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Verbale Machtdemonstration in Thomas Bernhards Dramen „Der Weltverbesserer“ und „Vor dem Ruhestand“

Titre: Verbale Machtdemonstration in Thomas Bernhards Dramen „Der Weltverbesserer“ und „Vor dem Ruhestand“

Dossier / Travail , 2014 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Caroline Gierlinger (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Bernhard spielt in vielen seiner Dramen mit Machtverhältnissen zwischen Figuren und der Großteil der Machtausübung funktioniert dabei über Sprache und Schweigen.
Zu Beginn der Arbeit wird eine literaturwissenschaftliche Definition von Macht erarbeitet, um diese dann auf die beiden Dramen anwenden zu können.

Gewählt wurden diese Dramen, da es sich in beiden um ähnliche Figuren- und Beziehungskonstellationen handelt und jedes eine Herr-Knechtdialektik aufweist.

In beiden Stücken herrscht eine Asymmetrie des Kommunikationsgefüges, denn es gibt jeweils eine schweigende Figur, die jedoch ebenso Macht auf die anderen Figuren ausübt, wie die Sprechenden.

Beide Dramen werden auf Machtausübung durch Sprache und Schweigen untersucht. Dabei soll herausgearbeitet werden mit welchen sprachlichen Mitteln Bernhard vorgeht und welche rhetorischen Figuren er einsetzt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Definition von Macht

3. Machtrhetorik und die Macht des Schweigens bei Thomas Bernhard

4. Verbale und nonverbale Machtdemonstration in Bernhards Dramen

4.1. Der Weltverbesserer (1978)

4.2. Vor dem Ruhestand. Eine Komödie von deutscher Seele (1979)

5. Muster der verbalen Machtausübung

6. Conclusio

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie in den Dramen Der Weltverbesserer und Vor dem Ruhestand von Thomas Bernhard Machtverhältnisse durch spezifische rhetorische Mittel und das Wechselspiel zwischen Sprache und Schweigen konstruiert, demonstriert und ausgeübt werden.

  • Analyse der Machtdynamik in asymmetrischen Kommunikationsgefügen (Herr-Knecht-Dialektik).
  • Untersuchung der rhetorischen Strategien und Wiederholungsfiguren zur Machtausübung.
  • Betrachtung der Bedeutung des Schweigens als nonverbales Machtinstrument und Widerstandsform.
  • Gegenüberstellung von monologisierenden und schweigenden Figurenkonstellationen.
  • Anwendung literaturwissenschaftlicher und soziologischer Machtdefinitionen auf die Dramentexte.

Auszug aus dem Buch

4.1. Der Weltverbesserer (1978)

In Der Weltverbesserer ist der gleichnamige Protagonist ein misanthropisches Scheusal (WV, 178), wie er sich selbst bezeichnet, das mit seinem hyperbolischen Hang zum Pessimismus ein Paradebeispiel des Bernhardschen Redners ist. Ihm gegenübergestellt wird Die Frau, welche zur namenlosen Begleiterscheinung und im Hinblick auf den Redeanteil zur meinungslosen Marionette des Weltverbesserers degradiert wird. Sie wiederum ist ein Paradebeispiel der Bernhardschen Schweigefigur. Sie folgt den Anweisungen des Weltverbesserers wie eine Dienerin und ist seinem Monolog ausgesetzt, den sie nur dreißig mal im ganzen Stück – auf Aufforderung des Weltverbesserers hin – mit sehr knappen Antworten zum Dialog werden lässt. Das Einzige, was die Beziehung von einem Dienstverhältnis unterscheidet ist das vertrauliche Du mit dem die Frau vom Weltverbesserer angesprochen wird.

Er nennt sie mein Kind und stellt ihr Fragen, die den Anschein machen, als ob er nie an einer Antwort interessiert gewesen war, denn er wartet diese nie ab.

Wenn ihm die Frau – welche gleichzeitig ebenso wenig an seinen Fragen interessiert scheint, wie er an ihren Antworten – nicht sofort antwortet, beantwortet er die Fragen selbst:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der Machtausübung durch Sprache und Schweigen in Thomas Bernhards Dramen ein und definiert das Forschungsziel.

2. Zur Definition von Macht: Es werden literaturwissenschaftliche und soziologische Grundlagen zur Definition von Macht und Herrschaft erarbeitet, insbesondere unter Rückgriff auf Luhmann und Weber.

3. Machtrhetorik und die Macht des Schweigens bei Thomas Bernhard: Dieses Kapitel analysiert die Rolle monologisierender Protagonisten und die Funktion des Schweigens als effektives, machtvolles Mittel der Überlegenheit und des Widerstands.

4. Verbale und nonverbale Machtdemonstration in Bernhards Dramen: Hier werden die Kommunikationsszenarien in Der Weltverbesserer und Vor dem Ruhestand detailliert auf ihre ritualisierten Machtstrukturen untersucht.

5. Muster der verbalen Machtausübung: Die Analyse identifiziert wiederkehrende rhetorische Wiederholungsfiguren wie Anaphern, Epiphern und Polyptota als zentrale Instrumente der Bernhardschen Machtdemonstration.

6. Conclusio: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und bestätigen, dass die Protagonisten durch ihren Sprachduktus Machtverhältnisse etablieren, wobei der Machtkampf in beiden Stücken letztlich unentschieden bleibt.

Schlüsselwörter

Thomas Bernhard, Machtausübung, Machtrhetorik, Schweigen, Der Weltverbesserer, Vor dem Ruhestand, Herr-Knecht-Dialektik, Rhetorik, Kommunikation, Wiederholungsfiguren, Sprachgewalt, Dramenanalyse, Machtdemonstration, Herrschaft, Asymmetrie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Mechanismen von Machtdemonstration und Machtausübung in den Dramen von Thomas Bernhard unter besonderer Berücksichtigung der eingesetzten rhetorischen Mittel.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Machtdynamik zwischen Figuren, die Bedeutung der Sprache als Instrument der Dominanz und die Rolle des Schweigens als Gegenmacht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Bernhard durch rhetorische Figuren wie Wiederholungen und durch das Kommunikationsverhalten seiner Figuren Machtasymmetrien erzeugt und aufrechterhält.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die rhetorische Analysen der dramatischen Texte mit soziologischen Theorien über Macht und Herrschaft verknüpft.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert spezifische Kommunikationsszenarien in den Dramen Der Weltverbesserer und Vor dem Ruhestand sowie die identifizierten rhetorischen Muster der Machtausübung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Machtrhetorik, Sprachgewalt, Herr-Knecht-Dialektik, Kommunikation und rhetorische Wiederholungsfiguren kennzeichnen.

Welche Rolle spielt das Schweigen in Bernhards Dramen laut der Autorin?

Das Schweigen wird als bewusster, effektiver Akt der Verweigerung analysiert, durch den sich schweigende Figuren wie Clara eine Form von Erhabenheit bewahren und Hierarchien ins Wanken bringen können.

Wie unterscheidet sich die Machtausübung der männlichen Protagonisten von der ihrer Gegenüber?

Die männlichen Figuren nutzen exzessive, monologisierende Sprachgewalt und rhetorische Überlegenheit, während ihre Gegenüber (oft Frauen) Macht durch konsequentes Schweigen und Verweigerung ausüben.

Fin de l'extrait de 20 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Verbale Machtdemonstration in Thomas Bernhards Dramen „Der Weltverbesserer“ und „Vor dem Ruhestand“
Université
University of Vienna  (Germanistik)
Cours
Ps Poesie und Sprache
Note
1,0
Auteur
Caroline Gierlinger (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
20
N° de catalogue
V296001
ISBN (ebook)
9783656941309
ISBN (Livre)
9783656941316
Langue
allemand
mots-clé
verbale machtdemonstration thomas bernhards dramen weltverbesserer ruhestand
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Caroline Gierlinger (Auteur), 2014, Verbale Machtdemonstration in Thomas Bernhards Dramen „Der Weltverbesserer“ und „Vor dem Ruhestand“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296001
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Extrait de  20  pages
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