Als politisches und staatliches Monument ist der Severusbogen eng mit den geschichtlichen Ereignissen zu Beginn des 3. Jh. n. Chr. und dem neuen Kaiserhaus der Severer verbunden. Um die historische Situation des Severusbogens entsprechend einzuordnen, scheint ein kurzer Seitenblick auf das severische Kaiserhaus und seine Politik unerlässlich.
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Severusbogen in seinem historischen Kontext auseinander.
Hierbei soll auf die Person Septimus Severus und die Kaiserdynastie, sowie auf die Errichtung des Bogens und die Partherkriege eingegangen werden. Die Arbeit wird durch zahlreiche Abbildungen, die der Veranschaulichung dienen sollen, ergänzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Der Severusbogen im historischen Kontext: Septimius Severus und die Partherkriege
1. 1. Septimius Severus und die neue Kaiserdynastie
1. 2. Die Errichtung des Bogens: Die Inschrift und historische Quellen
1. 3. Die Partherkriege des Septimius Severus
1. 3. 1. Die Partherkriege im Spiegel der historischen Quellen: Ein geschichtlicher Abriss
1. 3. 2. Die grossen historischen Reliefs am Severusbogen: Ikonographie und Historizität
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Severusbogen in Rom als politisches Monument und dessen enge Verbindung zu den historischen Ereignissen der severischen Dynastie, insbesondere den Partherkriegen. Ziel ist es, die Ikonographie und den historischen Gehalt der Reliefpanele kritisch zu hinterfragen und in den Kontext der zeitgenössischen kaiserlichen Propaganda einzuordnen.
- Historischer Hintergrund der severischen Kaiserdynastie
- Analyse der Dedikationsinschrift und der Entstehungsgeschichte des Bogens
- Aufarbeitung der Partherkriege des Septimius Severus anhand antiker Quellen
- Ikonographische Deutung der historischen Reliefpanele
- Untersuchung des Partherbildes als Ausdruck römischer Ideologie
Auszug aus dem Buch
1. 1. Septimius Severus und die neue Kaiserdynastie
Als politisches und staatliches Monument ist der Severusbogen eng mit den geschichtlichen Ereignissen zu Beginn des 3. Jh. n. Chr. und dem neuen Kaiserhaus der Severer verbunden. Um die historische Situation des Severusbogens entsprechend einzuordnen, scheint ein kurzer Seitenblick auf das severische Kaiserhaus und seine Politik unerlässlich.
Septimius Severus stammte aus der nordafrikanischen Stadt Lepcis Magna und war damit ein „Provinziale“ auf dem Kaiserthron. Als eine römische Kolonie und eine der größten Städte Nordafrikas, waren Lepcis Magna und seine Bewohner allerdings stark romanisiert. Trotz dieser weitgehenden Romanisierung ist auch bei Septimius Severus ein gewisses Lokalkolorit zu bemerken: Severus sprach Latein mit einem afrikanischen Akzent und beherrschte die einheimische, punische Sprache fließend. Ab 180 n. Chr. begann Severus eine Rolle in der römischen Politik zu spielen, indem er zunächst eine militärische Laufbahn einschlug: Als Befehlshaber in Syrien war Severus dem dortigen Statthalter Pertinax unterstellt, der nach der Ermordung des Commodus selbst für ein Jahr Kaiser wurde (192-193 n. Chr.). In Syrien lernte Severus nicht nur den zukünftigen Kaiser, sondern auch seine Frau Iulia Domna kennen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Der Severusbogen im historischen Kontext: Septimius Severus und die Partherkriege: Einführung in die Thematik der Arbeit, die sich mit dem historischen Kontext des Monuments und der Person Septimius Severus auseinandersetzt.
1. 1. Septimius Severus und die neue Kaiserdynastie: Beleuchtung der politischen Herkunft und des Aufstiegs von Septimius Severus sowie der Etablierung seiner Dynastie.
1. 2. Die Errichtung des Bogens: Die Inschrift und historische Quellen: Untersuchung der Dedikationsinschrift, der Datierung des Bauwerks und der offiziellen Anlässe für die Errichtung.
1. 3. Die Partherkriege des Septimius Severus: Detaillierte Darstellung der beiden Partherfeldzüge und der historischen Quellenlage dazu.
1. 3. 1. Die Partherkriege im Spiegel der historischen Quellen: Ein geschichtlicher Abriss: Zusammenfassung der kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Parthern als Voraussetzung für das Verständnis der Bildprogramme.
1. 3. 2. Die grossen historischen Reliefs am Severusbogen: Ikonographie und Historizität: Analyse der vier Reliefpanele und Diskussion ihrer historischen Interpretationen sowie der Darstellung des Erzfeindes.
Schlüsselwörter
Septimius Severus, Severusbogen, Partherkriege, Rom, Triumphalmonument, Ikonographie, Kaiserdynastie, Reliefpanele, historisches Denkmal, Nisibis, Ktesiphon, Hatra, Antike, Barbarendarstellung, Herrschaftspropaganda
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Einordnung des Severusbogens in Rom und untersucht dessen Bedeutung als politisches und staatliches Monument innerhalb der severischen Ära.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Schwerpunkte liegen auf der Biographie des Kaisers, der Entstehung und Inschrift des Bogens sowie der intensiven Analyse der Reliefs, die die Partherkriege thematisieren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Klärung, inwiefern die Reliefdarstellungen am Severusbogen die tatsächlichen historischen Ereignisse der Partherfeldzüge widerspiegeln und welche propagandistischen Tendenzen dabei erkennbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine historische Analyse der antiken Quellen (insbesondere Cassius Dio und Herodian) mit einer kunsthistorischen ikonographischen Auswertung der Reliefpanele des Bogens.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Phasen der Partherkriege und die vier Reliefpanele detailliert analysiert, wobei auch der Vergleich zwischen den antiken Berichten und den bildlichen Darstellungen gezogen wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Septimius Severus, Partherkriege, Triumphalmonument, Ikonographie und Herrschaftspropaganda.
Wie wird das Bild der Parther auf den Reliefs bewertet?
Die Darstellung schwankt zwischen historischer Dokumentation der parthischen Tracht und einer bewussten Herabsetzung der Gegner durch Barbarenklischees, um die römische Überlegenheit zu betonen.
Gibt es eine Einigkeit in der Forschung über die Deutung der Reliefs?
Nein, die Deutung der einzelnen Reliefs – insbesondere ob sie Ktesiphon oder Hatra darstellen – ist in der Forschung kontrovers und bleibt aufgrund des Erhaltungszustands der Panele hypothetisch.
- Arbeit zitieren
- Monika Hinterhöller (Autor:in), 2008, Der Severusbogen im historischen Kontext. Septimius Severus und die Partherkriege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298257