Die technologische Vergangenheit im Bereich der Informationstechnologie zeigt bereits einen außergewöhnlich schnelllebigen Fortschritt. Der Mensch kam öfter an die bestehenden Grenzen der Physik, der Informatik und seiner Möglichkeiten. Dabei gilt die Virtualisierung als alternative Lösung um die bestehenden Gesetzte zu umgehen. Das bereits seit 1960 existierende Prinzip der Virtualisierung entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem der wichtigsten Schlagwörter für Skalierbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Optimierung der Struktur. Besonders in Zeiten dynamischer globalisierter Geschäftsumgebungen ist eine Wettbewerbsfähigkeit unabdingbar für den Erfolg.
Die Virtualisierung ist ein geeignetes Mittel in vielen Kernbereichen der IT, welches die Weiterentwicklung fördern kann. In der Literatur wird bereits von einer Revolution in der IT durch die Virtualisierung gesprochen. Sie wird daher das bestimmende Thema für eine moderne dynamische IT-Infrastruktur sein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Grundlagen der Virtualisierung
2.1 Definition
2.2 Historische Betrachtung
2.3 Prozessortheorie
2.4 Prinzip der Virtualisierung
2.5 Ansätze der Virtualisierung
3 Analytische Begutachtung der Virtualisierungstechnologien
3.1 Einsatzmöglichkeiten und Einsatzgebiete
3.2 Marktübersicht
3.3 Untersuchung der betriebswirtschaftlichen Effekte
4 Bewertung und Verbesserungsvorschläge
4.1 Stand der Entwicklung
4.2 Nutzerpotenzial der Virtualisierung
4.3 Problemfelder und Grenzen
4.4 Ableitung von Verbesserungsoptionen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenfelder
Diese Seminararbeit verfolgt das Ziel, die pluralistischen Virtualisierungstechnologien kritisch zu beleuchten und ihre Rolle innerhalb moderner IT-Infrastrukturen zu analysieren. Dabei wird untersucht, ob Virtualisierung als nachhaltiger Lösungsansatz für aktuelle Schwachstellen in der Unternehmens-IT fungieren kann oder lediglich einen kurzfristigen Trend darstellt.
- Grundlagen der Virtualisierung und historische Entwicklung
- Prozessorarchitekturen und das Funktionsprinzip von Hypervisoren
- Marktanalyse und Vergleich führender Virtualisierungsanbieter
- Betriebswirtschaftliche Effekte, insbesondere Kosten- und Energieeffizienz
- Identifikation von Anwendungsszenarien, Problemfeldern und Optimierungspotenzialen
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition
Eine weitreichende Definition des Begriffs ist in der Informatik nicht möglich, da er in den vielschichtigen Anwendungsbereichen anders verstanden wird.
Eine in der Fachliteratur deklarierte Definition ist wie folgt dargestellt: „Der Begriff Virtualisierung beschreibt eine Abstraktion von HW-Ressourcen hin zu einer virtuellen Maschine. Dabei wird die tatsächlich vorhandene HW so weit abstrahiert, dass sie zu einzelnen Anteilen zu virtuellen Maschinen zusammengefasst werden kann, die sich ihrerseits wie ein eigenständiger Computer verhalten und die in ihr ausgeführten Operationen auf die tatsächlich vorhandene HW abbilden.“
Eine sehr visuelle Darstellung, projiziert auf den Alltag, veranschaulicht die simple Idee der Virtualisierung:
Betrachtet man eine ganz herkömmliche Waschmaschine und bestückt diese mit unterschiedlicher Kleidung. Weiße T-Shirts, bunte Socken, seidene Bettwäsche und ölverschmierte Blaumänner werden durcheinander in die Luke der Waschmaschine hineingelegt. Von außen nicht zu erkennen drehen im Inneren scheinbar verschiedene Trommeln, eine für jede Wäscheart und jede gerade so bemessen, dass sie ihre Charge bequem aufnehmen könnte. Die unterschiedlichen (virtuellen) Trommeln hielten die weißen T-Shirts von den bunten Socken fern und würden verhindern, dass die einzelnen Kleidungsstücke durch das Kochwaschprogramm einlaufen.
Die Virtualisierung ist nach der Definition in zwei Lösungen unterteilt. Einerseits können viele native HW-Systeme zu einem sehr leistungsfähigen virtuellen System verknüpft werden und andererseits können die gegebenen HW-Systeme in viele kleinere VM’s unterteilt werden. Diese kleinen virtuellen Instanzen können völlig autonom voneinander unterschiedlichste Aufgaben bearbeiten oder von verschiedenen Anwendern zum Arbeiten genutzt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Virtualisierung als Antwort auf technologische Grenzen und als Schlüsselfaktor für eine dynamische, skalierbare IT-Infrastruktur dar.
2 Grundlagen der Virtualisierung: Dieses Kapitel erläutert die technologische Basis, das Ring-Modell und die geschichtliche Entwicklung der Virtualisierung bis hin zu den heutigen Ansätzen.
3 Analytische Begutachtung der Virtualisierungstechnologien: Hier werden praxisrelevante Einsatzgebiete, der aktuelle Markt für Virtualisierungssoftware sowie die betriebswirtschaftlichen Vor- und Nachteile untersucht.
4 Bewertung und Verbesserungsvorschläge: Dieses Kapitel bewertet den aktuellen Entwicklungsstand und leitet aus identifizierten Problemfeldern konkrete Verbesserungsmöglichkeiten ab.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit ordnet die Virtualisierung als integralen Bestandteil moderner IT ein und blickt auf die Synergien mit dem Trend zum Cloud Computing.
Schlüsselwörter
Virtualisierung, IT-Infrastruktur, Hypervisor, Cloud Computing, Serverkonsolidierung, Green IT, Betriebswirtschaftlichkeit, Hardware-Abstraktion, VMware, Citrix, Microsoft Hyper-V, Prozessortheorie, Business Continuity, Desaster Recovery, Skalierbarkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Möglichkeiten der Virtualisierung als treibende Kraft für eine dynamische und effiziente IT-Infrastruktur.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Virtualisierung, deren marktwirtschaftliche Bedeutung, der Vergleich der Anbieter sowie die betriebswirtschaftliche Rentabilität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die analytische Bewertung von Virtualisierungstechnologien hinsichtlich ihrer Eignung für Unternehmen und der Klärung, ob sie einen nachhaltigen Mehrwert gegenüber konservativen IT-Lösungen bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine analytische Begutachtung der Technologien, unterstützt durch praxisnahe Rechenbeispiele zu Kosten und Energieverbrauch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen Grundlagen, die Marktsituation, eine betriebswirtschaftliche Nutzenanalyse sowie die kritische Auseinandersetzung mit Implementierungsbarrieren.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Virtualisierung, Serverkonsolidierung, Hypervisor, Green IT, Kosteneffizienz und Cloud Computing.
Warum spielt die Energieeffizienz eine so zentrale Rolle in der Arbeit?
Die Arbeit verdeutlicht, dass virtualisierte Umgebungen durch eine bessere Hardware-Auslastung signifikante Einsparungen bei Strom- und Kühlungskosten ermöglichen, was unter dem Schlagwort „Green IT“ diskutiert wird.
Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Zukunft der Virtualisierung?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Virtualisierung kein reiner Hype mehr ist, sondern das Fundament für Cloud-Computing-Modelle bildet, ohne die eine moderne IT kaum noch wirtschaftlich betrieben werden kann.
- Citation du texte
- Wojtek Procek (Auteur), 2013, Virtualisierung. Chancen für eine dynamische IT, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295733