Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Physique - Physique appliquée

Metallografische Präparation von Uran-Molybdän

Titre: Metallografische Präparation von Uran-Molybdän

Thèse de Bachelor , 2013 , 77 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Matthias Dodenhöft (Auteur)

Physique - Physique appliquée
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Im Rahmen der geplanten Umrüstung des FRMII auf einen Kernbrennstoff mit niedrigerem Anreicherungsgrad ist die metallographische Präparation der Legierung Uran-Molybdän
für verschiedene materialwissenschaftliche Untersuchungen von großer Bedeutung. Uran-Molybdän hat sich schon in der Vergangenheit als ein erfolgversprechender Kandidat für
die Umrüstung von Forschungsreaktoren etabliert. Nur durch weitere Analysen kann überprüft werden, inwiefern diese Legierung auch als zukünftiger hochdichter Kernbrennstoff
des FRM II geeignet ist. In Bezug auf die metallurgische Untersuchung der Gefügestruktur ist die korrekte Präparation von Uran-Molybdän ein zentrales Element. Informationen
über eine geeignete Vorgehensweise bei der metallographischen Präparation dieser Legierung
sind in der entsprechenden Fachliteratur bisher kaum vorhanden.

Aus diesem Grund erfolgen im Rahmen dieser Arbeit systematische Untersuchungen, wobei für jeden Präparationsschritt ein entsprechendes Verfahren entwickelt und optimiert wird. Verschiedene Festkörperphasen besitzen unterschiedliche mechanische und chemische Eigenschaften,
sodass für alle relevanten Phasenzusammensetzungen von Uran-Molybdän und zusätzlich für reines, metallisches alpha-Uran geeignete Präparationsverfahren entwickelt werden. Durch den Vergleich unterschiedlich präparierter und analysierter Proben wird die Ausbildung eines Scheingefüges ausgeschlossen.

Mit den entwickelten Verfahren ist eine mechanische Präparation der Proben ohne Schädigungen wie Kratzern oder einer Kantenverrundung gewährleistet. Zusätzlich konnte die
Kornstruktur von alpha-Uran und der Legierung Uran-Molybdän bei allen Phasenzusammensetzungen mit verschiedenen Präparationsverfahren aufgedeckt werden. Auch die Dendritenstruktur der inhomogen verteilten gamma-Phase konnte sichtbar gemacht werden. Alle auftretenden Strukturen wurden zudem mit individuell ausgewählten Ätzverfahren kontrastiert.
Die Analyse der Proben erfolgte mit optischen Mikroskopen, mit einem Elektronenmikroskop und mittels Röntgenanalyse (EDX).

Für nachfolgende wissenschaftliche Arbeiten und metallurgische Untersuchungen ist dadurch eine sehr gute Präparation der Legierung Uran-Molybdän gegeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Motivation

1.1. Der Kernbrennstoff des FRM II

1.2. Die Umrüstung des FRM II

1.3. Ziel der Bachelorarbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Grundbegriffe der Metallografie

2.2. Eigenschaften von Uran und Uran-Molybdän

2.3. Probenpräparation

2.3.1. Probenentnahme

2.3.2. Einbetten

2.3.3. Schleifen und Polieren

2.3.4. Ätzen

3. Metallografische Präparation

3.1. Vorversuche an inaktiven Proben

3.2. Herstellung der Proben

3.2.1. Sägen und Schmelzen

3.2.2. Homogenisieren und Ausglühen

3.3. Einbetten der Proben

3.3.1. Vakuumeinbetten

3.3.2. Elektrische Kontaktierung der Proben

3.4. Mechanische Präparation von Uran-Molybdän

3.4.1. Experimentelle Vorgehensweise

3.4.2. Zweistufige Diamantpolitur

3.4.3. Oxidpolitur

3.5. Analyse nach der Endpolitur

3.6. Ätzen von Uran-Molybdän

3.6.1. Anlaßätzen

3.6.2. Ätzrezept für Uran-Legierungen

3.6.3. Ätzrezept für Uran-Molybdän

3.6.4. Elektrolytisches Ätzen

3.6.5. Vergleich und Zusammenfassung der Ätzverfahren

3.7. Präparation von unlegiertem Uran

3.7.1. Polierrezept

3.7.2. Oxidation

4. Fazit

4.1. Zusammenfassung und Ergebnisse

4.2. Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Entwicklung und Dokumentation eines geeigneten Polier- und Ätzverfahrens für die Legierung Uran-Molybdän, um deren Gefügestruktur für metallografische Analysen sichtbar zu machen. Die Arbeit beantwortet die Frage, wie die präparationsbedingte Entstehung von sogenannten Scheingefügen vermieden werden kann, um eine verfälschungsfreie Analyse der verschiedenen Phasen und Kornstrukturen unter dem Mikroskop zu gewährleisten.

  • Grundlagen der Metallografie und der Probenpräparation
  • Systematische Erprobung und Optimierung von Präparationsschritten
  • Vergleich verschiedener Ätzverfahren zur Kontrastierung von UMo-Legierungen
  • Untersuchung der Gefüge von Uran-Proben mit unterschiedlichem Molybdän-Gehalt
  • Analyse mittels Lichtmikroskopie und Elektronenmikroskopie

Auszug aus dem Buch

1.3. Ziel der Bachelorarbeit

Die Arbeitsgruppe Hochdichte Kernbrennstoffe untersucht derzeit das Verhalten Uran-Molybdän mit zahlreichen internationalen Partnern. Um herauszufinden, ob diese Uranlegierung als zukünftiger Kernbrennstoff des FRM II geeignet ist, sind weitere materialwissenschaftliche Untersuchungen notwendig. Bei vielen Untersuchungen ist eine gute metallografische Präparation zur Analyse und weiteren Diskussion erforderlich. Die metallografische Präparation umfasst die Probenentnahme, das Einbetten, das Schleifen und Polieren, das Ätzen sowie das Reinigen der Probe und macht die Gefügestruktur sichtbar [1]. Für die Präparation von weit verbreiteten Werkstoffen wie beispielsweise Stählen, Kupfer- oder Aluminiumlegierungen existieren verschiedene Polierrezepte, die von Unternehmen dieser Branche entwickelt wurden. Für Uran-Molybdän ist kein Polierrezept dieser Art öffentlich bekannt und auch in der allgemeinen Literatur aus dem Bereich der Materialwissenschaft finden sich keine oder nur sehr vage Aussagen über eine optimale Politur von Uranlegierungen.

Aus diesem Grund soll das Ziel dieser Bachelorarbeit das Finden und Dokumentieren eines geeigneten Polierrezepts für Uran-Molybdän sein, welches das metallografische Gefüge aufdeckt. Zu diesem Zweck werden systematisch unterschiedliche Präparationstechniken ausgetestet und anschließend verglichen. Als Ansatz dienen dabei alle bisherigen Erfahrungen der Arbeitsgruppe, vorhandene Polierrezepte von Materialien mit ähnlichen Eigenschaften und verschiedene Hinweise aus der Fachliteratur zur Probenpräparation [17]. Die gefundenen Strukturen von UMo können im Rahmen weiterführender Arbeiten mit Hilfe der entwickelten Präparationsverfahren ausführlicher analysiert und diskutiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Motivation: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Forschungs-Neutronenquelle FRM II und die Notwendigkeit der Umstellung auf niedrig angereicherten Kernbrennstoff, insbesondere Uran-Molybdän.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die metallografischen Basisbegriffe, physikalische Eigenschaften von Uran und Molybdän sowie die allgemeinen Schritte der Probenpräparation wie Einbetten und Ätzen eingeführt.

3. Metallografische Präparation: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Vorgehensweise bei der Herstellung, Einbettung, mechanischen Politur und dem Ätzen von Uran-Molybdän-Proben sowie die Untersuchung unlegierten Urans.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Eignung der entwickelten Verfahren zur kontrastreichen Darstellung des Gefüges und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Uran-Molybdän, UMo, Kernbrennstoff, Metallografie, Probenpräparation, Polierrezept, Ätzverfahren, Gefügestruktur, Dendritenstruktur, Elektronenmikroskopie, Scheingefüge, Uran, Phasenanalyse, Schliffbild, Materialwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der metallografischen Präparation der Legierung Uran-Molybdän, die als potenzieller zukünftiger Kernbrennstoff für den Forschungsreaktor FRM II untersucht wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Verfahren zur Probenpräparation (Schleifen, Polieren, Ätzen), der Beseitigung von Präparationsfehlern und der Sichtbarmachung der Gefügestruktur dieser speziellen Uranlegierung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Bachelorarbeit?

Das Ziel ist die Etablierung eines reproduzierbaren Polierrezepts und geeigneter Ätzmethoden, die es ermöglichen, das Gefüge von Uran-Molybdän so zu präparieren, dass eine verfälschungsfreie metallografische Analyse möglich ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es kommen metallografische Standardtechniken wie das Einbetten (kalt/warm), mechanisches Schleifen und Polieren sowie verschiedene chemische und elektrolytische Ätzverfahren zum Einsatz. Die Analyse der Oberflächen erfolgt mittels Lichtmikroskopie und Elektronenmikroskopie (inklusive EDX).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil (Kapitel 3) werden die experimentellen Versuchsreihen, die Vakuumeinbettung, die zweistufige Diamantpolitur sowie verschiedene Ätzrezepte für unterschiedlich behandelte Proben (homogenisiert vs. ausgeglüht) detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Uran-Molybdän (UMo), Metallografie, Probenpräparation, Gefügeanalyse, Scheingefüge und Ätzverfahren.

Warum ist die Unterscheidung zwischen homogenisierten und ausgeglühten Proben wichtig?

Die Proben weisen je nach thermischer Vorbehandlung unterschiedliche Phasen und Dendritenstrukturen auf, die jeweils eine spezifische Präparation und Ätzung erfordern, um ein kontrastreiches Bild der Kornstruktur zu erhalten.

Welche Rolle spielt das Anlaßätzen in dieser Untersuchung?

Das Anlaßätzen dient der gezielten Oxidation der Probenoberfläche, wodurch durch Interferenzfarben Kontraste zwischen den Körnern erzeugt werden, die das Gefüge auch bei weniger ausgeprägten strukturellen Unterschieden sichtbar machen.

Was ist ein "Scheingefüge" und wie wird es vermieden?

Ein Scheingefüge ist ein präparationsbedingter Fehler (z.B. durch Risse, Ausbrüche oder Kontaminierung), der das wahre Gefüge verfälscht. Durch systematisches Optimieren der Polierparameter und die Verwendung geeigneter Einbettmittel wird dieses Phänomen in dieser Arbeit minimiert.

Fin de l'extrait de 77 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Metallografische Präparation von Uran-Molybdän
Université
Technical University of Munich  (FRM 2)
Cours
Bachelorarbeit
Note
1,0
Auteur
Matthias Dodenhöft (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
77
N° de catalogue
V298318
ISBN (ebook)
9783656951919
ISBN (Livre)
9783656951926
Langue
allemand
mots-clé
Uran UMo FRM2 Metallografie Probenpräparation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Matthias Dodenhöft (Auteur), 2013, Metallografische Präparation von Uran-Molybdän, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298318
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  77  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint