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Roberto Bolaños "Los detectives salvajes" als Stadtroman über Mexico City. Eine Analyse ausgewählter Textstellen

Titre: Roberto Bolaños "Los detectives salvajes" als Stadtroman über Mexico City. Eine Analyse ausgewählter Textstellen

Dossier / Travail , 2012 , 18 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Carolin Braun (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit soll untersuchen, inwiefern der 1998 erschienene Roman des in Chile geborenen Schriftstellers Roberto Bolaño als Stadtroman bezeichnet werden kann.
Andreas Mahlers Theorie zur Stadt-Literatur wird zunächst erläutert, um anschließend als theoretische Grundlage für die Analyse des Primärtextes zu dienen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Von den Anfängen der Stadt-Literatur bis zu den heutigen Romanen über Mexico City

2. Die Stadt als Diskurs und ihre Beziehung zum Text

2.1 Referentielle und semantische Stadtkonstitution

2.2 Modalisierung durch Perspektive und Lokalisierung des Subjekts

2.3 Die Funktionstypen der Stadt im Roman

2.4 Der Aufbau des Romans

3. Die Stadtkonstitution in Los detectives salvajes nach Mahler

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der 1998 erschienene Roman „Los detectives salvajes“ von Roberto Bolaño als Stadtroman über Mexico City klassifiziert werden kann, wobei die theoretische Grundlage die Stadt-Literatur-Theorie von Andreas Mahler bildet.

  • Literarische Stadtdarstellung im Wandel
  • Theorie der Stadtkonstitution nach Andreas Mahler
  • Analyse der narrativen Struktur von „Los detectives salvajes“
  • Interaktion zwischen fiktionalen Charakteren und dem Stadtraum Mexico City
  • Abgrenzung von Realität und Fiktion in der Literatur

Auszug aus dem Buch

Die Stadtkonstitution in Los detectives salvajes nach Mahler

Bereits am Textanfang finden sich erste Hinweise auf den Handlungsort: „ […] decidimos tomar juntos un pesero hasta Reforma y de allí nos fuimos caminando hasta un bar de la calle Bucareli en donde estuvimos hasta muy tarde hablando de poesía.” (Bolaño 1998, 16f.) Die prototypischen Teilreferenzen („Reforma“ und „calle Bucareli“) konstituieren ein Text-Mexico City. Der Paseo de la Reforma ist eine der bekanntesten und wichtigsten Straßen der mexikanischen Hauptstadt und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Sie verbindet den Palacio Nacional mit dem Castillo de Chapultepec und verfügt über zahlreiche Rondelle mit Denkmälern berühmter Persönlichkeiten, aber auch Skulpturen wie beispielsweise den berühmten Angel de la Independencia, das Unabhängigkeitsdenkmal. Sie ist eine der prächtigsten Alleen der Stadt.

Eine der bekanntesten Straßen, die von Reforma abzweigen, ist die calle Bucareli, die vor allem bis zum 19. Jahrhundert stark belebt war. Sie ist aber auch heutzutage noch berühmt und dient dank ihrer vielen Bäume und Cafés nach wie vor als Erholungsort für die Einwohner. Die Figuren des Romans bewegen sich häufig auf beiden Straßen oder besuchen die Cafés und Bars in der calle Bucareli, weswegen diese beiden Referenzen im Verlauf des Romans mehrfach genannt werden. So ist beispielsweise das Café Quito oftmals der Ort für die Zusammenkünfte der viscerrealistas. Das Café ist ein typischer „städtischer“ Schauplatz. Anfangs dienten sie als wichtiger Ort der Zusammenkunft für die bürgerliche Öffentlichkeit, bald auch zunehmend als Künstlertreff. So kann man hier von einem symbolischen Handlungsraum sprechen, der nach Scherpes Argumentation zum Ort mit Bedeutung wird. Eine Semantisierung nach Mahler erfolgt jedoch nicht, sodass dem Café Quito als städtischer Ort keine roman-spezifischen Bedeutungen zuteilwerden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Von den Anfängen der Stadt-Literatur bis zu den heutigen Romanen über Mexico City: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die literarische Darstellung der Stadt und führt in die theoretische Relevanz der Stadtdarstellung im Roman ein.

2. Die Stadt als Diskurs und ihre Beziehung zum Text: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Stadtkonstitution, Modalisierung und Funktionstypen nach Andreas Mahler dargelegt und der Aufbau des zu untersuchenden Romans erläutert.

3. Die Stadtkonstitution in Los detectives salvajes nach Mahler: In diesem Kapitel wird der Roman auf Basis der zuvor erarbeiteten Theorie analysiert, um festzustellen, wie Mexico City im Text konstituiert wird.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Roman aufgrund mangelnder semantischer Zusatzkodierungen primär nicht als klassischer Stadtroman eingestuft werden kann.

Schlüsselwörter

Roberto Bolaño, Los detectives salvajes, Mexico City, Stadtroman, Stadtkonstitution, Andreas Mahler, Textstadt, referenzielle Konstitution, semantische Konstitution, Literaturtheorie, viscerrealistas, moderne Literatur, Raumtheorie, Fiktion, Realität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob und inwiefern der Roman „Los detectives salvajes“ von Roberto Bolaño aufgrund seiner Darstellungsweise von Mexico City als Stadtroman bezeichnet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft literaturwissenschaftliche Raumtheorien mit der konkreten textuellen Analyse der Stadt Mexico City im Werk von Bolaño.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob der Roman als Stadtroman klassifiziert werden kann, basierend auf der Theorie der „Stadtkonstitution“ von Andreas Mahler.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer theoretisch geleiteten Textanalyse, bei der Mahlers Kategorien (referentielle vs. semantische Konstitution) auf den Primärtext angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert, der Aufbau des Romans strukturell beschrieben und anschließend die Stadtkonstitution anhand spezifischer Textbeispiele (Straßen, Orte, Wege) analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Stadtkonstitution, Textstadt, referentielles Verweisen, semantische Isotopien und die Abgrenzung zwischen Fiktion und Realität.

Warum kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass es kein klassischer Stadtroman ist?

Obwohl Orte sehr präzise benannt werden, fehlen die für eine „Stadt des Imaginären“ notwendigen semantischen Zusatzkodierungen, die die Stadt zum eigentlichen Thema statt nur zum Schauplatz machen würden.

Welche Rolle spielt die „viscerrealistas“-Gruppe bei der Stadtbeschreibung?

Die Wege und Treffpunkte der Gruppe dienen als Ankerpunkte für die Lokalisierung im Stadtraum, tragen jedoch primär zur referentiellen Verankerung bei, ohne die Stadt symbolisch tiefer aufzuladen.

Wie bewertet der Autor Bolaños Umgang mit der Stadt Mexico City?

Bolaño nutzt die Stadt als sehr realitätsnahen Schauplatz, spielt jedoch mit der Grenze zwischen Fiktion und Realität, wobei er sich einer einfachen Gattungszuordnung entzieht.

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Résumé des informations

Titre
Roberto Bolaños "Los detectives salvajes" als Stadtroman über Mexico City. Eine Analyse ausgewählter Textstellen
Université
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Romanistik)
Cours
Literaturwissenschaft mit landeskundlich-kulturwissenschaftlichem Schwerpunkt 2
Note
2,3
Auteur
Carolin Braun (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
18
N° de catalogue
V295668
ISBN (ebook)
9783656937142
ISBN (Livre)
9783656937159
Langue
allemand
mots-clé
roberto bolaños stadtroman mexico city eine analyse textstellen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Carolin Braun (Auteur), 2012, Roberto Bolaños "Los detectives salvajes" als Stadtroman über Mexico City. Eine Analyse ausgewählter Textstellen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295668
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Extrait de  18  pages
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