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Kasusschwankungen bei der Negation im Russischen. Eine Korpusanalyse zu zwei Parametern nach Timberlake

Title: Kasusschwankungen bei der Negation im Russischen. Eine Korpusanalyse zu zwei Parametern nach Timberlake

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Viktoria Popsuy-Johannsen (Author)

Russian / Slavic Languages
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Im Russischen treten Schwankungen beim Kasusgebrauch des negierten Objektes zwischen dem Genitiv und Akkusativ auf. Über die Schwankungen des Kasusgebrauchs wurden in der russischen Linguistik mehrere Theorien aufgestellt. In der Grammatik der Negation von Alfred Nozsicska werden drei Theorien zusammengefasst und daraus eine Erklärung entwickelt. Padučeva erklärt, dass die Kasusschwankungen beim direkten Objekt, sowie auch der Kasus von Genitivobjekten, von semantischen Merkmalen des Verbes und der Existenz oder der Sichtbereich des Objektes abhängen. Alan Timberlake stellt 1986 eine Hierarchie auf, die zeigen sollte, nach welchen Parametern welcher Kasus gebraucht wird. Dieser Aufsatz wird im nächsten Kapitel zusammengefasst. Danach werden zwei Parameter aus Timberlakes Hierarchie ausgesucht und mithilfe des Nationalen Korpus der russischen Sprache überprüft, ob Timberlakes Vermutungen der Genitivverwendung bei der Negation richtig seien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zusammenfassung des Aufsatzes „Hierarchies in the genitive of negation“ von Alan Timberlake (1986)

3 Korpusanalyse zu ausgewählten Kriterien

3.1 Auswahl

3.2 Korpus-Suche

3.3 Ergebnisse

4 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kasusschwankungen bei der Negation im Russischen, wobei der Fokus auf einer Korpusanalyse von Parametern nach Alan Timberlake liegt, um deren Einfluss auf die Genitiv- oder Akkusativwahl empirisch zu überprüfen.

  • Theoretische Grundlagen des Kasusgebrauchs bei Negation
  • Individualisationsgrad des Objekts
  • Einfluss des Numerus auf die Kasuswahl
  • Analyse der emphatischen Negation
  • Korpusbasierte Überprüfung von Timberlake’s Hierarchien

Auszug aus dem Buch

Partizipanten-Hierarchie

Timberlake betrachtet bei der Partizipanten-Hierarchie den Individualisationsgrad des Objektes. Je mehr das Objekt individualisiert ist, desto weniger kann es mit dem Genitiv bei der Negation auftreten und wird mit dem Akkusativ gebraucht (Timberlake 1986:339). Die Eigennamen sind vollständiger individualisiert als die Gattungsnamen (Appellativa), deswegen können sie nicht mit dem Genitiv bei der Negation verwenden werden (Timberlake 1986:339ff.).

Die konkreten Substantive sind insgesamt eher individualisiert wie die abstrakten Substantive. Deswegen werden konkrete Substantive mit dem Akkusativ verwendet. Die abstrakten Substantive beziehen sich auf Konzepte, die schon von Natur aus nicht individualisiert werden können, wie z. B. sovet ʻRatʼ (Timberlake 1986:340). Aus diesem Grund werden sie häufiger mit dem Genitiv gebraucht.

Als nächster Parameter wird der Partitiv des Objektes betrachtet. Die zählbaren Objekte/Gegenstände werden als individualisierte Einheiten behandelt. Deshalb werden sie bei der Negation mit dem Akkusativ angewendet (Timberlake 1986:341). Die Genitivanwendung wird als nicht ungrammatisch vom Autor markiert. Die Substantive, die eine Substanz oder Masse ausdrücken, können nicht gezählt und deswegen mit dem Genitiv bei der Negation gebraucht werden (Timberlake 1986:341). Der Akkusativ wird aber bei diesen Substantiven als eine akzeptable Anwendung gekennzeichnet (Timberlake 1986:341).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Kasusschwankungen zwischen Genitiv und Akkusativ bei der Negation im Russischen und Vorstellung des Untersuchungsziels.

2 Zusammenfassung des Aufsatzes „Hierarchies in the genitive of negation“ von Alan Timberlake (1986): Darstellung der theoretischen Parameter zur Kasuswahl, die Timberlake zur Erklärung von Genitiv- und Akkusativverwendung in negierten Sätzen aufgestellt hat.

3 Korpusanalyse zu ausgewählten Kriterien: Empirische Untersuchung des Einflusses von Numerus und emphatischer Negation auf die Kasuswahl mittels Daten aus dem Nationalkorpus der russischen Sprache.

4 Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse, die bestätigt, dass die Kasuswahl von mehreren Faktoren in hierarchischer Anordnung abhängt, wobei der Individualisationsgrad eine zentrale Rolle spielt.

Schlüsselwörter

Russisch, Kasus, Genitiv, Akkusativ, Negation, Korpusanalyse, Timberlake, Partizipanten-Hierarchie, Individualisierung, Numerus, emphatische Negation, Nationalkorpus, Grammatik, Sprachwissenschaft, Kasussysteme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik, warum im Russischen bei der Verneinung von Objekten sowohl der Genitiv als auch der Akkusativ auftreten kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die linguistischen Theorien zur Negation, insbesondere die von Alan Timberlake aufgestellten Hierarchien zur Bestimmung der Kasuswahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand einer empirischen Korpusanalyse zu prüfen, ob die von Timberlake theoretisch postulierten Parameter – wie Numerus und emphatische Negation – tatsächlich die Genitivverwendung bei der Negation beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin führt eine korpusbasierte Analyse durch, indem sie Daten aus dem Nationalkorpus der russischen Sprache auswertet und die Trefferstatistiken mit den theoretischen Vorhersagen abgleicht.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Im Hauptteil werden zunächst Timberlakes Thesen detailliert zusammengefasst, gefolgt von einer methodischen Korpus-Suche und der Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich verschiedener linguistischer Parameter.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Genitiv bei Negation, Individualisation, Korpuslinguistik und die Kasusmarkierung im Russischen beschreiben.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen konkreten und abstrakten Substantiven eine Rolle?

Die Analyse zeigt, dass abstrakte Substantive unabhängig vom Numerus bevorzugt im Genitiv stehen, da sie als weniger individualisiert gelten als konkrete, zählbare Substantive.

Welche Erkenntnis ergibt sich aus der Analyse der emphatischen Negation?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die emphatische Negation einen stärkeren Einfluss auf die Kasuswahl hat als andere Parameter wie die Belebtheit des Objekts.

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Details

Title
Kasusschwankungen bei der Negation im Russischen. Eine Korpusanalyse zu zwei Parametern nach Timberlake
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Slavische Philologie)
Course
Kasussysteme und Kasusmarkierung
Grade
2,0
Author
Viktoria Popsuy-Johannsen (Author)
Publication Year
2014
Pages
14
Catalog Number
V298634
ISBN (eBook)
9783656949398
ISBN (Book)
9783656949404
Language
German
Tags
Genitiv bei der Negation im Russischen Akkusativ bei der Negation im Russischen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Viktoria Popsuy-Johannsen (Author), 2014, Kasusschwankungen bei der Negation im Russischen. Eine Korpusanalyse zu zwei Parametern nach Timberlake, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298634
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