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Die Anfänge des bürgerlichen Trauerspiels am Beispiel "Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing

Título: Die Anfänge des bürgerlichen Trauerspiels am Beispiel "Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing

Trabajo , 2012 , 16 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Elisabeth Dölle (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die Darstellung der Anfänge des bürgerlichen Trauerspiels im Drama "Miss Sara Sampson" und die Analyse der darin erscheinenden Figur Mellefont.

In dem Seminar: „Literatur und Kultur der Empfindsamkeit“ lernten wir das Stück „Miss Sara Sampson“ kennen und erörterten und interpretierten einige Akte gemeinsam. Da ich das Stück weder im Schulunterricht noch in meiner Freizeit kennengelernt hatte, interessierte es mich umso mehr, als ich erfuhr, dass es im „heimlichen Kanon“ an Schulen als „Musterbeispiel des bürgerlichen Trauerspiels“ gehandelt wird. Da ich schon immer einen Faible für Dramen hatte und bis dato „Emilia Galotti“ mein Lieblingsstück war, freute ich mich es als Pflichtlektüre in diesem Seminar lesen zu können. Schon beim ersten Lesen entstand für mich das Interesse an der Figur Mellefont, welcher für mich bis dato schwierig charakterlich einzuordnen war.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anfänge des bürgerlichen Trauerspiels anhand von Gotthold Ephraim Lessings Drama „Miss Sara Sampson“. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der psychologischen Analyse der ambivalenten Figur Mellefont, dessen Handlungen, Charakteristika und Entwicklung innerhalb des Stückes kritisch hinterfragt werden, um seine Rolle im Kontext der Epoche der Empfindsamkeit zu beleuchten.

  • Grundlagen und Besonderheiten des bürgerlichen Trauerspiels
  • Figurenkonstellation und Stereotype im Werk
  • Die psychologische Ambivalenz und Entwicklung der Figur Mellefont
  • Die Rolle von Mitleid, Schuld und Sühne im Drama

Auszug aus dem Buch

Hauptteil

Das bürgerliche Trauerspiel, welches erstmals in England und Frankreich entstand, grenzt sich von der strengen Tragödie ab. Als Vorreiter für die Einführung des deutschen, bürgerlichen Trauerspieles lässt sich deshalb Gotthold Ephraim Lessing festhalten, welcher mit seinen Werken Miß Sara Sampson (1755) und „Emilia Galotti“ (1771) ein entscheidendes Stück „Weltliteratur“ schuf.

Während man bei Aristoteles Regelpoetik noch die Reinigung von den Leidenschaften als Zielsetzung des Trauerspieles betrachtete, so ging es Lessing zentral um die „Reinigung der Leidenschaften“ und deren „Veredelung zu tugendhaften Fähigkeiten“.

Ziel des Dramas sei es unter Anderem, Mitleid zu erregen. „(…) die Bestimmung der Tragödie ist diese: sie soll unsre Fähigkeit, Mitleid zu fühlen, erweitern“ und „(…) sie soll uns so weit fühlbar machen, das uns der Unglückliche zu allen Zeiten, und unter allen Gestalten, rühren und für sich einnehmen muß“.

Lessing geht in seinem Briefwechsel mit Moses Mendelssohn und Friedrich Nicolai sogar soweit und stellt fest „ Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch, zu allen gesellschaftlichen Tugenden, zu allen Arten der Großmut der aufgelegteste. Wer uns also mitleidig macht, macht uns besser und tugendhafter (…).

Schlussfolgernd stellt Lessing fest, dass „(…) alle Personen, die man unglücklich werden läßt, gute Eigenschaften haben, folglich muß die beste Person auch die unglücklichste seyn“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Themenstellung ein und begründet das Interesse an der Figur Mellefont sowie der Gattung des bürgerlichen Trauerspiels im Kontext des Seminars zur Literatur der Empfindsamkeit.

Hauptteil: Das Kapitel analysiert die theoretischen Grundlagen des bürgerlichen Trauerspiels bei Lessing und untersucht detailliert die Charakterentwicklung, die Ambivalenz und das selbstzerstörerische Handeln der Figur Mellefont.

Schluss: Das Fazit fasst die Bedeutung von Miss Sara Sampson als Meilenstein der Gattung zusammen und betont die gelungene Abkehr von Stereotypen hin zu komplexen Mittelcharakteren im bürgerlichen Drama.

Schlüsselwörter

Miss Sara Sampson, Gotthold Ephraim Lessing, bürgerliches Trauerspiel, Empfindsamkeit, Mellefont, Charakteranalyse, Ambivalenz, Mitleid, Tugend, Schuld, Sühne, Drama, Literaturgeschichte, Figurenkonstellation, Aufklärung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literaturwissenschaftlichen Analyse von Lessings Stück "Miss Sara Sampson" und fokussiert sich dabei insbesondere auf die Darstellung und Charakterisierung der männlichen Hauptfigur Mellefont.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Gattungsmerkmale des bürgerlichen Trauerspiels, die Theorie der Empfindsamkeit, die psychologische Profilierung von Mellefont sowie die moralische Auseinandersetzung mit Schuld und Vergebung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Figur Mellefont als "Mittelcharakter" zu deuten und aufzuzeigen, wie Lessing durch diese ambivalente Figur Freiraum für die Interpretation durch den Leser schafft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine werk- und figurenimmanente Analyse unter Einbeziehung literaturkritischer Sekundärliteratur zur Einordnung in den historischen Kontext der Aufklärung und Empfindsamkeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst die Entstehung des bürgerlichen Trauerspiels, kontrastiert dann die Figuren Sara und Marwood und widmet sich anschließend einer detaillierten Analyse von Mellefonts Handlungen, seinem Verhältnis zu anderen Figuren und seinem tragischen Ende.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind das bürgerliche Trauerspiel, die Epoche der Empfindsamkeit, die Figur des Mellefont als "femme fatale"-Opfer bzw. Verführer, sowie die Themen Tugendhaftigkeit und moralische Ambivalenz.

Warum wird Mellefont als ambivalente Figur bezeichnet?

Mellefont zeigt in seiner Rolle als "verführter Verführer" ständige Widersprüche zwischen seinen Wünschen nach einer bürgerlichen Ehe und seinem Unvermögen, sich von seiner vergangenheit als "Lustiger" zu lösen.

Welche Rolle spielt die Figur Norton in der Charakterisierung von Mellefont?

Norton fungiert nicht nur als Diener, sondern als kritischer Spiegel, der Mellefonts vergangene Laster und seine aktuellen Verhaltensmuster demaskiert und ihn zur Rechenschaft zwingt.

Wie interpretiert die Autorin den Freitod von Mellefont?

Der Freitod wird als egoistische Entscheidung gewertet, da Mellefont die Chance zur Sühne durch Leben und Wiedergutmachung ausschlägt und stattdessen die Flucht in den Suizid wählt, wodurch er seine Schuld gegenüber den Hinterbliebenen verdoppelt.

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Detalles

Título
Die Anfänge des bürgerlichen Trauerspiels am Beispiel "Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing
Universidad
University of Kassel
Calificación
1,5
Autor
Elisabeth Dölle (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
16
No. de catálogo
V296028
ISBN (Ebook)
9783656944553
ISBN (Libro)
9783656944560
Idioma
Alemán
Etiqueta
anfänge trauerspiels beispiel miss sara sampson
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elisabeth Dölle (Autor), 2012, Die Anfänge des bürgerlichen Trauerspiels am Beispiel "Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296028
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