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Bulimia nervosa. Ursachen, Folgen und Therapiechancen

Title: Bulimia nervosa. Ursachen, Folgen und Therapiechancen

Term Paper , 2015 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sonja Bergler (Author)

Social Work
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Bei der Entstehung der Bulimie handelt es sich um ein komplexes Zusammenwirken von Faktoren. Darauf beruhen auch die zahlreichen und zum Teil sehr unterschiedlichen Erklärungsansätze. Aus diesem Grund kann die Ess-Brech-Sucht nur mit einem multifaktoriellen Modell angemessen erläutert werden.

Um dem Teufelskreis der Bulimie zu entkommen, stellt eine Kombination aus medizinischer Therapie und psychotherapeutischen Behandlungsmethoden den besten Weg dar. Trotzdem kennzeichnet sich der Verlauf der Erkrankung durch eine hohe Fluktuation der Symptomatik, einer Tendenz zu Rückfällen sowie zur Chronifizierung selbst nach einer therapeutischen Intervention. Aus diesen Gründen scheint eine frühzeitige medizinische Intervention bei Verdacht einer Bulimia nervosa unabdingbar.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Bulimia nervosa als Kommentar des Schönheitsideals

2 Beschreibung des Störungsbildes

2.1 Erscheinungsbild

2.2 Klassifikation und Diagnose

2.3 Differentialdiagnose

2.4 Epidemiologische Daten

2.5 Komorbidität

2.6 Gesundheitliche und psychosoziale Konsequenzen, gesellschaftliche Kosten

3 Ätiologie

3.1 Prädisponierende Faktoren

3.1.1 Genetische Faktoren

3.1.2 Soziokulturelle Faktoren

3.1.3 Familiäre Faktoren

3.1.4 Individuelle Faktoren

3.2 Auslösende Faktoren

3.3 Aufrechterhaltende Faktoren

3.3.1 Biobehaviorale Faktoren

3.3.2 Konditionierungsmechanismen

4 Verlauf und Prognose

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Krankheitsbild der Bulimia nervosa, um ein tiefgreifendes Verständnis für deren Ursachen, gesundheitliche Folgen sowie die therapeutischen Herausforderungen im Jugendalter zu entwickeln.

  • Historische Einordnung und soziokulturelle Bedeutung des Schlankheitsideals
  • Detaillierte klinische Beschreibung und diagnostische Kriterien (ICD-10/DSM-IV-TR)
  • Multifaktorielle Ätiologie inklusive genetischer, familiärer und individueller Belastungsfaktoren
  • Analyse der physischen und psychischen Folgeerscheinungen durch kompensatorisches Verhalten
  • Diskussion der Verlaufsprognose und der Relevanz frühzeitiger medizinischer Intervention

Auszug aus dem Buch

2.1 Erscheinungsbild

„Das Kernmerkmal der Bulimia Nervosa sind regelmäßig auftretende Essanfälle mit Kontrollverlust, während derer die Betroffenen eine ausgesprochen große Menge an Nahrungsmitteln zu sich nehmen.“ Vor allem durch das zentrale Gefühl die Nahrungsaufnahme nicht mehr kontrollieren zu können, unterscheiden sich die Essanfälle von gelegentlichem Überessen. Um die zugeführte Energiemenge zu kompensieren, folgen auf die Essattacken unangemessene Praktiken zur Gewichtskontrolle.

Zu diesen Gegenmaßnahmen gehören selbst herbeigeführtes Erbrechen, striktes Fasten, sowie der Missbrauch von Abführmitteln, Medikamenten und Appetitzüglern. Andere Betroffene betreiben zwischen den Essanfällen exzessiven Sport, um der gefürchteten Gewichtszunahme entgegen zu wirken.

Typisch für die Bulimia nervosa ist, dass die Patienten in der Regel während eines Essanfalls eine relativ große Menge an hochkalorischen und leicht essbaren Lebensmitteln verzehren. Auf diese kalorienreiche und oft auch fettige Nahrung versuchen sie ansonsten zu verzichten oder sie verbieten sie sich im Zusammenhang mit einer strikten Diät. Ihr Essverhalten ist unregelmäßig, Mahlzeiten werden ausgelassen.

Häufig leiden die Patienten an depressiven Verstimmungen. Ihr Selbstwertgefühl ist meist stark an Figur und Körper gebunden, um welche auch die Gedanken häufig kreisen. Um ihr Ziel, möglichst dünn und attraktiv zu sein, zu erreichen, setzen sich die Betroffenen zumeist selbst eine sehr niedrige Gewichtsschwelle, welche auf medizinischer Sicht nicht mehr im gesund angesehenen Bereich liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Bulimia nervosa als Kommentar des Schönheitsideals: Dieses Kapitel verortet die Bulimie als Ausdruck der modernen Gesellschaft und des damit verbundenen Schlankheitswahns.

2 Beschreibung des Störungsbildes: Hier werden klinische Erscheinungsformen, diagnostische Kriterien, epidemiologische Hintergründe sowie körperliche Folgen detailliert dargestellt.

3 Ätiologie: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Störung durch ein komplexes Zusammenspiel aus genetischen, soziokulturellen, familiären und individuellen Faktoren.

4 Verlauf und Prognose: Hier wird der langfristige Krankheitsverlauf, die Tendenz zur Chronifizierung und die Herausforderung des Ausstiegs aus dem Suchtkreislauf thematisiert.

Schlüsselwörter

Bulimia nervosa, Essstörung, Essanfälle, Schönheitsideal, Gewichtskontrolle, Ätiologie, Psychosomatik, Jugendliche, Purging, Selbstwertgefühl, Diäten, Pubertät, Chronifizierung, psychische Störungen, Therapiechancen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit befasst sich mit dem Störungsbild der Bulimia nervosa und analysiert die Ursachen, die körperlichen Folgen sowie die Prognose dieser psychosomatischen Erkrankung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die diagnostische Abgrenzung, die Rolle des westlichen Schlankheitsideals, die multifaktorielle Ätiologie sowie die langfristigen Auswirkungen der Ess-Brech-Sucht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für das komplexe Zusammenwirken verschiedener Faktoren bei der Entstehung der Bulimie zu vermitteln und die Notwendigkeit frühzeitiger therapeutischer Maßnahmen zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die verschiedene klinische Studien, Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-IV-TR sowie psychologische Fachliteratur zusammenführt und auswertet.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die klinische Deskription, die theoretische Herleitung der Krankheitsursachen in einem multifaktoriellen Modell sowie die Erörterung des Verlaufs und der Prognose.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Ess-Brech-Sucht, Kontrollverlust, psychosomatische Folgen, Schönheitsideal und therapeutische Intervention definieren.

Welche Bedeutung kommt dem Schlankheitsideal zu?

Die Autorin sieht in der Bulimie eine "Zeitdiagnose", bei der die Radikalisierung des Schlankheitsideals und der damit verbundene Druck zur Selbstkontrolle maßgeblich zur Entstehung beitragen.

Warum wird das "multifaktorielle Modell" als zentral erachtet?

Da die Forschung bisher kein monokausales Konzept für die Entstehung der Bulimie nachweisen konnte, ist ein Modell, das genetische, familiäre und individuelle Faktoren integriert, notwendig für die therapeutische Praxis.

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Details

Title
Bulimia nervosa. Ursachen, Folgen und Therapiechancen
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Formen psychosozialer Beratung von Jugendlichen mit psychischen Störungen
Grade
1,0
Author
Sonja Bergler (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V298353
ISBN (eBook)
9783656948032
ISBN (Book)
9783656948049
Language
German
Tags
psychische Störungen Bulimie Bulimia nervosa Schönheitsideal Ess-Brech-Sucht Soziale Arbeit Psychosomatische Störungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Bergler (Author), 2015, Bulimia nervosa. Ursachen, Folgen und Therapiechancen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298353
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