangiges Ziel war damals “to promote technical co-operation among developing countries”. Die UNO wollte primär die wirtschaftliche Entwicklung und eine verstärkte Vernetzung des globalen Südens vorantreiben. Ein erstes wirtschaftspolitisches Zusammentreffen von Vertretern beider hier behandelter Kontinente gab es 1978, als sich die Economic Commission for Africa (ECA) und die Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC) auf ein gemeinsames Kooperationsprogramm einigten.

Dieses enthielt kontinentspeziefische Prioritäten, wie verstärkte gegenseitige Entwicklungshilfe, den Austausch von Wissenschaft und Technologie und generell den Ausbau des interregionalen Handels zwischen beiden Kontinenten. Die regionale Integration beider Kontinente begann, zumindest aus wirtschaftlicher Sicht, somit mit dem UN-Programm der „South-South Development Cooperation“ 1978 und wurde dadurch das erste Mal institutionalisiert und formalisiert. Schon damals war es das Ansinnen vieler Staaten beider Kontinente aus den ungleichen und hegemonialen Beziehungen mit dem globalen Norden auszubrechen. Es wurde im Sinne der deskriptiven Kategorie des Global Governance Ansatzes erkannt, dass die internationale Ebene zunehmend an Bedeutung neben der staatlichen gewinnt. Auch im Sinne der analytischen Kategorie wurde schon damals die Wichtigkeit der UNO als internationale agierende Organisation und Motor einer Integration beider Kontinente wahrgenommen und geschätzt. Den nächsten Schritt in einer verstärkten regionalen Integration bildete die Resolution 387, welche von der ECLAC 1979 erlassen wurde, um den Wissens- und Erfahrungsaustausch beider Kontinente weiter zu vertiefen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Nord-Süd-Beziehungen ein und erläutert die Relevanz der Süd-Süd-Kooperation als Emanzipationsstrategie des globalen Südens.

2. Theoretische Einordnung und Grundbegriffe: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe und ordnet die Arbeit in die Theorien der komplexen Interdependenz und des Global Governance ein.

3. Wirtschaftspolitische Beziehungen zwischen Lateinamerika und Afrika: Der Hauptteil analysiert die Handelsbeziehungen und die Bedeutung von Kooperationsformaten für die überkontinentale Integration.

3.1 Politische Kooperationen und Handelsbeziehungen Lateinamerikas und des Sub-Sahara Raum Afrikas anhand ausgewählter Beispiele: Hier werden historische Anfänge und sicherheitspolitische Initiativen wie die ZPCSA als Grundlagen der Zusammenarbeit beleuchtet.

3.2 Strategien und Interessen transnationaler Kooperationen und die Rolle der ASA-Gipfel: Dieses Kapitel untersucht die Entstehung und Zielsetzung der ASA-Gipfel als zentrales Instrument für eine institutionalisierte Kooperation.

3.3 Strategien und Interessen transnationaler Kooperationen im Rahmen des World Social Forums, der G15 und der GSSDE: Der Fokus liegt auf alternativen Foren und deren Rolle bei der Artikulation gegenhegemonialer Strategien.

4. Conclusio - Theorievergleich: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Integrationserfolg kritisch anhand der gewählten Theorien.

Schlüsselwörter

Süd-Süd-Kooperation, Interdependenz, Global Governance, Lateinamerika, Afrika, ASA-Gipfel, regionale Integration, Handelsbeziehungen, Gegenhegemonie, Wirtschaftspolitik, Zivilgesellschaft, BRICS, multipolare Weltordnung, Entwicklungshilfe, Institutionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die wachsenden politischen und wirtschaftlichen Kooperationsbemühungen zwischen dem lateinamerikanischen und afrikanischen Kontinent seit der Etablierung verschiedener Süd-Süd-Kooperationsformate.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zu den zentralen Themen gehören die institutionelle Zusammenarbeit, die Auswirkungen der Globalisierung auf den globalen Süden sowie die Rolle internationaler Akteure und Organisationen in der Kooperation beider Kontinente.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob von einer ernsthaften überkontinentalen regionalen Integration gesprochen werden kann oder ob diese Bemühungen durch strukturelle Probleme und externe Einflüsse, wie die Dominanz anderer Weltmächte, begrenzt bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine empirische Untersuchung, die durch die Anwendung der Interdependenztheorie und der Global Governance Theorie theoretisch fundiert und strukturiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkrete Kooperationsinstrumente wie die ASA-Gipfel, das Weltsozialforum, die G15 sowie die GSSDE und betrachtet dabei sowohl staatliche als auch nichtstaatliche Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Süd-Süd-Kooperation, regionale Integration, Interdependenz, Global Governance sowie die spezifischen Akteure und Gipfelstrukturen zwischen Lateinamerika und Afrika.

Warum ist die Rolle Brasiliens besonders relevant?

Brasilien agiert als wirtschaftliches Schwergewicht und als Investor, der durch verstärkte diplomatische und wirtschaftliche Präsenz in Afrika die Rolle eines Brückenkopfes im Integrationsprozess einnimmt.

Welche Bedeutung hat China für die untersuchten Beziehungen?

China fungiert sowohl als wichtiger Handelspartner als auch als Konkurrent, dessen massive Präsenz in beiden Regionen die Staaten zu einer noch stärkeren eigenen Kooperation und Diversifizierung ihrer Außenbeziehungen anspornt.

Was gilt als das größte Hemmnis für die Integration?

Neben fehlenden Finanzmitteln und einer unzureichenden institutionellen Überwachung bremsen vor allem innerstaatliche Konflikte in afrikanischen Staaten sowie wechselnde politische Strategien in lateinamerikanischen Ländern den Prozess aus.

Fin de l'extrait de 34 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Lateinamerikanisch-afrikanische Beziehungen im Rahmen der „Süd-Süd-Kooperation“
Sous-titre
Eine Möglichkeit der überkontinentalen-regionalen Integration?
Université
University of Vienna  (Politikwissenschaft)
Cours
Forschungspraktikum/ FOP – Lateinamerika
Note
1
Auteur
Eric Hugo Weinhandl (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
34
N° de catalogue
V295621
ISBN (ebook)
9783656945239
ISBN (Livre)
9783656945246
Langue
allemand
mots-clé
Internationale Politik - Internationale Entwicklung - Afrika - regionale Integration - Lateinamerika - Süd Süd Kooperation - Entwicklungsländer Südamerika Afrikanische Union globaler Süden
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eric Hugo Weinhandl (Auteur), 2015, Lateinamerikanisch-afrikanische Beziehungen im Rahmen der „Süd-Süd-Kooperation“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295621
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  34  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint