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Implikaturen in Grice "Logic and Conversation". Konversationelle Implikaturen nach Grice

Título: Implikaturen in Grice "Logic and Conversation". Konversationelle Implikaturen nach Grice

Trabajo , 2014 , 22 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Gülsüm Coskun (Autor)

Ciencia del lenguaje / Lingüística
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Nicht immer stimmt das explizit Gesagte mit dem eigentlich Gemeinten überein. Vor allem stellt dies auf formaler Ebene ein Problem für die Linguistik dar, denn die formale Sprache kann ausschließlich das beinhalten, was auch explizit geäußert wird. Grice kritisiert in "Logic and Conversation" (1975) die Annahme, dass es einen Unterschied zwischen formaler und natürlicher Sprache gibt. Er führt hierzu eine zusätzliche Bedeutungskomponente, welche er als Implikatur bezeichnet, ein, die für ihn den scheinbaren Unterschied erklärt. Dass sich ein Hörer von dem Gesagten des Sprechers eine Implikatur erarbeiten kann, erklärt er damit, dass Konversationsteilnehmer aufgrund rationalen Verhaltens einem sogenannten Kooperationsprinzip folgen und sich auch gegenseitig unterstellen, diese zu befolgen. Sobald es so scheint, als würde ein Sprecher gegen das Kooperationsprinzip verstoßen, sucht der Hörer Grice zu Folge intuitiv eine Erklärung für dieses Verhalten, welche er mit der Implikatur, d.h. mit der vom Sprecher zusätzlich gemeinten (implikatierten) Bedeutungskomponente, begründen kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Das Kooperationsprinzip und die Konversationsmaximen

2. Die konversationelle Implikatur

2.1. Begriffsklärung

2.2. Entstehung konversationeller Implikaturen

2.3. Typen konversationeller Implikaturen

2.4. Eigenschaften konversationeller Implikaturen

2.5. Testverfahren

3. Weiterführende Forschung

3.1. Neo-Grice’sche Theorien der Implikaturen

3.2. Relevanztheorie

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die pragmatische Theorie von Herbert Paul Grice, insbesondere das Konzept der konversationellen Implikatur, um zu erklären, wie Hörer in der Kommunikation über die wörtliche Bedeutung hinausgehende Intentionen eines Sprechers erschließen können.

  • Das Kooperationsprinzip als Grundlage rationaler Kommunikation
  • Die Einteilung der Konversationsmaximen nach Grice
  • Mechanismen der Entstehung von Implikaturen durch Befolgung oder Ausbeutung von Maximen
  • Merkmale und Klassifizierung konversationeller Implikaturen
  • Einordnung in weiterführende Theorien wie die Relevanztheorie

Auszug aus dem Buch

Verstoß gegen die Maxime der Relevanz:

Person A beschwert sich bei Person B über den gemeinsamen Chef und sagt: „War der Chef eigentlich schon immer so stur?“ Person B sieht den Chef kommen und entgegnet: „Das Wetter soll am kommenden Wochenende besser werden.“ Person B hat damit offensichtlich gegen die Maxime der Relevanz verstoßen, da ihr Beitrag keineswegs relevant für die von Person A gestellte Frage sein kann. Person B nimmt an, dass Person A in der Lage ist zu erkennen, dass Person B offensichtlich das Thema wechseln möchte. Dass Person A den Grund für den Wunsch des Themawechsels in erster Linie nicht erkennen kann, ist für Person B zunächst zweitrangig. Ihr geht es in diesem Moment ausschließlich darum, nicht wörtlich zu vermitteln, dass dieses Thema nicht mehr fortgeführt werden. Letzteres ermöglicht sie dadurch, dass sie diese zusätzliche Bedeutung, die die eigentlich zu vermitteln versuchte Aussage ist, implikatiert.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass das explizit Gesagte in der Kommunikation oft von der tatsächlichen Bedeutung abweicht, und stellt Grices pragmatischen Ansatz vor.

1. Das Kooperationsprinzip und die Konversationsmaximen: Hier werden das Kooperationsprinzip sowie die vier Kategorien der Konversationsmaximen – Quantität, Qualität, Relation und Modalität – als Basis rationaler Interaktion dargelegt.

2. Die konversationelle Implikatur: Das Kapitel erläutert den Begriff der konversationellen Implikatur, deren Entstehung durch Ausbeutung von Maximen, ihre Typen, Eigenschaften und entsprechende Testverfahren.

3. Weiterführende Forschung: Es erfolgt ein Überblick über kritische Modifikationen der Theorie, darunter die Neo-Grice’schen Theorien sowie die Relevanztheorie als kognitiver Erklärungsansatz.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Grices Theorie trotz Kritik aufgrund ihrer allgemeinen Anwendbarkeit ein fundamentales Erklärungsmodell für die menschliche Kommunikation bleibt.

Schlüsselwörter

Konversationelle Implikatur, Herbert Paul Grice, Kooperationsprinzip, Konversationsmaximen, Pragmatik, Sprachphilosophie, Relevanztheorie, Neo-Grice’sche Theorien, Standardimplikatur, Ausbeutung, Kommunikation, Bedeutungskomponente, Kontextabhängigkeit, Berechenbarkeit, Streichbarkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie der konversationellen Implikatur von H.P. Grice und untersucht, wie Hörer in der Alltagskommunikation zwischen dem explizit Gesagten und dem eigentlich Gemeinten unterscheiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Kooperationsprinzip, die Konversationsmaximen sowie die verschiedenen Arten und Eigenschaften von Implikaturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und Erklärung der Grice’schen Theorie, um aufzuzeigen, wie Konversationsteilnehmer rationales Verhalten unterstellen, um zusätzliche Bedeutungskomponenten zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit folgt einer theoretischen Analyse und Exegese der primären Schriften von H.P. Grice, ergänzt durch linguistische Beispiele und den Vergleich mit weiterführenden Ansätzen wie der Relevanztheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Maximen des Kooperationsprinzips sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Entstehung, Klassifizierung und den Testkriterien konversationeller Implikaturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Konversationelle Implikatur, Kooperationsprinzip, Konversationsmaximen, Pragmatik und Ausbeutung.

Wie unterscheidet Grice zwischen dem Gesagten und dem Gemeinten?

Er führt das Kooperationsprinzip ein, nach dem Sprecher und Hörer handeln. Wird eine Maxime scheinbar verletzt, sucht der Hörer intuitiv nach einer Interpretation, die das Handeln wieder in Einklang mit dem Kooperationsprinzip bringt – dies ist die Implikatur.

Warum ist das "Beispiel mit dem Auto" für das Verständnis wichtig?

Das Beispiel verdeutlicht, dass ein Sprecher, der die Maxime der Relevanz scheinbar verletzt (durch themenfremde Antworten), dennoch kooperiert, indem er eine indirekte, aber relevante Information gibt, die der Hörer kontextuell erschließen muss.

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Detalles

Título
Implikaturen in Grice "Logic and Conversation". Konversationelle Implikaturen nach Grice
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Calificación
2,0
Autor
Gülsüm Coskun (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
22
No. de catálogo
V298369
ISBN (Ebook)
9783656946779
ISBN (Libro)
9783656946786
Idioma
Alemán
Etiqueta
Implikatur Konversation Grice Linguistik Kooperation Kooperationsprinzip Konversationsmaximen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gülsüm Coskun (Autor), 2014, Implikaturen in Grice "Logic and Conversation". Konversationelle Implikaturen nach Grice, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298369
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