Übungsexegese im Fachbereich Neues Testament zu Eph 2, 19 – 20


Seminararbeit, 2012
18 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einleitungsfragen
2.1. Verfasser
2.2. Empfänger
2.3. Abfassungsort – und Zeit
2.4. Zielsetzung und Absicht
2.5. Charakteristische Merkmale und Besonderheiten
2.6. Textart und heilsgeschichtliche Einordnung
2.7. Textzusammenhang
2.7.1. Weiterer Kontext
2.7.2. Engerer Kontext

3. Exegese von Eph 2,19 – 20
3.1. Textthema und Gedankengang
3.2. Einzelexegese
3.2.1. V.19
3.2.2. V.20

4. Zusammenfassende Gedanken

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Für die erste Übungsexegese im Fachbereich Neues Testament soll im Folgenden der Text aus Eph 2, 19 – 20 ausgelegt werden. Dabei wird nach einer Behandlung der Einleitungsfragen und der Darlegung eines „roten Fadens“ eine Gliederung vorgenommen, um schließlich in der Einzelexegese textliche, literarische und historische Fragen zu verarbeiten und darzulegen.

2. Einleitungsfragen

Neben Fragen der Verfasserschaft und Abfassungszeit sowie -ort soll hier auch auf die Frage nach potentiellen Empfängern eingegangen werden. Eine kurze Erörterung der Einheitlichkeit sowie Umstände und Zielsetzung des Schreibens runden mit einer Ausarbeitung der brieflichen Besonderheiten die Einleitungsfragen ab.

2.1. Verfasser

Gleich in Kap. 1,1 stellt sich der Verfasser des Epheserbriefes mit Παῦλος ἀπόστολος Χριστοῦ Ἰησοῦ vor. Schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden jedoch Zweifel an der paulinischen Verfasserschaft des Epheserbriefes geäußert. Evanson (1792), Usteri (1824), De Wette (1826) und vor allem F.C. Baur sprachen dem Apostel den Brief ab. Diese Einschätzung hat sich heute in der Forschung weithin durchgesetzt.[1]

Schnelle schreibt in seiner Einleitung, dass der Epheserbrief „sich als ein in der Gefangenschaft abgefaßtes Schreiben des Apostels Paulus“[2] ausgibt. Dieser Abfassung stehen aber „gewichtige Argumente gegenüber, die auf eine deuteropaulinische Verfasserschaft hindeuten (Hervorhebung im Original)“[3]. Aufgeführt werden das Kriterium von sprachlichen Besonderheiten wie Hapaxlegomena (insgesamt 35) und Wendungen, die noch in den Protopaulinen nicht vorkommen sollen (wie z.B. die Verwendung des Begriffes ὁ διάβολος in Eph 4,27 gegenüber ὁ Σατανᾶς in 1.Kor 5,5)[4]. Desweiteren müsse Paulus im Eph nicht mehr um seine Position als Apostel kämpfen, sondern sie wird bereits in „ihren kirchengeschichtlichen Dimensionen gewürdigt“[5]. Gewichtig sei auch die gegenüber der paulinischen Zeit stark veränderte Gemeindestruktur, die z.B. in Eph 4,11f ihren Ausdruck findet. Eine ausgeprägte Ekklesiologie und präsentische Eschatologie sowie die dominierende Vorstellung des kosmisch herrschenden Jesus Christus sind weitere inhaltliche Bedenken gegen eine Paulusverfasserschaft[6]. Da dieser selbst nicht mehr als Autor in Frage kommt, muss diese Lücke durch einen anderen gefüllt werden. Schnelle identifiziert diesen als hellenistischen Judenchristen, über dessen Person sich aber wenig sagen lässt.[7] Auch Pokorný und Niebuhr[8] gehen davon aus, dass der Epheserbrief „von Schülern des Paulus“[9] stammt. Dabei räumt Pokorný zumindest ein, dass die veränderte Ausdrucksweise als „Weiterentwicklung des paulinischen Denkens erklärt werden [könnte], wie sie vielleicht durch einen Wandel im Schreibstil nach einer längeren Periode möglich gewesen wäre“[10].

In der alten Kirche ist der Eph wohl schon bei Ignatius (frühes 2. Jhdt.) bekannt[11] und auch Polycarp (erste Hälfte 2. Jhdt.) zitiert in seinem Brief an die Philipper Eph 4,26 mit dem Hinweis darauf, dass es sich dabei um „heilige Schriften“ handelt.[12] Auch andere wie Irenäus, Clemens Alexandrinus oder Origenes zitieren den Brief stets mit der Verfasserangabe und dem Autoren Paulus.[13] Insgesamt kann gesagt werden, dass die altkirchliche Überlieferung den Epheserbrief eindeutig dem Paulus zuschreibt.

Zu fragen bleibt, wie man mit den angeführten Stil- und Vokabelunterschieden zu sogenannt „echten“ Paulusbriefen umgehen soll. Zwar stammt der folgende Gedanke aus der Fragestellung um eine Einheitlichkeit des Jesajabuches, er hat jedoch auch hier für die Frage der Verfasserschaft großes Gewicht. LaSor betont, dass sich heute alle Gelehrten darin einig sind, „daß es bedenklich ist, beim Bestimmen der Autorschaft dem Stil ein zu großes Gewicht beizumessen.“[14] Unterschiede in Sprache und Stil zu verschiedenen Zeiten und Lebenssituationen und Zielsetzungen eines Schreibens sollten nur natürlich sein und können schwerlich als Argument für eine Unechtheit ins Feld geführt werden. „Das einengende Urteil der Kritik wird den vorliegenden Tatsachen nicht gerecht, sondern bleibt völlig subjektiv.“[15]

Ein kurzes Wort zur engen Verwandtschaft mit dem Kolosserbrief, der von kritischen Forschern ebenfalls als pseudepigraphisches[16] Schreiben angesehen wird[17]: lehnt man eine pseudepigraphische Entstehung ntl. Schriften ab,[18] so kann man die große Verwandtschaft der Briefe „am besten … durch die gleiche Abfassungszeit der beiden Schreiben“[19] erklären. Beide Schreiben sollten durch Tychikus überbracht[20] und wohl durch weitere mündliche Informationen ergänzt werden.

2.2. Empfänger

Bei der in Kap 1,1 gemachte Empfängerangabe τοῖς οὖσιν ἐν Ἐφέσῳ lassen P46 (ca. 200 n.Chr.), א* und B* 6.1739 die Angabe ἐν Ἐφέσῳ weg. In der Briefüberschrift wird die ephesinische Empfängerschaft aber (mit Ausnahme von Marcion, der den Brief an die Gemeinde in Laodizea adressiert) fast durchgängig bezeugt. Neben den äußeren textkritischen Merkmalen spricht vor allem das Fehlen eines plausiblen Grundes zur Streichung von ἐν Ἐφέσῳ gegen eine Ursprünglichkeit. Für Schnelle ist deshalb „nach den Regeln der Textkritik die Ortsangabe als sekundär anzusehen“[21].

Neben diesen textkritischen Gründen werden auch inhaltliche Gründe gegen die Gemeinde in Ephesus als Adressaten genannt. So gibt es im Brief selbst keinen direkten Bezug auf die Wirksamkeit des Paulus in Ephesus[22], auch die Miletrede[23] wird nicht erwähnt. Es wurden daraufhin verschiedene Hypothesen der Empfängerschaft entwickelt.

Die schon durch Marcion vertretene Theorie (auf Grund von Kol 4,16), nach der der Brief an die Gemeinde in Laodicea geschrieben wurde, fand in Adolf von Harnack einen jüngeren prominenten Vertreter.[24] Es lässt sich so aber nur schwer erklären, wieso der ursprüngliche Empfängername gestrichen worden war. Es fehlt zudem jegliche Handschrift, die den Brief an die „Gemeinde in Laodizäa geschrieben sein lässt“.[25]

Eine Erklärung für das Fehlen von persönlichen Bemerkungen in Eph bietet die sog. Enzyklika Hypothese bzw. „Lücken – Theorie“. So war der Brief ursprünglich nicht an eine bestimmte Gemeinde gerichtet, sondern als Rundschreiben abgefasst.[26] Schon Irenäus kennt den Brief als direkten Brief an die Epheser.[27] Auch würde ein für Paulus sehr ungewöhnlicher Satzbau entstehen, sollte im Text keine Lücke für die jeweiligen Empfänger gelassen worden sein.[28] Schwer zu erklären bleibt ebenfalls, warum auch das „in“ in den Handschriften fehlt. So weißen Carson und Moo darauf hin, dass „Rundbriefe ohne Empfänger im Briefkopf in heutiger Zeit (die mit Fotokopierern vertraut ist) durchaus vorstellbar sind, aber nur schwer denkbar in einer Zeit, in der jede Kopie unter hohem Aufwand von Hand abgeschrieben werden musste.[29]

In Eph 2,11;3,1; 4,17 werden die Leser des Briefes „direkt als Heidenchristen angesprochen“[30]. Auch ist Paulus nicht unbekannt, wie die Empfänger den Christus kennengelernt haben[31].

Obwohl einige der altkirchlichen Zeugen (Tertullian[32], Origenes, der oben schon erwähnte Irenäus) die Angabe ἐν Ἐφέσῳ nicht kannten, änderte dies an ihrer Ansicht, dass der Brief an die Epheser geschrieben wurde, nichts. Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass ein hauptsächlicher Bestimmungsort Ephesus nicht ausgeschlossen ist, aber auch ein Rundschreiben im Bereich des Möglichen liegt.

2.3. Abfassungsort – und Zeit

Auch in der Frage nach Abfassungszeit bzw. – ort gehen die Ansichten weit auseinander. Für Schnelle weisen „die große Vertrautheit mit dem Kol … auf Kleinasien hin“, auch wenn sich „der genaue Abfassungsort des Eph … nicht mehr ermitteln“[33] lässt. Der Entstehungsort Rom ist für Theobald eine ‚Fiktion‘, aber er möchte auch nicht ausschließen, dass der Brief dort entstanden ist, „wo die Erinnerung an den Apostel ‚in Ketten‘ (6,20) am lebendigsten war.“[34]

Geht man von einer Echtheit des Briefes aus, so wird er klassisch zu den Gefangenschaftsbriefen (zusammen mit Phil, Phlm und Kol) gerechnet, die Paulus während seiner ersten Gefangenschaft in Rom verfasst hat. Auch Jaroš geht davon aus, dass der Eph „in der Zeit [der] … römischen Gefangenschaft“ entstanden ist.[35]

In neuerer Zeit gab es verschiedene Stimmen, die eine Abfassung des Briefes entweder in Ephesus oder Cäsarea befürworteten. In der Skizzierung der jeweiligen Argumente lehne ich mich im Folgenden an Mauerhofer, Einleitung, 114ff an.

Für eine Abfassung in Ephesus wird z.B. die Notiz in 2. Kor 11,23 angeführt, nach der Paulus schon „öfter gefangen“ gewesen war, wir aber bis dahin nur von einer Gefangenschaft wissen. Ebenso wurde die Aussage aus 1.Kor 15,32, dass Paulus in Ephesus mit Löwen gekämpft habe auf ein tatsächliches Arena – Erlebnis des Apostels gedeutet worden. Dies ist unwahrscheinlich, da Paulus im Vers vorher eine bildliche Sprache verwendet und dies wohl auch in V.32 tut. Ein weiteres Argument bezieht sich auf den entlaufenen Onesimus: dieser sei von Kolossä aus viel eher nach Ephesus, denn nach Rom geflohen. Auf der anderen Seite ist auch eine Flucht in eine nahe Stadt nicht erklärbar, da ein Flüchtling eher ‚das Weite‘ suchen würde. Neben diesen werden noch einige andere Argumente vorgebracht. Keines der Argumente kann letztlich überzeugen und Informationen aus den anderen Gefangenschaftsbriefen machen eine Abfassung in Ephesus sehr unwahrscheinlich.[36]

Für Cäsarea als Abfassungsort spricht die Bitte um Vorbereitung eines Quartiers aus Philm 22 sowie eine Mitgefangenschaft von Ephaphras (Phil 23). Stadelmann hält dies und die Sprache des Eph als „Hinweise auf die damalige Lage in Cäsarea“ [37] In Frage wird eine solche Gefangenschaft gestellt v.a. von Eph 6,19f und Kol 4,3f, in denen von einer freien Verkündigungsmöglichkeit für Paulus die Rede ist, was in Cäsarea nicht gegeben war. Auch sind die in Kol 4,7ff erwähnten Mitarbeiter in Rom besser zu vereinbaren, genauso wie auch die Notiz in Kol 4,10f, dass die Juden für Paulus „ein Trost geworden“ sind. Carson/Moo halten Cäsarea als Abfassungsort deshalb für theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich.[38]

Fallen Ephesus und Cäsarea als Entstehungsorte aus dem Bereich des Möglichen, so ist Rom die einzig verbleibende Alternative.[39] Dieser ist auch für Carson/Moo nach Abwiegen der Tatsachen der wahrscheinliche Entstehungsort, auch wenn das nicht zwingend erwiesen ist.[40]

Bezüglich einer Abfassungszeit hält Schnelle die Verfassung des Kol für die untere, die Ignatiusbriefe für die obere Grenze und damit eine Abfassung zwischen 80 und 90 n.Chr. am wahrscheinlichsten.[41] Demgegenüber datiert Jaroš auf eine Zeit zwischen 60 und 62 n. Chr.[42] Ähnlich sieht dies Mauerhofer, der die Angabe auf das „Ende der zweijährigen Haft im Jahr 62“[43] präzisiert. Bei angenommener Echtheit steht einer Abfassung in den frühen 60er Jahren nichts im Wege.

2.4. Zielsetzung und Absicht

„Es besteht zwar Einigkeit darüber, dass die Absicht des Eph darin besteht, die Leser zu unterweisen, aber es herrscht Uneinigkeit darüber, worin der Eph die Leser unterweisen soll. (Hervorhebung im Original)“[44] Ist das Ziel des Eph die Bewahrung der Einheit zwischen Juden – und Heidenchristen[45] oder die Unterweisung über wichtige Punkte des christlichen Glaubens für Neubekehrte?

Für ein eher allgemeines Formulieren dessen, was den christlichen Glauben ausmacht, sprechen die „Feierlichkeit und das fehlende Eingehen auf konkrete Situationen“.[46]

Ausleger, die den Eph nach dem Tod des Paulus datieren, sehen v.a. das drohende Zerfallen der Kirche in „konventikelhafte Grüppchen“[47] als Triebfeder für den Verfasser des Briefes.

Theobald gibt zu bedenken, dass „der lehrhafte Teil des Schreibens in einen umfangmäßig zumindest gleichwertigen mahnenden Teil einmündet, woraus zu schließen ist, dass alles ‚Lehrhafte‘ der ersten drei Kapitel nicht Selbstzweck ist, sondern der Grundlegung der ethischen Weisungen der zweiten Briefhälfte dient. (Hervorhebung im Original)“[48]

Insgesamt kann festgehalten werden, dass Gottes ewiger Heilsplan und seine Verwirklichung durch Jesus Christus in der Kirche … das große Thema des Epheserbriefes“[49] sind.

2.5. Charakteristische Merkmale und Besonderheiten

Die oben schon angesprochenen und in 4,11 erwähnten Leitergaben sind ein charakteristisches Merkmal des Eph. Besonders ist hier auf ihre Zielsetzung hinzuweisen, dass sie gegeben sind „zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi.“[50]

Die Gemeinde als Leib Christi stellt einen weiteren Themenschwerpunkt des Eph dar: „Der Autor begreift die Kirche nicht als eine eigene Entität oder einen Heilsraum hier auf Erden … sondern als seinen [des Christus] eigenen ‚Leib‘, dessen ‚Haupt‘ er ist.“[51]

Thematisch sind weiterhin dem ausführlich erörterten Kampf gegen böse Mächte (6,10ff) und der christlichen „Haustafel“ (5,21 – 6,5) sowie der Betonung der Versöhnung (2,1ff), Berufung und Erwählung durch Gott (1,4ff) Aufmerksamkeit zu schenken.

Unter den sprachlichen Besonderheiten ist besonders die häufige Verwendung der Formel ἐν Χριστῷ (1,3; 2,6.7.10.13; 3,6) oder eines Synonyms (insgesamt ca. 35 Vorkommen) charakteristisch für den Eph.

[...]


[1] Vgl. Michael Theobald, Der Epheserbrief, in: Martin Ebner u.a. (Hrsg.), Einleitung in das Neue Testament, Stuttgart: Kohlhammer, 2008, 409.

[2] Udo Schnelle, Einleitung in das Neue Testament, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 6. Auflage 2007, 344.

[3] Ebd.

[4] Vgl. Erich Mauerhofer, Einleitung in die Schriften des Neuen Testaments, Band 2, Nürnberg: VTR, 3. Auflage 2004, 128. Auch Petr Pokorný / Ulrich Heckel, Einleitung in das Neue Testament. Seine Literatur und Theologie im Überblick, Tübingen: Mohr, 2007, 631 diskutieren diese Aspekte.

[5] Schnelle, Einleitung, 344.

[6] Pokorný spricht von einem veränderten Taufverständnis im Gegensatz zum Römerbrief, da in Eph 2,5 schon nicht mehr vom „Sterben und Begrabenwerden in Christus“ die Rede ist, sondern der Gläubige schon im Himmel mit eingesetzt ist. Vgl. Pokorný/Heckel, Einleitung, 632. Dabei müsste vor allem auf das entscheidende ἐν Χριστῷ eingegangen werden. Es geht nicht um eine schon (perfektisch) geschehene Auferstehung, was z.B. in 2.Tim 2,17f deutlich gemacht wird.

[7] Vgl. Schnelle, Einleitung, 346.

[8] Karl – Wilhelm Niebuhr (Hrsg.), Grundinformation Neues Testament, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 3. Auflage 2008, 248. Niebuhr möchte dabei aber zunächst „von der überlieferten Textgestalt des Briefes“ ausgehen. Ebd.

[9] Pokorný/Heckel, Einleitung, 625.

[10] Ebd. 632.

[11] Ignatius lehnt sich in Ign. Pol. 5,1 eng an die Formulierung aus Eph 5,25.29 an. Zudem spricht er in Ign. Eph. 12,2 davon, dass Paulus „in einem ganzen Briefe euer gedenkt“.

[12] Pol. Phil. 12,1.

[13] Vgl. Mauerhofer, Einleitung, 128f.

[14] W.S.LaSor/D.A.Hubbard/F.W.Bush, Das Alte Testament. Entstehung – Geschichte – Botschaft, Gießen: Brunnen, 4. Erweiterte Auflage 2000, 440.

[15] Mauerhofer, Einleitung, 131.

[16] Die Pseudepigraphie (griech. „mit falscher Überschrift“) bezeichnet eine Schrift, deren angegebener Verfasser nicht der tatsächliche Autor ist. Der wirkliche Autor verbirgt sich „hinter dem Namen einer bekannten Person, … um dadurch Autorität zu gewinnen.“ Pokorný/Heckel, Einleitung, 619.

[17] So z.B. Schnelle, Einleitung, 322. Vgl. den interessanten Ansatz Niebuhrs, der den Brief nicht als pseudepigraphisches Schreiben, aber auch nicht von Paulus selbst geschrieben annimmt, sondern „vielleicht sogar der als Mitabsender genannte Timotheus der tatsächliche Verfasser des Briefes ist.“ Dieser hätte den Brief in eigenen Worten geschrieben „und ihn dem Apostel abschließend zur Unterschrift vorgelegt“. Niebuhr, Grundinformation, 266.

[18] Dass es hierfür gute Gründe gibt, machen Carson und Moo deutlich, wenn sie darauf hinweisen, dass die angeblich pseudonymen Autoren moralisch zu tadeln wären, da mit derartigen Schreiben eine eindeutig betrügerische Absicht verfolgt würde. So ermahnt der Verfasser des Epheserbriefes seine Leser z.B., Falschheit abzulegen und Wahrheit zu reden (4,25). „Ähnliches gilt für die anderen Briefe des NT, die als pseudepigrafisch angesehen werden. Es erscheint uns viel sinnvoller, die Aussagen der Texte ernst zu nehmen.“ Donald A. Carson, Douglas J. Moo, Einleitung in das Neue Testament, Gießen: Brunnen, 2010, 421.

[19] Mauerhofer, Einleitung, 131.

[20] Eph 6,21f; Kol 4,7f.

[21] Schnelle, Einleitung 347.

[22] Vgl. Apg 20,31, der Apostel wirkte drei Jahre in Ephesus.

[23] Apg 20,17ff.

[24] Er schreibt: „Darin freilich stimme ich Ritschl bei, daß es nicht als Fälschung anzusehen ist, wenn M[arcion] den Epheserbrief Laodiceerbrief nannte; vielmehr dieser Titel mir viel wahrscheinlicher erscheint als der receptus. (Hervorhebungen im Original)“, Friedemann Steck (Hrsg.), Adolf von Harnack: Marcion. Der moderne Gläubige des 2. Jahrhunderts, der erste Reformator. Die Dorpater Preisschrift (1870). Berlin: de Gruyter, 2003, 156.

[25] Mauerhofer, Einleitung, 124. Ebenso unverständlich wäre auch die Aufforderung an die Kolosser in Kol 4,15, die Gemeinde in Laodizäa zu grüßen.

[26] So z.B. Pokorný: „die spätere Ortsangabe „in Ephesus“ ist nur im Rahmen der Zirkular – Hypothese verständlich, da kaum jemand für eine konkrete Gemeinde einen so allgemein gehaltenen Brief entwerfen würde“. Pokorný/Heckel, Einleitung, 647.

[27] Irenäus, Ad. Haer. V,2,3.

[28] Vgl. Mauerhofer, Einleitung, 125.

[29] Carson/Moo, Einleitung, 591.

[30] Schnelle, Einleitung, 347.

[31] Vgl. Eph 4,20ff.

[32] Tertullian, Adv. Marc. V,17,1.

[33] Schnelle, Einleitung, 346. Ebenso argumentiert Theobald, Epheserbrief, 417.

[34] Theobald, Epheserbrief, 417.

[35] Karl Jaroš, Das Neue Testament und seine Autoren. Eine Einführung, Köln: Böhlau, 2008, 162.

[36] Vgl. Kol 4,10.14 und Philm 24.

[37] Mauerhofer, Einleitung, 119.

[38] Vgl. Carson/Moo, Einleitung, 631.

[39] Vgl. die Mitarbeiternotizen in den Gefangenschaftsbriefen (Kol 4,10.14; Philm 24) in Verbindung mit den Informationen aus der Apg (27,1 – 28,16).

[40] Vgl. Carson/Moo, Einleitung, 632.

[41] Vgl. Schnelle, Einleitung, 346. Ähnlich datieren Pokorný/Heckel, Einleitung, 648.

[42] Jaroš, Autoren, 162.

[43] Mauerhofer, Einleitung, 121.

[44] Carson/Moo, Einleitung, 594.

[45] So z.B. Pokorný/Heckel, Einleitung, 642f.

[46] Carson/Moo, Einleitung, 594.

[47] Pokorný/Heckel, Einleitung, 643.

[48] Theobald, Epheserbrief, 415.

[49] Udo Schnelle, Theologie des Neuen Testaments, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2007, 522.

[50] Eph 4,12

[51] Theobald, Epheserbrief, 421f.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Übungsexegese im Fachbereich Neues Testament zu Eph 2, 19 – 20
Hochschule
Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V295653
ISBN (eBook)
9783656936749
ISBN (Buch)
9783656936756
Dateigröße
553 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
übungsexegese, fachbereich, neues, testament
Arbeit zitieren
Sebastian Hoeffgen (Autor), 2012, Übungsexegese im Fachbereich Neues Testament zu Eph 2, 19 – 20, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295653

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