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Zur Bedeutung von Spielerfahrungen außerhalb von Schule für das Lernen in ihr

Título: Zur Bedeutung von Spielerfahrungen außerhalb von Schule für das Lernen in ihr

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2004 , 74 Páginas , Calificación: Sehr gut

Autor:in: Kerstin Giesel (Autor)

Pedagogía - Otras
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Die vorliegende Arbeit wird sich mit dem Zusammenhang außerschulischer Spielerfahrungen und dem Lernen in der Schule beschäftigen.

Das Spiel ist schon seit je her ein Teil der menschlichen Kultur. Kleinkinder erkunden spielerisch ihre Welt, ihre Neugier treibt sie dazu, Neues auszuprobieren, Dinge nachzuahmen und so zu lernen.
Obwohl es also offensichtlich ist, dass Spiel auch Lernen sein kann, wurde es lange Zeit zwar wahrgenommen und auch gefördert, allerdings nur im außerschulischen Bereich. Der Wandel in Gesellschaft und Wissenschaft, in diesem Bezug ist hier vornehmlich die Lernpsychologie zu nennen, hat dazu geführt, dass Spielen in den letzten Jahren zunehmend auch als Motivations- und Lernfaktor für die Schule und in der Schule etabliert werden konnte.

In der folgenden Arbeit wird aufgezeigt werden, welche Spielerfahrungen Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit, also außerhalb von Schule, machen, die zum Schulerfolg beitragen können.
Dieser Zusammenhang wird anhand einer Fallrekonstruktion aufgezeigt werden.
Im Mittelpunkt dieser Fallrekonstruktion steht Derya Özdemir. Das Mädchen wurde zunächst im vergangenen Jahr, 2003, bei ihrer Teilnahme am Angebot des Hanauer Spielmobils Augustin beobachtet. Im Anschluss daran wurden sowohl ihr soziales Umfeld als auch ihre Lernbiografie durch Gespräche mit einigen ihrer Lehrerinnen erforscht und festgehalten.
Ergänzend hierzu wurden Anfang 2004 Unterrichtsbeobachtungen durchgeführt, um ein Bild ihrer derzeitigen schulischen Leistungen geben zu können.
Die Transkripte der geführten Interviews sind, ebenso wie die Beobachtungsprotokolle der Unterrichtsbesuche, im Anhang aufgeführt.

Da der Begriff des Spielens nur schwer zu definieren ist, und eine sehr große Bandbreite an Beschäftigungen umfasst - das Nachahmen und Ausprobieren kleiner Kinder ist anfänglich bereits als eine Kategorie von Spiel angeführt worden - wird zunächst eine Arbeitsdefinition gegeben werden, um zu klären, was im Folgenden unter „Spiel“ bzw. „spielen“ zu verstehen ist.
Im Anschluss daran wird als ein Beispiel außerschulischer Spielmöglichkeiten das Spielmobil der Stadt Hanau vorgestellt. Dieses fährt seit nunmehr 27 Jahren verschiedene Plätze innerhalb des Stadtgebiets an, so auch jenen, an dem Fatima Özdemir das Angebot seit mehreren Jahren wahrnimmt, und der als einer der sozialen Brennpunkte in Hanau zu nennen ist.
Die Art und Weise ihrer Teilnahme wird im Anschluss daran geschildert....

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitender Kommentar

2. Die Wahl des Untersuchungssubjekts

2.1 Fatima Özdemirs sozialer Hintergrund

2.2 Familiärer Hintergrund

2.3 Lernbiografie/ schulische Vorgeschichte

2.4 Mögliche Ursachen des Schulversagens

3. Spieltheorien

4. Die Konzeption des Spielmobils Augustin

4.1 Spielmobile im Allgemeinen

4.2 Geschichte des Hanauer Spielmobils

4.3 Die Mitarbeiter

4.4 Grundlegende Überlegungen zur Standortwahl

4.5 Bedingungen für die Teilnahme am Angebot des Spielmobils

4.6 Das Materialkontingent

4.7 Freiwilligkeit und Verantwortung

4.8 Der Zeitplan eines Spielmobilnachmittags

5. Fallrekonstruktion – Derya Özdemir beim Spielmobil Augustin

5.1 Voraussetzungen der Beobachtungen

5.2 Der Standort „Anne-Frank-Schule“

5.3 Die Aufgaben der Pfandkinder

5.4 Deryas Beteiligung am Angebot des Spielmobils

5.5 Die Spielphase

5.6 Das Bastelangebot

5.7 Interaktion mit den Mitarbeitern

5.8 Abbau und Aufräumphase

5.9 Das Abschlussspiel

6. Fallrekonstruktion – Fatima Özdemir im Lernumfeld Schule

6.1 Grundlagen der Fallrekonstruktion

6.2 Klassenanalyse

6.3 Beobachtungen der Stundenanfänge

6.4 Beobachtungen der Biologiestunde bei Frau Amhaus

6.5 Beobachtungen der Deutschstunde bei Frau Schäfer

6.6 Beobachtungen der Englischstunde bei Frau Ivanda

6.7 Resümee der beobachteten Stunden

7. Abschließende Überlegungen zum Zusammenhang zwischen außerschulischem Spiel und Lernen in der Schule

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Hausarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen außerschulischen Spielerfahrungen und dem Lernerfolg in der Schule. Anhand einer Fallrekonstruktion der Schülerin Fatima Özdemir wird aufgezeigt, wie freizeitpädagogische Angebote soziale und kognitive Fähigkeiten fördern können, die sich positiv auf die Lernbereitschaft auswirken.

  • Bedeutung des Spiels als Motivations- und Lernfaktor
  • Fallstudie: Pädagogische Begleitung durch das Spielmobil Augustin
  • Sozioökonomische Einflüsse auf den schulischen Erfolg
  • Vergleich von Lernverhalten in unterschiedlichen Unterrichtssituationen
  • Förderung kognitiver und sozialer Kompetenzen durch Spiel

Auszug aus dem Buch

Die Konzeption des Spielmobils Augustin

Wie im vorhergehenden Kapitel deutlich geworden ist, ist es schwierig „das Spiel“ als solches zu definieren. Dies liegt zum einen, wie bereits aufgezeigt, an seinen verschiedensten Ausprägungen. So unterschiedliche diese sind, so unterschiedlich sind in der heutigen Gesellschaft auch die Angebote für Kinder und Jugendliche, sich spielend zu beschäftigen. Zahlreiche Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Jugendgruppen bieten Spielmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Formen an. Als ein Beispiel außerschulischer Spielmöglichkeiten soll hier nun das Spielmobil Augustin der Stadt Hanau anhand seiner Konzeption vorgestellt werden.

Da es deutschlandweit etwa 350 Spielmobile gibt, ist selbstverständlich, dass die folgende Konzeption nicht auf alle zutrifft. Sie ist in Zusammenarbeit der Mitarbeiter des Hanauer Spielmobils mit den leitenden Angestellten der Abteilung Jugendarbeit der Stadt Hanau entstanden.

Im Folgenden wird kurz dargestellt, welche Unterschiede es allein zwischen den deutschen Spielmobilen gibt. Spielmobile anderer Länder werden nicht aufgeführt.

Die fahrenden Spielstätten unterscheiden sich bereits äußerlich. Während das Hanauer Spielmobil ein alter, umgebauter Stadtbus ist, so gibt es in anderen Städten beispielsweise Lieferwagen, die durch Fundraising von Kurierdienstunternehmen wie UPS oder anderen übernommen werden konnten, aber auch LKWs oder Bauwagen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitender Kommentar: Einführung in die Thematik der Verbindung von Freizeit-Spielerfahrungen und deren Einfluss auf den schulischen Erfolg.

2. Die Wahl des Untersuchungsubjekts: Darstellung des sozialen Umfelds und der Lernbiografie von Fatima Özdemir sowie Erörterung von Ursachen für ihr Schulversagen.

3. Spieltheorien: Wissenschaftliche Annäherung an den Spielbegriff und Definition zentraler Merkmale von Spiel.

4. Die Konzeption des Spielmobils Augustin: Erläuterung der organisatorischen und pädagogischen Rahmenbedingungen des Hanauer Spielmobils.

5. Fallrekonstruktion – Derya Özdemir beim Spielmobil Augustin: Dokumentation von Verhaltensbeobachtungen beim Besuch des Spielmobils.

6. Fallrekonstruktion – Fatima Özdemir im Lernumfeld Schule: Analyse des Verhaltens von Fatima in verschiedenen Schulfächern und Lehrerinteraktionen.

7. Abschließende Überlegungen zum Zusammenhang zwischen außerschulischem Spiel und Lernen in der Schule: Synthese der Beobachtungen zur Ableitung von praktischen pädagogischen Handlungsempfehlungen.

Schlüsselwörter

Spielmobil, Spieltheorie, Fallrekonstruktion, Schulversagen, außerschulisches Lernen, Sozialisation, Pädagogik, Lernmotivation, Freizeitpädagogik, Hanau, Lernbiografie, handlungsorientierter Unterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern außerschulische Spielerfahrungen, wie sie Kinder beim Besuch eines Spielmobils machen, die Lernmotivation und die schulische Leistungsfähigkeit beeinflussen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Spieltheorien, die Konzeption pädagogischer Spielangebote, soziale Einflussfaktoren auf Bildungskarrieren und Methoden handlungsorientierten Lernens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen den beim Spielen erworbenen Fähigkeiten (wie Regelverständnis oder Konzentration) und deren Übertragbarkeit auf schulische Lernsituationen anhand einer Fallstudie zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, bestehend aus verdeckten Beobachtungen in der Freizeit sowie im schulischen Kontext und ergänzenden Lehrerinterviews zur Fallrekonstruktion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Konzeption des Spielmobils Augustin und vergleicht das beobachtete Verhalten des Kindes Fatima Özdemir im spielerischen Freizeitkontext mit ihrem Verhalten in verschiedenen Unterrichtssituationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Spielmobil, Fallrekonstruktion, Schulversagen, Lernmotivation, handlungsorientierter Unterricht und Sozialisationsbedingungen.

Warum zeigt Fatima unterschiedliche Leistungen in den Fächern Biologie und Deutsch?

Die Beobachtungen zeigen, dass das Vertrauensverhältnis zur Lehrkraft sowie die Unterrichtsmethodik – insbesondere handlungsorientierte Elemente im Deutschunterricht – einen maßgeblichen Einfluss auf ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit haben.

Welche Rolle spielt das "Pfandkind" bei der Arbeit des Spielmobils?

Das Pfandkind-Prinzip dient dazu, Kindern Verantwortung zu übertragen, das Einhalten von Regeln zu vermitteln und die Selbstorganisation der Kinder innerhalb des Spielangebots zu fördern.

Final del extracto de 74 páginas  - subir

Detalles

Título
Zur Bedeutung von Spielerfahrungen außerhalb von Schule für das Lernen in ihr
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Pädagogik der Sekundarstufe)
Calificación
Sehr gut
Autor
Kerstin Giesel (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
74
No. de catálogo
V29646
ISBN (Ebook)
9783638311113
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bedeutung Spielerfahrungen Schule Lernen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kerstin Giesel (Autor), 2004, Zur Bedeutung von Spielerfahrungen außerhalb von Schule für das Lernen in ihr, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29646
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