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Stadt-Umland-Probleme und Städtekooperationen

Title: Stadt-Umland-Probleme und Städtekooperationen

Term Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Tim Stahnke (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Die Stadt und ihr Umland – eine Schicksalsgemeinschaft. Gegenseitige Abhängigkeiten aber auch Vorurteile haben dieses Verhältnis vielerorts zu einer „Hassliebe“ werden lassen. Die Stadt benötigt das Umland als Ressourcenbereitsteller, das Umland die Stadt wegen der Infrastruktur und dem Arbeitsmarkt. Die Stadt und ihr Umland waren, sind und werden immer untrennbar miteinander verbunden bleiben. Seit einigen Jahrzehnten verschärfen sich allerdings die Probleme im Stadt-Umland-Verhältnis. Als Hauptursache, wird zum einen die „Stadtflucht“ der Bevölkerung und die daraus resultierende Suburbanisierung des Umlandes ausgemacht. Die Stadt als Wohnraum wird immer unbeliebter, die Bevölkerungszahlen der Städte stagnieren oder nehmen leicht ab, die des Umlandes steigen an. Im ersten Teil dieser Hausarbeit wird zunächst die Suburbanisierung als Ursache der Stadt-Umland-Problematik dargestellt und ihre Folgen auf die Sozialstruktur sowie auf die finanzielle Situation der Städte und des Umlandes erläutert. Die Gründe für die Suburbanisierung, also dem Fortzug der Stadtbevölkerung und die Verlagerung von Betrieben und Firmen weg von der Stadt hinein ins Umland, werden im zweiten Abschnitt dieses ersten Teils der Arbeit beleuchtet. Das heutige Konfliktpotenzial, das auf Grund dieser Entwicklung der Stadt-Umland-Problematik entstanden ist, wird dann im dritten Abschnitt erläutert.

Der zweite Teil dieser Hausarbeit beschäftigt sich mit Lösungsansätzen zur Bewältigung der zuvor dargestellten Stadt-Umland-Problematik. Vor allem der neu geschaffene gemeinsame europäische Binnenmarkt, in dem heute fast ausschließlich die großen europäischen Regionen miteinander konkurrieren, verstärkt den Druck eine Lösung dieser Problematik zu finden. Schließlich will man auch zukünftig im europäischen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben. Im ersten Abschnitt des zweiten Teils dieser Hausarbeit werden deshalb die unterschiedlichen Kooperationsansätzen zwischen Stadt und Umland dargestellt. Aus der Palette der verschiedensten Ansätze in Deutschland werden dann die Zweckverbände und die Mehrzweckverbände, als die am bewährtesten Kooperationsansätze, herausgestellt und ihre Gestalt, ihre Aufgabenpaletten sowie die Arbeitsweisen anhand von Beispielen näher erläutert. Anhand des Beispieles des „Verbandes Region Stuttgart“ soll schließlich im dritten Teil dieser Hausarbeit die Konstruktion eines Mehrzweckverbandes in einem klassischen Ballungsraum beschrieben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stadt-Umland-Problematik

2.1 Suburbanisierung als Ursache

2.2 Gründe für die Suburbanisierung

2.3 Konfliktpotenzial zwischen Stadt und Umland

3. Konfliktlösungsansätze – Städtekooperationen

3.1 Formen interkommunaler Zusammenarbeit

3.1.1 Zweckverbände

3.1.2 Mehrzweckverbände

4. Der „Verband Region Stuttgart“

4.1 Die Konstruktion des Verbandes

4.2 Die Aufgaben des Verbandes

4.3 Die Arbeitsweise des Verbandes

4.4 Grenzen und Konfliktpotenziale

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zunehmenden Spannungsfelder zwischen Kernstädten und ihrem Umland, die maßgeblich durch Suburbanisierungsprozesse geprägt sind. Ziel ist es, die daraus resultierenden strukturellen und finanziellen Herausforderungen zu analysieren und aufzuzeigen, wie interkommunale Kooperationsformen, insbesondere am Beispiel des „Verbands Region Stuttgart“, zur Bewältigung dieser Probleme beitragen können.

  • Ursachen und Auswirkungen der Suburbanisierung
  • Konfliktpotenziale in der Stadt-Umland-Beziehung
  • Formen der interkommunalen Zusammenarbeit
  • Struktur und Aufgaben von Zweckverbänden
  • Analyse des Modells „Verband Region Stuttgart“

Auszug aus dem Buch

2.1 Suburbanisierung als Ursache

„Die Stadt-Umland-Problematik ist gekennzeichnet durch die wechselseitigen Beziehungen und Abhängigkeiten in einem bestimmten Großraum, die dort zwischen der sog. Kernstadt einerseits, dem Kommunikationszentrum dieses Raumes, und dem Umland dieser Kernstadt andererseits bestehen.“ Der Begriff Umland bezeichnet hier alle Städte, Gemeinden und Kreise, die im räumlichen Einflussgebiet der Kernstadt liegen und „die in ihrem sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben auf dieses Zentrum, der Kernstadt, ausgerichtet sind.“

Dass benachbarte Gemeinden gleichgelagerte Aufgaben zu erfüllen haben und dass sich die Entscheidungen einer Gemeinde auch auf die benachbarte Kommune auswirkt, ist kein neues Phänomen, hat jedoch mit dem Problem der Suburbanisierung zugenommen. Seit etwa den 60er Jahren ist in Deutschland verstärkt das Phänomen der Suburbanisierung (Verstädterungsprozess) zu beobachten. Die Verlierer dieser anhaltenden Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung sind die Kernstädte der Ballungsgebieten. „Der ‚Verstädterungsprozess‘ hält zwar insgesamt an, doch nehmen sowohl die Bevölkerung als auch die Beschäftigung nur im Umfeld der Ballungszentren stark zu, die Kernstädte ‚bluten aus‘.“ Die umliegenden verstädterten und ländlichen Räume befinden sich im Gegensatz zu den Kernstädten also weiterhin im Wachstum. Die Schwerpunkte der Siedlungsentwicklung haben sich auf die benachbarten Städte und Gemeinden der Kernstädte verlagert. Die finanziellen Auswirkungen für die Stadt und ihr Umland sind erheblich. Der Wegzug von Betrieben und einkommensstarken Haushalten im Zuge dieser Randwanderung schwächt zum einen die Steuereinnahmen der Kernstädte und führt auf der anderen Seite zu finanzstarken Gemeinden im sogenannten „Speckgürtel“ des Umlandes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Schicksalsgemeinschaft zwischen Stadt und Umland und führt in die zentralen Probleme der Suburbanisierung sowie die Zielsetzung der Arbeit ein.

2. Stadt-Umland-Problematik: Hier werden die Ursachen der Suburbanisierung, ihre sozialen und finanziellen Folgen sowie das daraus entstehende Konfliktpotenzial detailliert analysiert.

3. Konfliktlösungsansätze – Städtekooperationen: Dieses Kapitel stellt verschiedene Organisationsformen der interkommunalen Zusammenarbeit vor und differenziert zwischen Zweckverbänden und Mehrzweckverbänden.

4. Der „Verband Region Stuttgart“: Dieser Abschnitt widmet sich der konkreten Untersuchung des Verbandes Region Stuttgart, seiner Konstruktion, Aufgaben, Arbeitsweise sowie den auftretenden Konfliktfeldern.

5. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung interkommunaler Kooperationen für die Zukunftsfähigkeit von Stadtregionen.

Schlüsselwörter

Stadt-Umland-Problematik, Suburbanisierung, Interkommunale Zusammenarbeit, Städtekooperation, Zweckverband, Mehrzweckverband, Verband Region Stuttgart, Ballungsraum, Regionalplanung, Siedlungsentwicklung, Infrastruktur, Wettbewerbsfähigkeit, Stadtflucht, Segregation, Kommunale Selbstverwaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit den komplexen Wechselwirkungen und Spannungsfeldern zwischen einer Stadt und ihrem Umland, die maßgeblich durch den Prozess der Suburbanisierung beeinflusst werden.

Welche zentralen Themenfelder werden in dieser Untersuchung behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Ursachen und Folgen der Suburbanisierung, der theoretischen Einordnung interkommunaler Kooperationsmodelle sowie der praktischen Untersuchung eines regionalen Verbandes.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie durch interkommunale Kooperationen – insbesondere durch die Etablierung von Verbänden – Konflikte zwischen Kernstadt und Umland gelöst und die Regionen für den europäischen Wettbewerb gestärkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Bearbeitung des Themas genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der exemplarischen Analyse des „Verbands Region Stuttgart“ als Fallbeispiel für einen Mehrzweckverband.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Hausarbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Stadt-Umland-Problematik, die Erörterung verschiedener Kooperationsformen sowie die detaillierte Beschreibung der Konstruktion, Aufgaben und Arbeitsweise des Verbands Region Stuttgart.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Zu den zentralen Begriffen gehören Suburbanisierung, Stadt-Umland-Problematik, interkommunale Zusammenarbeit, Zweckverbände und regionale Kooperation.

Welche spezifische Rolle spielt der „Verband Region Stuttgart“ in dieser Arbeit?

Er dient als konkretes Praxisbeispiel für einen Mehrzweckverband, um zu verdeutlichen, wie Aufgaben regionalisiert werden können und welche administrativen sowie strukturellen Hürden dabei bestehen.

Warum führt die Suburbanisierung laut Autor zu Konflikten?

Die Suburbanisierung führt zu einer ungleichen Verteilung von Lasten und Erträgen, wobei die Kernstädte Infrastruktur für das Umland bereitstellen, während Steuereinnahmen und einkommensstarke Haushalte in den „Speckgürtel“ abwandern.

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Details

Title
Stadt-Umland-Probleme und Städtekooperationen
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Fachbereich Wirtschafts- und Organisationswissenschaften)
Grade
2,3
Author
Tim Stahnke (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V29576
ISBN (eBook)
9783638310512
Language
German
Tags
Stadt-Umland-Probleme Städtekooperationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Stahnke (Author), 2004, Stadt-Umland-Probleme und Städtekooperationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29576
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