Dabei soll zunächst das rituell-kulthafte Verhalten vieler Menschen im Zusammenhang mit dem Fußball näher untersucht werden. In Verbindung damit wird auch ein Blick auf die Ausdrucksweise und die Begriffe geworfen, mit denen über Fußball geschrieben und gesprochen wird. Schließlich werden die Hintergründe des rituell-kulthaften Verhaltens und der speziellen Ausdrucksweise in Bezug auf den Fußball einer genaueren Betrachtung unterzogen. In der vorliegenden Seminararbeit soll hauptsächlich um eine Art von Deskription der „phänomenologischen Betrachtung“ zwischen Religion und Fußball aufgeführt und systematisiert werden. Dabei soll der Fußballort (Spielort) in Form von Stadion, Arena als religiöse Erfahrung sowie kultischer Ort nicht zu kurz kommen um dann klären zu können, ob Fußball tatsächlich ein zeitgenössischer Ort von religiöser Erfahrung ist. Vielleicht kann man sogar von einer "Fußballreligion" sprechen, dabei stellt sich auch für die Religionsökonomie relevante Frage: inwiefern der Fußball in Konkurrenz zu den Kirchen steht . Im Rahmen eines Ausblicks soll abschließend an-satzweise erörtert werden, wie die Kirchen mit dieser Konkurrenzsituation umgehen können und ob es schlussendlich einen Fußballgott gibt.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- VERHALTENS- UND AUSDRUCKSWEISEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM FUẞBALL
- Rituelles und kultanaloges Handeln im und um den Fußball
- Begriffe und Ausdrucksweisen in Bezug auf den Fußball
- Deutungen der Verhaltens- und Ausdrucksweisen im Zusammenhang mit dem Fußball
- RELIGIÖSE ERFAHRUNGEN IM FUBBALL UND DIE FRAGE NACH DER,FUẞBALLRELIGION'
- Notwendige Begriffsbestimmungen
- Der religiöse Gehalt des Fußballs
- Gibt es eine Fußballreligion oder ein Fußballgott sowie deren heilige Orte?
- FAZIT UND AUSBLICK
- LITERATURVERZEICHNIS
- Internetadressen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit untersucht die Frage, ob Fußball ein zeitgenössischer Ort religiöser Erfahrung sein kann. Dazu wird das rituelle und kultanaloge Verhalten von Fans im Zusammenhang mit Fußball analysiert. Der Fokus liegt auf der Erforschung der Ausdrucksweise, der verwendeten Begriffe und der Hintergründe dieses Verhaltens. Die Arbeit zielt darauf ab, die "phänomenologische Betrachtung" zwischen Religion und Fußball zu beschreiben und zu systematisieren, wobei die Rolle des Stadions als religiöse Erfahrung und kultischer Ort beleuchtet wird.
- Rituelle und kultanaloge Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Fußball
- Sprache und Begriffe in Bezug auf Fußball
- Der religiöse Gehalt des Fußballs
- Der Fußballort als religiöse Erfahrung
- Die Frage nach der Existenz einer "Fußballreligion"
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Ausgangspunkt der Arbeit dar und führt in das Thema ein. Sie beschreibt die Euphorie, die das WM-Finale 2014 in Deutschland ausgelöst hat und fragt nach den Gründen für diese Begeisterung. Das Kapitel "Verhaltens- und Ausdrucksweisen im Zusammenhang mit dem Fußball" beleuchtet rituelles und kultanaloges Handeln im und um den Fußball. Es werden wichtige Begriffe und Ausdrucksweisen im Zusammenhang mit dem Fußball untersucht und die Hintergründe dieses Verhaltens analysiert. Das dritte Kapitel widmet sich der Frage, ob im Fußball religiöse Erfahrungen stattfinden können und ob es eine "Fußballreligion" gibt. Dabei werden notwendige Begriffsbestimmungen geklärt und der religiöse Gehalt des Fußballs genauer betrachtet. Das Kapitel "Fazit und Ausblick" soll schließlich die Ergebnisse der Untersuchung zusammenfassen und mögliche Zukunftsperspektiven aufzeigen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind Fußball, Religion, Rituale, Kultanaloges Verhalten, Sprache, Symbole, Fußballreligion, religiöse Erfahrung, Stadion, Stadionkultur, und Fußball und Kirche. Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob und inwiefern Fußball im Kontext moderner Gesellschaften als ein zeitgenössischer Ort religiöser Erfahrung gesehen werden kann.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Fußball als eine Art Religion bezeichnen?
Die Arbeit untersucht, ob Fußball aufgrund seiner rituellen Handlungen, sakralen Sprache und der tiefen emotionalen Hingabe der Fans als zeitgenössisches Phänomen religiöser Erfahrung gedeutet werden kann.
Welche rituellen Verhaltensweisen gibt es im Fußball?
Dazu gehören das Tragen von „Vereinsfarben“ als Identifikationsmerkmal, gemeinsame Gesänge, festgelegte Abläufe vor dem Spiel und die Verehrung von Spielern als „Fußballgötter“.
Warum wird das Stadion als „kultischer Ort“ betrachtet?
Stadien und Arenen fungieren als Orte kollektiver Ekstase und Gemeinschaftserfahrung, die Parallelen zu sakralen Räumen oder Tempeln aufweisen, in denen Gläubige zusammenkommen.
Steht der Fußball in Konkurrenz zu den christlichen Kirchen?
Aus religionsökonomischer Sicht wird analysiert, ob Fußball spirituelle Bedürfnisse befriedigt, die früher primär durch Kirchen abgedeckt wurden, und wie die Kirchen auf diese Konkurrenz reagieren.
Was ist mit dem Begriff „Fußballgott“ gemeint?
Der Begriff wird oft metaphorisch für überragende Spieler oder für eine schicksalhafte Wendung im Spiel verwendet, was die religiöse Aufladung der Sportart unterstreicht.
- Quote paper
- Jaroslav Kostenko (Author), 2014, Fußball als ein zeitgenössisches Phänomen von religiöser Erfahrung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296099