Analyse des inneren und äusseren Wandels der Figuren Kaiser Otto und Heinrich von Kempten in Konrad von Würzburgs Erzählung „Heinrich von Kempten“


Seminararbeit, 2012

17 Seiten


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Inhalt

Einführung

1. Allgemeines zum Autor und dem behandelten Werk

2. Charakterisierung Kaiser Ottos

3. Charakterisierung Heinrichs von Kempten

4. Der innere und äussere Wandel Kaiser Ottos

5. Der innere und äussere Wandel Heinrichs von Kempten

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Einführung

Die vorliegende Seminararbeit ist ein Versuch einer Analyse der beiden Hauptcharaktere Kaiser Otto und Heinrich von Kempten, aus der Erzählung „Heinrich von Kempten“ des Autors Konrad von Würzburg. Im Zentrum dieser Analyse stehen der innere und äussere Wandel der beiden Protagonisten. Mit innerem Wandel sei hier gemeint, ob und inwiefern sich der Charakter, resp. das Verhalten Ottos und Heinrichs verändert. Der Aspekt der äusseren Wandlung bezieht sich ausschliesslich auf die eventuelle Veränderung des äusseren Erscheinungsbildes, bezüglich des Körpers der beiden Männer. Die Fragestellung, die diese Seminararbeit verfolgen soll lautet: Wie gestaltet sich der innere/äussere Wandel von Kaiser Otto und Heinrich von Kempten?

1. Allgemeines zum Autor und dem behandelten Werk

Um einen etwas breiteren Überblick zu erhalten erscheint es mir sinnvoll, einige Anmerkungen zum Autor Konrad von Würzburg und dem Werk Heinrich von Kempten zu machen.

Zum Werk selbst und dessen Überlieferung lässt sich festhalten, dass gesamthaft 7 überlieferte Handschriften überliefert sind, von welchen 6 noch vollständig sind. Die älteste dieser Handschriften stammt aus dem früher 14. Jahrhundert, die älteste aus dem 17. Jahrhundert. Nennenswert erscheint mir hier auch, dass das Werk Heinrich von Kempten, neben dem Werk „Der Borte“ des Autors Dietrich von der Glezze, das einzige Werk ist, in welchem eine namentliche Nennung des Auftraggebers erfolgt[1],[2],[3]. In Bezug auf die Quelle, der sich Konrad von Würzburg bedient und in seinem Werk auch namentlich nennt[4], handelt es sich um eine lateinische Vorlage. Brandt merkt hier aber deutlich an, dass, obwohl Konrad die Quelle selbst nennt, kein überlieferter Text mit der Gestaltung des Heinrich von Kempten so übereinstimmt, um daraus eine direkte Quelle auszumachen. Des Weiteren kann man beobachten, dass trotz der lateinischen Vorlage eine deutliche Eigenleistung von Konrad vorhanden ist[5].

[…] – Zwei höfische Züge fehlen dem>HvK< völlig: es treten keine Frauen auf; und der Inhalt lebt zwar in der „ritterlichen Welt“, verbleibt aber „im rein menschlichen Bereich“ (de Boor, 1962), wodurch ihm das âventiure hafte abgeht. Mit letzterem ist die Frage nach dem Realismus angeschnitten: […]

Der Heinrich von Kempten kann, so Brandt, zu der Gattung des Märes, der Novelle oder der Erzählung gezählt werden. Der Stil des Werkes ist relativ simpel und schlicht[6]. Brandt nennt noch zwei weitere untypische Eigenheiten des Werkes: Erstens sticht hervor, dass der Kaiser Otto zum Schluss des Werkes als belehrbarer Herrscher auftritt und zweitens fehlen, aus inhaltlicher Sicht, dem Werk höfische Züge. Brandt nennt hier folgende:

Zum Autor selbst kann auch die moderne Forschung nicht viel beitragen. Man vermutet allgemein, dass Konrad im Zeitrahmen zwischen 1215 und 1230 in Würzburg geboren wurde. Über seine Jugendzeit ist allerdings gar nichts bekannt. Historisch greifbar wird Konrad erst in der Zeit, als er sich in Basel aufhielt[7]. Sein Todesjahr hingegen kann auf einen sehr genauen Zeitpunkt eingeschränkt werden. So geht nämlich aus den Kolmarer Annalen hervor, dass Konrad zwischen dem 8. und 22. Oktober des Jahres 1287 gestorben ist[8]. Zu seiner Person ist zu sagen, dass er, soweit man weiss, ein angesehener und wohlhabender Bürger gewesen sein muss, da er ein aus Stein gefertigtes Haus in Basel besass, was zu dieser Zeit ein Zeichen von Wohlstand war[9]. Konrad kann als gut bürgerlicher Dichter angesehen werden, da sich in seinen Werken keine Heischesprüche finden lassen.

Als Auftraggeber des Werkes nennt Konrad selbst den Namen seiner Gönners:

[…]

hie soldismer ein entegebē vnddirrekurtzen rede werk was ich dvrchden von tiersbek jnrîmehan gerichtet vnd vonlatingetichtet in deutschen als er mich bat zu straᴣbvrk in der guten stat da in er ᴣu dem tvm probst vndeimblvm schinetmangereren Gotwelte im seldemeren wan er so vil der tvgende hat von wirᴣeburch ich Conrat mvᴣ im iemer heiles biten Er hat der erenstritgestrite mit gerne gebender hende hie hat diᴣ mere ein ende[10]

Aus dem historischen Kontext heraus lässt sich demnach folgern, dass es sich beim Auftraggeber um Berthold von Thiersberg handeln muss.Dies lässt sich aus der Zeile ist prôbestvnde ein bluome[11] lesen, da die von Thiersbergs seit 1213 die Kastvogtei des Klosters Schutten innehatten[12]. Daraus folgert Leipold, dass die Dichtung zwischen 1261 und 1277 entstanden sein muss[13].

2. Charakterisierung Kaiser Ottos

Im Zuge der Analyse des inneren und äusseren Wandels der beiden Protagonisten im Werk Heinrich von Kempten ist es sinnvoll, in einem ersten Schritt diese beiden Charaktere einzeln zu betrachten. Dies soll anhand des Originaltextes geschehen und dient dem besseren Verständnis der folgenden Schritte, in welchen dann eine detailliertere Analyse stattfinden wird. Vorweg kann man über Kaiser Otto berichten, dass der Text uns vornehmlich zwei Fakten über ihn nennt: Dies ist zum einen sein Jähzorn und Unberechenbarkeit und zum andernist dies sein roter Bart. Dieser ist, dies wird sich noch zeigen, so wichtig für die Rahmenhandlung des Märes, dass in der Heidelberger Handschrift CPG 395, der Titel der Geschichte nicht Heinrich von Kempten ist, sondern Keiser Otte mit dēbarte lautet[14]. Diese Dualität des Jähzorns und der roten Haare sind kennzeichnend für Kaiser Otto und definieren ihn somit gänzlich als Person. Der Text gibt uns folgende Information:

Ein keiser Otte was genannt, des magencreftemaniclant mit vorhtenundertænic wart. schœnundelanc was im der bart, wand er in zôchvil zarte, und swaz er bî dem barte geswuor, dazliez er allez wâr. er heterœtelehtezhâr und was mitalle ein übel man. sîn herze in argem muotebran, daz er bweârte an maneger stete: sweriht wider in getete, der muostehân den lîpverlorn. über swen der eitgesworn von des keisers munde wart: „du garnest ez, sam mir mînbart!“ der muosteligentôtzehant, wand er dekeinemiltevant an sînerhendedanne. sushete er manegemmanne daz leben und den lîp benommen, der von sînengnâdenkomen was durch hôher schulde werc (Z. 1-23)[15]

Aus diesen ersten 23 Zeilen lässt sich bereits ein sehr deutliches Gesamtbild von Kaiser Otto erstellen. Es wird deutlich, dass Otto für den Schwur seiner Eide sein roter Bart die Schlüsselrolle spielt. Es scheint demnach so, dass Otto seine Entscheide stets mit dem Streichen seines Bartes besiegelt. Bemerkenswert und auch überraschend ist die Stelle im ersten Teil[16] des Textes, an welcher sich der Kaiser und Heinrich von Kempten das erste Mal treffen. Diesem Treffen geht eine überaus blutige Konfrontation zwischen Heinrich und dem Truchsessen Ottos voraus[17]. Dies verhielt sich so: Kaiser Otto liess an Ostern ein grosses Bankett veranstalten und lud diverse Gäste ein, darunter auch der Kronprinz von Schwaben, der in die Obhut von Heinrich gegeben wurde.

[…]Bankett Nu hæte er dâzeBâbenberc in der schœnenvestewît gemachet eine hôchgezît, und was diuzeinenôstern. des quâmenûzerclôstern vilhôherebbete in den hof und manicwerderbischof der mit êrenîlte dar. ouchquâmen dar in liehter schar grâven, frîen, dienstman, die dazrîchehôrten an und den keiserlichenvoget, die quâmen alle dar gezoget in wünneclicher presse. (Z. 24-35)[18]

[…] Der Kronprinz Nu was durch hovezuchtgesant ein werderjuncherre dar, der edel undewünnevar an herzen und an lîbe schein. die liute im alle sunder mein vilhôhenprîsdâgâben. sînvater was von Swâben herzogevilgewaltec, (Z. 50-57)[19]

[…] Heinrich von Kempten als Erzieher er was mit demekindekomen von Swâben dar, als ich ez las, wand er sînzuhtmeister was und in nâch ganzer wirdezôch. (Z. 98-101)[20] […]

Für eine vorläufige Charakteranalyse Ottos reichen meiner Meinung nach die eben genannten Textstellen. Da Kaiser Otto im Rest des ersten Teiles des Textes, hinsichtlich seines Charakters, nicht mehr in einer vergleichbaren Ausführlichkeit genannt wird, genügen diese Angaben. Aus dieser kurzen Analyse kann mitgenommen werden, dass wir einen Kaiser kennengelernt haben, der stark zum Jähzorn neigt und einen mehr oder minder willkürliche Herrschaft ausübt.

3. Charakterisierung Heinrichs von Kempten

Als zweiten Protagonist des Märes ist Heinrich von Kempten zu nennen. Er ist seines Zeichens ein Ritter und Erzieher des Sohnes des Herzogsaus dem Herzogtum Schwaben. Der Text verrät uns auch einiges über seinen Charakter und sein Auftreten. So erfährt man zum Beispiel:

[…] dazersach ein helt, der was ein ritterûzerwelt und hiez von Kempten Heinrich; sîn edel muot der hæt sich rîlichermanheit an genomen. (Z. 94-97)[21] […]

Seine edle Gesinnung wird dann sogleich auch an einer Textstelle exemplifiziert. Es ist jene Stelle, in welcher Heinrich zusehen muss, wie sein Schützling, nachdem dieser fälschlicherweise zu früh vom Brot abgebrochen hatte, vom Truchsessen Ottos so hart auf den Kopf geschlagen wird, dass dieser eine Platzwunde davonträgt.

[…] der selbe der wart des gewar, daz der juncherrewert der brôteshætdâgegert. des wart er zornicsâzehant: der sitesîn was sôgewant daz in muote ein cleinedinc. des lief er an den jungelinc mit einem stabe den er truoc, dâmite er ûfdazhuobetsluoc den knabenedel undeclâr, daz im diuscheitel und dazhâr vom rôtembluote wurden naz. (Z. 78-89)[22] […]

Seinen Schützling derart verletzt zu sehen betrübt den Helden Heinrich sehr:

[…] daz man den juncherrenhôch als unerbermeclichensluoc, das muote in sêre und übel gnuoc und was im leit und ungemach. zuo dem truhsæzen sprach der unverzagte ritterdô harte zorniclîchealsô: (Z. 102-108)[23]

Interessant hier zu beobachten ist die Tatsache, dass sich Heinrich äusserst emotional verhält und somit ein nicht unerheblicher Kontrast zwischen seiner vorher gepriesenen guten Gesinnung und seiner effektiven Reaktion entsteht. Denn wie uns der Text verrät, geraten danach Heinrich und der Truchsess des Kaisers so heftig aneinander, dass Heinrich diesen totschlägt. An folgender Textstelle ist dies nachzuvollziehen:

[…] daziuwerhantunkiusche sôgar unedelîchetuot, des muozbegiezeniuwerbluot den sal und disen flecken. dô greif er einen stecken als einen grôzenreitel: er sluog in dazdiuscheitel im zerclahte sam ein ei, und im der gebel spielt enzwei reht als ein havenschirben, daz er begundezwirben alumbe und umbe sam ein topf; dazhirne wart im und der kopf erschellet harte, dünket mich. des viel erûf den estrich und lacdâjâmerlichentôt. (Z. 140-155)[24] […]

Der Kontrast zwischen der vermeintlich guten Gesinnung Heinrichs und dessen Taten verdichtet sich meiner Meinung nach umso mehr durch den Umstand, dass Heinrich keinen Moment daran denkt, auf den Kaiser zu warten, um diese Angelegenheit zu klären. Spannend zu lesen ist hier auch die Art und Weise, wie Konrad von Würzburg den Truchsessen charakterisiert. Dies geschieht nur auf zwei Zeilen, die man leicht überlesen könnte. Im Text findet sich die Stelle: der sitesîn was so gewantdaz in muote ein cleinedinc (Z. 82+83)[25].Mit dieser Beschreibung stellt Konrad diese Person nicht nur hierarchisch, sondern auch charakterlich dem Kaiser Otto fast gleich. Beide zeichnen sich demnach durch ein äusserst ungestümes Wesen aus. Auch dadurch, dass der Truchsess die Stimme des Kaisers in seiner Abwesenheit ist, findet hier zumindest eine partielle Verschmelzung der beiden Männer statt. Dass die Aktion Heinrichs als sehr brutal und überraschend von den anderen Gästen rezipiert wird und somit gefolgert werden kann, dass dies durchaus nicht an der Tagesordnung war, lässt sich aus der Reaktion der Anwesenden ablesen. So lesen wir: dâ von huob sich ein micheldôz /unde ein lûtgebrehtegrôz (Z. 157+158)[26].

Ein weiterer Kontrast in Heinrichs Verhalten lässt sich in der Szene erkennen, in welcher er, nachdem er den Truchsess erschlagen hatte und der Kaiser sich nach dem Hergang des Geschehens erkundigt, zunächst versucht, sich ganz nach ritterlicher Manier, durch Worte zu erklären:

[…] „nein herre!“ sprach von Kempten der unverzagte Heinrich: „lant hie genâdevinden mich und iuwerstætehulde. gerouchentmîneunschulde vernemen hie und mîne schult. hab ich mit rehterungedult verdienet iuwervîentschaft, sôlâzentiuwermagencraft mich vellenundeveigen. müg aber ich erzeigen daznihtsîdiu schulde mîn, sôruochent mir gnædicsîn dazir mir nihtübelstuont. durch den got der hiuteerstuont an disemôsterlichem tage, sôgunnet mir daz ich bejage iuwerkeiserlîchegunst. sîtdazirhabent die vernunst dazir von art bescheiden sît, sôêrent diese hôchgezît an mir vil armen hiute, lântmich der werdenliute geniezen die man schouwet hie. kein schulde wart sômichel nie danhœrezuogenâden teil: durdazsôlâzent mich daz heil hie vindenunde erwerben daz ich nihtmüeze ersterben.“ (Z. 202-230)[27] […]

Aus dieser Textstelle lässt sich deutlich herauslesen, dass sich Heinrich mit ritterlichem Benehmen dem Kaiser erklärt und ihn ganz höflich um Gnade bittet. Die Reaktion Ottos ist jedoch zu diesem Zeitpunkt, folgernd aus der vorherigen Beschreibung dessen Charakters, höchst absehbar und folgt sogleich als heftige Anklage gegen Heinrich, die diesen in arge Bedrängnis bringt.

[…] Der keiser übel underôt der rede imantwürtebôt ûzeime grimmen herzen er sprach: „des tôdessmerzen den hie mîntruhsæzetreit, lîd ich mit solherarebeit daz ich nihtmuotesh^n dar zuo daz ich iu keine genâdetuo umbiuwerhôhe schulde. mînkeiserlîchiuhulde muoziemersîn vor iu verspart. ir garnet ez, sam mir mînbart, dazmîntruhsæzetôt lît von iualsundernôt.“ (Z. 230-244)[28] […]

Wie der Text bereits in der Einleitung verraten hat, sind all jene Entscheide, die Kaiser Otto bei seinem Bart schwört, unumstösslich und werden jeweils umgehend ausgeführt[29]. Hier ist nun jene Stelle, in der sich Heinrich kurzerhand besinnen muss und zum Schluss kommt, dass er nun ein Todgeweihter ist und demnach schnell handeln muss. Er hätte das Urteil des Kaisers auch in aller höfischen Manier annehmen können und sich seinem Schicksal wie ein echter Ritter fügen können. Stattdessen entschied er sich zornig für das Leben und sieht nur einen einzigen Ausweg, wie er sich vor dem Todesurteil retten kann. Er attackiert deshalb den Kaiser persönlich, indem er ihn an seinem langen Bart packt, über den Tisch zieht, ihm ein Messer an die Kehle hält und zwingt, ihm freies Geleit zu versprechen. Bei dieser Aktion wird nicht nur die höchste Autorität des Reiches selbst angegriffen, sondern Heinrich reisst dem Kaiser auch noch eine Hand voll Barthaare aus, die ihrerseits Teil des Machtsymbols Ottos sind:

[…] des wart im alsôrehtezorn daz er sich gerne woltewern und daz leben sîngenern mir willeclichesherzesger, wand er bekandewol, swaz er bî dem bartesîngehiez, daz er daz allez stæteliez. (Z. 250-256)[30] […] hie mit der ûzerwelte man geswinde für den keiserspranc, er greif in bî dem bartelanc, und zuhte in über sînen tisch (Z. 261-265)[31] […] er zuhte von der sîten ein mezzergewetzet, dazhæte er im gesetzet vil schiere an sînekelen hin. mit der hantbegunde er in vastumb den kragen würgen. er sprach: „nu lant mich bürgen emphâhenundesicherheit, daziuwergnâde mir bereit und iuwerhulde werde, irmuozentûf der erde daz leben anders hânverlorn. (Z. 280-291)[32] […] „ich hâniusicherheit gegeben daz ich iulîpunde leben unverderbetlâze. nu strîchentiuwerstrâze alsôdazir mich iemer vermîdet, unde ich niemer mit mînenougeniuchgesehe. (Z. 355-262)[33] […] vilwol ich des emphunden habe dazir ein übel scherersît. irsultbîdirretagezît uns rûmenhofundelant.“ (Z. 376-379)[34]

In Bezug auf das Urteil von Kaiser Otto kann auch eine Auffälligkeit festgestellt werden,denn obwohl Heinrich den Kaiser heftig bedroht hat, verliert er dennoch seine Ehre nicht. In vielen mittelalterlichen (Artus-) Erzählungen ist dies eine starke Komponente. Ein Beispiel hierfür könnte das verlëgen[35] des Artusritters Erec[36] sein, der durch dieses Verhalten seine Ehre verliert[37]. Inwiefern dies relevant für diese Seminararbeit ist, werde ich später noch erläutern.

4. Der innere und äussere Wandel Kaiser Ottos

Methodisch gesehen werde ich versuchen, die Analyse des inneren und äusseren Wandels bei beiden Protagonisten identisch zu gestalten. Getreu meiner in der Einführung formulierten Fragestellung folgend, stelle ich keinerlei Erwartungen an das Resultat dieser Analyse. Ich versuche hier lediglich, textgestützte Argumente aufzuzeigen, die sich mit meiner Fragestellung vereinbaren lassen.

Zum Thema des „Innen und Aussen“ kann aber vorweg eine Bemerkung gemacht werden. In Timothy R. Jacksons Essay[38] lässt sich zu diesem Topos eine sehr spezifische Stelle heranziehen:

Zwei Gruppen von Begriffen, deren Unterschiede in ein antithetisches Verhältnis zueinander gesteigert werden können, ziehen sich durch sein ganzes Oeuvre: so entstehen einander gegenüber das Physische auf der einen Seite und das Psychische bzw. das Seelisch-Moralische auf der anderen, das Konkrete und das Abstrakte, das Äußere und das Innere, das Sichtbare und das Verborgene. Etwas vereinfachend gesagt: das ist der Unterschied zwischen dem, das mittels der Sinne aufgefasst werden kann, und dem, das sich diesen entzieht. […]

Jackson hat also festgestellt, dass sich die Thematik des Innen und Aussen durchwegs bei Konrad feststellen lässt und somit eine Analyse ebendieser durchaus sinnvoll erscheint. Betrachtet man die erste Episode der Erzählung bezüglich des inneren und äusseren Wandels des Kaisers lässt sich feststellen, dass sich bereits eine marginale Entwicklung bei Otto erkennen lässt. Wird der Kaiser in den ersten 23 Zeilen des Werkes noch als grausam und unwillkürlich dargestellt, begnadigt er dennoch den Heinrich, obwohl dieser ihn heftigst angegriffen hatte. Hierzu äussert sich auch Otto Neudeck[39]:

[…] In der Hoftagsszene gerät der Kaiser in blinde Wut und in Zorn über die vermeintliche Ermordung seines Truchsessen: Dieser war von einem miles getötet worden, weil er dessen Schützling, den Sohn eines Herzogs, wegen einer Nichtigkeit blutig geschlagen hatte. Da der zornige Kaiser den vermeintlichen Übeltäter ohne Gehör und Gnade bestrafen will, wirft ihn der miles – empört darüber – zu Boden, würgt ihn und kann nur durch die Umstehenden vom Äußersten abgehalten werden. Obwohl nun alle den sofortigen Tod des Aggressors fordern, entscheidet der Kaiser anders: Er erkennt im miles ein Werkzeug Gottes, durch das er für sein Versagen bestraft wurde.

Diese Szene interpretiere ich insofern als einen Kontrast, als dass der Kaiser Heinrichs Todesurteil im Grunde bereits Momente vor dem Angriff ausgesprochen hatte und danach auch noch alle Anwesenden diesem Urteil mit Nachdruck zustimmen, sich Otto aber dann doch besinnt und das Todesurteil in eine Verbannung vom Hof und Land umwandelt. Diese Szene kann demnach als erste Indikation eines inneren Wandels des Kaisers gelesen werden. Als äusseren Wandel kann in diesem Märe nur die Veränderung des Bartes von Otto genannt werden, da der Text selbst keine weiteren Informationen zu einem möglich Wandel im äusseren Erscheinungsbild Ottos preisgibt. Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass es einen solchen nicht gibt. An der bereits zitierten Stelle der ersten Episode[40] erfährt man, dass Heinrich dem Kaiser ein Büschel Barthaare ausgerissen hat. Dieser Zustand des Bartes von Otto zieht sich dann überraschenderweise durch das gesamte Werk hindurch. So schreibt Konrad folgendes, als es zur erneuten Gegenüberstellung von Heinrich und Otto kommt:

[…] nu habentir doch wolvernomen war umbe ich iuwervîent wart: irsîtez doch der mir den bart ânescharsachhâtgeschorn, und iuwergrimmeclicherzorn vilhâres in beroubethât, daz er noch âne locke stât, dazhâtgefrumetiuwerhant. (Z. 690-697) […]

Meiner Ansicht nach kann diese Stelle auf zwei verschiedene Arten verstanden werden. Zum einen könnte sie so gelesen werden, dass die Stelle, an welcher Heinrich dem Kaiser die Barthaare ausriss, bis heute kahl blieb oder dass die nachgewachsenen Haare eine etwas veränderte Struktur haben als die vorherigen. Grundsätzlich spielt es keine entscheidende Rolle, welche Lesung man bevorzugt, im Zentrum steht die eigentliche Veränderung des Bartes und somit auch des Machtsymbols Ottos.

Bezüglich des inneren Wandels kommt in der zweiten Episode der Erzählung nur eine Szene in Frage. Es ist jene, die sich nach der Rettung Ottos durch den nackten Heinrich in dessen Feldlager inmitten seiner Ritter abspielt. Nachdem Otto den Heinrich zu sich rufen liess, gibt sich der Kaiser erst äusserst grimmig und gibt damit Heinrich noch kein Anzeichen für seinen inneren Wandel. Die ganze Spannung wird dann schlussendlich von Otto selbst durch sein Gelächter entspannt und somit gänzlich aufgelöst. Der Text verrät uns dazu folgendes:

[…] doch will ich in erschrecken und übellîcheemphâhen.“ (Z. 678-679)[41] […] Der keiser lachen dôbegan: er sprach: „irûzerwelter man, irsîtunschuldic, hœre ich wol: dâ von ich gerne lâzensol gegen iu den zornmîn. mir und gotesultirsîn woltûsentwarbe willekommen. irhânt mir swærevilgenomen und daz leben mîngenert. den lîpmüeste ich hânverzert waniuwer helfe, sælic man.“ (Z. 719-729)[42]

Diese Reaktion des Kaisers ist äusserst unerwartet und wirft ein völlig neues Licht auf das Verhältnis zwischen Otto und Heinrich. Erzähltechnisch kann diese Szene so gedeutet werden, dass sämtliche noch vorhandenen Spannungen und Konflikte zwischen den beiden Protagonisten mit einem Schlag aufgelöst werden. Doch die Dankbarkeit über die Rettung seines Lebens geht noch weiter. Der Kaiser überschüttet Heinrich zudem mit Dankbarkeitsgesten und auch einem ertragreichen Lehen:

[…] sus sprang er ûf und lief in an und kuste im ougenundelide, ein suonerlûterunde ein fride wart gemachetunder in, ir zweier vîntschaft was dâhin wan der keiserhôchgeborn und sîngrimmeclicherzorn was dem ritternihtgevêch. ein gelt gab er im undelêch dazjâresgalt zweihundert marc, (Z. 730-739)[43] […]

Zusammenfassend kann über den inneren und äusseren Wandel des Kaisers Otto am Text gezeigt werden, dass wir beides vorfinden. Dabei gestaltet sich der äussere Wandel jedoch minimal, da sich nur eine kurze Textstelle finden liess, in welcher die leicht veränderte Struktur von Ottos Bart vermerkt ist. Der äussere Wandel ist daher nur von marginaler Bedeutung. Der innere Wandel hingegen ist ganz klar von signifikanter Bedeutung für die Erzählung. Wir finden in den zitierten Textstellen einen gänzlich gewandelten Otto, der nicht nur bis dahin ungekannten Humor besitzt, sondern auch noch äusserst grosszügig ist. Vergleicht man den Otto des ersten Teiles der Erzählung mit jenem des zweiten Teils, lassen sich fast keine Gemeinsamkeiten, natürlich den Charakter betreffend, mehr feststellen. Der innere Wandel ist somit von grosser Bedeutung für dieses Märe.

5. Der innere und äussere Wandel Heinrichs von Kempten

Auch bei der Analyse der Heinrich werde ich zuerst den äusseren Wandel anhand des Textes betrachten. Bei der Lektüre des Textes fällt auf, dass sich kein äusserer Wandel, so wie wir ihn bei Kaiser Otto vorfinden, feststellen lässt. Es gibt gänzlich keine Hinweise darauf, dass sich Heinrich von Kempten in dieser Zeitspanne von über zehn Jahren in irgendeiner Weise äusserlich verändert. Daher erübrigt sich eine Analyse dieses Aspekts. Aber auch der innere Wandel von Heinrich lässt sich nicht wirklich ausformulieren, da auch dieser zu fehlen scheint. Heinrichs Charakter habe ich bereits in Punkt 3 analysiert. Diese Analyse bezog sich jedoch nur auf den ersten Teil der Erzählung. Zu Beginn des zweiten Teiles erfährt man vom Feldzug Ottos gegen Italien und von dem Umstand, dass der Kaiser alle seine Vasallen zu sich in den Kampf rufen lässt. Da Heinrich ein Ministerial des Lehens Kempten ist, wird er vom Bischof aufgefordert, diesem Aufruf zu folgen[44]. Somit findet sich Heinrich in einem nicht unerheblichen Gewissenskonflikt wieder, den er nicht aus eigener Entscheidungskraft lösen kann. Erst als ihm der Bischof droht, ihn zu enteignen, lenkt er ein und folgt dem Ruf[45].Eine weitere Schlüsselszene ergibt sich später in der Erzählung, als Kaiser Otto alleine zu vermeintlichen Verhandlungsgesprächen reitet und in einen Hinterhalt gerät. Glücklicherweise sitzt Heinrich nur ein paar Meter daneben in seiner Badewanne und bekommt den Hinterhalt mit.

[…] und dô der ritterdazersach von Kempten in dem bade dort, daz man dâ mein undemort alsusbegundebriuwen, und daz man an den triuwen den keiser Otten wollte erslahen dôliezer baden undetwahen vil gar belîbenunder wegen: reht als ein ûzerwelterdegen sprang er ûzdem zuber tief, zesîmeschilte er balde lief, der hieng an einer wende, den nam er zuo der hende unde ein swert gar ûzerwelt. dâmitequam der blozehelt geloufenzuo dem keiser hin. von den burgærenlôste er in und werte in alsônacket zerhouen und zerhacket wart von im der vîndegnuoc.(Z. 567-587) […]

Zu bemerken ist auch noch, dass Heinrich mit der gleichen Kühnheit und Heftigkeit mit äusserster Gewalt[46] zu Werke geht, wie bei dem Vorfall vor zehn Jahren. Daraus ist demnach abzuleiten, dass er in keiner Hinsicht einen inneren Wandel durchgemacht hat. Diese Aussage wird auch vom Text gestützt, als dem Kaiser von seinen Rittern zweifelsfrei bestätigt wird, dass es sich um Heinrich handeln muss, obwohl er nur von Otto völlig nackt gesehen wurde[47],[48].

6. Fazit

Ich glaube mit dieser Arbeit, zumindest ansatzweise, gezeigt haben zu können, dass die eingehende Charakteranalyse der beiden Protagonisten Kaiser Otto und Heinrich von Kempten ein einigermassen anschauliches Resultat bezüglich der Fragestellung ermöglicht. Die behandelten Textstellen deuten darauf hin, dass sich nur bei Kaiser Otto ein innerer und auch ein äusserer Wandel erkennen lassen. Auch wenn der äussere Wandel bei Otto nur marginal ist, spielt er dennoch eine gewisse Rolle in Zusammenhang mit dem inneren Wandel. Deutlich zu erkennen war der innere Wandel im zweiten Teil des Märes. Dort findet sich ein gänzlich gewandelter Otto vor, der nichts mehr von seiner einstmals aufbrausenden Art zu haben scheint.

Ganz anders verhält es sich mit Heinrich von Kempten. Es gibt im gesamten Text keine Hinweise darauf, dass sich ein innerer, resp. äusserer Wandel vollzogen hat. Die Analyse Heinrichs von Kempten kann daher als Nullergebnis betrachtet werden.

Literaturverzeichnis

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[...]


[1] Brandt 1987, S. 117.

[2] Würzburg 1968, S. 49.

[3] Vgl. Kokott 1989, S. 93

[4] Würzburg 1968, S. 49, Z. 758/759.

[5] Brandt 1987, S. 118.

[6] Brandt 1987, S. 118.

[7] Leipold 1976, S. 9.

[8] Leipold 1976, S. 10.

[9] Leipold 1976, S. 11.

[10] Schnyder (Hg.) 1989, S. 28/30.

[11] Würzburg 1968, S. 49, Z. 762.

[12] Leipold 1976, S. 19.

[13] Leipold 1976, S. 28.

[14] Digitalisierte Heidelb.HsCPG 395., S. 194.

[15] Würzburg 1968, S. 6.

[16] Als 1. Teil der Geschichte definiere ich hier die Zeilen 1 – 393, da wir auf Zeile 394 erfahren, dass ein Zeitsprung von zehn Jahren stattgefunden hat, über den nichts Näheres zu lesen ist. Erzähltechnisch ist es auch so, dass sich im 2. Teil der Geschichte eine erstaunliche Begegnung zwischen Kaiser Otto und Heinrich zuträgt, auf welche ich noch später in der Arbeit eingehen werde.

[17] Auf diese Textstelle werde ich später noch genauer eingehen.

[18] Würzburg 1968, S. 6/8.

[19] Würzburg 1968, S. 9.

[20] Würzburg 1968, S. 10.

[21] Würzburg 1968, S. 10.

[22] Würzburg 1968, S. 10.

[23] Würzburg 1968, S. 11/12.

[24] Würzburg 1968, S. 14.

[25] Würzburg 1968, S. 10.

[26] Würzburg 1968, S. 14.

[27] Würzburg 1968, S. 16/18.

[28] Würzburg 1968, S. 18.

[29] Würzburg 1968, S. 20.

[30] Würzburg 1968, S. 20.

[31] Würzburg 1968, S. 20.

[32] Würzburg 1968, S. 20/22.

[33] Würzburg 1968, S. 26.

[34] Würzburg 1968, S. 26.

[35] Lexer 1992, S. 273: verlëgen(adj.) = durch zu langes liegen in Trägheit versinken.

[36] Scholz (Hg.) 2007, S. 175.

[37] Brunner (Hg.) 1994, S.101.

[38] Jackson 1994, „Außen und Innen bei Konrad von Würzburg. Die Achill-Deidemia-Episode im Trojanischen Krieg, Hg. Helmut Brall, S. 220.

[39] Neudeck 2003, S. 279-280.

[40] Würzburg 1968, S. 27.

[41] Würzburg 1968, S. 42/44.

[42] Würzburg 1968, S. 47.

[43] Würzburg 1968, S. 47.

[44] Würzburg 1968, S. 28/30.

[45] Würzburg 1968, S. 30/32.

[46] Vgl. Kellner 2004, S. 75-103.

[47] Würzburg 1968, S. 42.

[48] Schulz 2008, S. 371.

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Details

Titel
Analyse des inneren und äusseren Wandels der Figuren Kaiser Otto und Heinrich von Kempten in Konrad von Würzburgs Erzählung „Heinrich von Kempten“
Hochschule
Universität Zürich  (Deutsches Seminar)
Autor
Jahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V295894
ISBN (Buch)
9783656938606
Dateigröße
526 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse, wandels, figuren, kaiser, otto, heinrich, kempten, konrad, würzburgs, erzählung
Arbeit zitieren
Samuel Burkhard (Autor), 2012, Analyse des inneren und äusseren Wandels der Figuren Kaiser Otto und Heinrich von Kempten in Konrad von Würzburgs Erzählung „Heinrich von Kempten“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295894

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