SchülerInnen machen Fehler, denn dies ist ganz menschlich. In dieser Hausarbeit werde ich
Fehler in zwei Schülertexten, deren Aufgaben ich zur Bearbeitung vorgegeben habe, nach einem bestimmten Schema analysieren. Ebenso lässt sich vielleicht feststellen, dass zwei Brüder die gleichen Fehler in ihren Texten machen. Dies gilt es herauszufinden.
In dieser Hausarbeit werde ich versuchen, Fehler zuanalysieren, die zwei Brüder, also zwei
Probanden mit demselben Familienhintergrund, in ihrem täglichen Schulalltag begehen, um
dann eventuelle Förderungsmöglichkeiten auszusprechen. Dabei kommt es mir darauf an,
dass klar wird, dass es wahrscheinlich ist, dass Kinder derselben Familie, auch oft die gleichen Fehler in ihren Texten machen. Darum ist es mir ebenso wichtig, die SchülerInnen nicht
bloßzustellen, sondern wie oben beschrieben, Förderungsmöglichkeiten vorzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ziele der Hausarbeit
3. Vorstellung der Probanden
3.1 Jonas B.
3.2 Kevin B.
4. Vorstellung der Aufgaben
5. Vorstellung des Analyseschemas
6. Analyse der Rechtschreibung
6.1 Jonas
6.2 Kevin
6.3 Vergleich bzw. Kurzfazit
7. Analyse der Zeichensetzung
7.1 Jonas
7.2 Kevin
7.3 Vergleich bzw. Kurzfazit
8. Analyse der Grammatik
8.1 Jonas
8.2 Kevin
8.3 Vergleich bzw. Kurzfazit
9. Analyse der einzelnen Texte (Schreibmuster, Ausdruck, Wortstellung, Fachsprache)
9.1 Jonas
9.2 Kevin
9.3 Vergleich bzw. Kurzfazit
10. kurzes Gesamtresümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit verfolgt das Ziel, Fehler in zwei von Schülern verfassten Texten nach einem festen Schema zu analysieren, um Gemeinsamkeiten in der Fehlerstruktur bei Brüdern aufzudecken und daraus konkrete Förderungsmöglichkeiten abzuleiten.
- Analyse von Schülertexten hinsichtlich Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik
- Untersuchung der Verwendung mathematischer Fachsprache und Ausdrucksweise
- Vergleich der Leistungen zweier Probanden mit gleichem Familienhintergrund
- Entwicklung von pädagogischen Förderungsempfehlungen
Auszug aus dem Buch
6. Analyse der Rechtschreibung
In Jonass Ausarbeitung fällt in Zeile 3 zuerst auf, dass er „paßt“ geschrieben hat. Nach der gängigen Rechtschreibung wird das Wort „paßt“ mit doppeltem „S“ geschrieben. Hier hat der Schüler anscheinend Schwierigkeiten, die Schreibung mit scharfem S von der mit „normalem S“ zu unterscheiden. Dies ist insofern kurios, da er in Zeile 7 „Das heißt“ richtig geschrieben hat. Hier erkennt man eine fehlerhafte Mitlautverdopplung, die allerdings nicht kontinuierlich in der Aufgabenbeschreibung des Schülers vorliegt. Bei Wörtern wie „malgenommen“(Z. 10) oder „zusammenzählen“(Z. 1) werden die Konsonanten richtig verdoppelt. In Zeile 4 „vergisst“ er das zweite „t“ bei „jetzt“ und schreibt die Zahl „4“ auch nicht aus, was man im Deutschen jedoch macht. Aber hier kann man durchaus die „4“ als Ziffer stehen lassen, da ja in den beiden Brüchen diese Zahl auftaucht. Hier würde ich als Lehrer keinen Fehler anstreichen. Dies kann an seiner Nervosität liegen, aber auch einfach nur am bloßen Vergessen an sich. In Zeile 14 wiederholt sich der Fehler. Solche Fehler sind bei ihm leider typisch, da er phonologisch betrachtet nicht ausreichend genug gefördert wurde. Später in Zeile 11 findet man den Begriff „[O]benzahl“, den er ebenfalls mit einem Kleinbuchstaben beginnt. Hier meinte er wahrscheinlich den Begriff „Zähler“, aber konnte diesen Begriff nicht zuordnen bzw. nennen. Hier fehlt ihm eindeutig die Fachsprache der Mathematik. In derselben Zeile steht das Wort „[Bruch]“, welches er auch klein schreibt. Dieser Fehler wird jedoch nur ein Mal im gesamten Text auftreten, also kann man sagen, dass es sich hier um einen versehentlichen Fehler handelt. Die vorletzte Zeile beinhaltet das Wort „[E]rgebnis“, das er auch klein schreibt. Weitere pure Rechtschreibfehler werden nicht entdeckt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Fehleranalyse bei zwei Schülertexten und die Hypothese möglicher gemeinsamer Fehlermuster bei Brüdern.
2. Ziele der Hausarbeit: Erläuterung des Vorhabens, Fehler zu identifizieren und förderliche Maßnahmen ohne Bloßstellung der Schüler zu entwickeln.
3. Vorstellung der Probanden: Vorstellung der beiden Brüder Jonas und Kevin inklusive ihres schulischen Hintergrunds und ihrer individuellen Herausforderungen.
4. Vorstellung der Aufgaben: Kurze Beschreibung der mathematischen Aufgabenstellungen, die den Schülern zur Textproduktion vorgegeben wurden.
5. Vorstellung des Analyseschemas: Definition der Kriterien für die Fehleranalyse, unterteilt in Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Textgestaltung.
6. Analyse der Rechtschreibung: Untersuchung der orthographischen Korrektheit der Texte und Vergleich der Leistungen der beiden Probanden.
7. Analyse der Zeichensetzung: Bewertung der Interpunktion mit Fokus auf die korrekte Verwendung von Kommata bei Nebensätzen.
8. Analyse der Grammatik: Analyse grammatikalischer Strukturen wie Kasusbildung, Deklination und Pluralformen.
9. Analyse der einzelnen Texte (Schreibmuster, Ausdruck, Wortstellung, Fachsprache): Bewertung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit und der Anwendung mathematischer Fachterminologie.
10. kurzes Gesamtresümee: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse mit abschließenden Handlungsempfehlungen für den Lehrer.
Schlüsselwörter
Fehleranalyse, Schülertexte, Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik, Fachsprache, Mathematik, Förderungsmöglichkeiten, Probanden, Sprachgebrauch, Didaktik, Schriftspracherwerb, Ausdrucksweise, Sekundarstufe, Lernschwäche.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse von Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehlern in zwei von Schülern verfassten mathematischen Erklärtexten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der sprachlichen Qualität schülergenerierter Texte, der korrekten Verwendung mathematischer Fachbegriffe und der Untersuchung möglicher familiärer Fehlermuster bei zwei Brüdern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Identifikation systematischer Fehler in den Texten und die Ableitung von konkreten, pädagogisch wertvollen Förderungsmöglichkeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine qualitative Fehleranalyse anhand eines strukturierten Rasters, das Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik und Fachsprache umfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die schrittweise Analyse der beiden Texte zu den Themen Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und allgemeinem Ausdrucksvermögen, jeweils gefolgt von einem Vergleich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Fehleranalyse, Fachsprache, Mathematik, Förderung, Rechtschreibung und Sprachkompetenz.
Welche Rolle spielt die Fachsprache in den Schülertexten?
Die Arbeit stellt fest, dass beide Schüler erhebliche Defizite bei der Anwendung mathematischer Fachbegriffe wie "Zähler", "Nenner" oder "Multiplikation" aufweisen und teilweise durch umgangssprachliche Neologismen ersetzen.
Welchen Einfluss scheint die englische Sprache auf die Fehler zu haben?
Der Autor vermutet bei Jonas, dass englische Sprachstrukturen – etwa bei der Pluralbildung mit "-s" oder beim Setzen von Kommata in Relativsätzen – die deutsche Rechtschreibung und Grammatik negativ beeinflussen.
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- Knut Kumpe (Author), 2010, Analyse von Schülertexten im Hinblick auf Rechtschreibung, Ausdruck und Grammatik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298555