Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Die Bedeutung des sozialen und kulturellen Kapitals für die Ergebnisse der PISA-Studie

Titel: Die Bedeutung des sozialen und kulturellen Kapitals für die Ergebnisse der PISA-Studie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lena Lindemann (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch PISA wurde den Menschen in Deutschland vor Augen geführt, dass ihre Kinder noch einen weiten Weg vor sich haben und dass vor allem die Lesekompetenz zu wünschen übrig lässt. Es ist zudem bekannt, dass die Schuld nicht nur den Schülern gegeben werden kann, sondern das der Kern des Problems vor allem im Elternhaus liegt. PISA erfasst die soziale Herkunft von den Schülern und wertet die Angaben aus. Diese werden dann mit den erreichten Lernständen in Beziehung gesetzt. Seit geraumer Zeit werden nicht nur die Strukturmerkmale, sondern auch Prozessmerkmale angewandt, um sich ein größeres und umfassenderes Bild des Elternhauses zu machen. Hier spielen vor allem das kulturelle und soziale Kapital eine große Rolle. In der vorliegenden Arbeit wird dargestellt, wie PISA versucht, Angaben zu den Kapitalarten zu bekommen und inwiefern diese Einfluss auf die schulischen Leistungen der Schüler haben.
Im Folgenden werden nun zunächst die drei Kapitalsorten von Bourdieu erläutert und die Kapitalumwandlung erklärt. Im Weiteren wird auf die Vorgehensweise bei PISA eingegangen im Hinblick auf die sozioökonomische Stellung, die EGP-Klassifikation, das kulturelle und soziale Kapital. Es werden zudem Beispielsfragen der Fragebögen vorgestellt. Im dritten Teil der Arbeit werden gezielte Ergebnisse und Befunde aufgezeigt, die die vorher beschriebenen Vorgehensweisen von PISA wieder aufgreifen. Die Arbeit schließt mit einem Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu

1.1 Ökonomisches Kapital

1.2 Soziales Kapital

1.3 Kulturelles Kapital

1.3.1 Inkorporiertes Kulturkapital

1.3.2 Objektiviertes Kulturkapital

1.3.3 Institutionalisiertes Kulturkapital

1.4 Kapitalumwandlungen

2. Vorhergehensweise PISA

2.1 Strukturmerkmale

2.1.1 Die sozioökonomische Stellung

2.1.2 Die EGP-Klassifikation

2.1.3 Indikatoren für die sozioökonomische Stellung

2.2 Prozessmerkmale

2.2.1 Das kulturelle Kapital und seine Indikatoren

2.2.2 Das soziale Kapital und seine Indikatoren

3. Daten und Befunde PISA 2009

3.1 Migrationshintergrund

3.1.1 Ergebnisse Migrationshintergrund und Lesekompetenz

3.2 Häusliche Lernumgebung

3.3 Lesepraktiken und Einstellungen

3.4 Verteilung Bezugsperson nach EGP-Klassenzugehörigkeit

3.5 Bildungsgang und EGP-Klassen

3.6 Institutionelle Bildungswege und EGP-Klassen

3.7 Lesekompetenzniveau und EGP-Klassen

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des sozialen und kulturellen Kapitals auf den schulischen Erfolg von Schülern. Dabei wird analysiert, wie die PISA-Studie diese Kapitalsorten konzeptualisiert, welche Methoden zur Datenerhebung genutzt werden und inwieweit familiäre Ressourcen mit den Leistungen der Schüler korrelieren.

  • Grundlagen der Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu
  • Struktur- und Prozessmerkmale zur Erfassung der sozialen Herkunft bei PISA
  • Analyse des Einflusses von kulturellem und sozialem Kapital auf die Lesekompetenz
  • Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und Bildungswegen

Auszug aus dem Buch

1.3.1 Inkorporiertes Kulturkapital

Das inkorporierte Kulturkapital umfasst persönliches Gut wie beispielsweise Wissen, Kenntnisse und Fähigkeiten. Diese Kapitalform stellt einen verinnerlichten Prozess dar, der sich in Form von dauerhaften Handlungsdispositionen ausdrückt. Dieser Prozess kostet Zeit, die der Investor persönlich investieren muss. Das bedeutet, dass die Verinnerlichung von Bildungskapital nicht von anderen Personen durchgeführt werden kann, sondern immer nur vom Investor selbst. Das inkorporierte Kapital ist als Besitz des Investors zu verstehen und ist zum festen Bestandteil dieser Person geworden. Daher kann diese Kapitalform im Gegensatz zu anderen, nicht in durch Schenkung, Vererbung, Kauf oder Tausch kurzfristig weitergegeben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass der schulische Erfolg maßgeblich vom Elternhaus abhängt, und umreißt die Zielsetzung der Untersuchung auf Basis von Bourdieu und PISA.

1. Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu: Dieses Kapitel definiert das ökonomische, soziale und kulturelle Kapital sowie deren Umwandlungsmöglichkeiten unter theoretischer Bezugnahme auf Pierre Bourdieu.

2. Vorhergehensweise PISA: Hier wird erläutert, wie PISA durch Struktur- und Prozessmerkmale sowie verschiedene Kategoriensysteme wie die EGP-Klassifikation die sozioökonomische Stellung der Eltern methodisch erfasst.

3. Daten und Befunde PISA 2009: Dieser Abschnitt analysiert konkrete PISA-Ergebnisse bezüglich Migrationshintergrund, Lesekompetenz, häuslicher Lernumgebung und der Korrelation von Bildungswegen mit EGP-Klassenzugehörigkeiten.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass soziale und kulturelle Ressourcen die Bildungschancen beeinflussen, betont jedoch auch die Möglichkeiten der Schule, durch gezielte Fördermaßnahmen Nachteilen entgegenzuwirken.

Schlüsselwörter

Soziales Kapital, kulturelles Kapital, Bourdieu, PISA, Lesekompetenz, sozioökonomischer Status, EGP-Klassifikation, Migrationshintergrund, Bildungserfolg, häusliche Lernumgebung, Kapitalumwandlung, Bildungschancen, Bildungswege, Humankapital, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft von Schülern – definiert durch soziales und kulturelles Kapital – und ihrem schulischen Erfolg, insbesondere im Kontext der PISA-Studie.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu, die methodische Erfassung von Familienhintergründen durch PISA sowie die Auswertung von Bildungsdaten im Hinblick auf Lesekompetenz und soziale Ungleichheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es darzulegen, wie PISA versucht, Daten über das Kapital der Elternhäuser zu gewinnen und welchen Einfluss diese Faktoren auf die schulischen Leistungen und den Bildungsweg der Schüler haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische und empirische Analyse, die auf der Auswertung bestehender PISA-Datenberichte sowie der Anwendung soziologischer Konzepte von Bourdieu und Coleman basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Kapitalarten nach Bourdieu), die methodische Vorgehensweise bei PISA (Struktur- und Prozessmerkmale) und die Interpretation empirischer Daten aus PISA 2009.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kapitaltheorie, sozioökonomischer Status, EGP-Klassifikation, Lesekompetenz und Bildungsdisparitäten maßgeblich geprägt.

Welche Rolle spielt das "inkorporierte Kulturkapital" für den Schulerfolg?

Es beschreibt Wissen und Fähigkeiten, die zeitintensiv durch den Schüler selbst verinnerlicht wurden und nicht durch bloßen Kauf oder Schenkung übertragbar sind, was für den schulischen Erfolg entscheidend ist.

Was bedeutet die "EGP-Klassifikation" im Kontext von PISA?

Es handelt sich um ein Kategoriensystem, das Berufe nach verschiedenen Gesichtspunkten ordnet und als theoretisch fundierter Indikator für die soziale Herkunft dient, um Bildungschancen und Leistungen zu vergleichen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung des sozialen und kulturellen Kapitals für die Ergebnisse der PISA-Studie
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta  (ISBS – Institut für soziale Arbeit, Bildungs- und Sportwissenschaften)
Veranstaltung
BWM - 2.1 Erziehungs- und Bildungsprozesse in Schulen
Note
1,3
Autor
Lena Lindemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V296083
ISBN (eBook)
9783656959236
ISBN (Buch)
9783656959243
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung kapitals ergebnisse pisa-studie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Lindemann (Autor:in), 2013, Die Bedeutung des sozialen und kulturellen Kapitals für die Ergebnisse der PISA-Studie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296083
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum