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"Credit Default Swaps" und die Eurokrise

Titel: "Credit Default Swaps" und die Eurokrise

Bachelorarbeit , 2012 , 40 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Felix Hinkelmann (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll der Fragestellung nachgegangen werden, ob wirklich ein gefährlicher Einfluss von Credit Default Swaps auf die Eurokrise unter Berücksichtigung folgende Kritikpunkte ausgeht: Das Gegenparteirisiko, der Einfluss auf die Refinanzierungskosten der Staaten, also auf die Zinshöhe ihrer Staatsanleihen, der Handel mit Naked CDS und die Unabhängigkeit der ISDA als leitende Organisation. Einflüsse bei Entstehung der Krise sollen in dieser Arbeit nicht behandelt werden.

Der Aufbau der Arbeit unterliegt folgender Gliederung: In Kapitel 2 werden zunächst grundlegende Begriffe, wie beispielsweise Derivate, erklärt und es wird auf die besondere Rolle der CDS am Markt der Kreditderivate eingegangen. Im darauf folgenden Kapitel wird insbesondere ein Blick auf Credit Default Swaps, deren Funktionen und der Beschaffenheit des Marktes dieser Finanzinstrumente, geworfen. Es folgt ein Überblick über die Kritik an CDS und deren Einfluss auf die Eurokrise mit Fokus auf Griechenland innerhalb dieser Arbeit. Abschließend folgt eine Zusammenfassung mit einem Fazit und einem Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

2. Derivat

2.1. Begriffserklärung

2.2. Derivatausführungen

2.3. Kreditderivate

3. Funktionen von CDS

3.1. Standardisierte Verträge

3.2. Einsatz der Credit Default Swaps

3.2.1. Hedging und Risikosteuerung durch CDS

3.2.2. Spekulation und weitere Einsatzmöglichkeiten

3.3. Informationsgehalt des CDS-Spread

3.4. Makroökonomische Relevanz der CDS

4. Kritik an Credit Default Swaps

4.1. CDS und die Eurokrise

4.1.1. Gegenparteirisiko

4.1.2. Naked CDS

4.1. 3. Einfluss der CDS auf die Anleihen-Spreads

4.1.4. Fehlende Unabhängigkeit

4.2. CDS und die Griechenland-Krise

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Marktes für Credit Default Swaps (CDS) auf die europäische Staatsschuldenkrise. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse aktueller Wirkungsmechanismen, insbesondere hinsichtlich systemischer Risiken und der Interdependenz zwischen CDS-Spreads und Staatsanleihen.

  • Grundlagen und Funktionsweise von Kreditderivaten und CDS
  • Analyse des Gegenparteirisikos als systemischer Gefahrenherd
  • Untersuchung der Wechselwirkung zwischen CDS-Handel und Refinanzierungskosten von Staaten
  • Evaluierung der Markttransparenz und der Rolle der ISDA als Leitinstanz
  • Kritische Betrachtung von Naked CDS und deren Einfluss auf die Marktstabilität

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Gegenparteirisiko

Die Insolvenz einer Gegenpartei kann eine Kettenreaktion mit enormem Ausmaß hervorrufen. Fällt eine Bank im Geflecht der Derivathändler aus und kann fällig werdende Ausgleichszahlungen aus CDS nicht mehr leisten, entsteht ein großer Schaden für ihre Gegenparteien. Dies passiert beispielsweise wenn Bank A Credit Default Swaps mit Bank B auf ein Kreditereignis K abschließt, in denen Bank B als Sicherungsnehmer agiert. Um ihr Risiko zu diversifizieren und den Aufwand für CDS Spreads zu verringern schließt Bank B weitere CDS auf das Kreditereignis K mit Dritten ab, in denen Bank B als Sicherungsgeber agiert. Tritt nun das Kreditereignis K ein, welches die Ausgleichszahlungen aus den CDS fällig werden lässt, entstehen hohe Verbindlichkeiten für Bank A. Wenn sie diese nicht mehr bedienen kann und Insolvenz anmelden muss, entsteht ebenfalls für Bank B großer Schaden.

Da Bank B die fällig werdenden Ausgleichzahlungen an Dritte leisten muss, jedoch nicht die erwarteten Ausgleichszahlungen von Bank A erhält, besteht auch für Bank B die Gefahr einer Insolvenz. In diesem Fall sind auch die Ausgleichszahlungen an Dritte nicht mehr gewährleistet. Diese möglichen Auswirkungen bergen enormes systemisches Risiko. Um einen Verlust aus Gegenparteirisiko für Bank B zu generieren muss nicht einmal das Kreditereignis K stattfinden. Wenn Bank A Insolvenz anmeldet und die CDS Verträge zwischen Bank A und Bank B hinfällig werden, stellt es für Bank B einen Verlust dar, wenn die Verträge für Bank B durch variierende Spreads einen positiven Marktwert aufweisen. Der enorme Nominalwert des Marktes, der aus Abbildung 2 entnommen werden konnte, zeigt die Ausmaße des Gegenparteirisikos und die Gefahren einer Kettenreaktion insolvent gehender Banken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik: Die Einleitung umreißt die Relevanz des Derivathandels und stellt die zentrale Fragestellung hinsichtlich des Einflusses von Credit Default Swaps auf die Eurokrise vor.

2. Derivat: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen derivativer Finanzinstrumente, definiert zentrale Begriffe und beleuchtet die spezifische Rolle der CDS innerhalb dieses Marktes.

3. Funktionen von CDS: Hier werden die Funktionsmechanismen, der Standardisierungsgrad der Verträge, der Informationsgehalt der CDS-Spreads sowie die makroökonomische Bedeutung der Instrumente detailliert dargelegt.

4. Kritik an Credit Default Swaps: Dieses Hauptkapitel analysiert kritische Aspekte wie das Gegenparteirisiko, die Auswirkungen auf Anleihen-Spreads, die Problematik der Naked CDS sowie die Rolle und Unabhängigkeit der ISDA im Kontext der Eurokrise.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und leitet Empfehlungen für eine stärkere Regulierung sowie einen unabhängigeren Entscheidungsprozess der ISDA ab.

Schlüsselwörter

Credit Default Swaps, Eurokrise, Gegenparteirisiko, Kreditderivate, Staatsanleihen, Naked CDS, ISDA, systemisches Risiko, Finanzmarktstabilität, Derivathandel, Refinanzierungskosten, Finanzkrise, Arbitrage, Risikosteuerung, Markttransparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle und den Einfluss von Credit Default Swaps (CDS) auf die europäische Staatsschuldenkrise.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Zentral sind die Funktionsweise von CDS, die Problematik des Gegenparteirisikos, die Auswirkungen auf die Finanzierungskosten der Eurostaaten sowie die Rolle der Regulierungsinstanz ISDA.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu evaluieren, inwiefern CDS als Mitschuldige der Eurokrise betrachtet werden können und ob von ihnen tatsächlich eine destabilisierende Gefahr für das Finanzsystem ausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Marktanalyse, die theoretische Grundlagen mit aktuellen empirischen Erkenntnissen und Entwicklungen während der Eurokrise verknüpft.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Kritik an CDS, insbesondere der Analyse des Gegenparteirisikos, der Untersuchung von Naked CDS und der Wechselwirkung zwischen CDS-Spreads und Staatsanleihen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Credit Default Swaps, Eurokrise, Gegenparteirisiko, systemisches Risiko und Refinanzierungskosten.

Wie bewertet der Autor die Unabhängigkeit der ISDA?

Der Autor kritisiert die fehlende Unabhängigkeit der ISDA, da ihr Entscheidungsgremium, das Determinations Committee, maßgeblich von den größten Derivatehändlern dominiert wird, was Interessenkonflikte provozieren kann.

Welches Fazit zieht der Autor zur Rolle der CDS in der Griechenland-Krise?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Schuldenschnitt in Griechenland als kontrollierbares Ereignis fungierte, da der Markt Zeit zur Vorbereitung hatte, warnt jedoch weiterhin vor dem grundsätzlichen systemischen Risiko.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Credit Default Swaps" und die Eurokrise
Hochschule
Universität Bremen  (Finanzwirtschaft)
Note
1,7
Autor
Felix Hinkelmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
40
Katalognummer
V298427
ISBN (eBook)
9783656947318
ISBN (Buch)
9783656947325
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzwissenschaft Finanzwirtschaft CDS Credit Default Swaps Eurokrise Finanzkrise Schuldenkrise Derivate
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Hinkelmann (Autor:in), 2012, "Credit Default Swaps" und die Eurokrise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298427
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  40  Seiten
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