Aufsatztraining Deutsch - Band 4: Alltagssituationen bewältigen


Fachbuch, 2015
93 Seiten

Leseprobe

Vorwort

Liebe Schülerin, lieber Schüler,

mancher von euch stöhnt vielleicht, wenn er das Wort „Aufsatz“ hört. Aber das muss nicht so sein! Aufsatzschreiben kann nämlich Spaß machen – vorausgesetzt, man weiß wie ein Thema anzupacken ist.

In der Reihe „Aufsatztraining Deutsch“ lernst du auf leichte Art, wie du die verschiedenen Aufsatzarten verfassen kannst. Denn jede Aufsatzart verlangt eine ganz bestimmte Technik zu schreiben. Diese Reihe behandelt alle wichtigen Aufsatzformen und ist unabhängig von einer bestimmten Jahrgangsstufe und Schulart. Sie zeigt die grundlegenden Merkmale der verschiedenen Textarten auf und bringt viele Übungen zum Sichern und Festigen des Gelernten.

Die Reihe „Aufsatztraining Deutsch“ bringt Vorteile für alle!

Lehrerinnen und Lehrer suchen immer wieder eine Möglichkeit, wie sie Schülerinnen und Schüler für das Aufsatzschreiben so motivieren können, damit es ihnen Spaß macht. Auch Eltern wollen, dass ihre Kinder bessere Aufsätze schreiben. Alle suchen ein passendes Übungsbuch dazu.

Diese Reihe „Aufsatztraining Deutsch“ bietet beides und kann sowohl im Unterricht als auch zum Üben zu Hause eingesetzt werden. Die Themen kommen aus dem praktischen Unterrichtsalltag und sind auch für das Berufsleben wichtig. Sie ist für alle eine ausgezeichnete Hilfe, da sie Schülerinnen und Schülern ermöglicht, das Schreiben von Aufsätzen zu lernen. In allen Bänden wird die Kreativität nicht nur durch das Schreiben angeregt, sondern auch durch verschiedene „spielerische“ Möglichkeiten, wie z. B. Rätsel. Ganz nebenbei werden auch Grammatik und angemessene Formulierungen trainiert. Wortschatzübungen und Wortfeldarbeit schulen die Ausdrucksfähigkeit. Schreibbeispiele und Musteraufsätze geben Hilfestellungen und runden das Angebot ab. Manche Beispiele regen zum kritischen Überprüfen an.

Vor allem mit unserem Stichwortzettel, der erarbeitet wird, und „Aufsatzgerüst“ lernt man auf leichte Art, einen Aufsatz zu gestalten. Mit ganz unterschiedlichen Arbeitstechniken werden verschiedene Aufsätze erschlossen und Schritt für Schritt mit Leitfragen und vielen Tipps erarbeitet. Viele abwechslungsreiche Übungen begleiten die einzelnen Themen. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler immer wieder die Möglichkeit, Teile eines Aufsatzes selbst interessant zu schreiben und ihr Wissen anzuwenden. Satzbaumuster geben dabei Hilfe, die Sätze selbst zu gestalten und kreativ zu schreiben. So wird man systematisch an das Aufsatzschreiben herangeführt.

Im Mittelpunkt dieses Bandes steht die Aufsatzform „Alltagssituationen“. Dahinter verstecken sich Aufsatzformen und verschiedene Schreiben, die im Alltag vorkommen (s. Inhaltsangabe). „Aufsätze“ werden nämlich nicht nur in der Schule verfasst, sondern erscheinen als „Texte“ immer wieder im Alltag, z. B. im Betrieb, Büro oder Internet. Deshalb wird das auch in diesem Buch erklärt, z. B. E-Mail, Reklamation, Kauf und Verkauf im Internet. Dafür bekommst du Hilfestellung und viele Tipps, so dass du „im Alltag“ erfolgreich schreiben kannst. Beispiele zeigen, wie entsprechende Schreiben im Alltag aussehen können.

Schwerpunktmäßig werden dabei Themen ausgewählt, die häufig im Unterricht vorkommen. Dazu gibt es viele Regeln und Tipps. Wenn man sie kennt und anwendet, dann fällt dir das Schreiben in Alltagssituationen leichter. Die Themen werden Schritt für Schritt erarbeitet. Viele Übungen begleiten die einzelnen Themen. Mit ganz unterschiedlichen Arbeitstechniken werden verschiedene Aufsätze und Textformen erschlossen. Beispiele zeigen dir immer wieder, wie du „im Alltag“ schreiben kannst.

[…]

Inhalt

Vorwort ... 3

Wir schreiben eine Ansichtskarte ... 7
Welche Ansichtskarte soll ich schicken? – Die Anschrift – Schreibanlässe – Anrede- und Schlussformel – Persönliches und sachliches Schreiben – Was ist sonst noch wichtig? – Der Inhalt – Die „W-Fragen“ - Schreibbeispiel – Formulierungshilfen – Mit den „W-Fragen“ Interesse wecken

Wir schreiben eine Postkarte ... 15
Ein Schreibbeispiel untersuchen – Eine Postkarte schreiben – Regeln zum Schreiben von Straßennamen –Anschlussthemen

Der persönliche Brief ... 20
Die Briefform – Wir untersuchen persönliche Briefe – Die „W-Fragen“ im persönlichen Brief – Brieffreundschaften: Einen Kontaktbrief schreiben – Einen Antwortbrief nach Vorlagen schreiben - Einen Antwortbrief in einem Aufsatzgerüst entwerfen – Übungsbriefe: Auf eine Anzeige antworten – Einen Dankesbrief schreiben – Wünsche in einem Brief äußern – Einladungsschreiben und Antwort darauf – Sich für ein Geschenk bedanken – Wortfelder „alt“ - „neu“ – Nach Vorlagen schreiben – Die Einleitung – Der Hauptteil – Bindewörter und Satzanfänge – Aufsatz: Sich für ein Geschenk bedanken – Im amtlichen Postleitzahlenbuch nachschlagen – Postleitzahlen zuordnen – Anschlussthemen

Der Lebenslauf ... 36
Einen Lebenslauf untersuchen – Schreibbeispiele – Die Gliederung in einem tabellarischen Lebenslauf – Einen tabellarischen Lebenslauf verbessern – Einen tabellarischen Lebenslauf anfertigen – Mit dem Stichwortzettel einen Lebenslauf anfertigen – Der eigene tabellarische Lebenslauf - Der eigene ausführliche Lebenslauf – Checkliste für den Lebenslauf

Der sachliche Brief: Das Bewerbungsschreiben ... 42
Ein Bewerbungsschreiben untersuchen – Fehler verbessern – Die eigenen Fähigkeiten kennen lernen – Eigene Stärken und Schwächen kennen lernen – Wir schreiben sachlich – Aufbau des Bewerbungsschreibens – Mein Bewerbungsschreiben: Checkliste – Anschlussthemen

Der sachliche Brief: Eine Reklamation schreiben ... 51
Eine Reklamation untersuchen – Beleidigende Äußerungen umwandeln – Im Aufsatzgerüst eine Reklamation schreiben – Aufsatzbeispiele und Beurteilung – Anschlussthema

Bestellungen aufgeben und zurückschicken ... 55
Was ist wichtig? – Wir füllen Bestellkarten aus – Wir schicken eine Ware zurück

Der sachliche Brief: Der Leserbrief ... 59
Text: Zu viel Geld für unsere Jugendlichen – Sich in ein Thema einarbeiten – Stellung zu einem Zeitungsbericht nehmen: Der Leserbrief

Inserieren ... 65
Rubriken kennen lernen – Kleinanzeigen verstehen – Typische Abkürzungen in Anzeigen – Zehn Verkaufstricks – Kleinanzeigen untersuchen – Sprachliche Mittel in einer Kleinanzeige – Wichtige Informationen bei einer Kleinanzeige – Verkaufsanzeigen schreiben – Kaufgesuche schreiben

Eine SMS schreiben ... 74
Smileys (Emoticons) – Die WhatsApp

Im Internet schreiben ... 75
Die E-Mail – Einige wichtige Regeln für offizielle E-Mails (Netiquette) – E-Mails schreiben – Anschlussthemen

Im Internet handeln: Kaufen und Verkaufen ... 79
Vergleich: Kaufen und Verkaufen in einer Tageszeitung und im Internet – Bei ebay kaufen – Bei ebay verkaufen – Übungstexte: Übertreibungen versachlichen – Treffende Worte finden und bei der Wahrheit bleiben – Grundsätze für einen Verkauf im Internet –Tipps für einen erfolgreichen Verkauf im Internet

Die Reklamation im Internet ... 90
Per E-Mail reklamieren und einen Kauf rückabwickeln

Wir schreiben eine Ansichtskarte

[Dies ist eine Leseprobe. Grafiken und Tabellen sind nicht enthalten.]

Weißt du, woher diese Ansichtskarten sein könnten? Wenn du dir sicher bist, dann schreibe die Orte oder Länder auf, woher sie kommen.

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Stelle dir vor, du bekommst eine Ansichtskarte. Woran erkennst du, woher diese kommt? Streiche Nichtzutreffendes durch und schreibe die richtigen Möglichkeiten heraus.

Palmenbild – Briefmarke – Adresse – Blumenmotiv – Tiermotiv – Sonne – Strand – Absender – Poststempel – Schreiber – Meer – Kurzbeschreibung auf der Rückseite – Bildmotiv von einer bekannten Sehenswürdigkeit – Personen auf der Vorderseite – besonders schöne Katze – Aufdruck des betreffenden Ortes – Autokennzeichen auf der Vorderseite – Parklandschaft – Schulgebäude – Bild von einem Freizeitpark – schöner Baum

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Formuliere Sätze und begründe deine Meinung.

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Warum treffen die anderen Punkte nicht zu?

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Welche Ansichtskarte soll ich schicken?

Welches Bildmotiv würdest du auswählen? – Du machst mit deiner Familie Urlaub in einem Ferienpark an der Nordsee und willst deiner Freundin/deinem Freund eine Ansichtskarte schicken. Du stehst an einem Verkaufskiosk und suchst eine passende Karte aus. Für welches Motiv würdest du dich entscheiden?

Folgende Karten stehen zur Verfügung:

- Wursti lässt grüßen ... (Motiv mit Seehund, der im Ferienpark „Wursti“ genannt wird)

- Bild von untergehender Sonne über dem Meer

- Bild von Ferienhäusern des Ferienparks

- Bild von einer größeren Stadt

- Bild vom Heimatort (die Ansichtskarte hast du bereits vorsorglich mitgenommen)

- Bild von einem Gartenzwerg mit Gießkanne

Meine Wahl: _________________________________________________

Welche Karte würdest du deinem Onkel/deiner Tante schicken?

Meine Wahl: _________________________________________________

Während einer Rundreise in Florida kommst du nach Orlando und besuchst heute Disneyland. Du suchst eine passende Karte für deine(n) beste(n) Freund(in) aus. Welches Bildmotiv würdest du auswählen? Folgende Motive stehen zur Verfügung:

- Bild von Mickymaus

- Bild von einem lieben Hundewelpen

- Bild vom Eingang mit der Aufschrift „Disneyland“

- Bild von Magic Kingdom (ein Teil des Freizeitparks)

- Bild von einem Flugzeug

- Landkarte von Florida mit bekannten Städten

Meine Wahl: _________________________________________________

Du hast dein Bein gebrochen und bist in einem Krankenhaus in München. Du suchst eine Karte für deine Klasse aus. Welche würdest du auswählen? Folgende Karten siehst du:

- lustiges Bild von einem Kranken, dessen Bein dick eingebunden ist

- Bild vom Krankenhaus

- Bild von der Innenstadt Münchens

Meine Wahl: _________________________________________________

Einige Tipps:

- Suche bei der Wahl einer Ansichtskarte möglichst ein „aussagekräftiges“ Bildmotiv aus. Aussagekräftig ist dieses dann, wenn es zu dem Urlaubsort passt, wenn es typisch für den Urlaubsort ist, oder wenn es eine bestimmte Situation kennzeichnet.

- Denke daran, dass sich der Empfänger (= Adressat) schon beim Ansehen der Ansichtskarte freuen und gleich wissen soll, woher sie kommt. Deswegen ist ein schönes Motiv wichtig.

- Suche auch ein Bildmotiv heraus, das dem Adressaten entspricht. Für ein Kind sucht man eine andere Karte heraus als für einen Erwachsenen. Einem lieben Menschen schickt man unter Umständen eine andere Ansichtskarte als jemandem, dem man eine Karte schreiben „muss“.

Die Anschrift

[…]

Damit eine Ansichtskarte aus Deutschland auch bei der richtigen Person ankommt, muss man auf folgende Dinge achten. Schreibe stichpunktartig die entsprechenden Möglichkeiten heraus.

eine beliebige Briefmarke – besonders schöne Ansichtskarte – deutsche Briefmarke – lesbare Schrift – alte Ansichtskarte mit „Seltenheitswert“ – gültige Briefmarke des betreffenden Landes – mit Poststempel versehen – schöne Schrift – Absenderangabe – richtige Anschrift - Unterschrift – nur, wenn in Druckschrift geschrieben – nur, wenn Sonderbriefmarke aufgeklebt – nur, wenn Anschrift mit Füller geschrieben – ohne Adressenangabe (kommt schon von selbst an, weil unser Postbote weiß, wo wir wohnen

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Du schreibst eine Karte an jemanden aus deiner Klasse. Schreibe die richtige Adresse in das Anschriftenfeld der Karte.

[Dies ist eine Leseprobe. Grafiken und Tabellen sind nicht enthalten.]

Trage die beiden Anschriften richtig ein: Sicherlich weißt du, dass das amtliche Postleitzahlenbuch dir beim Finden der richtigen Postleitzahl zu einer Straße hilft (im Internet: www.postdirekt.de/plzservice). Suche die zutreffende Postleitzahl.

Würzburg - Schulstraße 4 - Marion Weber

[Dies ist eine Leseprobe. Grafiken und Tabellen sind nicht enthalten.]

Lübeck - Martin Wagner - Frau / Herrn - Hansestr. 19

[Dies ist eine Leseprobe. Grafiken und Tabellen sind nicht enthalten.]

Einige Tipps:

- Schreibe eine Ansichtskarte in einer lesbaren Schrift.

- Schreibe die Anschrift richtig:
Anrede: (Herrn/Frau/Familie), oder einfach nur: „An“
Vorname – Familienname – Straße und Hausnummer – Postleitzahl und Ort des Empfängers – eventuell noch das Land, wenn die Karte vom Ausland geschickt wird. Dafür schreibt man manchmal auch das Landeskennzeichen vor die Postleitzahl und trennt es mit einem Bindestrich ab (für Deutschland ist es „D“).

- Schreibe linksbündig, d. h. fange links auf den jeweiligen vorgegebenen Zeilen an.

- Vergiss nicht, eine gültige Briefmarke des betreffenden Landes aufzukleben.

Schreibanlässe

Versuche einmal selbst, stichpunktartig sechs verschiedene Anlässe aufzuzählen, bei denen man eine Ansichtskarte schreibt.

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Anrede- und Schlussformel

Sicherlich fällt dir auf, dass diese Übungen auch für das Schreiben eines Briefes gelten. Ordne den betreffenden Oberbegriffen zu und ergänze mit weiteren Beispielen.

Mit freundlichen Grüßen – Für heute verbleibe ich ... – Hallo – Sehr geehrter ... – Mit freundlichem Gruß – Liebe ... – Sehr geehrte ... – Tschüss – Mit herzlichen Grüßen – Lieber ... – Hallo Ihr Lieben – Bis bald

Anredeformel - Schlussformel

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___________________________________ - ___________________________________

___________________________________ - ___________________________________

Persönliches und sachliches Schreiben

Je nach Empfänger verwendet man verschiedene Anrede- und Schlussformeln. Ordne obige Beispiele zu und ergänze.

Persönliches Schreiben - sachliches Schreiben

___________________________________ - ___________________________________

___________________________________ - ___________________________________

___________________________________ - ___________________________________

Was ist sonst noch wichtig?

Außer dem Inhalt sind einige weitere „Kleinigkeiten „noch wichtig. Streiche Nichtzutreffendes durch und schreibe die richtigen Möglichkeiten heraus.

Uhrzeit – Datum – als Einschreiben/Drucksache schicken – sonstige Äußerungen – Unterschrift

Wichtig sind außerdem: _______________________________________________________

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Der Inhalt

Vielleicht geht es dir so wie vielen, denen das Schreiben einer Ansichtskarte schwer fällt, weil sie nicht wissen, was sie schreiben sollen. Deshalb unterlassen sie es und schreiben gar nichts. Das ist aber schade, denn ...

Überlege dir drei Gründe, warum das schade ist und schreibe in Sätzen. Denke dabei auch an den Empfänger.

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Die „W-Fragen“ - Schreibbeispiel

Jochen macht gerade Urlaub. An seinen Patenonkel schreibt er die linke Karte, an seinen Freund die rechte Karte:

[Dies ist eine Leseprobe. Grafiken und Tabellen sind nicht enthalten.]

Was meinst du dazu? Schreibe deine Meinung in einigen Sätzen nieder und begründe deine Aussage.

Formulierungshilfen

Dabei helfen dir u. a. folgende Formulierungen: Ich finde, dass Jochen ... – Meiner Meinung nach ... – Jochen hat vergessen, dass ... – Aus dieser Ansichtskarte erfährt ... – Die Karte an seinen Freund

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Du kennst doch sicherlich aus den anderen Bänden dieser Aufsatzreihe noch die „W-Fragen“. Sie helfen dir, genau, anschaulich und interessant zu schreiben. Zähle sie zur Wiederholung noch einmal auf.

Ordne die „W-Fragen“ den näheren Angaben zu.

Zeit _____________ ? Vorgang _____________ ? Ort _____________ ?

Begründung _____________ ? Person _____________ ? Art und Weise _____________ ?

Überprüfe jetzt einmal Jochens Ansichtskarte. An welche „W-Fragen“ hat er gedacht?

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Sicherlich kannst du aus Jochens Ansichtskarte einige „W-Fragen“ herausfinden. Auf diese Fragewörter erscheint nur jeweils ein Wort. Das ist aber zu wenig, um dies für den Adressaten interessant zu machen. Ordne den Fragewörtern jeweils das entsprechende Wort aus Jochens Ansichtskarte zu.

_____? ____________ - _____? ____________ - _____? _____________ - _____? ___________

Auch die beiden folgenden Sätze aus seiner Ansichtskarte sind nicht gut, denn ... (begründe).

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Einige Tipps:

- Die „W-Fragen“ benötigst du immer wieder bei der Erarbeitung eines Aufsatzes. Auch bei einer Ansichtskarte sollte man daran denken.

- Wichtig sind bei einer Ansichtskarte vor allem die Wer-Frage, die Wo-Frage, die Was-Frage und die Wie-Frage. Die Wann-Frage kann in einer Ansichtskarte zwar auftauchen, ist häufig aber nicht so wichtig. Dagegen spielt die Warum-Frage keine wichtige Rolle, weil man in einer Ansichtskarte meistens nichts begründen muss.

- Mit den „W-Fragen“ kann man beim Leser Interesse wecken. Wenn die Ansichtskarte interessant ist, gibt sie Anlass zu weiteren Fragen, wenn man wieder zu Hause ist.

In den Tipps steht, dass die „Warum-Frage“ in einer Ansichtskarte keine wichtige Rolle spielt. Trotzdem taucht sie bei unerwarteten Situationen wieder auf:

Wenn das Wetter schlecht ist, dann ______________________________________________

Wenn das Wetter sehr heiß ist, dann _____________________________________________

Wenn das Meerwasser zu kalt ist, dann ___________________________________________

Wenn es hier nur Streit gibt, dann _______________________________________________

Wenn es im Urlaub häufige Pannen gibt, dann ______________________________________

Wenn man im Urlaub schwer krank wird, dann _____________________________________

Ergänze die Sätze.

Mit den „W-Fragen“ Interesse wecken

Wenn du beim Schreiben einer Ansichtskarte immer an die „W-Fragen“ denkst, wird der Inhalt interessanter. Da auf einer Ansichtskarte im Gegensatz zu einem Brief nur wenige Sätze Platz haben, kann man sich hier auf das Wichtigste beschränken.

Doch zunächst ein Beispiel: Du machst mit deinen Eltern im August Urlaub an der Nordsee und möchtest deinem Freund/deiner Freundin eine Ansichtskarte schreiben. Versuche einmal mit einigen Stichwörtern eine Ansichtskarte zu schreiben. Die Bausteine sind durcheinander geraten. Vergiss nicht das Datum. Sicherlich weißt du, dass in einem Brief und auch in einer Ansichtskarte das Anredewort „Sie“, „Ihr“, „Ihnen“ großgeschrieben wird, „du“, „ihr“ und „euch“ dagegen klein.

Dorum-Neufeld – schönes Wetter – kleiner Kutterhafen – Wasser sauber – Drachensteigen – herrlicher Wind – schöne Gegend – großzügig eingerichtete Ferienhäuser – viele Spielplätze – kinderfreundlich – drei Wochen – viele Aktivitäten – endlich Rad fahren – frische Luft – Deichschlösschen

[Dies ist eine Leseprobe. Grafiken und Tabellen sind nicht enthalten.]

Schreibe deiner Tante/deinem Onkel zum Geburtstag eine Ansichtskarte: Neben einem Glückwunsch als Einleitungssatz solltest du noch etwa fünf Sätze schreiben.

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[…]

Der Lebenslauf

Sicherlich kommst auch du in die Situation, einen Lebenslauf zu schreiben. Zähle auf.

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Warum ist ein Lebenslauf wichtig? Überlege dir zwei Gründe.

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Hast du schon einmal einen Lebenslauf geschrieben? Wenn ja, wann?

Wann musst du einen Lebenslauf schreiben? _______________________________________

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Schreibbeispiele

Sicherlich gefällt dir dieser Lebenslauf besser. Sei aber trotzdem kritisch. Was gefällt dir und was nicht? Was fehlt? (Die Jahreszahlen wurden weggelassen).

Lebenslauf
Ich heiße Diana Kugler und wurde am 27. Mai ... als erstes Kind meiner Eltern in Siegen geboren.
Mein Vater, Peter Kugler, ist Bankangestellter. Meine Mutter Marianne Kugler, geb. Hauser, ist Hausfrau.
Von :.. bis... besuchte ich·die Grundschule in Passau, danach zogen wir nach München. Hier besuchte ich den
Mittlere-Reife-Zug der Mittelschule, wo ich den Erfolgreichen Abschluss der Mittelschule erreichte. Mein Lieblingsfach war das Unterrichtsfach Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT).
Gerne möchte ich im Büro arbeiten, weil ich da meine Kenntnisse am besten verwirklichen kann.
Nürnberg, den 16. 6. ...

Diana Kugler

Lebenslauf
Name Liane Müller
Beruf Schülerin
Anschrift Schlörstraße 2
97074 Würzburg
Geburtsdatum 15. November ...
Geburtsort Berlin
Eltern Vater: Theodor Müller, Angestellter
Mutter: Angelika, geb. Schneider
Geschwister eine Schwester (11)
Schulbildung Grundschule, dann den M-Zug der Mittelschule (von ... bis ...) in Würzburg
Schulabschluss Qualifizierter Abschluss der Mittelschule
Hobbys (Tischtennis, Volleyball im Verein)
Würzburg, den 14.6. ...
Liane Müller

Wie haben Diana und Liane ihren Lebenslauf gegliedert?

Wie unterscheiden sie sich?

Tipps:

- Nicht jeder Lebenslauf muss handschriftlich verfasst sein. Er wird aber manchmal ausdrücklich verlangt. Dann muss man das auch so machen.

- Wenn das nicht der Fall ist, genügt es, diesen mit dem Computer zu schreiben. Die Schriftgröße sollte aber nicht zu klein oder groß sein. Die Überschrift „Lebenslauf“ ist häufig nicht zwingend notwendig.

[…]

Der sachliche Brief: Eine Reklamation schreiben

Eine Reklamation untersuchen

Marc Wunderlich (14 Jahre) hat sich von seinem Taschengeld einen Computer gekauft und hat Probleme. Ohne die Betriebsanleitung durchzulesen, schimpft er, weil er damit nicht zurechtkommt. Voller Wut schreibt er einen Brief an den Verkäufer.

24. 5. ....
Herr Meinhard,
was haben Sie sich eigentlich gedacht, als Sie mir den Computer verkauft haben! Ich wollte doch gar nicht einen sogenannten Multimedia-Computer, den Sie mir angedreht haben, sondern einen ganz normalen. Die ganzen technischen Sachen, die angeblich (!?) im Computer sein sollen, verstehe ich nicht. Faxe schreibe ich nicht und außerdem möchte ich ihn am liebsten an die Wand knallen!
Schon beim Auspacken ist er mir ausgerutscht und aus der Verpackung gefallen. Die Firma soll gefälligst eine stabile Verpackung verwenden, am besten eine Holzkiste. Da ist die Ware gut aufgehoben.
Als ich mit ihm dann arbeiten wollte, ging er nicht. Wo kann ich denn den Bildschirm einschalten? Ich habe alle möglichen Knöpfe ausprobiert und vorne und hinten Schalter und Knöpfe gedrückt, aber er geht nicht an. Deswegen kann ich den Computer nicht mehr gebrauchen.
Eine Chance gebe ich Ihnen noch: Wenn Sie mir einen neuen Computer schicken, gebe ich meinen wieder zurück. Der Computer muss aber auf jeden Fall besser sein, und vor allem muss der Bildschirm gleich angehen! Den können Sie dann bei der Firma reklamieren und ihnen gleich sagen, dass sie bessere Computer bauen soll, bei denen der Bildschirm auch geht. Wenn ich nächsten Montag noch nichts habe, passiert etwas! Haben Sie mich verstanden?
Also ich warte auf einen neuen Computer.
Trotzdem
mit freundlichem Gruß,
Ihr
Marc Wunderlich
PS: Ich war der, der am Montag um 15 Uhr bei Ihnen war.

Was meinst du dazu? Kann man eine solche Reklamation schreiben? Was fällt dir jetzt schon auf, was falsch ist?

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Gleichzeitig reklamiert er bei der Herstellerfirma, die ihren Sitz in New York hat, weil er glaubt, dass er dann mehr Erfolg hat. Das Schreiben fällt ähnlich aus. Ist das richtig? Deine Meinung.

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Angenommen, du hast dich informiert und weißt, was du willst und hast eine Ware gekauft. Trotzdem stellt sich heraus, dass die zugesicherten Eigenschaften nicht stimmen. Was kannst du unternehmen? Schreibe stichpunktartig einige Möglichkeiten auf.

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Einige Tipps:

- Es kommt immer wieder vor, dass eine gekaufte Ware einen Fehler hat, den man beim Kauf übersehen hat. Aber auch eine Reparatur kann fehlerhaft sein.

- Aus diesem Grunde reklamiert man.

- Vor einem Kauf sollte man sich gut informieren und genau überlegen, was man will und wofür man die Ware braucht. Auch sollte man wissen, welche Eigenschaften die Ware haben soll und welche Anforderungen wichtig für den persönlichen Gebrauch sind. Wenn sich aber trotzdem herausstellt, dass etwas nicht stimmt, sollte man reklamieren.

- Bevor du eine Reklamation schreibst, solltest du dich zunächst mit dem betreffenden Geschäft in Verbindung setzen und mündlich reklamieren.

- Wenn eine mündliche Reklamation zu keinem Erfolg führt, oder die Firma (das Geschäft) weit weg liegt, schreibt man eine Reklamation.

- Auch wenn man sich ärgert, sind einige Spielregeln wichtig:
- Eine Lebensweisheit sagt, dass man erst einmal eine Nacht darüber schlafen soll, bevor man etwas in Angriff nimmt. Dabei gewinnt man Abstand und wird (hoffentlich) ruhiger.
- Bleibe im Ton ruhig, wenn du mündlich reklamierst.
- Bleibe stets freundlich und höflich, aber zeige keine übertriebene Höflichkeit.
- Bleibe bei deinen Ausführungen sachlich.
- Werde nicht persönlich und greife den Verkäufer bzw. die Firma nicht persönlich an.
- Schildere die Tatsachen und deine Vorgehensweise.
- Denke dabei an die W-Fragen.
- Stelle deine Forderungen und mache von deinen Rechten Gebrauch. Sicherlich weißt du, dass man den Verkaufspreis erstattet bekommt oder einen Preisnachlass fordern kann. Die reklamierte Ware muss in einwandfreiem Zustand sein, wenn man sie doch zurückschickt.
- Denke an die Briefform, ordne und gliedere deine Reklamation.
- Schreibe möglichst nicht handschriftlich, sondern am besten mit Computer.
- Setze eine Frist. Drohungen sind allerdings unangebracht.
- Stimme einem angeblich „günstigen“ Vorschlag nicht gleich zu. Er kann sich nachträglich zu deinem Nachteil herausstellen, sondern überlege, ob der Vergleichsvorschlag deinen Vorstellungen entspricht.

- Oftmals stellt sich heraus, dass Missverständnisse vorhanden sind oder ein Bedienungsfehler vorliegt. In diesem Fall sollte man sich durchaus auch einmal entschuldigen und seinen Fehler eingestehen.

[…]

Im Internet schreiben

Die E-Mail

Der Begriff „E-Mail“ kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für „electronic mail“, das heißt übersetzt: „elektronische Post“. Dazu gehören auch die Begriffe „Mailbox“ (wörtlich „Briefkasten“) für den Austausch von Nachrichten in Computersystemen und „mailen“ („eine E-Mail senden“). Der Begriff „Mailing“ gehört aber nicht zum elektronischen Datenaustausch, sondern ist „das Versenden von Werbematerial durch die Post“. Die E-Mail hat seit dem Siegeszug des Internets teilweise das Telefonieren oder Briefschreiben abgelöst und ist heute eine allgemein gebräuchliche Form des Kommunizierens untereinander.

Nenne einige Anlässe, wann man eine E-Mail schreibt.

Die Vorteile der E-Mails:

- E-Mails (oder abgekürzt einfach „Mails“) sind billig und in Sekundenschnelle ver sandt. Das ist gerade bei Kontakten ins Ausland wichtig

- Der Schreiber ist unabhängig von Ort und Zeit und erspart sich z. B. den Gang zum Briefkasten und teure Briefmarken

- Der Schreiber kann ohne Schwierigkeiten in kürzester Zeit Daten, d. h. Texte und vor allem auch Bilder verschicken und empfangen

- E-Mails können weltweit versandt und empfangen werden, z. B. auch im Hotel, auf dem Campingplatz, im Internetcafé, ...

- E-Mails können bequem von zu Hause aus zu jeder Tages- oder Nachtzeit versandt und empfangen werden.

- Viele Firmen haben eine Internet- bzw. eine E-Mail-Adresse. Somit sind Auskünfte und Fragen einfach und schnell möglich

Einige wichtige Regeln für offizielle E-Mails (Netiquette):

Die E-Mail ersetzt heute oft einen Brief, ein Fax, einen Telefonanruf oder ein Telegramm. Obwohl viele einfach darauf losschreiben, sollte man deshalb auch hier bestimmte Regeln beachten. Der Begriff Netiquette ist ein Kunstwort, das ursprünglich aus den Wörtern Net (Netzwerk) und Etiquette (Etikette) gebildet wurde. Es bedeutet so viel wie die „Anstandsdame im Netzwerk“ bzw. „Gesamtheit der Regeln für soziales Kommunikationsverhalten im Internet und in Nachrichtenbereichen“. Diese Regeln gehören zu den Geschäftsbedingungen der Online-Dienste. Die Netiquette versteht sich als Hinweissammlung, wie man im Internet am höflichsten mit seinen Mitmenschen umgeht. Es gibt sie für das Telefonieren am Computer, in Mailinglisten, Netnews, Chats, Informationsdiensten und für Internet Service Provider. Erkundige dich, was diese Begriffe bedeuten und welche Regeln (Netiquette) einzelne Online-Dienste festlegen.

Schreibe aus folgender Auswahl diejenigen auf, die für E-Mails zutreffen.

wenn ich an eine Firma schreibe, um Informationsmaterial anzufordern, brauche ich jetzt nicht mehr meine Adresse angeben, die kann die Firma ja selbst herausbekommen – keine Beleidigungen – jemanden ständig mit E-Mails überschütten, wenn man sich über ihn ärgert – keine Bilder mit pornografischem Inhalt – mit der Antwort prinzipiell vier Wochen warten, damit man sich alles gut überlegen kann – prinzipiell ist Kleinschreibung immer möglich – keine Texte und Bilder mit nationalsozialistischem oder rassistischem Inhalt – MFG (MfG) für „Mit freundlichen Grüßen“ – keine Texte oder Bilder, die andere als verletzend empfinden – die Betreffzeile kann ich mir sparen – kein Inhalt, der zum Hass aufruft (Volksverhetzung) – endlich kann ich so schreiben, wie ich will – eine Anrede ist nicht nötig, es genügt, wenn ich immer mit „Hallo“ beginne – keine beleidigende Kommunikation – keine vulgäre oder hasserfüllte Sprache oder Symbole – es ist besser, an eine Firma gleich viele E-Mails zu schicken, dann ist die Chance größer, dass meine Mail ankommt – die Rechtschreibregeln beachten – der Satzbau ist mir unwichtig, deshalb verzichte ich auf Punkte und Kommas

[…]

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Details

Titel
Aufsatztraining Deutsch - Band 4: Alltagssituationen bewältigen
Autoren
Jahr
2015
Seiten
93
Katalognummer
V298426
ISBN (eBook)
9783656946366
ISBN (Buch)
9783656946373
Dateigröße
7814 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Brief schreiben, Bewerbung schreiben, Realschule, Mittelschule, Hauptschule, Aufsatz schreiben, Anleitung
Arbeit zitieren
Erich Bulitta (Autor)Hildegard Bulitta (Autor), 2015, Aufsatztraining Deutsch - Band 4: Alltagssituationen bewältigen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298426

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