Männlichkeitskonstruktionen als subversives Element in der "Melusine" des Thüring von Ringoltingen

Männlichkeit in der "Melusine"


Seminararbeit, 2015

22 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die mittelalterliche Geschlechterordnung
2.1 Wandel in der Sozial- und Klassenstruktur
2.2 Wann ist ein Mann ein Mann?

3. Maskulinität in der Melusine
3.1 Reymund als Negativexempel des Männlichen
3.2 Reymunds Söhne und Enkel als Inkorporation des Männlichen
3.3 Aktive Männlichkeit als Wiederherstellung der patriarchalen Ordnung

4. Melusines Männlichkeit
4.1 Melusine und der Phallus

5. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Thüring von Ringoltingens Melusine (1456), die eine Übersetzung und starke Bearbeitung von Couldrettes französischer Versversion des Melusinenstoffes darstellt1, gilt als einer der ersten deutschen Prosaromane des Spätmittelalters.2 Dementsprechend umfangreich ist das Spektrum der bisher verhandelten Forschungsansätze zum literarischen Motiv der Melusine. In der hier vorliegenden Arbeit soll nun aus diesem äußerst heterogenen Forschungsfeld, der gendertheoretische Ansatz hervorgehoben werden, wobei der primäre Fokus der Analyse auf Männlichkeit respektive Männlichkeitskonstruktionen in der Melusine liegen wird. Wurde der Text zwar bereits mehrfach mittels der Gender-Perspektive untersucht, dominieren dabei deutlich feministische Deutungsweisen, bei denen in erste Linie die Frauenfiguren und deren Weiblichkeit ins Zentrum des Forschungsinteresses gerückt werden.3 Die Gender Studies befassen sich jedoch mit einem äußerst breiten Untersuchungsgegenstand, so dass neben dem Women‘s- und Queer Studies auch die Men‘s Studies zu ihrem Forschungsgebiet zählen. Durch das realhistorische Faktum, dass die abendländische Kultur und Literatur phallogozentristisch geprägt ist4, ist auch in den Gender Studies – die sich in ihrem Theorem eigentlich von der feministischen Literaturwissenschaft abheben möchten – eine stärkere Gewichtung auf die Analyse von Frauenbildern und Weiblichkeitsentwürfen zu konstatieren. Im Hinblick auf Thürings Melusine, in der eine evident starke Weiblichkeit ins Zentrum der Handlung gesetzt wird, sind derartige Untersuchungen durchaus legitim und haben sich überdies als äußerst fruchtbar erwiesen.5 Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb soll in der folgenden Untersuchung ein Versuch unternommen werden, jene Forschungslücke in der Melusinen-Forschung – nämlich die der Männlichkeit – mit einigen Überlegungen zu den dargestellten Maskulinitätsentwürfen in Thürings Prosa zu schließen, um so einen neuen, anderen Blick auf das Werk zu erlangen. Kritisch sei an dieser Stelle eingewandt, dass die von den Gender Studies respektive Men‘s Studies entwickelten und gebrauchten Kategorien, Termini und Konzepte auf modernen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit basieren. Überträgt man diese unreflektiert auf mittelalterliche oder frühneuzeitliche Texte, kann es schnell zu ahistorischen und dekontextualisierten Fehlinterpretationen kommen.6 Um derartige Projektionen des modernen Geschlechterverhältnisses auf die Melusine zu vermeiden, soll im ersten, einleitenden Kapitel die damalige Geschlechterordnung herausgearbeitet werden, um sie in einem zweiten Schritt in Anbetracht der dargestellten Männlichkeit kritisch zu reflektieren.

2. Die mittelalterliche Geschlechterordnung

Da es in der vorliegenden Untersuchung primär um die Analyse Thürings von Ringoltingen Melusine geht, welche 1456 und somit in jenem Jahrhundert veröffentlicht wurde, welches eine Schwelle zur Frühen Neuzeit bildet, ist es inkorrekt, die mittelalterliche Geschlechterordnung als Argumentationsbasis zu verwenden. Denn wir befinden uns mit dem 15. Jahrhundert in einer Umbruchsphase, die sich durch einen Wandel in der Sozial- und Klassenstruktur auszeichnet, welcher sich – wie ich im Fortschreiten zeigen möchte – signifikant in den Männlichkeitszeichnungen in der Melusine niederschlägt.

2.1 Wandel in der Sozial- und Klassenstruktur

War das europäische Mittelalter durch die Herrschaftsform des Feudalismus geprägt, kristallisieren sich im Spätmittelalter zunehmend patriarchale Machtstrukturen in der Stadtkultur heraus.7 Bestimmte zuvor das Feudalsystem das Leben der gesamten mittelalterlichen Gesellschaft, vollzog sich im späten Mittelalter ein radikaler Wandel in der Sozial- und Klassenstruktur, mit dem ein erster Schritt in Richtung bürgerliche Gesellschaft getan wurde8, welche die Männer zum Zentrum der Macht erhob. Aus diesem geschlechtlich markierten Herrschaftsanspruch der Männer resultierte eine radikale Verdrängung der Frau aus der Öffentlichkeit, wodurch ihnen jegliche Partizipation am kulturellen und politischen Leben versagt wurde.9 Somit kam es nicht nur zu Änderungen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene, auch die Geschlechterbeziehungen erfuhren in der Frühen Neuzeit eine Reartikulation10, was sich auch an den Veränderungen des Ehekonzeptes ablesen lässt: So kam es im 16. Jahrhundert zu einer Annäherung zwischen dem Liebes- und Ehediskurs. Wichtig anzumerken ist hierbei, dass eine derartige Vereinigung von Ehe und Liebe in der höfischen Literatur des Mittelalters und ihrer Minne-Vorstellung unmöglich gewesen wäre.11 Nahm in einem freien Liebesverhältnis der Mann noch die Position des ergebenen Dieners ein12, wandelt sich diese Rollenverteilung in der Ehe, denn auch hier zeichnen sich die patriarchalen Züge der Gesellschaft ab: Die Ehefrau ist dem Mann hierarchisch untergeordnet, er verfügt über sie. Demnach „wurde [die] Liebe für die Ehefrauen ein neuer Modus ihrer nunmehr ʻfreiwilligenʼ Unterordnung“.13 Diese Geschlechterhierarchie wurde zum Ordnungsmuster der vormodernen Familie und löste allmählich die Lebens- und Wirtschaftsform des „ganzen Hauses“ ab.14

Bevor im Hauptteil untersucht werden kann, inwiefern nun diese einschneidenden Veränderungen und die Verfestigung des Patriarchats für die Melusine und die in ihr verhandelte Männlichkeit zum Tragen kommen, muss noch der Begriff der Männlichkeit in seiner Historizität geprüft und in seiner Wortbedeutung erläutert werden.

2.2 Wann ist ein Mann ein Mann?

Laut Angaben des Grimmschen Wörterbuches bedeutet „Mann“:

1. mann, ohne hervorhebung der geschlechtlichen bedeutung, im bloszen sinne einer person (vgl. dazu jemand, niemand), und in allen den singularfällen, denen gegenüber im plural menschen oder leute
2. mann, mit dem plur. männer (vgl. auch mannesleute, mannsleute) strict nur den männlichen menschen bezeichnend; allgemein, so dasz auch der knabe darunter verstanden ist
3. mann, mit betonung der ihn vor dem weibe auszeichnenden eigenschaften, der thatkraft, des mutes, der stärke, der kampflust.
4. die verläszlichkeit einer zusage des mannes wird namentlich in der formel ein mann ein wort u. ähnl. hervorgehoben
5. die streitbarkeit des mannes besonders wird durch die zusammengehörigkeit von mann und waffe angezeigt
6. mann, der einzelne einer kriegerschaar, eines heeres
[…]
9. mann, in rücksicht auf seine rechtliche und politische stellung
10. mann, in bezug auf sein geschlechtsleben
11. mann, der ehemann: man des weibs, maritus, i. magister domus, man eins einigen weibes, monogamus, man dreier weiber, trigamus.15

Die dargelegten Wortbedeutungen von „Mann“ stehen exemplarisch für ein Männerbild, das in vielerlei Hinsicht damals wie heute Aktualität besitzt und sich dementsprechend in der Literatur widerspiegelt: Zeigt Punkt Eins, dass der Mann als Synonym für den Menschen allgemein gilt, wird dieser Allmachtsanspruch der Männlichkeit auch in den weiteren Bedeutungen fortgesetzt. So demonstriert Punkt Drei die starke Abgrenzung des Mannes zur Frau, die insbesondere durch die geschlechtsspezifischen Eigenschaften Tatkraft, Mut, Stärke und Kampflust zum Ausdruck kommt. Diese durchaus positiv konnotierten Eigenschaften werden zudem durch die Verlässlichkeit (Punkt Vier) und Streitbarkeit (Punkt Fünf) untermauert und lassen den Eindruck erwecken, Frauen seien frei von solchen Qualitäten (vor allem Punkt Vier). Schließlich die männliche Überlegenheit über das vermeintlich schwache Geschlecht: Der Mann und seine im Hinblick auf das sich etablierende Patriarchat bereits erwähnte Vormacht auf rechtlicher und politischer Ebene (Punkt Neun) sowie der Mann als magister domus (Punkt Elf), der nicht nur in der Öffentlichkeit die Macht innehat, sondern auch zuhause über Frau und Kinder verfügt.

Folgt man den Assoziationen, die das Grimmsche Wörterbuch in Bezug auf Männlichkeit suggeriert, gilt es zu fragen, ob dieses Männlichkeitsbild mit den in Thürings Werk präsentierten Männerfiguren übereinstimmt. Besonders was den männlichen Protagonisten – Reymund – angeht, muss untersucht werden, wie er als Mann agiert und ob er überhaupt als solcher bezeichnet werden kann respektive darf. In der Analyse gilt es zu berücksichtigen, dass die Melusine sozusagen ein Übergangswerk bildet, denn sie gehört weder der höfischen Erzählliteratur an, noch kann sie als eigenständiger Roman bezeichnet werden. Gibt es sowohl für die höfische Erzählliteratur16 als auch für den modernen Roman17 umfangreiche Untersuchungen zu Männlichkeit, ist Maskulinität im Prosaroman noch weitgehend unerforscht.

3. Maskulinität in der Melusine

Im nun folgenden Hauptteil der Arbeit soll ein Versuch angestellt werden, die Forschungslücke der Männlichkeit im frühen Prosaroman mit einigen Thesen zu füllen. Dabei ist mir die Gewagtheit mancher Überlegungen durchaus bewusst. Sie sind nicht als Provokation, sondern lediglich zur Generierung eines neuen Sinnangebots gedacht und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder unumstößlicher Gültigkeit.

3.1 Reymund als Negativexempel des Männlichen

Bei einer genaueren Durchsicht des Textes sticht ein wichtiger Aspekt in Bezug auf Reymund und Männlichkeit sofort ins Auge: Werden seine Söhne und Enkel außergewöhnlich oft mit dem Adjektiv „mannlich“ charakterisiert, bleibt Reymund eine derartige Attribuierung vollends vorenthalten. So stellt sich die Frage, ob es sich hierbei um einen reinen Zufall handelt oder, ob diese fehlende Attribuierung als ein intendierter Kunstgriff des Autors zu deuten ist. Lässt man den rein quantitativen Befund außen vor und konzentriert sich ausschließlich auf die Beschreibung der Verhaltensweisen und die Art, wie Thüring den männlichen Protagonisten im Werk auftreten lässt, ergibt sich e,.in ähnliches Bild von fehlender Männlichkeit.

Reymund wird in die Handlung als Sohn des armen Grafen vom Forst (S. 5)18 eingeführt, der wiederum von einem edlen Grafen, dem Grafen Emerich von Potiers, adoptiert wird (S. 6). Doch dieses Glück währt nicht lange: Auf einem Jagdausflug kommt es zu einem „ungefell“ (S. 9), einem Missgeschick vonseiten Reymunds, welches den Tod seines Herrn nach sich zieht. Die Reaktion des männlichen Protagonisten auf seine Tat rückt ihn prompt in das Licht eines zweifelhaften Helden, denn er beklagt seine Tat jämmerlich, rauft sich sein Haar aus, beklagt seine Schuld und wünscht sogar zu sterben (S. 9-10). Ziep sieht in diesem Verhalten einen Kontrollverlust über seinen Körper und Geist sowie über seine Sprache und sein Pferd, die allesamt zentrale Elemente adeliger männlicher Identitätskonstruktion sind.19 Als er irr umherreitet, gelangt er an den sogenannten „Durstbrunnen“ und übersieht vor Kummer die drei dort gegenwärtigen, schönen Jungfrauen, woraufhin er von der Jüngsten – Melusine – als „unzFchtig“ (S. 11) getadelt wird. Auch darauf reagiert er nicht, sondern „trieb seine Klag st(tiglich fFr sich / biß sie [Melusine] ihn bey dem Zaum fienge“ (ebd.). In Anbetracht dieser Beschreibung, mit der Reymund dem geneigten Leser vorgestellt wird, lässt er von Anfang an alles andere als ein Bild starker und ehrbarer Männlichkeit anmuten. Sich im eigenen Jammer suhlend, bringt er als „Edelmann“ (ebd.) den Jungfrauen keine Ehre entgegen, sondern ignoriert sie regelrecht. Melusine erweist sich hierbei als aktive Weiblichkeit, die den passiven Reymund am Zaum packt und ihn so zur Rede stellt. Dabei stellen Aktivität und Tatkraft – wie bei Grimm nachgewiesen wurde – eigentlich stark männlich kodierte Charaktereigenschaften dar. Auch im Fortgang der Szene wird diese umgekehrte Rollenaufteilung weitergesponnen: Der Mann sucht bei der Frau Trost, damit ihm sein Leid verkleinert werde (S. 12), woraufhin die weibliche Heldin ihn dazu auffordert, ihrer „Lehr“ (ebd.) zu folgen: „so sol dir Gut / Ehr / GlFcks unnd Gelts nimmermehr gebresten“ (ebd.). Reymund erklärt sich bereit, alles zu tun, was sie von ihm verlangt (S. 14), was durchaus als Unterwerfung des (späteren) magister domus unter die Herrschaft der Frau gedeutet werden darf. Diese Tendenz der Subordination und Passivität des Mannes schwächt auch nach der Hochzeit nicht ab, denn unmittelbar nach der Zeremonie fragt er seine Gattin: „Allerliebstes Gemahel / wie w="<"/span>llen wir nun fFrbaß unsere zeit vertreiben“ (S. 30). Auch die gewaltige Bautätigkeit, die nach der Eheschließung einsetzt, hat nicht Reymund zu verantworten, sondern wird unter Melusines Leitung vollbracht, nicht umsonst ist von „ire[n] Werckleut“ (ebd.) die Rede, die sie zudem aus eigener Tasche bezahlt (ebd.). Die Demonstration der weiblichen Herrschaft kulminiert in der Tatsache, dass Melusine das neu errichtete Schloss nach ihrem Taufnamen benennt, worin Classen die Begründung einer matrilinear ausgerichteten Herrschaft konstatiert.20 Ob Thüring in seiner Melusine tatsächlich das Matriarchat als Gegenpol zu dem sich in der spätmittelalterlichen Gesellschaft konstituierenden Patriarchat imaginiert und was eine solche These für die Maskulinität bedeuten würde, wird später noch genauer beleuchtet werden.

An dieser Stelle sei hervorgehoben, dass die bisherige Analyse zu Reymunds Männlichkeit ihn eher als ein Negativexempel des Männlichen entlarvt hat. Die einzige Eigenschaft, die er als Mann adäquat zu erfüllen vermag, ist seine Potenz, denn in einem unglaublichen Tempo zeugt er mit seiner Frau zehn Söhne. Doch auch hier wird eine Subversion der traditionellen Elternrollen augenscheinlich: Reymund erweist sich lediglich als der Zeuger der Nachkommen, bei wichtigen Erziehungsfragen zeigt sich aber Melusine als Entscheidungsträgerin: Als beispielsweise Freymund den Wunsch äußert, ein Mönch zu werden, lässt er erst einen Boten zu Melusine schicken, um nach ihrem Willen zu fragen (S. 67). Auch bei der Namensgebung der Kinder scheint der Vater kein Mitspracherecht zu haben: „Da gebar sie einen Sohn / den nennet sie Uriens“ (S. 31). Dies erweckt den Eindruck, als bestehe Reymunds Vaterrolle ausschließlich in der Zeugung Melusines Nachkommenschaft am Hof, schließlich tritt er gemäß seiner inexistenten Machtausübung lediglich als ein nomineller Herrscher auf.21

Ganz anders porträtiert Thüring die Männlichkeit der Söhne Melusines, die beinahe bei jeder Nennung mit dem Attribut „mannlich“ vorgeführt werden und ihre Männlichkeit und Ritterschaft ununterbrochen unter Beweis stellen. Im nächsten Kapitel soll dieses Kontrastprogramm an Maskulinität zu Reymunds emotionaler, unterwürfiger und in der Handlung sekundären Rolle dargelegt werden.

3.2 Reymunds Söhne und Enkel als Inkorporation des Männlichen

[...]


1 Vgl. Steinkämper, Claudia: Melusine – vom Schlangenweib zur „Beauté mit dem Fischschwanz“. Geschichte einer literarischen Aneignung. Göttingen 2007, S. 81.

2 Zur Forschungsproblematik der Termini „Volksbuch“ und „Prosaroman“ vgl. Schnyder, André: Das Corpus der frühneuhochdeutschen Prosaromane: Eine tabellarische Übersicht als Problemaufriss. In: Drittenbass, Catherine/ Schnyder, André (Hg.): Eulenspiegel trifft Melusine. Der frühneuhochdeutsche Prosaroman im Licht neuer Forschungen und Methoden. Akten der Lausanner Tagung vom 2. bis 4. Oktober 2008 in Zusammenarbeit mit Alexander Schwarz. In: Chloe 42 (2010), S. 545-556.

3 Als erste feministische Lektüre der Melusine gilt Irmela von der Lühes Beitrag Die Frau als Naturwesen im Volksbuch von der „Schönen Melusine“, der bereits 1977 veröffentlicht wurde.

4 Insbesondere der literarische Kanon ist durch eine nicht von der Hand zu weisende Dominanz männlicher Autoren gekennzeichnet.

5 Um nur zwei Beispiele einer dezidiert feministischen Forschung zu nennen: Bennewitz, Ingrid: Melusines Schwestern. Beobachtungen zu den Frauenfiguren im Prosaroman des 15. Und 16. Jahrhunderts. In: Oellers, Norbert (Hg.): Germanistik und Deutschunterricht im Zeitalter der Technologie. Vorträge des Germanistentages Berlin 1987. Bd. 1. Berlin 1988, S. 291 – 300; Junk, Ulrike: „So müssen Weiber sein.“ Zur Analyse eines Deutungsmusters von Weiblichkeit am Beispiel der „Melusine“ des Thüring von Ringoltingen. In: Bennewitz, Ingrid (Hg.): Der frauwen buoch. Versuche zu einer feministischen Mediävistik. Göppingen 1989, S. 327-352.

6 Vgl. Steinkämper (2007), S. 63.

7 Vgl. Classen, Albrecht: Geschlechts- und Ehebeziehungen im 15. Jahrhundert: Der Fall „Melusine“ von Thüring von Ringoltingen. Eine sozial- und literarhistorische Studie aus mentalitätsgeschichtlicher Sicht. In: German Studies Review 17/2 (1994), S. 233-268, hier S. 235.

8 Vgl. Wunder, Heide: Überlegungen zum Wandel der Geschlechterbeziehungen im 15. und 16. Jahrhundert aus sozialgeschichtlicher Sicht. In: Wunder, Heide / Vanja, Christina (Hg.): Wandel der Geschlechterbeziehungen zu Beginn der Neuzeit. Frankfurt a.M. 1991, S. 12-26 hier S. 15.

9 Vgl. Classen (1994), S. 256.

10 Zu den sich neu etablierenden Geschlechterverhältnissen der Frühen Neuzeit vgl. Wunder, Heide/ Vanja, Christina (Hg.): Wandel der Geschlechterbeziehungen zu Beginn der Neuzeit. Frankfurt a.M. 1991.

11 Zur Problematisierung des Verhältnisses von Liebesdiskurs und Ehediskurs im 15. und 16. Jahrhundert vgl. Schnell, Rüdiger: Liebesdiskurs und Ehediskurs im 15. und 16. Jahrhundert. In: Tatlock, Lynne (Hg.): The Graph of Sex and the German Text: Gendered Culture in early modern Germany 1500-1700. Amsterdam 1994, S. 77-119.

12 Vgl. Schnell (1994) , S. 96.

13 Wunder (1991), S. 23.

14 Vgl. ebd., S. 19.

15 Vgl. Grimm, Jacob/ Grimm, Wilhelm: Deutsches Wörterbuch. Bd. 6. L-Mythisch. Bearbeitet v. Moritz Heyne. Leipzig 1885, 1553-1569. Die angeführten Wortbedeutungen sind verkürzt übernommen worden und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da lediglich jene Bedeutungen dargestellt sind, die für die vorliegende Arbeit von Bedeutung sind.

16 Vgl. Hafner, Susanne: Maskulinität in der höfischen Erzählliteratur. Frankfurt a.M. 2004.

17 Vgl. Erhart, Walter: Familienmänner. Über den literarischen Ursprung moderner Männlichkeit. München 2001.

18 Die im Fließtext gesetzten Klammern verweisen auf die Textstellen aus der Primärliteratur: Thüring von Ringoltingen: Melusine. In der Fassung des Buchs der Liebe (1587): Mit 22 Holzschnitten. Roloff, Hans-Gert (Hg.). Stuttgart 2000.

19 Vgl. Ziep, Franziska: Geschlecht und Herkommen. Zur narrativen Struktur von Männlichkeit in der „Melusine“ des Thüring von Ringoltingen. In: Keller et al. (Hg.): Das Abenteuer der Genealogie: Vater-Sohn-Beziehungen im Mittelalter. Göttingen 2006, S. 235-262, hier S. 246.

20 Vgl. Classen (1994), S. 239.

21 Vgl. ebd. S. 240.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Männlichkeitskonstruktionen als subversives Element in der "Melusine" des Thüring von Ringoltingen
Untertitel
Männlichkeit in der "Melusine"
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Germanistik)
Veranstaltung
Prosaromane des 15. und 16. Jahrhunderts
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V296120
ISBN (eBook)
9783656939900
ISBN (Buch)
9783656939917
Dateigröße
558 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Melusine, Männlichkeit, Gender Studies, Prosaroman, Mediävistik
Arbeit zitieren
Barbara Spögler (Autor), 2015, Männlichkeitskonstruktionen als subversives Element in der "Melusine" des Thüring von Ringoltingen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296120

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Männlichkeitskonstruktionen als subversives Element in der "Melusine" des Thüring von Ringoltingen



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden