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Risikomanagement im Jobcenter. Eine kritische Bewertung

Title: Risikomanagement im Jobcenter. Eine kritische Bewertung

Master's Thesis , 2013 , 76 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thomas Jungmann (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Vor ca. 10 Jahren am 14.03.2003 verkündete der damalige Bundeskanzler Gerhard
Schröder die Agenda 2010. Das Konzept beinhaltet weitreichende Neuerungen im
Bereich Wirtschaft, Arbeitsmarkt und weiteren Teilen des öffentlichen Lebens. Die
Änderungen auf dem Arbeitsmarkt werden im allgemeinen Sprachgebrauch oftmals als
„Hartz- Reformen“ bezeichnet, da der ehemalige Personalvorstand des Volkswagen
Konzerns Peter Hartz jener Kommission vorstand, die mit der Ausarbeitung der
Arbeits- und Sozialmarktreformen beauftragt wurde.
Insbesondere zu dem diesjährigen 10 jährigen Jubiläum wurde die Reform wieder in
die mediale Öffentlichkeit gerückt. Hierbei stehen insbesondere die gesellschaftlichen
Änderungen und die Wirkungen auf dem Arbeitsmarkt in Folge der Agenda 2010 im
Fokus der Betrachtung. Allerdings hat die Reform auch die Arbeitsverwaltung erheblich
verändert. So wurde im Rahmen von „Hartz III“ aus der „Bundesanstalt für Arbeit“ die
„Bundesagentur für Arbeit“ (BA) mit dem Ziel die Verwaltungsstrukturen hin zu einem
Dienstleistungsunternehmen zu modernisieren. Aus dem Bürger wurde ein Kunde.
Auch die Grundsicherungsbehörden, welche die Aufgaben nach der Neuordnung des
Sozialgesetzbuch II (SGB II) wahrnehmen, wurden im Rahmen der „Hartz IV Reform“
verändert. Aus diesen Grundsicherungsbehörden sind nach weiteren gesetzlichen
Änderungen die Jobcenter (JC) entstanden. Allerdings sind die Ergebnisse der JC
insbesondere bei den Beschäftigungsaufnahmen der Kunden unterschiedlich.
Dies wirft natürlich hinsichtlich der Arbeitsweise der JC Fragen auf und lässt auf
qualitative Unterschiede in der Aufgabenwahrnehmung und den organisatorischen
Prozessen schließen. Auf der anderen Seite können auch interne oder externe
Faktoren vorliegen, die diese unterschiedlichen Ergebnisse begründen. Um dies zu
untersuchen, könnte sich ein umfassendes Risikomanagement im JC als mögliche
Analysemethode anbieten. Eine gesetzliche Regelung existiert für den Geltungsbereich
der JC derzeit nicht. Für Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter
Haftung (GmbH) hingegen ist ein Risikomanagement verbindlich im Gesetz zur
Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) festgelegt. Aus den
Erfahrungen privater Unternehmen könnten sich somit Methodiken ableiten lassen, die
möglicherweise zu besseren Arbeitsergebnissen der JC führen. Deshalb ist es Ziel
dieser Arbeit, den Nutzen eines Risikomanagements für das JC zu analysieren. Dabei
wird im ersten Teil der Arbeit das Ris

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wesentliches zum Risikomanagement

2.1 Definition Risikomanagement

2.2 Wesentliche Ziele und Aufgaben des Risikomanagements

2.3 Wichtige Elemente des Risikomanagementprozesses

2.3.1 Risikoidentifikation und -analyse

2.3.2 Risikobewertung und –steuerung

2.3.3 Risikoberichtswesen

3. Grundlegendes zum Jobcenter

3.1 Definition Jobcenter

3.2 Wesentliche Ziele und Aufgaben eines Jobcenters

3.3 wirtschaftliche und organisatorische Rahmenbedingungen

3.4 Schlüsselprozesse in einem Jobcenter

3.4.1 Neukundenprozess und Antragsbearbeitung

3.4.2 Der Vermittlungsprozess

3.5 Grundsicherung als Risikofaktor

3.5.1 Externe Risiken der Grundsicherung

3.5.2 Interne Risiken der Grundsicherung

4. Risikomanagement für Jobcenter

4.1 Risikoidentifikation und- analyse im Jobcenter

4.1.1 Checklisten

4.1.2 Fehlerbaumanalyse

4.1.3 Kritische Bewertung

4.2 Risikobewertung- und – steuerung

4.2.1 Das Risikoportfolio

4.2.2 Die Szenariotechnik

4.2.3 Kritische Bewertung

4.3 Risikoberichterstattung

4.3.1 Risikomanagementbericht

4.3.2 Risikohandbuch

4.3.3 Kritische Bewertung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Nutzen eines systematischen Risikomanagements in Jobcentern als Methode, um qualitative Unterschiede in der Aufgabenwahrnehmung zu analysieren und letztlich zu besseren Arbeitsergebnissen beizutragen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob sich aus Methoden privater Unternehmen, die aufgrund gesetzlicher Regelungen wie dem KonTraG zum Risikomanagement verpflichtet sind, wirksame Strategien für die öffentliche Verwaltung ableiten lassen.

  • Analyse des Risikomanagementprozesses in Theorie und Praxis.
  • Untersuchung der gesetzlichen Aufgaben und Schlüsselprozesse im Jobcenter.
  • Identifikation und Kategorisierung interner sowie externer Risiken für Grundsicherungsbehörden.
  • Bewertung konkreter Instrumente wie Checklisten, Fehlerbaumanalysen, Risikoportfolios und Szenariotechniken.
  • Kritische Bewertung der Übertragbarkeit privater Risikomanagement-Ansätze auf die öffentliche Verwaltung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition Risikomanagement

Das Risikomanagement bezeichnet die Risikomessung und Steuerung aller Risiken unter Berücksichtigung von Verbundeffekten. Für private Unternehmen gilt das KonTraG, welches die im Aktien- und dem GmbH-Gesetz verbindlich festgelegten Sorgfaltspflichten der Unternehmensführung um den Ausweis der Unternehmensrisiken im Lagebericht erweitert.6

Für die öffentliche Verwaltung gelten diese Regelungen nicht. Es werden auch anderweitig keine systematischen Mindestanforderungen formuliert. Hinzu kommt, dass öffentliche Verwaltungen in keinem gegenseitigen Wettbewerbsverhältnis stehen, sodass keine positiven externen Effekte aus der Unterhaltung des Risikomanagements entstehen könnten.7 Eine Ausnahme hiervon stellen Eigenbetriebe dar, die ein Risikomanagement zu führen haben.8

Ein zentrales Element des Risikomanagements ist die Betrachtung unternehmensinterner Risiken. Dabei kann ein Risiko als ein Ereignis mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen definiert werden.9

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Hartz-Reformen und die Entstehung der Jobcenter ein, begründet die Notwendigkeit eines Risikomanagements im öffentlichen Sektor und formuliert das Ziel der Untersuchung.

2. Wesentliches zum Risikomanagement: Das Kapitel definiert den Begriff Risikomanagement, erläutert dessen zentrale Ziele und Aufgaben sowie die grundlegenden Schritte des Risikomanagementprozesses, einschließlich Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und Berichtswesen.

3. Grundlegendes zum Jobcenter: Hier werden Definition, Ziele und Aufgaben eines Jobcenters dargestellt, die organisatorischen Rahmenbedingungen sowie Schlüsselprozesse wie Neukundenprozess und Vermittlung analysiert und die Grundsicherung als potenzieller Risikofaktor thematisiert.

4. Risikomanagement für Jobcenter: Dieses Hauptkapitel wendet spezifische Instrumente wie Checklisten, Fehlerbaumanalysen, Risikoportfolios und Szenariotechniken auf das Jobcenter an und unterzieht diese einer kritischen Bewertung hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, stellt fest, dass ein umfassendes Risikomanagement im Jobcenter aufgrund der Finanzierung durch Steuergelder praktisch schwer umsetzbar ist, empfiehlt aber den gezielten Einsatz ausgewählter Instrumente für die interne Steuerung.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Jobcenter, SGB II, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Grundsicherung, Arbeitsvermittlung, KonTraG, Prozessoptimierung, Fehlerbaumanalyse, Checklisten, Risikoberichtswesen, Steuerfinanzierung, Fallmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Anwendbarkeit und den Nutzen eines systematischen Risikomanagements in Jobcentern, um die Arbeitsweise dieser Behörden kritisch zu bewerten und durch methodische Ansätze zu verbessern.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Felder sind der Risikomanagementprozess, die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen der Jobcenter sowie die Identifikation und Steuerung spezifischer Risiken innerhalb der Grundsicherung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu analysieren, ob sich aus dem unternehmerischen Risikomanagement (z.B. KonTraG) Methoden ableiten lassen, die die Effektivität und Arbeitsergebnisse von Jobcentern steigern können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse zur theoretischen Fundierung sowie eine methodische Anwendung von Risikomanagement-Instrumenten (Checklisten, Fehlerbaumanalysen, Risikoportfolios, Szenariotechnik) auf die spezifischen Prozesse des Jobcenters.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements erläutert, danach die Strukturen und Prozesse des Jobcenters analysiert und schließlich die genannten Instrumente konkret auf das Jobcenter übertragen und kritisch bewertet.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Risikomanagement, Jobcenter, SGB II, Risikoidentifikation, Fehlermanagement und Prozesssteuerung.

Welche speziellen Risiken identifiziert der Autor für Jobcenter?

Der Autor unterscheidet primär zwischen externen Risiken (z.B. politische Gesetzesänderungen, konjunkturelle Schwankungen) und internen Risiken (z.B. mangelnde Datenqualität, Personalfluktuation, ineffiziente Prozesse, psychische Belastung der Mitarbeiter).

Wie bewertet der Autor die Übertragbarkeit der Szenariotechnik auf das Jobcenter?

Der Autor stuft die Szenariotechnik als zwar interessant, aber für das Jobcenter in der Praxis als wenig geeignet ein, da sie sehr abstrakt bleibt und aufgrund fehlender messbarer Daten für operative Entscheidungen nur einen eingeschränkten Nutzen bietet.

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Details

Title
Risikomanagement im Jobcenter. Eine kritische Bewertung
College
Private University of Applied Sciences Goettingen
Grade
1,7
Author
Thomas Jungmann (Author)
Publication Year
2013
Pages
76
Catalog Number
V296068
ISBN (eBook)
9783656939399
ISBN (Book)
9783656939405
Language
German
Tags
risikomanagement jobcenter eine bewertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Jungmann (Author), 2013, Risikomanagement im Jobcenter. Eine kritische Bewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296068
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