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Die Religion der Gesellschaft. Gemeinsamkeiten religiöser Kommunikation

Titre: Die Religion der Gesellschaft. Gemeinsamkeiten religiöser Kommunikation

Thèse de Bachelor , 2014 , 46 Pages , Note: 2.0

Autor:in: Stefan Rose (Auteur)

Sociologie - Communication
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Gott und Religion sind Aspekte, die zur menschlichen Geschichte gehören. Schon Aristoteles beschreibt einen 'Unbewegten Beweger', der selber unbegründet, der Schöpfer von allem ist. Auch die Soziologen, mit denen sich diese Arbeit beschäftigt, haben der Religion eine besondere Bedeutung innerhalb ihrer Theorien zugestanden. Auffällig ist dabei, dass sie auch bei ihnen am Anfang der menschlichen Erkenntnis, wie bei Émile Durkheim oder der Entstehung von Systemen, wie bei Niklas Luhmann, steht. Fraglich ist bei ihnen, was unter dem Begriff der Religion gefasst wird. Um eine solche Frage vernünftig beantworten zu können, muss man klären, was Religion bedeutet und was man unter dem Begriff Religion verstehen kann. In der deutschen Gesellschaft haben religiöse Vereinigungen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. So gehört es zum Selbstverständnis der christlichen Konfessionen, Einfluss auf gesellschaftliche Diskussionen zu nehmen. Vertreter der Kirchen sitzen in Rundfunkbeiräten, der Freiwilligen Filmselbstkontrolle, der Selbstkontrolle der Industrie, im Bundesjugendkuratorium und in den Jugendwohlfahrtsausschüssen. Kirchliche Vereinigungen können besondere Rechte und Gesetze für sich beanspruchen, eine große Volkspartei beruft sich auf ihre christlichen Werte in ihrem Namen u.v.m. Die christlichen Kirchen verfügen somit über einen gewissen Einfluss in der Gesellschaft. Mit über 53 Mio. Mitgliedern scheint dieser Einfluss auch begründet. Fraglich ist dabei, inwiefern die Kirchenmitglieder die gleichen Vorstellungen und Ziele verfolgen. Auch diese Frage kann nur dann ausführlich beantwortet werden, wenn man erklären kann, was Religion ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

1.1.) Einleitung

1.2.) Probleme der Religionssoziologie

1.3.) Probleme dieser Arbeit

2.) Differenztheorie und Empirie

2.1.) Positivismusstreit

2.2.) Kommunikation

3.) Datensatz

4.) Religiosität

4.1.) Quantitative Religiosität

4.2.) Deskriptive Statistik

5.) Émile Durkheim

5.1.) Der Religionsbegriff

5.2.) Integration und Religion

5.3.) Religion und Erkenntnis

5.4.) Integration durch Differenz

6.) Talcott Parsons

6.1.) Religion und Werte

6.2.) Religiöser Pluralismus und soziale Komplexität

7.) Niklas Luhmann

7.1.) Funktion der Religion

7.2.) Funktionssystem Religion

7.3.) Personelle Religion

8.) Auswertung

8.1.) Hypothesen

8.2.) Zusammenfassung

8.3.) Aussichten

9.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Religionstheorie von Niklas Luhmann im Hinblick auf deren empirische Anwendbarkeit. Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob sich die theoretischen Annahmen zur gesellschaftlichen Funktion von Religion in messbare Auswirkungen auf die Einstellungen von Gläubigen – speziell im Hinblick auf ihre Werteorientierung – übersetzen lassen, wobei der Datensatz des ALLBUS 2012 als empirische Basis dient.

  • Systemtheoretische Analyse der Religionssoziologie (Luhmann, Durkheim, Parsons)
  • Untersuchung der Funktion von Religion zur Reduktion von Komplexität und Auflösung des "blinden Flecks"
  • Empirische Überprüfung des Zusammenhangs zwischen Konfessionszugehörigkeit und Jenseitsglauben
  • Analyse des Einflusses von religiöser Überzeugung auf die Bewertung materieller und immaterieller Lebensbereiche

Auszug aus dem Buch

7.1.) Funktion der Religion

Obwohl Luhmann Durkheims Integrationsthese widerspricht, wie in Abschnitt 5.4.) ausgeführt wurde, nimmt Religion auch bei Luhmann einen zentralen Punkt innerhalb seiner Theorie ein. Religion ermöglicht bei Luhmann Sinn (vgl. Luhmann 1977: 20ff.). "Insofern entspricht die Funktion von Sinn für psychische und soziale Systeme dem, was die biochemischen Universalien (DNA, RNA) für organische Systeme leisten." (Luhmann 1977: 21) Sinn ist damit konstituierend für soziale Systeme und soziale Systeme können auf ihren Sinn reduziert werden. "Unter Sinn verstehen wir dabei eine besondere Form der Reduktion von Komplexität." (Luhmann 1977: 20) Sinn ist die Unterscheidung von Dingen, Handlungen und Geschehnissen in sinnvolle/sinnlose Dinge, Handlungen und Geschehnisse. Das Problem, was Sinn zu einer besonderen Form der Reduzierung von Komplexität macht, ist, dass die Unterscheidung sinnvoll/sinnlos selber wieder sinnhaft ist und damit nie endgültig abgeschlossen werden kann. "Auch Unsinn kann nur als Sinn erzeugt werden." (Luhmann 1977: 21) Sinn kann nicht ohne Sinn negiert werden. "Durch Konstitution von Sinn wird Selbstreferenz [...] unausweichliche Grundbedingung von Systemen und für ihre Unterscheidung von der Umwelt." (Luhmann 1977: 27) Sinn ermöglicht es in sozialen Systemen Selbstreferenz zu erzeugen, indem es eine sinnvolle Grenzziehung von System/Umwelt bildet. Damit die sinnvolle Bestimmung von System/Umwelt nicht in einem infiniten Regress mündet, bedarf es einer 'Interdependenzunterbrechungen' (vgl. Luhmann 1977: 28).

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Erläutert die Relevanz der Religionssoziologie und die Fragestellung der Arbeit bezüglich der empirischen Messbarkeit soziologischer Religionstheorien.

2.) Differenztheorie und Empirie: Diskutiert das Wissenschaftsverständnis im Kontext des Positivismusstreits und führt in das Konzept der Kommunikation als autopoietisches System ein.

3.) Datensatz: Beschreibt die Nutzung des ALLBUS 2012 Datensatzes mit dem Schwerpunkt "Religion und Werte" sowie die notwendigen Gewichtungsschritte.

4.) Religiosität: Definiert Ansätze zur quantitativen Erfassung von Religiosität und präsentiert eine deskriptive Statistik der Konfessionszugehörigkeit.

5.) Émile Durkheim: Analysiert den klassischen funktionalistischen Religionsbegriff und die zentrale Rolle von Riten und der Gemeinschaft für die soziale Integration.

6.) Talcott Parsons: Untersucht die Überführung durkheimianischer Gedanken in eine funktionalistische Systemtheorie, wobei Religion als Legitimationsinstanz für normative Ordnungen betrachtet wird.

7.) Niklas Luhmann: Erörtert die systemtheoretische Sicht auf Religion als funktionales Teilsystem, das durch die Unterscheidung von Immanenz und Transzendenz Sinn erzeugt.

8.) Auswertung: Überprüft die abgeleiteten Hypothesen über den Zusammenhang von Jenseitsglauben und Wertepräferenzen anhand von Regressionsanalysen.

9.) Fazit: Führt die theoretischen Ergebnisse zusammen und bewertet die empirische Belastbarkeit der untersuchten Religionstheorien.

Schlüsselwörter

Religionssoziologie, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Émile Durkheim, Talcott Parsons, ALLBUS, Jenseitsglaube, Komplexitätsreduktion, Funktion der Religion, Konfessionszugehörigkeit, Immaterielle Werte, Empirische Sozialforschung, Blinder Fleck, Sinnkonstitution, Religiöse Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der empirischen Überprüfbarkeit der Religionstheorie von Niklas Luhmann unter Einbeziehung klassischer soziologischer Ansätze.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert auf die Funktion von Religion in der modernen Gesellschaft, das Verhältnis von Individuum und System sowie die empirische Verbindung zwischen Glauben und Werturteilen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist festzustellen, ob sich die systemtheoretische These, Religion diene der Sinnstiftung (Auflösung des "blinden Flecks"), in messbaren Einstellungen von Gläubigen gegenüber materiellen und immateriellen Werten nachweisen lässt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine Sekundärdatenanalyse basierend auf dem ALLBUS-Datensatz 2012, wobei statistische Verfahren wie Regressionsanalysen zur Hypothesenprüfung eingesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch die Werke von Durkheim, Parsons und Luhmann sowie eine empirische Auswertung, in der der Einfluss des Glaubens an ein Leben nach dem Tod auf die Bewertung verschiedener Lebensbereiche getestet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Systemtheorie, Religionssoziologie, Komplexitätsreduktion, Empirische Analyse, Konfessionsunterschiede.

Warum spielt der Tod eine zentrale Rolle für die Funktion von Religion?

Nach Luhmann ist der Tod ein "unbeobachtbarer" Aspekt, den Religion durch Sinngebung (z.B. Glaube an ein ewiges Leben) überbrückt, um so ein zentrales Paradoxon menschlicher Existenz zu bearbeiten.

Bestätigen die Daten eine "Entweltlichung" durch den Glauben?

Nein, die Untersuchung zeigt keine eindeutige Tendenz, dass ein Glaube an ein Leben nach dem Tod den Gläubigen zwangsläufig zu einem fatalistischen, weltabgewandten Individuum macht.

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Résumé des informations

Titre
Die Religion der Gesellschaft. Gemeinsamkeiten religiöser Kommunikation
Université
University of Erfurt
Cours
"Empirisches Forschungspraktikum 'Sekundärdaten-analyse mit ALLBUS-Daten'"
Note
2.0
Auteur
Stefan Rose (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
46
N° de catalogue
V296111
ISBN (ebook)
9783656949039
ISBN (Livre)
9783656949046
Langue
allemand
mots-clé
religion gesellschaft gemeinsamkeiten kommunikation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Rose (Auteur), 2014, Die Religion der Gesellschaft. Gemeinsamkeiten religiöser Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296111
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Extrait de  46  pages
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