Bei dieser Arbeit handelt es sich um einen vierseitigen Essay mit anschließender Folienpräsentation (64 Folien).
Inhaltsverzeichnis
Teil 1: Völkerrecht
Definition
Rechtsquellen
Subjekte
Entwicklungslinie
Historische Meilensteine
UN- Charta
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Ablehnungen der USA
Terrorismus
Teil 2: Guantanamo: Bay Naval Base
Lage
Historische Eckdaten
Filmbeitrag
Inhaftierte
Rechtslage der Gefangenen
Argumente der US-Regierung für ihr Vorgehen
Gegenargumente des Supreme Court
Fallbeispiel Salim Ahmen Hamdan
Menschenrechtsverletzung
Haftbedingungen
Folter
Öffentliche Stimmen
Schließungs- und Freilassungsforderungen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die systematische Missachtung des Völkerrechts und der Menschenrechte durch die Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit dem Gefangenenlager in der Guantánamo Bay Naval Base. Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die US-Regierung durch die Konstruktion von Sonderstatus und fragwürdigen Verhörmethoden grundlegende Normen umgeht und unterminiert.
- Die völkerrechtliche Einordnung der Haftbedingungen und der US-Rechtspraxis.
- Die Kontroverse um die Foltermethode des "Waterboarding".
- Die juristische Auseinandersetzung zwischen der US-Regierung und dem Supreme Court.
- Die Rolle der UN und internationaler Organisationen bei der Forderung nach Schließung des Lagers.
Auszug aus dem Buch
Guantánamo Bay Naval Base: Die USA gegen die Menschenrechte
In allen zivilisierten Ländern ist die Anwendung von Folter ein Tabu. Das galt auch für die Vereinigten Staaten von Amerika – jedenfalls bis zum 11. September 2001, als die USA das Ziel massiver terroristischer Angriffe wurde. Seither hat sich die Haltung des amerikanischen Militärs und seiner Befehlshaber merklich geändert. Nirgendwo wird das deutlicher als in der Kontroverse um die Gefangenenlager der Guantánamo Bay Naval Base. Mit verschiedenen, meist fadenscheinigen Begründungen wurden dort über Jahre Foltermethoden an den Gefangenen nicht nur übersehen oder geduldet, sondern als übliche Verhörmethoden praktiziert, zum Teil sogar von höchster Stelle angeordnet.
Die Rede ist hier vom „Waterboarding“, bei dem einem an ein Brett gefesselten Gefangenen ein Tuch über Mund und Nase gelegt wird, welches ständig mit Wasser übergossen wird. Dadurch wird die Atmung dermaßen stark behindert, dass der qualvolle Eindruck unmittelbar bevorstehenden Ertrinkens hervor gerufen wird. Das tatsächliche Ertrinken des so behandelten Folteropfers wird dadurch verhindert, dass der Kopf tiefer positioniert wird als der restliche Körper, sodass kein Wasser in die Lunge gelangt. Die Prozedur ist qualvoll und führt zu psychischen Störungen, auch wenn keine körperlichen Spuren zurück bleiben.
Diese Foltermethode ist seit der Spanischen Inquisition bekannt – nur dass es sich neuerdings dabei nach der Ansicht des ehemaligen amerikanischen Präsidenten George W. Bush und seiner Administration nicht mehr um Folter handelt, sondern um eine legale Verhörmethode.
Zusammenfassung der Kapitel
Teil 1: Völkerrecht: Bietet einen Überblick über die theoretischen Grundlagen des Völkerrechts, inklusive seiner Quellen, Subjekte sowie historischer Meilensteine wie der UN-Charta.
Teil 2: Guantanamo: Bay Naval Base: Beleuchtet die geografische Lage und die historischen Eckdaten des Gefangenenlagers, ergänzt durch Informationen zu den Inhaftierten.
Rechtslage der Gefangenen: Analysiert die komplexen juristischen Auseinandersetzungen, insbesondere die Rolle des Supreme Court gegenüber der US-Regierung und den Fall Salim Ahmed Hamdan.
Menschenrechtsverletzung: Dokumentiert die prekären Haftbedingungen und die Praxis von Foltermethoden wie Waterboarding unter Berufung auf internationale Definitionen.
Öffentliche Stimmen: Führt die Kritik internationaler Organisationen und politischer Akteure an der Fortführung des Lagers sowie die Forderungen nach einer Schließung aus.
Schlüsselwörter
Guantánamo, Völkerrecht, Menschenrechte, Folter, Waterboarding, USA, Supreme Court, Haftbedingungen, Kriegsgefangene, Unlawful Combatants, Militärtribunale, Menschenrechtsverletzungen, UN-Charta, Terrorismus, Hungerstreik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die völkerrechtswidrigen Zustände und Praktiken im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Völkerrecht, die Menschenrechte, die umstrittene US-Sondergerichtsbarkeit und die Haftbedingungen vor Ort.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die kritische Beleuchtung, wie die USA durch den "War on Terror" geltende Menschenrechtsnormen systematisch umgehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Analyse auf Basis von Rechtsnormen, historischer Fakten und offizieller Gerichtsurteile.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Rechtslage der Gefangenen, die Definition von Folter im Kontext von Waterboarding sowie die gerichtlichen Auseinandersetzungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Guantánamo, Völkerrecht, Menschenrechte, Folter, Sondergerichtsbarkeit und "unlawful combatants".
Was bedeutet der Begriff "unlawful combatant"?
Es handelt sich um einen von der Bush-Regierung geschaffenen Status, der Gefangenen Rechte als Kriegsgefangene abspricht, um sie ohne ordentliche Anklage festzuhalten.
Wie reagierte der Supreme Court auf die Militärtribunale?
Der Supreme Court stufte die Tribunale mehrfach als rechtswidrig ein, da sie gegen US-Recht, die Genfer Konventionen und die amerikanische Verfassung verstießen.
- Quote paper
- Lena Lindemann (Author), 2013, Guantánamo Bay Naval Base: Die USA gegen die Menschenrechte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296193