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Interkulturelle Kommunikation. Ursachen für Störungen im interkulturellen Kommunikationsprozess und methodische Ansätze zur Behebung

Title: Interkulturelle Kommunikation. Ursachen für Störungen im interkulturellen Kommunikationsprozess und methodische Ansätze zur Behebung

Term Paper , 2015 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Selzer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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In der Zeit der Globalisierung und einer immer mehr pluralisierenden Gesellschaft gewinnt die Interkulturelle Kommunikation immer mehr an Bedeutung. Ob in der Wirtschaft, in der Schule, im Studium, im alltäglichen Umgang miteinander oder auf ganz persönlicher Ebene sind interkulturelle Kompetenzen immer wichtiger geworden und bieten eine Grundlage für eine solide verbale und nonverbale Kommunikation.

Das Anliegen der Hausarbeit ist es, interkulturelle Kommunikationsprozesse dem Leser näher zu bringen. Dabei wird sich Hauptsächlich mit der Frage auseinandergesetzt, wie interkulturelle Kommunikations-störungen entsteht, wie man ihr am besten begegnen kann und welche Konzepte es in der Jugendarbeit gibt um interkulturelle Kompetenzen fördern zu können. An einzelnen ausgewählten Beispielen wird erklärt, wie in anderen Kulturkreisen miteinander kommuniziert wird und wo genau die Schwierigkeiten bei der Verständigung liegen.

Um den Einstieg in die Thematik zu ermöglichen, wird zu Beginn dieser Hausarbeit auf die Begrifflichkeiten der allgemeinen Kommunikation und der interkulturellen Kommunikation eingegangen. Ebenso werden im Punkt 2.3 mögliche störungsverursachende Faktoren vorgestellt. Im dritten Kapitel wird der Schwerpunkt auf die Sprache und Kultur gelegt, wie beide in Interaktion miteinander stehen und welche Kulturmodelle es aktuell gibt. Das dritte und letzte Kapitel beschäftigt sich mit verschiedenen methodischen Vorgehensweisen im schulischen und außerschulischen Bereich. Es wird beschrieben wie interkulturelles Lernen und interkulturelle Kommunikation jungen Menschen didaktisch vermitteln werden kann. Es werden sechs Konzepte vorgestellt, die schon seit geraumer Zeit in der Praxis durchgeführt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kommunikation

2.1 Kommunikation als allgemeiner Begriff

2.2 Interkulturelle Kommunikation

2.3 Störungsanfälligkeit interkultureller Kommunikation

3 Kultur und Sprache

3.1 Definition Kultur

3.2 Trans-, Multi- und Interkulturalität

3.3 Interkulturelle Kompetenz

3.4 Interaktion Sprache und Kultur

3.5 Rich Points

3.6 Interkulturelle Erziehung

4 Didaktische Konzepte Interkulturellen Lernens und interkultureller Kommunikation

4.1 Antirassistische Erziehung

4.2 Ethnische Spurensuche in Geschichte und Gegenwart

4.3 Lernen für Europa

4.4 Sprachliche, kulturelle und kommunikationsbezogene Allgemeinbildung

4.5 Globales Lernen

4.6 Bilder vom Fremden und vom Eigenen wahrnehmen gestalten

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen und Störungsfaktoren interkultureller Kommunikationsprozesse in einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft. Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für kulturell bedingte Missverständnisse zu schaffen und didaktische Konzepte für die Jugendarbeit und Schule vorzustellen, die interkulturelle Kompetenz nachhaltig fördern.

  • Grundlagen der Kommunikation und interkultureller Kompetenz
  • Analyse von Störungsursachen in der Kommunikation (Rich Points)
  • Bedeutung der Wechselwirkung zwischen Sprache und Kultur
  • Methodische Ansätze für interkulturelles Lernen und Erziehung
  • Konstruktiver Umgang mit Fremdwahrnehmung und Stereotypen

Auszug aus dem Buch

3.5 Rich Points

Dieser Begriff wurde von Michael Ager entwickelt. Es beschreibt die Stellen an denen es häufig Probleme in der Kommunikation gibt, die besonders oft vor dem Hintergrund der Interkulturalität zu finden sind. Rich Points sind aber nicht immer an einen interkulturellen Kontext gebunden. Sobald während eines Gespräches Schwierigkeiten auftreten, handelt es sich um einen Rich Point, wie zum Beispiel bei Gesprächen zwischen Mann und Frau, zwischen Studierender und Professor oder zwischen LehrerIn und SchülerIn. Es gibt viele Gelegenheiten für Kommunikationsprobleme (Heringer 2004, 162f). In der interkulturellen Kommunikation gibt es viele sensible Stellen. Begrüßungsrituale bilden viele Beispiele dafür. So wird in China die Gesprächsbereitschaft durch die Antwort auf die Frage chi gue – le ma? (Haben sie schon gegessen?) beurkundet. Wird die Antwort verneint führt das zum Abbruch des Gesprächs. Als besonders sensibel wird auch der Handdruck gezählt.

Gibt man die Hand oder nicht und wenn ja wie lange und wie fest? Welche Körperhaltung nimmt man dabei ein? In Österreich und Deutschland macht man es obligatorisch, im Iran schüttelt man als Mann einer Frau nie die Hand. Im Malaysia streckt der Mann beide Hände aus, streift kurz die Partnerhände und führt sie zur eigenen Brust. Auf den Philippinen begrüßen sich Männer mit einem Schlag auf dem Rücken (Heringer 2004, 165). Japaner machen bei der Begrüßung eine Verbeugung und die Chinesen schütteln dabei die Hände. In Südamerika umarmt man sich und auf den Fidschi – Inseln begrüßt man sich mit einem Lächeln und hochgezogener Augenbrauen (Heringer 2004, 166). Auch sind die Anredeformen sehr verschieden. In Deutschland gilt das Du – Ich – System als Rich Piont. Das mag für Engländer sehr verwirrend sein, da dieses System in Großbritannien nicht vorliegt. Wiederum legt man in Schweden und Norwegen Wert auf die Du – Form. In anderen Ländern ist es aber noch komplizierter als in Deutschland und sorgt für interkulturelle Missverständnisse (Heringer 2004, 160). Wie man sehen kann gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Kommunikationswegen die in den jeweiligen Kulturen eine ganz andere Bedeutung haben, Egal ob verbal oder nonverbal.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die wachsende Bedeutung interkultureller Kompetenz in einer globalisierten Gesellschaft und skizziert den Aufbau der Untersuchung sowie die behandelten Themenschwerpunkte.

2 Kommunikation: Dieses Kapitel definiert grundlegende Kommunikationsbegriffe und erörtert die Bedeutung der interkulturellen Kommunikation sowie deren typische Störungsanfälligkeiten.

3 Kultur und Sprache: Hier werden theoretische Grundlagen wie der Kulturbegriff, transkulturelle Ansätze, interkulturelle Kompetenz und die Rolle der Sprache für die Wahrnehmung und Identitätskonstruktion detailliert analysiert.

4 Didaktische Konzepte Interkulturellen Lernens und interkultureller Kommunikation: Das Kapitel stellt verschiedene pädagogische Ansätze zur Förderung des interkulturellen Lernens vor, darunter antirassistische Erziehung und globales Lernen, und erläutert deren Umsetzung.

5 Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Arbeit werden reflektiert, wobei der Fokus auf der Notwendigkeit liegt, die eigene "eingefärbte Brille" der Wahrnehmung zu erkennen, um Stereotype abzubauen und friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, Kultur, Sprache, Rich Points, Interkulturelle Erziehung, Jugendarbeit, Migration, Identität, Vorurteile, Fremdwahrnehmung, Didaktik, Globales Lernen, Sozialpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Prozessen der interkulturellen Kommunikation, insbesondere mit den Ursachen für Kommunikationsstörungen und deren Bewältigung im pädagogischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Theorie der interkulturellen Kommunikation, die Bedeutung von Sprache und Kultur, Konzepte der interkulturellen Kompetenz sowie didaktische Ansätze für die schulische und außerschulische Jugendarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Leser für interkulturelle Kommunikationsprozesse zu sensibilisieren und Strategien aufzuzeigen, wie pädagogisch tätige Personen Missverständnisse erkennen und durch gezielte Förderung interkultureller Kompetenz abbauen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse bekannter Fachpublikationen und Konzepte zur interkulturellen Pädagogik und Kommunikation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe (Kultur, Sprache, Kompetenz, Rich Points) und die praktische Darstellung didaktischer Konzepte für den Bildungsbereich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelle Kompetenz, Sprachbarrieren, Pädagogik und Identitätskonstruktion charakterisieren.

Was genau versteht man unter dem Begriff „Rich Points“?

Rich Points bezeichnen sensible Stellen in der Kommunikation, an denen häufig Probleme aufgrund unterschiedlicher kultureller oder sozialer Hintergründe auftreten, wie zum Beispiel bei Begrüßungsritualen oder Anredeformen.

Warum ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur laut Autor so wichtig?

Der Autor betont, dass man sich der eigenen kulturellen Prägung („eingefärbte Brille“) bewusst sein muss, da man sonst den Anderen unbewusst durch Vorurteile verzerrt wahrnimmt, anstatt ihn objektiv zu sehen.

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Details

Title
Interkulturelle Kommunikation. Ursachen für Störungen im interkulturellen Kommunikationsprozess und methodische Ansätze zur Behebung
College
University of Erfurt  (Erziehungswissenschaftliche Falkultät)
Grade
1,0
Author
Sebastian Selzer (Author)
Publication Year
2015
Pages
18
Catalog Number
V298242
ISBN (eBook)
9783656943884
ISBN (Book)
9783656943891
Language
German
Tags
interkulturelle kommunikation ursachen störungen kommunikationsprozess ansätze behebung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Selzer (Author), 2015, Interkulturelle Kommunikation. Ursachen für Störungen im interkulturellen Kommunikationsprozess und methodische Ansätze zur Behebung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298242
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