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Das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun. Anwendung bei pflegenden Angehörigen demenzkranker Patienten in der ambulanten Pflege

Title: Das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun. Anwendung bei pflegenden Angehörigen demenzkranker Patienten in der ambulanten Pflege

Term Paper , 2013 , 21 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Katharina Daub (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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„Die Demenzerkrankung erfasst im Krankheitsverlauf alle Lebensbereiche: Der Betroffene wird nicht nur vergesslicher, sondern verliert Zug um Zug seine Fähigkeiten, selbstständige Tätigkeiten auszuüben, für sich zu sorgen und Beziehungen zu pflegen. Das heißt, er wird schrittweise immer hilfloser. Das ist nicht nur für ihn ein sehr schweres Los, sondern auch für die anderen Familienmitglieder und natürlich besonders für diejenigen, der die Hauptlast der Pflege auf sich nimmt.“ (Engel 2006, 12).

In Deutschland leben nach Schätzungen ca. 1,3 Millionen Menschen mit einer Demenz (Schüttlerlin 2011). Aufgrund des demografischen Wandels werden die Zahlen der demenziell erkrankten Menschen in Deutschland stetig wachsen (Schüttlerlin 2011). Die meisten der an Demenz erkrankten werden nach wie vor zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung versorgt (Schüttlerlin 2011). Die Belastung der pflegenden Angehörigen bei demenziell erkrankten Menschen ist sehr hoch. Da die zu leistende Pflege psychisch sehr belastend ist, aufgrund von Wesensveränderungen durch die Demenz, kann es bspw. zu einem gestörtem Tag-/Nachtrhythmus etc. kommen (Schüttlerlin 2011).

Häufig werden pflegende Angehörige bei der täglichen Pflege von ambulanten Pflegediensten unterstützt, gerade bei professionellen Pflegekräften kann von den Angehörigen auch einmal „Dampf abgelassen“ werden. Immer wieder kommt es vor, dass Angehöriger demenziell erkrankter Menschen, Kritik an professionelle Pflegekräfte richten. Dabei zeigt die Erfahrung in diesem Bereich und Kenntnisse über Kommunikationsmodelle aus der Ausbildung und einem mehrtägigen Kommunikationstraining, dass diese Kritik häufig nicht an die professionellen Pflegekräfte persönlich gerichtet ist, sondern häufig ganz andere Ursachen hat (demenz-kompakt 2012).

Im ersten Teil dieser Hausarbeit, soll das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun in seinen Kernelementen beschrieben werden. Es werden die Entstehung, die Grundlagen und die Ziele des Kommunikationsmodells beschrieben. Diese Beschreibung wird sich allgemein auf die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger beziehen. Im zweiten Teil dieser Hausarbeit wird das Kommunikationsmodell in den Kontext der Thematik pflegender Angehöriger demenziell erkrankter Menschen gestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methode

3. Kommunikationsmodell – Friedemann Schulz von Thun

3.1. Entstehung des Kommunikationsmodells

3.2. Grundlagen einer Nachricht

3.3. Die Sachseite

3.4. Die Selbstoffenbarungsseite

3.5. Die Beziehungsseite

3.6. Die Appellseite

3.7. Das vier Ohren Modell

3.7.1. Das Sach-Ohr

3.7.2. Das Beziehungs-Ohr

3.7.3. Das Selbstoffenbarungs-Ohr

3.7.4. Das Appell-Ohr

3.8. Der Empfang einer Nachricht

3.9. Interaktion

4. Die Anwendung des Kommunikationsmodells in der Praxis

4.1. Fallbeispiel

4.2. Pflegende Angehöriger demenziell erkrankter Menschen

4.3. Anwendung des Kommunikationsmodells im Umgang mit pflegenden Angehörigen demenziell erkrankten Menschen in der ambulanten Pflege, am Beispiel des Fallbeispiels

4.4. Ziele für die Anwendung des Kommunikationsmodells im Umgang mit pflegenden Angehörigen demenziell erkrankten Menschen für die Pflege

5. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie das Kommunikationsmodell nach Friedemann Schulz von Thun dazu beitragen kann, die Interaktion zwischen professionellen Pflegekräften und pflegenden Angehörigen demenziell erkrankter Menschen in der ambulanten Pflege zu verbessern und Konflikte konstruktiv zu lösen.

  • Kernelemente des Kommunikationsmodells (Nachrichtenquadrat).
  • Herausforderungen und Belastungssituationen pflegender Angehöriger.
  • Analyse gestörter Kommunikation in der ambulanten Pflegesituation.
  • Anwendung des "Vier-Ohren-Modells" zur Konfliktprävention und -lösung.
  • Praxisrelevanz der professionellen Kommunikation in der Beratung.

Auszug aus dem Buch

4.3. Anwendung des Kommunikationsmodells im Umgang mit pflegenden Angehörigen demenziell erkrankten Menschen in der ambulanten Pflege, am Beispiel des Fallbeispiels

Die beschriebene Situation des Fallbeispiels (Kapitel 4.1.), ist eine fast alltägliche Situation in der ambulanten Pflege. Es kann immer wieder passieren, dass Pflegekräfte sich verspäten, da es vorkommen kann, dass bei vorherigen Klienten mehr Zeit benötigt wurde, als vorgesehen ist. Dies liegt nicht an schlechtem Zeitmanagement, sondern an den Bedürfnissen vorheriger Klienten. Es stellte sich also die Frage, ob Pflegekräfte mit Kenntnissen, des Kommunikationsmodells von Schulz von Thun, eine Möglichkeit haben, solche Situationen besser meistern zu können.

Die im Fallbeispiel beschriebene Situation ist weder für Manuela noch für Schwester Sabine befriedigend, da es zu keiner Klärung des Ärgers kommen konnte. Manuela ist ärgerlich, was auch Schwester Sabine erkennt. Schwester Sabine sucht den Fehler bei sich, sie hört mit dem Beziehungs-Ohr, wie in Kapitel 3.7.2. beschrieben. Sie nimmt die Aussagen von Manuela direkt persönlich, versucht sich selbst zu verteidigen, indem sie sagt, „Mir tut es wirklich leid, dass ich heute so spät bin, aber es ging nicht schneller. Ich bin ja auch nur einmal auf der Welt, ich bin es auch manchmal leid, mir das ständig anhören zu müssen.“

Schwester Sabine hätte die Aussagen von Manuela aber auch mit dem Selbstoffenbarungs-Ohr, wie in Kapitel 3.7.3. beschrieben, hören können, dann hätte sie sich fragen müssen, was sagt mir das alles über Manuela. Aber zuerst sollen die Aussagen von Manuela einmal betrachtet werden, vielmehr auf welche Seite einer Nachricht sollte bei ihr am meisten geachtet werden. Auf der Sachseite steht eindeutig: „Du bist zu spät.“, Manuela erwartet darauf vielleicht, dass Schwester Sabine sich entschuldigt, damit wird für sie diese Seite jedoch schon abgehalten sein, da sich zeigen wird, dass einer anderen Seite viel mehr Gewicht gegeben werden muss. Auf der Beziehungsseite steht bei dem Fallbeispiel die Aussage: „Ich brauche deine schlauen Ratschläge nicht.“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Belastungssituation bei Demenzerkrankungen und die Forschungsabsicht, Kommunikation mittels des Modells von Schulz von Thun zu verbessern.

2. Methode: Erläutert die Literaturrecherche sowie die Einbeziehung von Praxiserfahrungen für die Untersuchung.

3. Kommunikationsmodell – Friedemann Schulz von Thun: Detaillierte Darstellung der theoretischen Grundlagen, des Nachrichtenquadrats und der vier Ohren des Empfängers.

4. Die Anwendung des Kommunikationsmodells in der Praxis: Überträgt die Theorie auf ein konkretes Fallbeispiel einer ambulanten Pflegesituation und analysiert Interaktionsmöglichkeiten.

5. Zusammenfassung und Diskussion: Reflektiert die Anwendbarkeit des Modells im stressigen Pflegealltag und fasst die Erkenntnisse zusammen.

Schlüsselwörter

Kommunikationsmodell, Schulz von Thun, Demenz, pflegende Angehörige, ambulante Pflege, Nachrichtenquadrat, Vier-Ohren-Modell, Konfliktlösung, Beziehungsaspekt, Selbstoffenbarung, Sachaspekt, Appell, professionelle Pflege, Beratung, Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die zwischenmenschliche Kommunikation in der ambulanten Pflege, insbesondere die Interaktion zwischen professionellen Pflegekräften und pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz.

Welches theoretische Fundament wird genutzt?

Es wird das Kommunikationsmodell nach Friedemann Schulz von Thun verwendet, insbesondere das Nachrichtenquadrat sowie das Vier-Ohren-Modell.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie professionelle Pflegekräfte das Kommunikationsmodell nutzen können, um gestörte Kommunikationssituationen zu vermeiden, Konflikte professionell zu lösen und Angehörige besser zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin verwendete die Methode der Literaturrecherche und ergänzte diese durch Erfahrungen aus der pflegerischen Praxis.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung des Modells und eine praktische Anwendung anhand eines Fallbeispiels, bei dem eine verspätete Pflegekraft auf eine überforderte Angehörige trifft.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind das Nachrichtenquadrat (Sach-, Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Appellseite), Überforderung, professionelle Kommunikation und das aktive Zuhören.

Wie hätte Schwester Sabine im Fallbeispiel laut der Analyse anders reagieren können?

Anstatt die Kritik persönlich zu nehmen (Beziehungs-Ohr), hätte sie die Situation mit dem Selbstoffenbarungs-Ohr hören müssen, um Manuelas tieferliegende Überforderung und ihren Hilferuf zu erkennen.

Warum ist das "Beziehungs-Ohr" in der beschriebenen Pflegesituation oft problematisch?

Das Hören mit dem Beziehungs-Ohr führt häufig dazu, dass sich die Pflegekraft persönlich angegriffen fühlt, wodurch die eigentliche sachliche Notlage oder der emotionale Hilferuf des Angehörigen überhört wird.

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Details

Title
Das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun. Anwendung bei pflegenden Angehörigen demenzkranker Patienten in der ambulanten Pflege
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main  (Fachbereich 4)
Grade
2,7
Author
Katharina Daub (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V296363
ISBN (eBook)
9783656950820
ISBN (Book)
9783656950837
Language
German
Tags
Kommunikation in der Pflege Angehörigenarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Daub (Author), 2013, Das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun. Anwendung bei pflegenden Angehörigen demenzkranker Patienten in der ambulanten Pflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296363
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