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Scheidungskinder

Title: Scheidungskinder

Term Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: ohne

Autor:in: Stefanie Liebig (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Scheidung ist ein vieldiskutiertes und sehr aktuelles Thema. Die Tendenz
der Scheidungszahlen ist nach wie vor steigend. Damit steigt aber auch
die Zahl der Mitbetroffenen, nämlich der Kinder.
Die betroffenen Kinder und die Frage danach, wie sie von einem solchen
Ereignis betroffen sind, welche Folgen daraus für die entstehen, hat in den
letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung und Aktualität gewonnen.
Was aber sind genau die Folgen, die sich aus einer Scheidung für die
betroffenen Kinder ergeben? Mit welchen Belastungen und Gefühlen
sehen sie sich nach einem solchen Ereignis konfrontiert, welche
Schwierigkeiten entstehen daraus für sie? Reagieren Jungen anders als
Mädchen? Und wie unterschiedlich sind diese Reaktionen in Abhängigkeit
vom Alter, in dem das Kind sich diesem Geschehen gegenüber sieht?
Diese Arbeit soll sich besonders mit den alters- und geschlechtsspezifischen
Problemen und Reaktionen auseinandersetzen, wird aber
auch andere Bereiche der Thematik streifen.
Im Anschluss an die Einleitung sollen Überblicksinformationen zum
Thema gegeben und grundlegende Gedanken geäußert werden. Die
weitere Arbeit wird sich konkret mit einer Studie beschäftigen, die Kinder
und deren Reaktionen auf elterliche Trennung betrachtet.
Literaturgrundlage für diese Arbeit sind Bücher, die sowohl aus
pädagogischer, als auch aus psychologischer Sicht Bezug zu diesem
Thema nehmen. Dort sind sowohl konkret die Probleme, die sich aus einer
Scheidungssituation für die Kinder ergeben, als auch Präventions- und
therapeutische Maßnahmen dargestellt. Die Informationsrecherche
erstreckte sich auch auf das Internet.
Die Fülle des vorhandenen Materials zum Thema Scheidung, Scheidungskinder
und Scheidungsfolgen lässt es jedoch nicht zu, alle Forschungsergebnisse
und Ansätze mit in diese Arbeit einzubeziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zahlen und Grundlageninformationen

2.1. Was Scheidung für Kinder bedeutet

2.2. Altersspezifische Reaktionen

2.3. Geschlechtsspezifische Reaktionen

3. Langzeitfolgen

3.1. Sleeper- bzw. Time-bomb-Effekte

3.2. Resilienz

4. Anneke Napp-Peters: Familien nach der Scheidung

4.1. Einführung

4.2. Erste Erhebungsphase (Scheidung bzw. kurz danach)

4.3. Zweite Erhebung (zwölf Jahre später)

4.4. Besonderheiten

4.5. Geschlechtsspezifische Reaktionen

4.6. Zusammenfassung

5. Was kann zum Wohl der Kinder getan werden?

6. Zusammenfassung und Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen einer elterlichen Scheidung auf Kinder unter besonderer Berücksichtigung alters- und geschlechtsspezifischer Reaktionen und stellt unterstützende Maßnahmen zur Bewältigung dieses Lebensereignisses vor.

  • Analyse der kindlichen Bedürfnisse im Kontext der Scheidung.
  • Differenzierte Betrachtung altersspezifischer Belastungen und Störungsbilder.
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Verhaltensunterschiede (internalisierend vs. externalisierend).
  • Langzeitfolgen wie Sleeper-Effekte und die Bedeutung von Resilienz.
  • Evaluation von Interventionsmöglichkeiten und Beratungsszenarien für betroffene Familien.

Auszug aus dem Buch

2.1. Was Scheidung für Kinder bedeutet

Kinder verbinden mit der Familie, sofern diese als intakt zu bezeichnen ist, und von diesem Fall wird hier ausgegangen, eine ganze Reihe von erfüllten und befriedigten Bedürfnissen. Ihre Lebensqualität richtet sich nach dem Maß der Erfüllung dieser Bedürfnisse. Die großen Bedürfnisbereiche hat Jörg Fegert in Anlehnung an die UN-Kinderrechtskonvention wie folgt als basic needs of children beschrieben:

(1) Liebe, Akzeptanz und Zuwendung

(2) Stabile Bindungen

(3) Bedürfnis nach Ernährung und Versorgung

(4) Bedürfnis nach Gesundheit

(5) Bedürfnis nach Schutz vor Gefahren von materieller und sexueller Ausbeutung

(6) Bedürfnis nach Wissen, Bildung und Vermittlung hinreichender Erfahrung.

Diese Bedürfnisse sehen Kinder, in Abhängigkeit vom Alter, unbewusst oder bewusst durch eine Scheidung gefährdet. Der Schutzraum Familie, der Garant für die Erfüllung dieser Bedürfnisse war, existiert nach einer Scheidung zumindest nicht mehr in der ursprünglichen Form.

Das erste Bedürfnis kann in sofern für ein Scheidungskind nicht mehr erfüllt sein, dass die Eltern oft streiten, sich dem Kind nicht mehr zuwenden und dessen Wünsche kaum noch Beachtung finden. Alles scheint sich in diesem Augenblick um die Erwachsenen zu drehen, oft herrscht eine lieblose Atmosphäre und das Kind fühl sich vernachlässigt. Ebenso ist das Bedürfnis nach stabilen Bindungen für solche Kinder akut gefährdet, denn die stabile Familienbindung ist gerade im Sich-Auflösen begriffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik steigender Scheidungszahlen und die damit verbundenen emotionalen sowie psychischen Belastungen für betroffene Kinder ein.

2. Zahlen und Grundlageninformationen: Dieses Kapitel liefert statistische Daten zur Scheidungsentwicklung und definiert basale kindliche Bedürfnisse, deren Gefährdung durch eine Trennung der Eltern eintreten kann.

3. Langzeitfolgen: Hier werden späte Auswirkungen wie die sogenannten Sleeper-Effekte thematisiert sowie der schützende Mechanismus der Resilienz bei kritischen Lebensereignissen erläutert.

4. Anneke Napp-Peters: Familien nach der Scheidung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer zwölfjährigen Langzeitstudie, die geschlechtsspezifische Reaktionen und die Bedeutung stabiler Kontakte nach einer Scheidung untersucht.

5. Was kann zum Wohl der Kinder getan werden?: Hier werden präventive und therapeutische Ansätze wie das Mediationsverfahren sowie konkrete Richtlinien für ein kindgerechtes Verhalten der Eltern während der Scheidung aufgeführt.

6. Zusammenfassung und Schlussbemerkungen: Der abschließende Teil reflektiert die Komplexität der Thematik und unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung hinsichtlich individueller Verarbeitungsfaktoren.

Schlüsselwörter

Scheidung, Scheidungskinder, Familienrecht, Kinderpsychologie, Trennungsfolgen, Resilienz, Sleeper-Effekt, Geschlechtsunterschiede, Verhaltensauffälligkeiten, Mediation, Familienreorganisation, Kindeswohl, Bindungsangst, Langzeitstudie, Erziehungsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die psychischen und emotionalen Auswirkungen, denen Kinder infolge der Scheidung ihrer Eltern ausgesetzt sind, und wie diese diese Erlebnisse verarbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Schwerpunkte sind die altersspezifischen sowie geschlechtsspezifischen Reaktionen, langfristige Folgen der Scheidung und Möglichkeiten der Unterstützung durch Eltern und Beratungseinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Probleme von Scheidungskindern zu entwickeln und aufzuzeigen, wie Belastungen durch professionelle Hilfe und elterliche Achtsamkeit minimiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf pädagogischen und psychologischen Fachbüchern sowie einer ausführlichen Fallstudie von Anneke Napp-Peters basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der kindlichen Bedürfnisse und Reaktionen sowie eine detaillierte Auswertung der Langzeitstudie von Anneke Napp-Peters.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Scheidungskinder, Resilienz, Verhaltensauffälligkeiten, Familienreorganisation und Kindeswohl beschreiben.

Was unterscheidet die Reaktionen von Jungen und Mädchen laut den untersuchten Studien?

Die Arbeit zeigt, dass Jungen eher zu externalisierendem Verhalten (Aggression, oppositionelles Verhalten) neigen, während Mädchen vermehrt internalisierende Störungen (Depression, sozialer Rückzug) aufweisen.

Welche Bedeutung kommt dem Kontakt zum nicht-sorgeberechtigten Elternteil bei?

Die Analyse unterstreicht, dass Kinder, die nach der Scheidung einen guten Kontakt zu beiden Elternteilen aufrechterhalten konnten, eine stabilere Entwicklung zeigen und besser mit der Krisensituation umgehen konnten.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Scheidungskinder
College
University of Potsdam  (Institut für Pädagogik)
Course
Familie und Familienformen heute
Grade
ohne
Author
Stefanie Liebig (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V29590
ISBN (eBook)
9783638310611
Language
German
Tags
Scheidungskinder Familie Familienformen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Liebig (Author), 2004, Scheidungskinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29590
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